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Kraftfahrzeugwagenkasten.
Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugwagenkasten, der aus einzelnen Pressteilen zusammen- gesetzt ist, wobei als Baustoff geschichtete, durch Einwirkung von Hitze und Druck verformte Kunst- harzstoffe dienen und dessen Wand doppelwandig ausgebildet ist. Bei den bekannten Wagenkasten dieser Art ist mangels einer Verbindung der Aussenwand mit der Innenwand ein gesondertes Trag- 'gerippe erforderlich. Bei Herstellung des Wagenkastens nach der Erfindung kann jedes gesonderte
Traggerippe wegfallen, wenn die Stossfugen der aneinanderstossenden Pressteile des doppelwandig ausgebildeten Wagenkastens durch in der Doppelwand liegende eingeleimte Zwischenlagen des gleichen
Stoffes verbunden werden, die dem Kraftlinienverlauf der Beanspruchungen entsprechend angeordnet sind.
Derart aus übereinandergelegten und mit Kunstharz getränkten Papierbahnen in die gewünschte Gestalt gepresste Teile weisen eine nur mit Stahlblechpressteilen vergleichbare hohe Festigkeit auf. Die wesentlichen, aus einer mit gleichen Presswerkzeugen hergestellten Innen-und Aussenwand bestehenden
Teile des Aufbaues, insbesondere Seitenteile, Heckteil, Windlauf und gegebenenfalls Wagenkasten- boden, werden in einem Arbeitsgang miteinander verleimt.
Die Zeichnung zeigt Teilschnitte durch einen fertigen Wagenkasten in Fig. 1 quer zur Fenster- öffnung. in Fig. 2 in Höhe der Türöffnung und in Fig. 3 mit Ansicht auf die Türschlossseite. Fig. 4 ist ein Schnitt durch den oberen Wagenkastenrad eines mit Rolldach versehenen Aufbaues. Fig. 5 zeigt den unteren Seitenwandteil für Wagenkästen mit angesetztem Boden. Fig. 6 ist ein Schnitt nach der
Linie VI-VI der Fig 3.
Das Dach 3 des Wagenkastens besteht aus zwei Wänden 8 und 9, die mit dem gleichen Press- gesenk hergestellt sind und demgemäss die gleiche Gestalt aufweisen. Als Material kommen übereinander- gelegte, mit Kunstharz getränkte Papierbahnen oder getränkte Faserstoffe mit ausgerichteten Fasern zur Verwendung, die bei einem hydraulischen Druck von ungefähr 400 kgjcm2 in die gewünschte Gestalt gepresst werden. Ein Seitenteil 4 mit einer Fensteröffnung 10 schliesst an das Dach an. Auch die Wände 11 und 12 sind aus Schichtmaterial mit dem gleichen Gesenk gepresst. Der zur Aufnahme der Fenster- einfassung 13 dienende Rand 14 ist an der Platte 12 weggeschnitten.
Die Verbindung des Daches 3 mit dem Seitenteil 4 erfolgt durch eingelegte Zwischenstücke 15 und durch als Verstärkung dienende
Handleisten 16, an die etwa notwendige Fensterrahmenteile 17 mit angepresst sind. Zwischen die
Wände 8, 9, die Zwischenstücke 15 und die Verstärkungsleisten 16 ist der Kunstharz enthaltende
Kitt 18 eingelegt, der sämtliche zwischen den einzelnen Teilen entstehende Fugen füllt ; gleichzeitig kann diesem Kitt eine Gewebe-oder Papierbahn zur Festigkeitserhöhung der Kittstelle eingelagert sein. Die andern Verbindungsstellen, beispielsweise bei 19 und 20, sind in der gleichen Art ausgebildet.
Der Hohlraum zwischen den Wänden ist zweckmässig mit Füllstoffen 21, mit Pappe od. dgl., bei mili- tärischen Wagen kugelsicher, ausgefüllt. Den Boden des Fahrzeuges bilden Platten 22, wobei das
Zwischenstück 23 über den ganzen Boden läuft, so dass der Boden nicht als hohle, sondern als Vollwandplatte ausgebildet ist.
Bei der Türöffnung bildet eine Zwischenlage 24 gleichzeitig den Türrahmen. Türscharniere 25 und 26 sind in den Türrahmen 24 eingeschoben und werden durch den Kitt in diesem Türrahmen ge- halten. Die Türscharniere sind mit Sicken oder Vorsprüngen versehen, um die Haftung in der Kittfuge zu verbessern. Zur Aufnahme der Schlossfalle ist der Sehlosskeil 27 in den Türrahmen eingesetzt.
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Nach Fig. 4 sind beim oberen ein Kabrioletverdeck tragenden Wagenkastenrand die Wände 28 und 29 durch ein Zwischenstück 30 mit einer Kittschicht 31 verbunden, in die gleichzeitig eine den Verdeckstoff 32 fassende Führungsleiste 33 eingepresst ist. Den unteren Wagenkastenrand bei Aufbauten mit einem Bleehboden oder einem Plattformrahmen bildet ein Pressteil 34. Der die Türöffnung begrenzende Rand 35 ist durch Falten und naehheriges Pressen zu einem T-Profil geformt, in dem die Schliesskeile und sonstige Beschläge eingelassen sind.