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Elektrode für Kurzwellentherapie
Die Erfindung betrifft eine Elektrode für Kurzwellentherapie, bestehend aus einer dünnen Metallschichte, die mit einer zusammenhängenden Schicht aus Isolierstoff umkleidet ist. Die bisher für diesen Zweck verwendeten Elektroden mit glatter Oberfläche haben den Nachteil, dass zwischen der Auflagefläche der Elektrode und dem Körper des Patienten leicht Schweissbildung eintritt. Dies kann infolge der gesteigerten Wärmewirkung des Kurzwellenfeldes in der Flüssigkeitsschichte zu so starker Erhitzung führen, dass an der Haut Verbrennungen auftreten. Damit ist aber auch ein Energieverlust verbunden, der die restlose Ausnützung der
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einschränkt.
Zur Behebung dieses Übelstandes sind bereits Elektroden vorgeschlagen worden, deren Metallfläche und Isolierschicht mit Löchern versehen ist, um ein Verdunsten der aus der Haut austretenden Feuchtigkeit zu ermöglichen. Auch sind Elektroden aus Metallitzen bekannt, die durch aufgefädelte Perlen aus keramischem Stoff od. dgl. isoliert werden.
Diese durchlöcherten oder aus Litzen bestehenden Elektroden weisen gegenüber den vollflächigen Elektroden eine geringere Leistung sowie hohe Herstellungskosten auf. Die aus Metallitzen bestehenden Elektroden besitzen eine geringe Haltbarkeit und haben den Nachteil, dass bei Bruch einer Litze das leitende Metall mit dem Körper des Patienten in unerwünschte Berührung kommen und Hautverletzungen verursachen kann.
Durch die Erfindung wird eine Elektrode für Kurzwellentherapie geschaffen, welche die geschilderten Nachteile nicht aufweist und eine Abfuhr der an der Auflagefläche der Elektrode entstehenden Ausdünstungen ermöglicht, so dass es zu keiner wesentlichen Schweissbildung kommen kann.
Erfindungsgemäss besitzt hiezu die Elektrode eine fein gerillte, gewellte, gerippte oder mit kleinen Erhebungen versehene Oberfläche, derart, dass zwischen den an der Haut anliegenden Flächenteilen der Elektrode kleine Luftkanäle bestehen bleiben.
Einen weiteren Erfindungsgegenstand bildet die besondere Anordnung der Metallelektrode in der sie umhüllenden Isolierschicht. Bisher wurde die falsche Metallelektrode durchwegs beiderseits mit einer gleich dicken Isolierschicht bekleidet.
Man hatte daher nur einen einzigen Elektrodenabstand von der Haut des Patienten zur Verfügung, so dass eine Änderung dieses Abstandes nur durch Zwischenlagen möglich war.
Nach der Erfindung soll im Gegensatz hiezu die Isolierhülle auf der einen Seite dünner sein als auf der anderen, die Metallelektrode also unsymmetrisch eingebaut sein. Auf diese Weise hat man ohne Zuhilfenahme weiterer isolierender Zwischenlagen durch einfaches Umwenden zwei verschiedene Elektroden-Abstände verfügbar.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, Fig. 1 zeigt eine Elektrode im Querschnitt. Die Fig. 2,4 und 6 zeigen Elektrodenteile im Querschnitt und die Fig. 3,5 und 7 die gleichen Teile in Draufsicht.
Die Elektrode nach Fig. l besteht aus einer flachen metallenen Elektrode E, die allseitig mit einer Isolierhülle/, z. B. aus Gummi, so umkleidet ist, dass z. B. 1/4 der Gesamtdicke der Isolierhülle auf der einen und 3/4 auf der anderen Seite der Metallelektrode E liegt. Diese kann hiebei aus einem Drahtnetz oder einer Metallfolie bestehen, je nachdem, ob eine schwächere oder stärkere Wirkung erzielt werden soll.
Die Oberfläche der Isolierhülle kann, wie aus Fig. 1 ersichtlich, im Querschnitt wellenförmig ausgebildet sein, wobei es von untergeordneter Bedeutung ist, ob die so gebildeten Kanäle geradlinig oder gekrümmt verlaufen. Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform haben die Kanäle rechteckigen Querschnitt und sind in der Längsrichtung wellenförmig gekrümmt.
Eine andere geeignete Ausbildung zeigen die Fig. 4 und 5, u. zw. besitzt hier die Oberfläche lauter kleine vierseitige Pyramiden nach Art der üblichen Riffelungen an Metallgriffen. Die Fig. 6 und 7 zeigen eine weitere Oberflächengestaltung, bei der halbkugelige Erhöhungen in regelmässiger Aneinanderreihung aus der Fläche heraustreten. Diese und andere ähnliche Gestaltungen entsprechen alle dem Sinne
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der Erfindung, die ein Abströmen der Luft zwischen den an der Haut anliegenden Flächen verlangt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrode für Kurzwellentherapie, bestehend aus einer dünnen Metallschichte, die mit einer zusammenhängenden Schicht aus Isolierstoff umkleidet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierhülle eine fein gerillte, gewellte, gerippte oder mit kleinen Erhebungen versehene Oberfläche aufweist, derart, dass zwischen den an der Haut anliegenden Flächenteilen der Elektrode kleine Luftkanäle bestehen bleiben.