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Österreichische
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THE GARE PATENT TYRE & WHEEL Co. LTD. IN LIVERPOOL.
Verfahren und Vorrichtung zum Aufziehen von Radreifen.
Durch vorliegende Erfindung soll das Aufziehen von Radreifen aller Art bedeutend verbessert werden. Bisher wurden die Radreifen auf den Felgen der Räder durch Schrumpfen befestigt oder hydraulisch aufgepresst ; jedoch sind beide Verfahren mühsam und kostspielig.
Zufolge vorliegender Erfindung können nun Reifen aller Art auf Radfelgen nicht nur leichter, sondern auch sorgfältiger und ohne Beschädigung des Rades aufgezogen werden.
Das Verfahren besteht hauptsächlich darin, dass die Felgen durch ein oder mehrere Metallstreifen oder Metallbänder genügend zusammengepresst werden, so dass der Radreifen auf die Felge aufgebracht werden kann. Danach werden die Bänder entfernt und der Radreifen durch eine passende Hebevorrichtung vollständig auf die Felge aufgezogen.
Fig. 1 ist ein Aufriss, Fig. 2 ein Grundriss der Maschine ; Fig. 3 und 4 sind Schnitte
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Fig. 8 und 9 zeigen eine Variante in Ansicht und Grundriss, Fig. 10 eine Rückansicht,
Fig. 11 einen Schnitt und Fig. 12 eine Seitenansicht dieser Variante.
Um die Felge b werden ein oder mehrere Metallstrofen oder metallbänder a gelegt.
Ein jedes dieser Metallstreifen kann entweder einteilig wie in Fig. 1, 2, Rund 4 oder zweiteilig wie in Fig. li und 7 sein. Durch Zusammenziehen der Enden der Metallstreifen wird die Felge auf solch einen Durchmesser zusammengedrückt, dass der Reifen aufgesetzt werden kann. Nachdem dann die Metallstreifen entfernt sind, wird mittels der in Fig. dargestellten Einrichtung der Reifen vollkommen auf die Radfelge gebracht.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Bänder a verwendet, die aus einem offenen Stahlring, einer Kette oder einem Drahtseil bestehen können. Die freien
Enden jedes dieser Bänder werden leicht abnehmbar an einem Paar doppelarmiger Hebel c befestigt, die an einem Rahmen d drehbar gelagert sind. Die anderen Enden der Hebel tragen jedes eine beweglich angebrachte Mutter e, durch die ein Rechts-und Linksgewindt' besitzende Spindel f tritt, die in dem unteren Ende des Rahmens d gelagert ist und in
Drehung versetzt werden kann.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede der
Spindeln f mit einem Schneckenrade g verschen, auf das eine Schnecke/) wirkt, die auf einer Welle i befestigt ist. Diese Wellen !'sind in dem unteren Ende der Rahmen d gelagert und können durch Handkurbeln gedreht werden.
Wenn die Spindel f in einer Richtung gedreht wird. so nähern sich die Enden der
Metallstreifen oder Metallbänder einander ; bei entgegengesetzter Drehung entfernen sie sich, so dass einmal die Felge zusammengedrückt wird und das anderemal vom Drucke entlastet wird. Um Räder verschiedener Felgonbreite mit Reifen versehen zu können, sind die Hebel so eingerichtet, dass jeder durch eine Platte A ; verlängert werden kann, welche
Platte 1. : vermittels der Kappe l und Schrauben Ht gehalten wird.
Für sehr verschiedene Radgrössen finden Metallstreifen oder Mctallbändor von ver- schiedener Länge Verwendung. Damit nun die Enden dieser Metallstreifen leicht an den
Enden der Hebel befestigt worden können, sind die Enden der Metallbändcr mit Kopf- bolzen M versehen, die in Schlitze o eingreifen, die sich in den Enden der Platten si befinden. Das Rad, das mit dem Radreifen versehen werden soll, wird anf einem Tische ;' durch die durch die Nabe gehende Verschraubung q t'festgehalten.
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Der Tisch'trägt an diametral entgegengesetzten Stellen zwei Aussparungen w, durch die die oberen Enden der Hebel c treten. Dip Halterahmon d sitzen auf Führungen t, die unterhalb des Tisches angeordnet sind, so dass sie radial verschoben werden können.
In jeder der Aussparungen ist eine Platte M vorgesehen, u. zw. zwischen den oberen Enden der Hebel c, so dass eine Stütze für die Radfelge auch in den Aussparungen geschaffen ist.
Die radiale Einstellung der Rahmen d mit den Hebeln c geschieht durch eine Spindel v, die durch eine Handkurbel in Umdrëhung versetzt worden kann und mit Rechts-und Linksgewinde versehen ist. Diese Spindel tritt durch Muttern w, die in dem Rahmen d gelagert sind. Hiedurch können die Rahmen mit den Hobeln einander genähert oder voneinander entfernt werden ; so dass die Einrichtung Rädern verschiedenen Durch- messers angepasst werden kann.
Der Tisch p besitzt radiale Schlitze ±, in die die T-förmigen Köpfe der Bolzen y gesteckt werden können. Diese Bolzen sind am Ende ihres Schaftes umgebogen und bilden so ein Widerlager für einen Hebel z, mittels dessen der Reifen vollständig auf die Radfelge aufgebracht wird, nachdem vorher die Metallstreifen oder Bänder a entfernt worden sind.'
Statt die Hebel c durch eine Spindel mit Rechts-und Linksgewinde zu bewegen, kann dazu auch eine Druckwassereinrichtung Verwendung finden. Den Hebel kann man auch gänzlich entbehren ; dann werden die Enden der Metallbänder durch hydraulische Mittel zusammengezogen.
Eine Variante der beschriebenen Einrichtung, die ein schnelleres und weniger anstrengendes Aufziehen des Radreifens ermöglicht, ist in den Fig. 8-12 dargestellt. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass die Radreifen wieder von der Felge entfernt werden können, ohne dass man sie aufzuschneiden braucht.
Wie aus den Fig. 8,9 und 10 zu ersehen ist, sitzt in Führungen 3, 3 verschiebbar ein Ständer 2.
Die Führungen sind an der Unterseite des Tisches p angebracht und durch die Schraubenspindel 4 kann der Ständer 2 in den Führungen radial verschoben und ein- gestellt werden.
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befindet. Ebenfalls am Ständer 2 sitzt drehbar um den Bolzen 8 eine Scheibe 7, die sich mit ihrer Unterseite auf die Rolle 6 stützt und auf deren Oberseite die Felge des mit dem Radreifen zu versehenden Rades ruht. Das zu behandelnde Rad kann sich auf dem Tische p drehen. Der Ständer 2 ist mit einem senkrecht stehenden Rahmen 9 versehen, der durch eine Aussparung 10 im Tische p tritt. Auf diesem Rahmen gleitet durch eine Schrauben spindel 12 einstellbar und verschiebbar der Schlitten 11. An diesem befindet sich eine wagrechte Welle 13, die nach innen eine Drückscheibe 14 und aussen eine Handkurbel 15 trägt.
Soll nun der Reifen auf die Radfelge aufgezogen werden, so wird er auf die beschriebene Weise ein kleines Stückchen auf die Felge aufgeschoben. Dann wird gegen den vorstehenden Rand die Drückscheibe angelegt. Wird nun an der Handkurbel 15 gedreht, so versetzt die Drückscheibe 14 das mit dem Reifen : versehende Rad durch Reibung in Drehung und durch vertikale Einstellung der Drückscheibe 14 mittels der Spindel 12 von Zeit zu Zeit wird allmählich der Reifen aufgezogen.
Statt dass die Drückscheibe durch eine Schraubenspindel bedient wird, kann der Schlitten 11 auch von einer Stange 16 erfasst und bewegt werden. Diese Stange 16 sitzt, wie in Fig. 10 zu ersehen ist, an einem Fusshebel 17, der mittels Klinke 18 und Zahnstange 19 einstellbar und in jeder Lage fest zu halten ist.
Man kann auch die vertikale Bewegung des Schlittens 11 von der Drehung der Welle 13 abhängig machen, indem auf der Welle 13 eine Schnecke 20 vorgesehen wird, die mit einem Schneckenrad 21 in Eingriff steht, das sich auf der feststehenden Schraubenspindel 12 dreht und daher auch verschiebt und bei dieser Verschiebung den Schlitten 11 mitnimmt.
Um die Bewegung des Schlittens 11 anhalten zu können, wenn ein Teil des Reifens mit der Felge bündig liegt, kann man die Schnecke 20 ausser Eingriff mit dem Schneckenrade 21 bringen. Wie aus Fig. 11 zu ersehen ist, wird bei dieser Ausführung die Welle 13 in Lagern 22 gelagert, die in Führungen im Schlitten 11 einstellbar und durch einen Stift 2. 3 feststellbar sind. Ist die Auslösung geschehen, so'dreht sich nur die Drückscheibe bei der Drehung der Welle 13 so lange, bis der Reifen vollständig aufgezogen ist.
Es ist nun nicht notwendig, das Rad, auf das der Reifen aufgezogen werden soll,
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ganze Einrichtung an einem starren Arm 24, der sich um eine, durch die Raduabe gebende senkrechte Achse dreht. Es wird also die Aufziehvorrichtung um das Rad herumbewegt.
Man spart dann die obenerwähnte Rolle 6 und Scheibe 7.
Soll ein Reifen von einer Radfelge entfernt werden, so braucht nur das Rad auf dem Tische p angehoben zu werden, derart, dass die Scheibe 7 etwas mehr als die Radfelgenbreite beträgt, von der Felge entfernt ist. Lässt man dann unter entsprechendem Niederdrücken des Schlittens 11 das Rad sich bewegen oder bei Ausführung nach Fig. 12 die Vorrichtung um das Rad herum, so drückt die Drückscheibe 14 allmählich den Radreifen von der Felge herunter.
Es ist aus Obigem zu ersehen, dass die Vorrichtung an sich, d. h. der Ständer, die Druckrolle die Stützrolle und Stützscheibe an einem gesonderten Tisch angebracht werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Aufziehen von Radreifen, dadurch gekennzeichnet, dass mittels um- gelegter Bänder, Seile oder dgl. der Durchmesser der Radfelge verkleinert, dann der Reifen aufgesetzt und schliesslich durch mechanische Mittel, wie Hebel oder dgl. ganz auf die Radfelge geschoben wird.