AT16141B - Kanaltrockenanlage. - Google Patents

Kanaltrockenanlage.

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AT16141B
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Muetz & Co Fa J
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Description


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   Alle Kanaltrockenanlagen beruhen bekanntlich darauf, dass an dem einen Kanalende erhitzte Luft eingeführt wird, die den Kanal der Länge nach durchstreicht, dabei mit dem meist auf Rollwagen aufgestapelten Trockengute in innige Berührung kommt, sich auf diese Weise mehr oder weniger mit Feuchtigkeit sättigt und dann am anderen Ende des Kanales ins Freie austritt. 



   Da das   Wasser-Aufnahmevermögen   der trockenen Luft mit der höheren Temperatur derselben wohl nicht im gleichen Verhältnis, aber doch erheblich   wächst   und   gleichzeit. ig   der Luftbedarf bezw. der   Wärmeverbrauch   vermindert wird, war es schon immer im Bestreben der Konstruliteure gelegen, die verbrauchte Trockenluft nach Möglichkeit warm und wassergesättigt am Ende des Trockenkanales austreten zu lassen.

   Die Erfüllung dieser anscheinend einfachen Bedingung bietet jedoch bei der praktischen Ausführung grosse Schwierigkeiten ; insbesondere dann, wenn zufolge der Empfindlichkeit des Trockengutes eine   bestimmte   niedrige Temperatur am heissen   Ende des Trockenkana ! es nicht über-   schritten werden und demzufolge nur eine geringe Erwärmung der   Luft platzgreifen darf.   Lasst man nämlich die Trockenluft mit einer im Verhältnis zur stattgehabten   Erwärmung   hohen Endtemperatur austreten, so muss man, um eine starke   Abkühlung derselben   zu verhindern, kurze Kanäle anordnen und eine rasche Luftbewegung veranlassen.

   Dann findet die Luft keine Zeit, viel von ihrer Wärme abzugeben, sie bat aber auch keine Uelegenheit. sich hinreichend mit Wasser zu sättigen, verlässt daher mit einem Feuchtigkeitsgehalte von oft nur   25",,)   die Trockenanlage. Zur Erzielung einer bestimmten Trockenleistung sind bei einer solchen Anlage sehr grosse Luftmengen und damit auch grosse   Wärmemengen   notwendig.

   Wird andererseits, um Wärme zu sparen, der Trockenkanal länger gemacht und eine langsamere Luftbewegung eingeleitet, so findet die Trockenluft allerdings (Telogonheit, sich mit Feuchtigkeit zu   sättigen, muss   aber dabei   naturgemäss einen grossen Teil   ihrer Wärme an das Trockengut zur Wasserverdampfung abgeben, wodurch eine beträchtliche Temperaturverminderung der Luft eintritt, die dann am Austrittsende des Kanales bereits so weit   abgekühlt   ist, dass sie nur noch eine geringe Wassermenge im   dampfförmigen   Zustande festhalten kann, was die Ausscheidung eines Teiles des in der Luft enthaltenen Wasserdampfes durch Kondensation noch innerhalb des Trockenkanales zur Folge hat.

   Der   Xutzeffekt     solcher Trockenanlagen bleibt sohin   stets ein sehr geringer, denn es muss zur Erzielung einer bestimmten Trockenleistung gewöhnlich die vier-bis sechsfache Menge der zur Wasserverdampfung theoretisch notwendigen Wärme aufgewendet und immer eine un-   verhältnismässig grosse Luftmengo bewegt werden.   



   Zweck der vorliegenden Erfindung ist, diesem Übelstande mittels der durch die   schematischo   Zeichnung   erläuterten   Einrichtung abzuhelfen. Diese Zeichnung stellt, wenn man sich die Öffnungen bund c wegdenkt, einen gewöhnlichen Trockenkanal im Längsschnitt dar und veranschaulicht gleichzeitig, wie die unterhalb der Sohle des Trockenkanales erhitzte Trockenluft bisher in den meisten Fällen bei a eintrat und bei d am kälteren Kanalende wieder   abgeführt wurde.   Aus dieser Skizze geht auch ohne weiteres hervor, dass die Temperatur der bei a eintretenden heissen Luft auf dem Wege bis d mit der fortschreitenden Wärmeabgabe an das Trockengut stetig abnehmen muss.

   Wenn diese Luft Gelegenheit hatte, auf dem Wege bis b mit beispielsweise 50% Wasser sich zu 

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 fähigkeit bei dieser niedrigeren Temperatur, fast vollständig gesättigt sein. Auf dem weiteren Wege nach d findet daraufhin nicht nur   keine Trockenwirkung mehr   statt, sondern die in steter Berührung mit dem kälteren Trockengut bleibende Luft wird sich dabei noch   weiter abkühlen,   deren Wasseraufnahmefähigkeit im Zusammenhange damit auch weiter vermindern und vor d bereits eine Kondensation des in der Luft enthaltenen, jetzt über-   schUssigen   Wasserdampfes eintreten und eine Anfeuchtung des Trockengutes platz, greifen. 



   Der vorliegenden Erfindung nach wird dies dadurch beseitigt, dass die heisse trockene Luft nicht zur Gänze bei a, sondern zum Teil schon früher bei b und c durch Schlitze, wie sie bei   Kanaltrocknern   mit über die ganze Kanallänge verteilte Abführung der Trockenluft angewendet werden, in den   Trockenkana !   eintritt.

   Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die durch die   stattgehabte     Wärmeabgabe   an das Trockengut verminderte Temperatur der bei a eingetretenen   heissen   Luft durch Zufuhr frischer warmer Luft in b und c immer wieder erhöht, der frühere Wassergehalt derselben gleichzeitig stark vermindert und deren Wasseraufnahmefähigkeit gegen früher erheblich gesteigert wird, so dass die Trockenluft mit einer gegenüber a nur um ein geringes niedrigeren Temperatur in c anlangt, zufolge dieser höheren Temperatur, bei welcher die Luft ungleich grössere Wassprdampfmengon aufnehmen kann, daselbst bei weitem noch nicht gesättigt erscheint und so ohne Schaden noch die Strecke von c nach   d   zurücklegen und einen Teil ihrer Wärme an das Trockengut abgeben kann,

   ohne   dorn Taupunkte nahezurücken und noch   innerhalb des Trockenkanales Wasser abzusetzen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Kanaltrockenanlage, bei welcher die den in der Sohle des Trockenkanales angeordneten lleizkanal der ganzen Länge nach durchziehende Trockenluft bei ihrem Übertritt in den Trockenraum ihre Richtung umkehrt und letzteren der ganzen Länge nach vom heissen bis zum kälteren Ende durchzieht und erst dort abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in der lIoizkanaldecke Schlitze angeordnet sind, zum Zwecke, durch die aus denselben tretenden Warmluftströme die Temperaturdifferenz der Trockenluft zwischen dem heissen und dem kälteren Trockenraumende zu verringern und eine der der zulässigen Höchst- temperatur entsprechenden möglichst nahekommende Wasseraufnahmsfähigkeit der Luft während ihres ganzen Weges bis zum Austrittsende zu erzielen. EMI2.2
AT16141D 1900-06-25 1900-06-25 Kanaltrockenanlage. AT16141B (de)

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