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Mit einem Schreibgerät kombiniertes Rechengerät
Die Erfindung betrifft ein mit einem Schreib- gerät (Füllbleistift, Füllfeder, Kugelschreiber od. dgl. ) kombiniertes Rechengerät.
Es sind bereits Kombinationen von Rechen- mit Schreibgeräten bekannt geworden, doch handelt es sich hiebei durchwegs um gerade
Rechenschieber. Um den Nachteil der zu kleinen
Teilungslänge (zirka 10 cm) auszuschalten, wurde bereits vorgeschlagen, den Rechenschieber aus- einanderklappbar auszubilden, doch bedingt eine derartige Konstruktion ein kompliziertes Gelenk.
Diese Ausführungsform weist ferner sehr wesentliche Nachteile auf, vor allem durch die mangelnde
Betriebsbereitschaft, da der Rechenschieber in
Schreibstellung des Gerätes verdeckt ist und erst durch Auseinanderklappen gebrauchsfähig wird, wobei dann wieder die Benutzbarkeit als Schreibgerät eingeschränkt ist. Weiters wird die Genauigkeit des Rechenschiebers sehr erheblich durch die Anbringung der Gelenke verringert, deren Vorhandensein am Schieberkörper und an der Zunge eine doppelte Fehlerquelle bedingt.
Auch sind bei Geräten nach diesem Prinzip nicht mehr Schreibgeräte oder Füllbleistifte üblicher Typen verwendbar, sondern nur für dieses Gerät besonders entwickelte Sonderausführungen von umständlichem und kostspieligem Aufbau.
Um bei Rechenschiebern eine grosse ununterbrochene Teilungslänge auf einem verhältnismässig kurzen zylindrischen Körper unterzubringen, hat man bereits die Teilungen entlang Schraubenlinien angeordnet, wobei eine Teilung auf dem zylindrischen Grundkörper aufgetragen wurde, während die zweite Teilung auf einer schraubenförmigen Zunge, die in einer entsprechenden Nut des Grundkörpers gleitet, an- gebracht wurde. Ein derartiges Gerät ist aber nur sehr beschränkt gebrauchsfähig, da infolge der federnden Zunge, deren Durchmesser sich je nach der Drehrichtung vergrössert oder verkleinert, die Reibung zwischen Grundkörper und Zunge so gross ist, dass sich die erforderliche Genauigkeit überhaupt schwer erreichen lässt.
Auch zeigen die bekannten Rechengeräte dieser Art einen unverhältnismässig komplizierten Aufbau, der sehr hohen Anforderungen in bezug auf die feinmechanische Fertigung stellt.
Die Erfindung vermeidet die aufgezeigten
Mängel und besteht im wesentlichen aus einem mit schraubenförmig angeordneten, linearen und/oder logarithmischen Teilungen von bei- spielsweise zirka 25 cm Teilungslänge versehenen zylindrischen Körper und einem diesen Körper zügig umschliessenden, ununterbrochenen, durch- sichtigen, torsionssteifen Rohr, das die korre- spondierenden Teilungen trägt, die vorzugsweise auf der Innenseite angebracht sein können, und das gegenüber dem erwähnten zylindrischen
Körper achsial und tangential verschiebbar bzw. gegebenenfalls schraubenförmig auf ihm geführt ist.
Zu diesem Zwecke kann im zylindrischen
Körper eine schraubenförmige Nut, welche die gleiche Steigung wie die Teilungen aufweist, vorgesehen sein, in die an der Innenseite des äusseren durchsichtigen Rohres sitzende gegebenen- falls ausklinkbare Ansätze oder Stifte eingreifen.
Durch Verwendung eines einheitlichen, durch- sichtigen Rohres als Teilungsträger werden mechanische Ungenauigkeiten beim Rechnen vermieden, da ein Rohr bekanntlich sehr torsionssteif ist und die auftretende Reibung keine Verformung verursacht.
Um im Falle einer Kombination des Rechengerätes mit einer Füllfeder das Rechnen zu ermöglichen, ohne die Schutzkappe der Feder abnehmen zu müssen, ist diese erfindungsgemäss im Aussendurchmesser kleiner gehalten als die lichte Weite des verschiebbar geführten durchsichtigen Rohres.
Zum Anklemmen des Schreibgerätes kann an einem der Abschlussringe des durchsichtigen Rohres ein Klipps angeordnet sein. Da dieser beim Ablesen stören könnte, ist er verschwenkbar ausgeführt. Es ist nach der Erfindung auch vorgesehen, eine Klammer aus durchsichtigem Material anzubringen. Das Ablesen von unter dem durchsichtigen Klipps liegenden Zahlen ist trotz der auftretenden Verzerrung möglich, da sowohl die Teilung des Grundkörpers, als auch die des durchsichtigen Rohres um das gleiche Mass verzerrt wird.
Die Erfindung sei nun an Hand der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 zeigt einen Druckbleistift mit Rechengerät, Fig. 2 eine
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Kombination eines Rechengerätes mit einem Füllfederhalter und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 2.
Gemäss der Fig. 1 ist an der Hülse 1 eines Druckbleistiftes, die die Zunge des Rechen-
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Skala 2 mit logarithmischer Teilung angebracht.
Die mit dieser Teilung 2 korrespondierende
Teilung 3 befindet sich-wie aus der Zeichnung ersichtlich-vorzugsweise auf der Innenseite eines nicht unterbrochenen, durchsichtigen
Rohres 4, das die Rolle des Schieberkörpers übernimmt. Um die Teilungen 2 und 3 aneinander verschieben zu können, ist das durchsichtige Rohr 4 an der Hülse 1 des Druckbleistiftes schraubenförmig geführt. Zu diesem Zwecke ist in der Hülse eine durchlaufende schraubenförmige Nut 5 vorgesehen, welche die gleiche
Steigung wie die Teilungen aufweist. In diese Nut greifen Stifte 6 ein, welche in den Abschlussringen 7 sitzen, die das Rohr 4 begrenzen.
Beim Verdrehen des Rohres 4 gegen die Bleistifthülse 1 verschieben sich die beiden Teilungen aneinander in der Skalenlängsrichtung.
Um das Tragen des Gerätes in Taschen zu ermöglichen, ist ein Klipps 8 vorgesehen, der, um ein Ablesen der Zahlen im Klammerbereich zu ermöglichen, um die Achse a verschwenkt werden kann.
In Fig. 2 ist eine Kombination des schraubenförmigen Rechenschiebers mit einem Füllfederhalter dargestellt, wobei mit 9 der zylindrische Grundkörper-Hülse des Federhalters-be- zeichnet ist, der wieder die Teilung 2 und die Nut 5 aufweist. Das mit der Teilung 3 versehene durchsichtige Rohr 4 ist in gleicher Weise wie in Fig. 1 auf der Hülse 9 geführt. Die Schutzkappe 10 der Füllfeder ist im Aussendurchmesser so bemessen, dass das durchsichtige Rohr 4 mit den Stiften 6 über die Schutzkappe hinweggleiten kann.
Zum Ablesen von Werten ist in beiden Fällen der in Fig. 2 gezeigte, an sich bekannte Ringläufer 11 vorgesehen, der auf dem durchsichtigen Rohr verschiebbar ist.
Da die beiden Hauptteilungen meist an den gegeneinandergekehrten Flächen der beiden in geringstmöglichem Abstand geführten, also nahezu aufeinander gleitenden Skalenträgern angebracht sind und die Ablesung der achsenparallelen Teil- striche zudem in radialer Blickrichtung vor- genommen wird, ist die Einhaltung der geforderten üblichen Genauigkeit ohne Auftreten parallak- tischer Fehler gewährleistet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mit einem Schreibgerät (Füllbleistift, Füll- feder, Kugelschreiber od. dgl. ) kombiniertes
Rechengerät mit schraubenförmigen, korrespondierenden linearen und/oder logarithmischen Teilungen, bei dem die eine Teilung auf einem zylindrischen Körper aufgetragen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Teilung auf einem nicht unterbrochenen, durchsichtigen, torsionssteifen Rohr angebracht ist, das-vorzugsweise mittels Stiften od. dgl., die in einer schraubenförmigen Nut des zylindrischen Körpers gleitenauf diesem geführt und somit gegen ihn achsial und tangential bzw. schraubenförmig verschiebbar ist.