<Desc/Clms Page number 1>
Einschaltdynamometer.
Die Erfindung betrifft ein Dynamometer zur Messung des durch eine Welle übertragenen Drehmomentes jener bekannten Art, bei der das Dynamometer zwischen zwei Teile der Welle eingeschaltet wird und wobei die gegenseitige Verdrehung der Übertragungsteile durch Sehraubenflächen in eine Längsbewegung des einen Kupplungsteiles umgewandelt wird.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Leistungsmessung mittels Se. hraubenfedern durch. zuführen, welche durch die Leistungsschwankungen gespannt bzw. gelockert werden und diese
Schwankungen, die sich als Relativdrehung der beiden miteinander verbundenen Wellenenden äussert, mittels Schraubengewinde auf ein Anzeigegerät zu übertragen. Diese Anordnung eignet sich aber nicht für Überwachung von stark wechselnden Drehmomenten, weil die auftretenden Verzögerungen und Beschleunigungen keine Dämpfung erfahren, wodurch das Messergebnis verfälscht wird und überdies Schwingungen auftreten, die ihrerseits nicht zu vernichten sind, ohne den Anzeigewert zu beeinflussen.
Es ist auch versucht worden, Druckfedern mit schraubenförmigen Steigflächen zusammenwirken zu lassen, wobei das Drehmoment ein gegenseitiges Abheben der die Druckflächen tragenden Klauen bewirkt hatte. Bei diesen Vorrichtungen ist ebenfalls das Auftreten störender Schwingungen nicht zu vermeiden, indem bei raschen oder plötzlichen Drehmomentsänderungen ein Aufeinanderschlagen der Steigflächen auftritt, wodurch das Messergebnis verfälscht wird. Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, dass bei Dynamometern der eingangs genannten Art, die Längsbewegung unmittelbar auf einen hydraulischen Druckkolben wirkt, wobei die Anzeige der Grösse der Verschiebung bzw. des Drehmomentes in bekannter Weise durch ein mit dem Dynamometer durch eine Druckleitung verbundenes Manometer erfolgt.
Dadurch, dass man das Drehmoment auf eine Schraubenspindel einwirken lässt, welche je nach Grösse des Drehmomentes mehr oder weniger Druckflüssigkeit direkt (ohne Zwischenschaltung von mechanischen, ausserhalb der Wellenachse liegenden Übertragungsmittel, wie durch Exzenter betätigte Pumpen- kolben od. dgl. ) verdrängt und dem Druckmessgerät zuführt, erzielt man eine grosse Genauigkeit der Messung unter Vermeidung exzentrischer, die Schwingneigung begünstigender und die Reibung erhöhender Übertragungskräfte. Ausserdem wird durch die direkte Einwirkung auf die Messflüssigkeit und damit einhergehende Ausschaltung der bisher verwendeten Übertragungsmittel wie Rollen und Seilzüge, Hebelsysteme u. dgl.
ein Totgang vermieden und eine erhöhte Unabhängigkeit der Ablesestelle des Druckanzeiger vom Aufstellungsort erreicht.
Es ist wohl schon vorgeschlagen worden, die durch das Dynamometer zu messenden Kräfte dadurch anzuzeigen, dass man das Drehmoment in hydraulischen Druckräumen in Verbindung mit mechanischen Übertragungsmitteln wirken lässt. Hiebei verwendete man zur Betätigung des Druckkolbens ein Exzenter, durch dessen Totlage aber zur Sichtbarmachung von Ausschlagen des Messinstrumentes grosse Verdrehungen und weiters starke einseitige Beanspruchungen der Exzenterbahn und damit des ganzen Gerätes bedingt waren, was zu Schwingungen und damit Fehlanzeigen führte, es sei denn, dass man eine besonders kräftige Bauart des Gerätes wählte, wodurch dieses verteuert wird.
Die schematische Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Dynamometers.
Die mit Bezug auf das Dynamometer als treibend angenommene Welle 1 weist einen Fortsatz 2 auf, der ein Schraubengewinde entsprechender Steilheit trägt. Eine Mutter 3 ist auf dieses Gewinde aufgeschraubt und mit einem zylindrischen Hohlkörper 4 fest verbunden, z. B. verschraubt. Im
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
der Welle 1 drehbaren Hülse 7 längsverschiebbar auf Drehung gekuppelt, zu welchem Zwecke am Umfang der Mutter 3 Nuten eingeschnitten sein können, in welche entsprechend keilartige Vorsprünge der Hülse 7 eingreifen. Die Hülse 7 wird durch Stellringe 8, 9 an Ort gehalten ; sie trägt das getriebene Rad 10, welches auf ihr mittels Keil 11 oder sonstwie fest sitzt.
Vom Rad 10 wird, unter der Voraussetzung, dass der Antrieb von der Welle 1 kommt, die Leistung abgenommen.
Die Wirkungsweise ist folgende : Das der Welle 1 mitgeteilte Drehmoment versucht, bei entsprechender Steigungsrichtung des Gewindes 2 unter dem Einfluss des Leistungsverbrauches und daher als Bremse wirkenden Rades 10, die Mutter 3 von der Welle 1 abzuziehen, wodurch die Flüssigkeit im Raum 6 zusammengepresst wird ; der damit verbundene Druckanstieg ist ein Mass des auftretenden Drehmomentes und kann durch ein Druckmessgerät ermittelt werden.
Sinkt die Leistungsabnahme am Rad 10, so wird die Gleichgewichtslage gestört, wodurch die Mutter 3 unter dem Einfluss der zurück strömenden Druckflüssigkeit (das Messgerät wird zu diesem Zwecke derart ausgebildet, dass es bestrebt ist, die ihm zugeführte Druckflüssigkeit wieder zurück zu liefern) wieder in die Ausgangslage zurück- kehrt bzw. eine, den gerade herrschenden Leistungsverhältnissen entsprechende Lage einnimmt. Das Prinzip des erfindungsgemässen Dynamometers besteht demnach, wie ersichtlich, darin, dass die Längsbewegung der Übertragungsteile 2,3 die durch eine Schraubenfläche erzielt wird, unmittelbar auf den hydraulischen Druckkolben wirkt ; die Anzeige der Grösse der Verschiebung wird in bekannter Weise durch ein Manometer sichtbar gemacht, das durch die Druckleitung 12 mit dem Dynamometer verbunden ist.
Die Wirkungsweise wird dadurch, dass die Leistung über das Rad 10 zugeführt und von der Welle 1 abgenommen wird, nicht verändert.