AT157730B - Verfahren zur Herstellung von nicht brennbaren Gegenständen aus Faserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht brennbaren Gegenständen aus Faserstoffen.

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AT157730B
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  Verfahren zur Herstellung von nicht brennbaren Gegenständen aus Faserstoffen. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von nicht brennbaren Platten oder ändern Gegenständen aus Faserstoffen, z. B. Fasern von Holz, Stroh usw. Die Erfindung besteht darin, dass man die Faserstoffe, aus denen die Platten usw. durch an sieh bekannte   Massnahmen geformt   werden, mit einer Lösung   durchtränkt,   aus der sich in den Fasern schwer lösliche Phosphate und Kieselsäure ausseheiden, worauf die Weiterverarbeitung in an sieh bekannter Weise vorgenommen wird. 



   Beispiel : In einem Holländer mit einem Fassungsraum von etwa 4 m3 werden 170 kg einer Holz-Stroh-Fasermasse in üblicher Weise zu einem Brei verarbeitet. Dann gibt man dem wässrigen Faserbrei 85 kg einer   25% igen Ammoniumhydroxydlösung und 24 kg Monoammoniumphosphat,   in   110l   Wasser gelöst, zu, wobei man dafür sorgt, dass diese Zusätze in der Masse möglichst gleichmässig verteilt werden. Schliesslich werden 57 kg Magnesiumsilicofluorid   (MgSiF.     6H2O), gelöst   in   150l   Wasser zugesetzt. Dieser Zusatz erfolgt in kleinen Portionen und nach jeweiliger Zerteilung der Magnesiumsilicofluoridlösung in dem wässrigen Brei. Man bearbeitet den Brei in dem Holländer etwa eine halbe Stunde, worauf die Weiterverarbeitung, z.

   B. zu Platten, in üblicher Weise vorgenommen wird. 



   Die ammoniakalisehe Lösung des Ammoniumphosphats setzt sich mit dem Magnesiumsilicofluorid nach folgender Gleichung um : 
 EMI1.1 
 Das gebildete Magnesiumammoniumphosphat und die ausgeschiedene, nicht mehr lösliche Kieselsäure lagern sich in den Faserstoffen ein und machen die aus den Faserstoffen hergestellten Platten od. dgl. unverbrennlich. 



  An Stelle von Magnesiumsilicofluorid kann man auch andere Salze der Kieselflusssäure, z. B. das
Zinksalz oder Aluminiumsalz, verwenden, und an Stelle des Monoammoniumphosphats auch andere Am- moniumphosphate oder andere lösliche phorphorsaure Salze, wie z. B. Kalium-oder Natriumphosphate. 



   Die Mengenverhältnisse zwischen den einzelnen Komponenten werden zweckmässig der obigen
Gleichung entsprechend gewählt, insbesondere muss dafür gesorgt werden, dass die Bildung der schwer löslichen Verbindungen in alkalischer Lösung vor sich geht. 



   Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Gegenstände zeigen eine hohe Widerstands- fähigkeit gegen Verbrennung. Sie verkohlen   natürlich   bei Einwirkung von starker Hitze, doch tritt ein Verbrennen mit Flamme und auch ein Nachglimmen der Platten od. dgl. nicht ein. 



   Es ist bereits bekannt, zur Herstellung von nicht brennbaren Formkörpern aus Faserstoffen dem wässrigen Faserbrei feuerfestmachende Stoffe, insbesondere Salze, zuzusetzen, wobei durch
Umsetzung der Salzlösungen   unlösliche   Salze, z. B. unlösliche Phosphate, auf den Fasern ausgefällt werden können. 



   Das Verfahren der Anmeldung unterscheidet sich hievon insbesondere dadurch, dass hier die
Ausfällung eines unlöslichen, feuerhemmenden Salzes kombiniert ist mit der Abscheidung von schleimig ausfallender und nach der Trocknung in den Fasern feinverteilter Kieselsäure. Durch diese Kombination ist es möglich, eine Feuerschutzwirkung zu erzielen, die sieh durch die einfache Ausfällung   unlöslicher  
Salze allein nicht erreichen lässt. 



   Nach der Umsatzgleiehung :   NH,. HPO,   + 6 NH40H +   MgSiFe   =   MgNH4P04   +   H, SiO,   + 6   NH, F   + 3   H20   erfolgt der   Feuerschutz   durch das unlösliche Magnesiumammoniumphosphat und die Kieselsäure, die bei ihrem schleimigen Ausfallen sich recht gleichmässig in der Holzfaserpappe verteilt und einen
Teil des   löslichen   Ammonfluorids   mitzurüekhält,   das ebenfalls feuersehützende Wirkung hat. 



   Entsprechende Vergleiehsversuehe haben ergeben, dass durch die Anwendung des angemeldeten
Verfahrens eine unvergleichlich stärkere   feuerschützende   Wirkung erzielt wird als es bisher durch die Erzeugung einfacher   wasserunlöslicher   Salze, z. B. von Calciumphosphat, gemäss bekannten Ver- fahren möglich gewesen ist. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von nicht brennbaren Gegenständen aus Faserstoffen, wie z. B. aus Holz oder Stroh, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Faserstoffbrei, aus dem die Gegenstände hergestellt werden, neben Ammoniak lösliche Phosphate, insbesondere Ammoniumphosphate und kiesel- flusssaure Salze, insbesondere Magnesiumsilieofluorid zusetzt, aus denen sieh durch gegenseitige Um- setzung in den Faserstoffen schwer lösliche Phosphate und Kieselsäure ausscheiden, worauf die Weiter- verarbeitung in üblicher Weise vorgenommen wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT157730D 1938-05-13 1938-05-13 Verfahren zur Herstellung von nicht brennbaren Gegenständen aus Faserstoffen. AT157730B (de)

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