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Verfahren zur Herstellung von versilberten Bestecken od. dgl. mit Verstärkung der Versilberung an den Aufliegestellen.
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bringen der Silberverstärkung entsteht, in alle Walz-, Press-und Stauchvorgänge, die von dem rohen flachen Stanzstüek bis zum fertigen Gerät führen, miteinbezogen werden.
Da dieses Aufschmelzen der Silberverstärkung wie alle ähnlichen Vorgänge von einer Diffusion von Teilen des Grundmetalls in die Silberauflage begleitet ist, die bei länger dauernder Hitzeeinwirkung zu störenden Verfärbungen der Silberauflage führen kann, soll nach der Erfindung das Aufschmelzen des Silbers weiterhin in einer neuartigen Weise durchgeführt werden.
Demgemäss besteht ein weiteres Merkmal der Erfindung darin, dass das Aufschmelzen durch elektrische lokale Erhitzung der Verstärkungsstelle erfolgt. Da bei dieser Verfahrensweise der Aufsehmelzvorgang je nach der verwendeten Stromstärke und Legierung nur 4 bis 7 Sekunden dauert, wird das Aufschmelzmetall nur etwa 2 bis höchstens 3 Sekunden flüssiggehalten, wodurch es gelingt, das Diffundieren so gering zu halten, dass es praktisch keine Rolle spielt. Zur Durchführung dieses Erhitzungsvorganges wird nach der Erfindung eine elektrische Erhitzungsmaschine mit kreisförmig bzw. halbkreisförmig ausgeschnittenen Elektroden verwendet. Es wird hiedurch die Erhitzung auf die kleine Verstärkungsstelle konzentriert und die Schmelzung des Silbers ohne nachteilige Hitzeeinwirkung herbeigeführt.
Die halbkreisförmig ausgeschnittenen Elektroden gestatten ein müheloses Zubringen und Festhalten des Verstärkungssilbers an den vorgesehenen, durch den Ausschnitt freibleibenden Platz auf der Brandel. Die Elektroden bewirken durch ihre erfindungsgemässe Gestaltung einen sicheren Kontakt und durch ihren nur durch das Verstärkungssilber bedingten Abstand eine auf das Mindestmass beschränkte rasche Erwärmung der Brandel und des Verstärkungssilbers. Nach beendeter Schmelzung tritt durch die der Luft freiliegende runde Stelle der Brandel eine ebenso schnelle und gleichmässige Abkühlung der erhitzten Brandel und des damit verschmolzenen Silbers ein.
Gerade die rasche Schmelzung und die unmittelbar darauffolgende, durch die ausgeschnittenen Elektroden begünstigte Abkühlung des Grundmetalls und des Verstärkungssilbers verhindern eine schädliche Diffusion, so dass das neue Verfahren in dieser Beziehung den bisher bekannten Schmelzverfahren überlegen ist und sieh ausserdem durch Einfachheit und Billigkeit auszeichnet.
Die Durchführung des Schmelzvorganges auf der Brandel kann erfindungsgemäss durch einfache Mittel begünstigt werden, so dadurch, dass beim Aufschmelzen des Verstärkungssilbers Flussmittel verwendet werden, wodurch eine sofortige Benetzung des Grundmetalls bedingt wird.
Die Erreichung dieses Zweckes kann noch erheblich durch die Verwendung besonderer, an sich bekannter kupferfreier oder kupferarmer Silberlegierungen gefördert werden, die einen besonders niedrigen Schmelzpunkt haben. Hiedureh gelingt es, den Aufschmelzvorgang schon bei Temperaturen
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Legierungsbestandteile der Neusilberunterlage noch weiter vermindert wird.
In dieser Richtung kann es gemäss der Erfindung zweckmässig sein, der verwendeten Silberlegierung weissfärbende Metalle, insbesondere Mangan, zuzusetzen, durch die eine geringe Verfärbung der Silberauflage, selbst wenn sie nicht vermieden werden kann, doch durch die weissfärbenden Bestandteile der Silberlegierung einigermassen verdeckt oder ausgeglichen wird.
Die Fertigstellung des Werkstückes von der roh ausgestanzten Brandel bis zum fertigen Gerät erfährt bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verstärkungsverfahrens keinerlei weitere Änderungen ausser den oben geschilderten. Vielmehr werden bei dem Verfahren nach der Erfindung, wie oben gezeigt, die üblichen und notwendigen Verfahrensgänge der Herstellung derartiger versilberter Geräte planmässig zur gleichzeitigen Einarbeitung der aufgeschmolzenen Silberauflagen in die allgemeine Umrissform des Werkstückes ausgenutzt, ohne die unvermeidlichen Diffusionserscheinungen in einem Ausmass auftreten zu lassen, die störend wirken könnten.
Es hat sich als besonders zweckmässig erwiesen, die Form des aufgeschmolzenen Silbers durch besondere Gestaltung der Elektroden in Verbindung mit der Art des Aufbringens des Flussmittels zu bestimmen.
In diesem Sinne werden nach der Erfindung mit grossem Vorteil Elektroden verwendet, die an den einander gegenüberliegenden Enden Erhöhungen besitzen, die als Kontaktstellen dienen. Durch die Verstellbarkeit der Elektroden gegeneinander, durch die erhöhten Kontaktstellen und durch die Kontaktflächenform lässt sich die zu erhitzende Zone bezüglich ihrer Lage und Ausdehnung genau bestimmen. Ausserdem eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, den ganzen Aufschmelzvorgang vollautomatisch vorzunehmen, da sich die Stromstärke, die Zeitdauer in bezug auf die Grösse und Dicke der zu erhitzenden Brandel und das Zubringen des Verstärkungssilbers sowie des Flussmittels genau bestimmen lässt.
Auch die Umrissform des mit Flussmittel benetzten Teiles der Brandel ist für die Grundform des aufgeschmolzenen Silbers von besonderer Bedeutung. Durch den Stromfluss wird das bereits flüssige Silber von seiner ursprünglichen Lage nach hinten abgedrängt und nimmt infolge seiner Oberflächenspannung eine kugelige Form an, die sich bei der Stromunterbrechung über die erwünschte, durch das Flussmittel vorgezeichnete Fläche ausbreitet und sofort erstarrt. Wird z. B. das Flussmittel durch einen Gummistempel von ovaler Grundform aufgedruckt, so nimmt das flüssige Silber in seiner Grundform den ovalen Umriss an, unbeschadet der vielleicht kreisrund erhitzten Stelle der Brandet.
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lieh kann durch entsprechende Anordnung der Kontakte der Elektroden die erhitzte Zone auch ovalgestellt werden.
Nachfolgend wird an Hand der Zeichnung die Arbeitsweise unter beispielsweiser Verwendung einer Stumpfschweissmaschine mit erhöhten Kontaktstellen an den Elektroden beschrieben.
Die Brandel wird an den Anschlag A angelegt, der der Form und Grösse der jeweils zu verstärkenden Brandel entsprechend ausgebildet ist. Die nicht stromführenden Spannbacken S werden auf die Brandel B und somit auf die Kontaktstellen Kl und K2 der Elektroden E gedrückt. Nachdem nun die Brandel in ihrer richtigen Lage festgehalten ist, wird beispielsweise mittels Gummistempels die gewünschte Grundform mit Flussmittel benetzt und das Verstärkungssilber aufgelegt. Bei eingeschaltetem Strom erwärmt sich die Brandel von der Kontaktstelle Kl zur Kontaktstelle K2. Durch den Stromfluss wird das nun flüssiggewordene Silber in Kugelform aus dem Stromfeld etwas nach hinten abgedrängt, es breitet sich bei der Stromunterbrechung auf dem mit Flussmittel benetzten Feld der Brandel aus und erstarrt. Die Spannbacken werden gelöst und die Brandel abgenommen.
Die Arbeitsweise kann sowohl von Hand als auch vollautomatisch durchgeführt werden.
Die Spannbacken und Elektroden sind verstellbar angeordnet, so dass die Erwärmungszone grösser oder kleiner gehalten werden kann. Ausserdem ist durch die Elektrodengestaltung die Möglichkeit gegeben, die Kontaktstellen punkt-oder striehweise zu geben und somit die Erwärmungszone auf ihren Umfang und Grösse je nach der Notwendigkeit zu bestimmen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von versilberten Essbestecken od. dgl. mit Verstärkung der Versilberung an den Aufliegestellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Silberverstärkung auf der flachen ausgestanzten Brandel noch vor dem Auswalzen durch lokale Erhitzung der Verstärkungsstelle mittels einer elektrischen Erhitzungsma sehine mit halbkreisförmig ausgeschnittenen Elektroden aufgeschmolzen und so in den Walzvorgang einbezogen wird.