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Einrichtung an tragbaren Instrumentenkasten zur Führung der Laden und Sicherung gegen unbefugtes und vollständiges Herausziehen
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Führung der Laden und Sicherung gegen unbefugtes und vollständiges Herausziehen.
In erster Linie kommen Instrumentenkasten in Betracht, wie sie z. B. zur Aufnahme und zum Transport von zahnärztlichen oder medizinischchirurgischen Instrumenten verwendet werden.
Ein solcher Instrumentenkasten soll einfach in seiner Herstellung und Handhabung sein, insbesondere aber geringes Gewicht aufweisen, um den Transport zu erleichtern. Auch soll ein Verziehen der Laden und eine damit verbundene Beeinträchtigung der Staubsicherheit und des leichten Laufes der Laden unmöglich gemacht werden. Bei solchen Instrumentenkasten erfolgte eine Sicherung der Laden gegen unbefugtes Herausziehen bisher durch Anordnung versperrbarer Türen, die viel Material erfordern und das Volumen und das Gewicht des Kastens unnütz vergrössern, da sie über die Griffknöpfe der Laden vorstehen müssen. Gegen vollständiges Herausziehen von Laden sind besondere Beschläge üblich, die die Herstellung des Kastens wesentlich verteuern und sein Gewicht erhöhen.
Die Erfindung bezweckt, die gewünschten Sicherheiten durch raum-und gewichtsparende, möglichst bei der Erzeugung des Instrumentenkastens aus dem gleichen Grundmaterial herstellbare, zweckmässig mit den Führungselementen vereinigte Einrichtungen zu erreichen.
Die Erfindung besteht in der Kombination einer schmalen versperrbaren Klappe, die an einer Seitenwand des Instrumentenkastens angelenkt ist, zur Sicherung der Laden in der eingeschobenen Lage mit Sicherungsorganen an den Laden, die mit Nuten oder Vorsprüngen zusammenwirken und den Auszug der Laden begrenzen. Nach der Erfindung sind die Nuten in den Seiten-und Zwischenwänden des Kastens angeordnet, während von der Innenseite der Ladenseitenwände her zu betätigende Sicherungszapfen in diese Nuten eingreifen. Die Laden sind nach der Erfindung auf Leisten geführt, die an den Seiten-und Zwischenwänden des Kastens befestigt sind und zweckmässig Ausnehmungen aufweisen, in welche an den Laden angebrachte, vorzugsweise abnehmbare Sicherungsorgane eingreifen.
Die Zeichnung zeigt einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, wobei die Fig. l eine Ausführungsform im Schaubild, teilweise im Schnitt und die Fig. 2 und 3, die erstere im Schaubild und teilweise im Schnitt, die letztere in Seitenansicht und bei weggenommener Kastenseitenwand, eine andere Ausführungsform veranschaulicht. Die Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform in Seitenansicht.
In der Fig. l ist mit 1 der Kastendeckel und mit 2 der Kastenboden bezeichnet, die beide durch die Seitenwände 3 und 4 und die Zwischenwand 5 miteinander verbunden sind. In diesem Kasten sind Laden 6 bis 13 an Knöpfen 15 herausziehbar vorgesehen. Diese Laden, verschiedener Höhe und zu Gruppen vereinigt, nach dem Inhalt auch verschiedener Breite, laufen auf seitlichen Schienen 16, welche durch Feder und Nut an den Wänden 3, 4 und 5 befestigt sind.
Um das Herausfallen oder unbeabsichtigte gänzliche Herausziehen der Laden zu verhindern, sind Sicherungsorgane vorgesehen. So sind z. B. in den Wänden 3 bis 5 des Kastens Nuten 17 vorgesehen, in welche Stifte 18 eingreifen, welche durch die Ladenseitenwände durchgreifen und an der Innenseite dieser Wände an nach innen federnden Bügeln 19 befestigt sind, welche durch Reiber oder Riegel 20 in die Sicherungslage gedrückt werden. Da die Nuten 17 eine bestimmte Begrenzung haben, so ist durch die Stifte auch die vordere Endlage der Laden bestimmt. Will man die Laden gänzlich herausziehen, dann werden die Riegel 20 aus der Sicherungslage herausgedreht und die Federn 19 ziehen die Stifte 18 zurück.
Um ein unbefugtes Herausziehen der Laden zu verhindern, sind zu beiden Seiten des Kastens schmale Klappen 21 an Scharnieren angelenkt, die unten Verschlussorgane 22 tragen, z. B.
Tosesche Schlossorgane, deren Riegel in der Verschlusslage in Ausnehmungen des Bodens 2 eingreifen.
In den Fig. 2 und 3 ist eine andere Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dar-
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gestellt. Die Seitenwände 23 der Laden 24, 25, 26 weisen Einschnitte 27 auf, um Platz für die Lei- sten 16 zu schaffen, auf welchen die Laden gleiten.
Als Begrenzung der Herausziehbarkeit der Laden dienen Anschläge 28 an den Leisten 16, gegen die die Ladenrückwand anstösst.
In der Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Laden 30 sind an der Unterseite mit einem Anschlag 34 versehen, der mit einem, durch entsprechende Aus- nehmung der Leisten gebildeten Anschlag 31 zusammenwirkt und für jede Lade ein bestimmtes
Mass der Herausziehbarkeit zulässt.
Es können auch bei den Ausführungsformen gemäss den Fig. 2 bis 4 Einrichtungen und Organe vorgesehen sein, die mit einfachen Mitteln die leichte Herausnehmbarkeit der als Begrenzungs- anschläge dienenden Teile 28 und 31 ermöglichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an tragbaren Instrumenten- kasten zur Führung der Laden und Sicherung gegen unbefugtes und vollständiges Herausziehen, gekennzeichnet durch die Kombination einer schmalen versperrbaren Klappe, die an einer Seitenwand des Instrumentenkastens angelenkt ist, zur Sicherung der Laden in der eingeschobenen Lage mit Sicherungsorganen an den Laden, die mit Nuten oder Vorsprüngen zusammenwirken und den Auszug der Laden begrenzen.