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Schallstrabler.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Sehallstrahler, die für die elektrische Übertragung akustischer Vorgänge bei Massenversammlungen u. dgl. verwendet werden.
Rasche Einsatzbereitschaft, Schutz gegen Witterungseinflüsse jeder Art, verzerrungsfreie elektroakustische Umwandlung, hohe Belastbarkeit sind die wichtigsten Eigenschaften, die derartige Schallstrahler erfüllen müssen.
Bisher verwendete man entweder Hornlautsprecher, die einen Antriebsmechanismus in Form einer Dose und einen für praktische Verhältnisse überaus langen Trichter besassen. Diese Lautsprechertype brachte grosse Schwierigkeiten bei der Montage an Häuserfronten, auf tiefliegenden Aufstellungspunkten u. dgl. mit sich.
Oder man verwendete freistrahlende Konuslautsprecher mit kurzen Trichteransätzen, die eine Richtwirkung ergaben, aber die Wiedergabequalität verschlechterten, weil der Trichteransatz nur einen Teil des übertragenen Frequenzbereiches verstärkte. Zum Schutz umgab man das Antriebssystem, z. B. beim Konuslautsprecher, mit einem Schutzgehäuse, das Luftschlitze enthielt.
Die Luftsehlitze, die nicht zu gross gemacht werden konnten, um Staub und Nässe wirksam abzuhalten, genügten nicht, der Schutzhülle die Wirkung einer akustischen Belastung für das Antriebssystem zu nehmen. Da die akustische Belastung durch einen kurzen Trichteransatz sehr gering ist, wurde die Wiedergabequalität sehr stark beeinflusst. Die Folge war ein resonanzartiger Klangcharakter, der auf die Verständlichkeit der Sprache und Sehönheit der Musik nachteilig wirkte.
Vorliegende Erfindung gibt eine Konstruktion an, die die beschriebenen Mängel beseitigt und die eingangs gestellten Bedingungen in hohem Masse erfüllt.
Die Konstruktion besteht im wesentlichen aus einem Hohlkörper, der nur nach einer Seite offen ist und in seinem Innern ein oder mehrere Antriebssysteme sowie Schallführungen enthält und derart dreh-oder schwenkbar gelagert ist, dass seine Öffnung gegen das mit Schall zu versorgende Gebiet gerichtet werden kann. Der in den meisten Fällen höher als das zu besprechende Gebiet liegende Aufstellungspunkt der Schallstrahler gestattet, den Lautsprecher gemäss der Erfindung mit seiner Öffnung schräg nach unten zu richten, so dass weder Regen noch andere Einwirkungen Schaden verursachen können.
Weiters gibt die Erfindung an, wie das Antriebssystem und die Schallführungen beschaffen sein müssen, um gute Wiedergabequalität und hohen Wirkungsgrad der akustischen Vorrichtung zu erhalten.
An Hand einiger Ausführungsbeispiele wird die Erfindung erläutert : Es wird gezeigt, wie die Forderungen nach guter Wiedergabequalität mit denen nach Wetterschutz vereinbar sind.
Fig. 1 zeigt einen Sehallstrahler in Seiten-und Vorderansicht. Der Hohlkörper 1 mit der Schallaustrittsöffnung 2 ist an einer Gabel 3 drehbar gelagert, die wiederum drehbar auf einem Fuss 4 gelagert ist. Der Anschluss des Antriebssystems kann mittels Kabel und Anschlussdose 5 erfolgen. Fig. 2 veranschaulicht denselben Schallstrahler mit nach unten gekehrter Austrittsöffnung. Diese Lage schützt das Antriebssystem vor eindringendem Regen u. dgl. in besonderem Masse. Daneben ist derselbe Schallstrahler zu sehen, wie er an einem Mast oder an einem Baum befestigt werden kann. Fig. 3 stellt das Dach eines Fahrzeuges dar, auf dem zwei Schallstrahler nach der Erfindung montiert sind. Der Schallstrahler 1 ist funktionsbereit, der andere 2 mit der Öffnung gegen das Wagendach liegend, vor Witterungseinflüssen geschützt.
Fig 4 zeigt eine beispielsweise Anordnung im Innern des Sehallstrahlers gemäss der Erfindung. Der Hohlkörper 1 hat die Form einer Tonne mit einer Öffnung 2. Inner-
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halb des Hohlkörpers befindet sich ein kurzer Trichter 3, an den ein Antriebssystem 4, z. B. eine elektro- dynamische Umwandlungsvomchtnng mit kleiner Membran, angeschlossen ist.
Die Rückseite der Membran ist mit der gefalteten Sehallführung 5 gekoppelt, deren Austritts- öffnung 2 durch die Öffnung des Hohlkiirpers 1 gebildet wird. Die Dimensionierung der Trichter erfolgt nach den bekannten Regeln für die Querschnittszunahme für einen bestimmten Frequenzbereich.
Hohe Töne können in besonderem Masse durch kurze Trichter mit starker Querschnittszunahme ausgesandt werden. Niedere Tonfrequenzen verlangen geringe Querschnittszunahme des Trichters, erlauben aber eine öftere Umleitung des Schalles ohne merkliche Verluste. Dadurch ist es möglich, eine Trichterlänge von 180 cm auf 45 cm und weniger zu reduzieren.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sehallstrahler mit einem haubenförmigen Hüllkörper ohne Schallaustrittsöffnungen auf seiner
EMI2.1
oder zum Schutz gegen Witterungseinflüsse gegen den Erdboden zu richten.