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PATENTSCHRIFT N 16412.
KOLOMAN VON KANDO IN BUDAPEST.
Selbstregelnder, durch Druckluft betätigter Flüssigkeitswiderstand.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein selbstregelnder, durch Druckluft betätigter Flüssigkeitswiderstand.
Die bisher bekannten durch Druckluft betätigten Flüssigkeitswiderstände sind mit Drosselventilen vorsehen, so dass eine den jeweiligen Betriebsverhältnissen entsprechende Einstellung der Bestandteile mit der Hand nötig war. Bei dem Gegenstande vorliegender Anmeldung erfolgt jede Regulierung selbsttätig. Das Wesen der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
Die Reguliervorrichtung besteht aus drei wesentlichen Bestandteilen, u. zw. dem selbsttätigen Widerstandsregler A, der Regelvorrichtung B und dem Anlassventile C. Im Behälter 1 ist die komprimierte Luft enthalten. Dieser Behälter ist mit der Regelvorrichtung B in Verbindung gebracht, welche wesentlich aus der Membran 4 und dem Ventile 2 besteht, die ihrerseits durch einen auf den Führungshebel 16 ausgeübten und auf Feder 3 über-
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geöffnet wird und sieh der Raum vor der Membran 4 mit komprimierter Luft füllt.
Dieser Raum ist mit dem im s@lbsttätigen Widerstandsregler A befindlichen, durch die verschieden
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hornförmiger Ansatz das im Körper des selbsttätigen Widerstandsreglers befindliche Drosselventil 8 belastet und derart den durch die magnetische Wirkung des das Solenoid 12 durchfliessenden Stromes entstandenen Druck auf das Drosselventil S tiberträgt. In vorliegender Ausführungsform ist diese Übertragung durch den einarmigen Hebel 11 und dessen
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angebracht. Im Solenoid 12 zirkuliert der durch den Motor und den Flüssigkeitswiderstand gebende Strom. Der Raum 14 steht je nach Öffnen oder Schliessen des Anlassventiles '
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Die Wirkungsweise dieses selbstregeluden, durch Druckluft betätigten Flüssigkeits- widerstandes zerfällt in drei voneinander verschiedene Zeitabschnitte. Es gelangt z. B. beim Einschalten durch Bewegung des Anlasshebels in der Richtung des Pfeiles, d. h. durch Offnen des Anlassventiles komprimierte Luft in den Raum 14. Diese Luft kann jedoch durch Ventil 8 noch nicht in den Luftraum des Widerstandes gelangen, da dieses Ventil durch die natürliche Spannung der Membran noch niedergehalten wird (erster Zeitabschnitt der Wirkung).
Bei Weiterbewegung desselben Anlasshebels 16 wird die Feder 3 direkt oder indirekt gespannt (zweiter Zeitabschnitt der Wirkung), wodurch Ventil 2 geöffnet wird
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entlastet wird und das Drosselventil 8 Spielraum erhält, so dass die komprimierte Luft durch das Ventil 8 und das zu jener Zeit offene Ventil J. ? in die Luftkammer des Flüssigkeitswiderstandes gelangt. Der steigende Luftdruck in dieser Luftkammer hebt die Flüssigkeitsoberfläche im Widerstandsraum. Sobald die Flüssigkeit die Metallplatten des Widerstandes erreicht hat (dritter Abschnitt der Wirkung), fliesst Strom durch den Motor, somit auch durch das Solenoid 12.
Die magnetische Wirkung des Solenoides 12 überträgt sich nun auf die geschilderte Art auf das durch die Membranen 5 und 6 gebildete Membransystem, drückt dieses nieder und drosselt nunmehr den Hub des Ventils 8 nach Bedarf, d. h. im Verhältnis zur Einschaltung, wodurch sich die Geschwindigkeit des Steigens der Flüssigkeitsoberfäche selbsttätig regelt. Bei Ausschaltung wird der selbsttätige Regler in umgekehrter Weise ähnlich betätigt.
Einen weiteren Vorteil dieser Anordnung bildet der Umstand, dass sich Druckverluste, welche durch etwaige Undichtigkeiten in der Widerstandsluftkammer entstehen, selbsttätig ersetzen, da bei eingeschaltetem Strome der Raum 14 unter gleichbleibendem Drucke steht, und sich der Druck der Pressluft durch das sich alsdann öffnende Ventil ausgleichen kann.
In gleicher Weise regelt sich die Einschaltung selbsttätig, wenn im Solenoid 12 die Stromstärke derart rasch zunehmen sollte, dass die Drosselung des Ventils 8 zu rasch erfolgt, daher durch dieses Ventil eine Regulierung nicht stattfinden kann. Wenn dieser Fall eintritt, drückt das Solenoid derart kräftig auf das oben genannte Membransystem,
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kann, worauf die normale, selbsttätige Regelung ihren beschriebenen Verlauf nimmt. Desgleichen funktioniert Ventil 7 auch in dem Falle, als der Drucküberschuss infolge Erhitzung der Luft oder durch Sättigung derselben mit Flüssigkeitsdämpfen entsteht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Regelvorrichtung für durch Druckluft betätigte Flüssigkeitsanlasser, bei welchen die Geschwindigkeit der durch die Druckluft bewirkten Steigung der Flüssigkeitsoborfläche mittels eines Drosselventils geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Drosselventil (8) einerseits mittels einer durch den vom Flüssigkeitsanlasser mittelbar oder unmittelbar geregelten Strom beeinflussten elektromagnetischen oder elektrodynamischen Vorrichtung (12, 11) belastet, andererseits aber mittels einer von Haud beeinflussbare, durch Druckluft betätigten Vorrichtung ('7 entlastet wird, derart, dass die Anlassgeschwindigkeit durch die letztere Vorrichtung willkürlich geändert,
jederzeit aber durch die erstere Vorrichtung selbsttätig geregelt wird.