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Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von Papiergefässen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf Vorrichtungen zum Herstellen von Papiergefässen, bei denen durch Faltung einer rohrförmigen Hülse ein sich verengender Hals gebildet wird.
Es ist bekannt, ein Ende einer zylindrischen Hülse aus Papier, Pappe od. dgl. zu einem sich verengenden Flaschenhals dadurch umzugestalten, dass sich überdeckende Faltungen gebildet und fest gegeneinander verpresst werden. Die sich überdeckenden Falten sind häufig derart ausgeführt worden, dass sieh im Querschnitt eine mäanderartige Form ergibt. Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass sicher eine genaue und regelmässige Formung und Überlappung der zu bildenden Faltungen erreicht wird.
Die zylindrischen Hülsen aus Papier, Pappe od. dgl., die mit einem sich verengenden, durch Faltung gebildeten Flasehenha, ls zu versehen sind, werden erfindungsgemäss dadurch vorbereitet, dass Faltlinien vorgerillt werden, bevor das Hülsenende wesentlich verengt oder gefaltet wird. Die vorgerillten Faltlinien werden also angebracht, bevor eine wesentliche Umgestaltung des zu verformenden Hülsenteiles erfolgt. Hiedurch wird eine genaue Lage der die Faltung vorbereitenden Faltlinien gewährleistet und die Durchführung einer regelmässigen Faltung wesentlich erleichtert. Das erfindungsgemässe Verfahren steht somit im Gegensatz zu andern bisher vorzugsweise geübten Verfahren, bei welchen das Hülsenende von vornherein ohne jegliehe Vorbereitung in eine starkkegelige Form gebracht werden soll.
Bei einer solchen nach dem bisher üblichen Verfahren ohne jede Vorbereitung stattfindenden starken Verformung kann die Verlagerung des Werkstoffes und die Faltenbildung nicht beherrscht werden, so dass häufig unregelmässige Falten entstehen.
Beim Vorbereiten einer im Quersehnitt mäanderartigen Faltung, in welcher die an der äusseren Seite des Flaschenhalses liegenden Streifen der Faltung die Ränder der benachbarten, an der Innenseite des Flaschenhalses liegenden Streifen überdecken, werden gemäss weiterer Ausbildung der Erfindung abwechselnd je zwei Rillinien an der äusseren und an der inneren Seite der zylindrischen Hülse erzeugt.
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nach dem etwa bis zu einem rechten Winkel erfolgenden Vorbrechen der zu faltenden Teile die Faltungen zunächst nur am oberen Rande flach zusammengepresst. Auch diese Massnahmen dienen der Bildung regelmässiger Falten. Durch das bis etwa zu einem rechten Winkel erfolgende Vorbrechen werden die zu faltenden Teile in eine solche Stellung gebracht, dass das Überlappen ohne allzu grosse Werkstoffbewegungen erfolgen kann.
Es wird zunächst nur am oberen Rande ein Überlappen und Verpressen bewirkt, weil dieser obere Rand, der als spätere Flaschenmündung den kleinsten Durchmesser erhält, durch das Vorbrechen am meisten vorbereitet ist ; es lässt sich am oberen Rand leichter als an den andern Stellen eine regelmässige Überlappung erzielen. Deshalb wird zunächst nur am oberen Rand eine solche Überlappung erzielt und durch Presswirkung einigermassen festgelegt. In dem folgenden Vorgang werden diese regelmässigen Faltungen nach unten hin weiter gleichmässig ausgestrichen, so dass die regelmässige Faltenbildung sich dann über den gesamten Flaschenhals erstreckt.
Die durch das vorstehend angegebene erfindungsgemässe Verfahren hergestellten Flaschen
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Längsrichtung des Flaschenmantels ausgestriehen. Bei dem Pressvorgang werden die übereinandergefalteten Teile lediglich gegeneinandergedrückt. Deshalb kann es bei bestimmten Werkstücken auch eintreten, dass die glatten Falten sich trotz des Pressvorganges unter der Einwirkung einer rauhen Beanspruchung der Flaschen wieder öffnen.
Es ist zur Verhütung derartiger Missstände bereits vorgeschlagen worden, in einem besonderen Arbeitsgang nach der eigentlichen Formung des Flaschenhalses noch einen Papierstreifen um die Flasehenmündung herumzuwickeln und zu verkleben.
Die erwähnten Missstände werden jedoch in wirksamerer und einfacherer Weise gemäss weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch vermieden, dass beim Zusammenpressen des zu einem konischen Hals in Falten gelegten Endes einer rohrförmigen Hülse der konische Hals in Richtung der Gefässaehse zusammengestaucht und dadurch eine vorspringende Ringwulst gebildet wird. Für die Bildung der erwähnten Ringwulst ist also kein besonderer Arbeitsvorgang erforderlich ; sie kann vielmehr gleichzeitig mit dem Verpressen der Falten erzeugt werden.
In der durch das Stauchen gebildeten Ringwulst hört der glatte Verlauf der in dem Flaschenhals einander überlappenden Falten auf. Infolge des Durcheinanderpressens der Faltungen im Bereich
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pressen miteinander verfilzt sind. Jede über den Hauptteil der Flasche verlaufende glatte Faltung findet also ihren Abschluss in einer solchen verfilzten Stelle der Ringwulst. Die in der Ringwulst vorgenommene Verfilzung der Faltung verhindert also, dass von der Flaschenmündung ausgehend die glattgefalteten Überlappungen geöffnet werden.
Gemäss einer weiteren Ausbildung des erfindungsgemässen Verfahrens wird bei dem radialen Zusammenpressen der Falten gleichzeitig der überschüssige Rand der umzuformenden Hülse abgeschert und die so erzeugte glatte Schnittfläche als Anlagefläche für die Hülse beim Stauchen benutzt.
Die Erfindung betrifft auch die zur Ausübung der vorstehend beschriebenen Verfahren geeigneten Vorrichtungen.
Zur Vorbereitung der Papierhülse, also zu der vor der wesentlichen Umformung des Hülsenendes erfolgenden Anbringung der Faltlinien, dient eine erfindungsgemässe Vorrichtung, bei welcher ein in die zu bearbeitende Hülse eingreifendes, mit Rillinealen besetztes Werkzeug, dessen Aussendurchmesser sich nur wenig von dem Innendurchmesser der zu bearbeitenden Hülse unterscheidet, und
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am inneren Werkzeug angebrachten Rillineale angreifen, benutzt werden. Bei der Bearbeitung von Hülsen aus empfindlicheren Werkstoffen wird eine solche Ausführungsform des erwähnten Werkzeuges bevorzugt, bei welcher die Rillineale parallel zu sich verschiebbar angeordnet sind, derart, dass ihre Arbeitskanten stets parallel zur Achse der zu bearbeitenden Hülse gerichtet sind.
Unter der Einwirkung derartiger Werkzeuge behält das obere Ende der Hülse im wesentlichen eine zylindrische Form ; es wird also der bei bekannten Vorrichtungen anzutreffende Fehler, dass das Hülsenende bereits beim ersten Arbeitsgang in eine starkkegelige Form übergeführt und daher zu stark verformt wird, bei den erwähnten erfindungsgemässen Werkzeugen vermieden.
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führungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung in Betracht, bei welcher die Rillineale in radialer Richtung unversehiebbar angeordnet sind und die äusseren Rillineale in die Lücken zwischen den inneren Rillinealen hineinragen ;
vorzugsweise sind bei einer solchen Ausführungsform die äusseren Rillineale gegenüber den inneren Rillinealen in Richtung der Achse der zu bearbeitenden Hülse verschiebbar angeordnet, so dass zunächst das zu rillende Ende der Hülse über die inneren Rillineale gestreift und dann die äusseren Rillineale über das Hülsenende geschoben werden können, wodurch
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Das Werkzeug, welches die Innenfläche des zu faltenden Teiles während des Vorbrechen der Faltungen durch die aussen angreifenden Werkzeuge abstützt, ist erfindungsgemäss steiler gestaltet als die endgültige Form des zu bildenden Flaschenhalses.
Infolge dieser Gestaltung des erwähnten Werkzeuges erhält die Hülse eine solche Form, dass beim nächsten Arbeitssehritt die Bildung der Überlappungen und das Verpressen derselben zunächst nur am oberen Rand erfolgt. Zur Erreichung dieses Zieles sind die in dem nächsten Arbeitsgang anzuwendenden Werkzeuge-Pressstempel und Pressmuffe-derart ausgebildet, dass der Pressstempel schlanker ist als die Innenform der Pressmuffe.
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erzeugenden Ringwulst entsprechenden Ringnut und mit einer zum Beschneiden des oberen Randes dienenden Schneidplatte versehen ist, der an dem Pressstempel die Schneidkante zugeordnet ist.
Nachstehend werden zur Veranschaulichung der Erfindung die Durchführung der zur Herstellung der Papiergefässe dienenden Verfahren und die hiebei benötigten Werkzeuge beschrieben.
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Fig. 1 und 2 zeigen eine Ansieht und eine Draufsicht auf die rohrförmige Hülse, aus der der Gefässmantel hergestellt wird. Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch eine mit Rillinien versehene Hülse. Fig. 4 zeigt-in vergrössertem Massstabe-einen Teil eines Schnittes gemäss der Linie IV-IV der Fig. 3. Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch eine Hülse, deren oberes, mit Rillen versehenes Ende vorgebrochen ist. Die Fig. 6 und 7 zeigen-in vergrössertem Massstabe-je einen Teil eines Schnittes gemäss den Linien VI-VI bzw. VII-VII der Fig. 5. Fig. 8 zeigt einen Längsschnitt durch eine Hülse, bei welcher die Faltung am oberen Rand zusammengepresst ist.
Die Fig. 9 und 10 zeigen-in vergrössertem Massstabe-je einen Teil eines Schnittes gemäss den Linien IXIX bzw. x-x der Fig. 8.
Fig. 11 zeigt die fertig verformte Hülse. Fig. 12 zeigt-in vergrössertem Massstabe-einen Teil eines Schnittes gemäss der Linie Xll-XII der Fig. 11. Fig. 13 und 14 zeigen einen Längs-und einen Querschnitt durch die zum Vorbereiten der Rillen des oberen Hülsenendes dienenden Werkzeuge. Fig. 15 und 16 veranschaulichen in gleicher Weise andere, dem gleichen Zweck dienende Werkzeuge. Fig. 17 und 18 zeigen einen Längs-und einen Querschnitt durch die zum Vorfalten des oberen Hülsenendes
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Zusammenpressen der Falten am oberen vorgefalteten Hülsenrand dienenden Presswerkzeuge. Fig. 21 und 22 zeigen einen Längs-und einen Querschnitt durch die Presswerkzeuge, durch die dem Hals des Gefässes die endgültige Form gegeben wird.
Fig. 23-25 zeigen Längsschnitte durch die in verschiedenen Stellungen befindlichen Werkzeuge, die zum Zusammenpressen des Flaschenhalses und zum Anstauchen einer nach aussen vorspringenden ringförmigen Wulst dienen.
Die Herstellung der rohrförmigen Hülse.
Bei der Herstellung des Papiergefässes wird zunächst in bekannter Weise eine durch Fig. 1 und 2 veranschaulichte rohrförmige Hülse gewickelt, die aus mehreren übereinandergewickelten und miteinander verklebten Lagen von Papier besteht. Die äusserste Lage besteht vorzugsweise aus metallisiertem Papier ; die metallisierte Seite ist nach aussen gekehrt und schützt das Papiergefäss vor einer Beschädigung durch Öl und Wassertropfen, die leicht auf die Aussenfläche des Gefässes gelangen können.
Die metallisierte Oberfläche kann jederzeit leicht von darauf gelangenden Öl-und Wassertropfen, Staub und Schmutz gereinigt werden.
Die Vorbereitung der Faltenbildung.
Das eine Ende der rohrförmigen, durch Fig. 1 und 2 veranschaulichten Hülse wird-wie bereits bekannt ist-durch die Bildung sich überdeckender Falten und durch das Verpressen dieser Falten zu einem Flaschenhals umgestaltet. Zur Vorbereitung der Faltenbildung werden erfindungsgemäss in dem Hülsenende-wie Fig. 3 und 4 zeigen - Faltlinien a und i vorgerillt, bevor das Hülsenende wesentlich verengt oder gefaltet wird, also bevor eine wesentliche Umgestaltung des zu verformenden Hülsenteiles erfolgt. Hiedurch wird eine genaue Lage der die Faltung vorbereitenden Faltlinien gewährleistet und daher eine regelmässige Faltenbildung erreicht. Bei den bisher bekannten Verfahren hingegen, bei denen das Hülsenende ohne jede Vorbereitung in eine starkkegelige Form gebracht wird, kann leicht eine unregelmässige Faltenbildung entstehen.
Beim Vorbereiten einer im Querschnitt mäanderartigen Faltung, in welcher-wie in Fig. 12 veranschaulicht-die an der äusseren Seite des Flaschenhalses liegenden Streifen der Faltung die Ränder der benachbarten, an der Innenseite des Flaschenhalses liegenden Streifen überdecken, werden gemäss weiterer Ausbildung der Erfindung abwechselnd je zwei Rillinien a, a bzw. i, i an der äusseren und an der inneren Seite der Hülse erzeugt.
Zur Durchführung des erwähnten Arbeitsganges dienen erfindungsgemäss ein in das Hülsenende eingreifender, mit Rillinealen besetzter Dorn, dessen Aussendurchmesser sich nur wenig von dem Innendurchmesser der Hülse unterscheidet, und weitere gegen die Aussenfläche der Hülse wirkende Rillineale, die zwischen den Wirkungslinien der an dem Dorn angebrachten Rillineale angreifen.
Ein senkrechter Schaft 1 (vgl. Fig. 13 und 14) trägt den Dorn 2, der an seinem Umfang mit vorstehenden Rillinealen 3 versehen ist. Der Dorn 2 ist von radial verschiebbaren Rillinealen 4 umgeben, die sich mit Vorsprüngen 5 auf der oberen Stirnseite des Dornes 2 abstützen und in den Schlitzen einer ebenfalls auf dem Schaft 1 befestigten Muffe 6 geführt sind. Über die nach aussen gekehrten schrägen Rücken der äusseren Rillineale 4 greift ein hochkegelig ausgesparter Führungsmantel 7, der an einem hohlen Schaft 8 befestigt ist. Die nach aussen gekehrten Flächen der Rillineale 3 und die nach innen gekehrten Flächen der äusseren Rillineale 4 sind hohl gestaltet, so dass jedes Rillineal 3 und 4 hinreichend scharfe Rillkanten aufweist.
Die äusseren Rillineale 4 sind-wie Fig. 14 erkennen lässt-versetzt zu den inneren Rillinealen 3 angeordnet. Bei Beginn des Arbeitsvorganges befinden sieh die Werkzeuge in der durch Fig. 13 und 14 veranschaulichten Stellung. Das obere Ende der Hülse wird sodann über das mit den Rillinealen 3 versehene Werkzeug 2 gestreift bzw. das Werkzeug 2 wird durch Senken des Schaftes 1 in die Hülse eingeschoben. Sodann wird der hohle Schaft 8 mit dem daran befindlichen hohlkegelförmigen Mantelteil 7 nach abwärts geschoben, wodurch die äusseren Faltlineale 4 nach einwärts gedrückt werden und gegen die Aussenflächen des oberen Hülsenendes wirken.
Durch diese Einwirkung der äusseren Faltlineale 4 legen sich die in Betracht kommenden Stellen der Innenfläche des oberen Hülsenendes fest gegen die inneren Faltlineale 3, welche hiedurch in die Innenseite des
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eine gegen ihre Nasen 5 wirkende spiralige Feder 9 wieder nach auswärts gedruckt. Diese Werkzeuge sind besonders dann zu verwenden, wenn die Hülse aus einem empfindlichen Werkstoff bestellt.
Wenn die Hülsen aus einem unempfindlichen Werkstoff hergestellt sind, so können die durch Fig. 15 und 16 veranschaulichten Werkzeuge benutzt werden. Diese Werkzeuge stimmen hinsichtlich des Stempels 1 und des mit Faltlinealen 3 versehenen Dornes 2 mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung überein. Ein hohler, die Stange 1 aufnehmender Schaft 10 trägt das hohizylindriselhe Werk-
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in die zwischen den inneren Rillinealen 3 befindlichen Zwischenräume.
Bei der Anwendung dieser Vorrichtung zum Vorbereiten der umzuformenden Hülsen wird das obere Hülsenende über das Werkzeug 2 gestreift bzw. das Werkzeug S durch Senken des Schaftes 1 in die Hülse hineingeschoben ; sodann wird der Schaft 10 mit dem hohlzylindrischen Werkzeug 11 nach abwärts geschoben. Hiebei erzeugen die Kanten der Rillineale 13 Rillinien in der Aussenfläche
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diese Faltlineale 3 in die Innenfläche des oberen Hülsenendes ebenfalls Rillinien einprägen.
Die durch Fig. 15 und 16 veranschaulichte Vorrichtung kann bei besonders unempfindlichen Werkstoffen auch so benutzt werden, dass das Werkzeug 11 von vornherein sich in seiner untersten Stellung befindet und das Werkzeug 2 umschliesst ; das zu bearbeitende Werkstück wird dann in den zwischen beiden Werkzeugen. 3 und 11 verbleibenden Spalt eingesehoben ; dieses Einschieben des Werkstückes wird durch die am unteren Teil der beiden Werkzeuge Sund II vorgesehenen Abschrägungen erleichtert.
Das Vorbrechen des vorgerillten Hülsenendes.
Nach der vorbeschriebenen Vorbereitung wird das obere Hülsenende vorgebroehen, so dass die
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Diese Verformung wird durch die Fig. 5-7 veranschaulicht. Am oberen Rand der Hülse stehen-wie Fig. 6 zeigt-die einzelnen Teile der Faltung in einem rechten Winkel zueinander, so dass sich für die obere Randlinie eine etwa mauerkronenartige Gestaltung ergibt. Die Verformung ist in den unteren Abschnitten geringer, da ein allmählicher Übergang in den zylindrisch bleibenden Hülsenteil vorgesehen werden muss.
Zur Durchführung dieses Arbeitsvorganges werden die in den Fig. 17 und 18 dargestellten Werkzeuge benutzt. Ein Formdorn 1. 3, über den die vorzubreehende Hülse gestreift wird, trägt im Bereich des oberen Hülsenendes ein Faltwerkzeug 14, das mit Einschnitten versehen ist. Dieses Faltwerkzeug 14, welches die Innenfläche des zu faltenden Teiles während des Vorbrechen der Faltungen abstützt, ist steiler als die endgültige Form des zu bildenden Flaschenhalses ausgeführt.
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befestigt ist.
Das vordere Ende des Schaftes 15 ist kegelig gestaltet und greift in eine entsprechende Aussparung des unteren Faltwerkzeuges 14 ein ; hiedurch wird die Muffe 16 mit den an ihr angeordneten
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Führungsfläche des Fühmngsmantels 2C gedrückt durch die Wirkung einer Ringfeder 21, die den unteren Teil des aus den Faltlinealen 17 gebildeten Käfigs umschliesst.
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gewährleistet, weil das V orrillen erfolgt, während sieh die Hülse bereits auf dem Formdorn 13, der den Faltkopf 14 trägt, befindet. Aus Fig. 13 und 15 ist zu ersehen, dass die Werkzeuge 2 ausgespart
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Der Schaft 15 und der Schaft 19 werden nach abwärts bewegt.
Zunächst befinden sieh diese beiden Teile und die Werkzeuge 17 und 20 in der durch Fig. 17 veranschaulichten Lage. Sobald diese
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entgegen der Kraft der Feder 21 nach einwärts geschwenkt. Hiebei dient der Ring 18 als Drehachse für die einsehwenkenden Faltlineale 17. Die Faltlineale 17 treten in die Nuten des Faltkopfes 14 ein und erzeugen die Vorfaltung. Die Bildung genauer Faltung wird dadurch begünstigt, dass die Faltlineale 17 und die Rippen des Faltkopfes 14 scharfe Kanten haben. Aus diesem Grunde weisen die Rippen des Faltkopfes 14 aussen hohle Flächen auf. Nach dem beschriebenen Wirken der Werkzeuge 15 bis 21 wird zunächst der Schaft 19 mit dem daran befestigten Führungsmantel 20 nach aufwärts bewegt.
Der Schaft 15 und die an ihm angeordneten Teile 16,17, 18, 21 eilen nach.
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Das Zusammendrücken der Falten.
Die in der beschriebenen Weise vorgebrochenen Falten werden erfindungsgemäss zunächst nur am oberen Rande flach zusammengepresst, was in den Fig. 8-10 veranschaulicht ist. Da der obere Rand, der als spätere Flaschenmündung den kleinsten Durchmesser erhält, durch das Vorbrechen am meisten vorbereitet ist, lässt sich am oberen Rande leichter als an den andern Stellen beim Zusammenpressen der Falten eine regelmässige Überlappung erzielen, die bewirkt, dass bei dem folgenden Verpressen der weiteren Teile des Flaschenhalses die gebildete regelmässige Faltenlage auch nach unten hin weiter gleichmässig ausgestrichen wird.
Zum Flachpressen des oberen Randes dienen die in den Fig. 19 und 20 veranschaulichten Werkzeuge, nämlich ein Pressstempel und eine an einem Schaft 24 befestigte Pressmuffe 23. Der obere Teil des Pressstempels 22 ist schlanker als die Aussparung der Pressmuffe 23. Die vorgebrochene Hülse wird auf den Pressstempel aufgeschoben ; dann werden der Pressstempel 22 und die Muffe 23 gegeneinandergedrückt, wodurch das durch die Fig. 8-10 veranschaulichte Ergebnis erzielt wird.
Die regelmässige, am oberen Rand des Papiergefässes erzielte Mäanderbildung bestimmt die endgültige, regelmässige Formung, die durch Pressen zwischen den genau einander entsprechenden, durch Fig. 21 und 22 veranschaulichten Presswerkzeugen 26, 27 erfolgt, welche die endgültige Form des Gefässes- vgl. Fig. 11 und 12-festlegen und an allen Stellen ein Flachpresben der Faltungen bewirken.
Die Verstärkung des kegeligen Halses des Papiergefässes.
Es entspricht ferner der Erfindung, den kegeligen Hals des Papiergefässes durch Erzeugung einer vorspringenden Wulst zu verstärken.
Diese nach aussen vorspringende ringförmige Wulst am Hals des Papiergefässes wird beim Zusammenpressen des vorgefalteten oberen Teiles der rohrformigen Hülse durch Zusammenstauchen in der Richtung der Gefässachse erzeugt. Die Durelhführung des Verfahrens und die hiebei benötigten
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vordere Ende des Stempels ist mehrfach abgesetzt und läuft in einen Zapfen 62, der mit einem konischen Ende versehen ist, aus.
Die Matrize ist aus den beiden Hauptteilen 64 und 65 zusammengesetzt. Diese beiden Teile werden während des Pressvorganges fest zusammengedrückt. Zwischen den beiden Teilen 64 und 65 ist ein geteilter Ring 66 angeordnet. Neben diesem Ring ist in dem Teil 65 eine Nut 67 eingedreht.
An der Austrittsöffnung der Matrize ist eine Sehneidplatte 68 befestigt. Die vorgefaltete Hülse g wird auf den Stempel 61 aufgesetzt und dann durch diesen Stempel in die Matrize 60 eingesehoben, so dass der vordere Rand ein wenig über die Schneidkante der Schneidplatte 68 herausragt. Bei dem Eindringen des Stempels (vgl. Fig. 24 und 25) werden die Falten zusammengepresst.
Gleichzeitig wird der vordere Rand der Hülse g in der Achsenrichtung gestaucht, so dass das zusammengestauehte Material die Nut 67 ausfüllt und eine nach aussen vorspringende ringförmige Wulst M'bildet. Beim Eintreten der Kante 63 des Stempels 61 in die Bohrung der Sehneidplatte 68 wird der obere Rand der zusammen-
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In die entsprechend den vorstehenden Angaben vorbereiteten Hülsen wird in bekannter Weise ein napfförmiger Boden eingesetzt, wobei der Rand des Bodens mit dem unteren Rand des Gefässmantels durch Bördeln verbunden werden kann. Die Flaschen können auch imprägniert werden ; die Imprägnierung kann auch vor Einsetzen des Bodens ausgeführt werden.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von Papiergefässen, bei denen durch Faltung einer rohrfornigen Hülse ein sich verengender Hals gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass in dem rohrförmigen Hülsenende vor dem Falten desselben Faltlinien (a und i) vorgerillt werden, ohne dass hiebei das Hülsenende wesentlich verengt wird.