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Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten.
Insektenfangvorriehtungen, die aus Gefässen mit darin angeordneten Lockmitteln bestehen und deren Einlassöffnungen so angeordnet sind, dass den Insekten das Herausgelangen ersehwert ist oder unmöglich gemacht wird, sind bekannt. Desgleichen ist es bekannt, Leuehtkörper in Form von Kerzen- flammen, Lämpchen oder elektrische Glühbirnen mit diesen Fanggeräten zu verwenden. Die Kosten aller dieser Fanggeräte waren zu hoch, da die nötigen komplizierten Glasgefässe eigens zu diesem Zwecke hergestellt werden mussten, so dass eine Massenverwendung, wie sie für einen ausreiehenden Insektenfang nötig ist, nicht in Frage kam.
Demgegenüber zeigt die Erfindung eine neuartige Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten, die sich insbesondere dadurch von allen bekannten ähnlichen Geräten unterscheidet, dass als Fang- gefässe ausgebrannte Glühlampen verwendet werden, die vielfach als wertloser Abfall angesehen werden und sonach Herstellungskosten überhaupt in Wegfall kommen, so dass einer Massenverwendung solcher
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ausgebrannten Glühlampen werden im Sockel zur Bildung einer verengten Einlassöffnung durchbohrt, der Glühfaden samt Traggestell wird entfernt, der Glaskolben zur Aufnahme eines Geruehlockmittels und der vorhandene Gewindesockel zur Befestigung an einem Traggestell verwendet.
Zur Verhinderung des Wiederausfliegens werden in die Einflugöffnung vorzugsweise mit scharfkantigen Zacken versehene Blechteile eingehängt. An der Innenseite des Lampensockels wird zweckmässig ein Leuchtfarben- überzug angebracht, der neben dem eingefüllten Gerucloekmittel ebenfalls zum Anlocken der Insekten dient und je nach der erfahrungsgemässen Vorliebe der zu fangenden Insektenart für bestimmte Farben gewählt werden kann.
Es lassen sich auf diesem Wege unter Kombination verschiedener Geruchslockmittel und verschiedener Leuchtfarben in neuartiger Weise Fallen zusammenstellen, die alle in Frage kommenden
Gattungen fliegender Insekten anziehen und unschädlich machen, während die bisher üblichen Fallen gewöhnlich nur die eine oder andere Gattung solcher Insekten zu fangen ermöglicht haben.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. l eine solche Falle und die Fig. 2 und 3 Einzelheiten hiezu. Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei weitere Ausführungsbeispiele mit je einem Fanggefäss und die Fig. 6 und 7 zwei aus mehreren Fanggefässen zusammengesetzte Fallen.
Die Falle nach Fig. 1 besitzt als Fanggefäss eine ausgebrannte Glühbirne J, deren Gewindesockef durchbohrt und deren Glühdraht samt Traggestell entfernt wurde. Zum Aufhängen dient ein Draht- körbchen 2, das in Fig. 2 herausgezeichnet ist und aus einem dem Gewindesockel 3 der Lampe angepassten, schraubenförmig gewundenen Draht besteht, dessen unteres Ende seitlich nach oben gebogen und mit den anliegenden Drahtwindungen verlötet ist. Die oberen Drahtenden und 4'sind auseinander- gebogen und hakenförmig gestaltet, so dass sie als Aufhängevorrichtung dienen können.
In die ausgebohrte Öffnung 6, die den Insekten als Einlass dient, ist mit seinem oberen hakenförmigen Ende 7 ein Blechstück 8 (Fig. 3) eingehängt, das unten in scharfe Spitzen 9 endet, die den Insekten beim Versuche herauszufliegen die Flügel verletzen und so dazu beitragen, das Entkommen zu verhindern. Im unteren Teile des Gefässes ist eine Köderflüssigkeit 10, z. B. je nach der Art der zu fangenden Insekten, altes Bier, Himbeersaft, gesäuerter Honig, mit Essig vermengte Fruchtsäfte od. dgl. so eingefüllt, dass der Spiegel etwa bis zum grössten Querschnitte des Gefässes reicht.
Diese Flüssigkeit lockt durch ihren Geruch die Insekten an, diese gelangen durch die Öffnung 6 ins Innere und zur Flüssigkeit, können aber nicht mehr zurück, da die Öffnung für ein Herausfliegen zu klein ist, der Teil 8 überdies als Hindernis
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der Koderflüssigkeit, wobei die Insektenleichen selbst wieder als Köder oder zu andern Zwecken, z. B. zum Fischfang, verwendet werden können.
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können je nach dem gewünschten Farb- bzw. Leuchteffekt beispielsweise die bekannten Mischungen der stark geglühten Sulfide der alkalischen Erden und des Zinks, eventuell mit Radium-und bzw. oder Mesothoriumverbindungen und Spuren anderer Salze verwendet werden. Diese Leuchtfarbe ergibt
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Lichte zustreben, anzulocken.
Die Farbtönung wird dabei den Eigenheiten der Insekten entsprechend gewählt.
Soll die Falle im Freien verwendet werden, so wird ferner zweckmässig über dem Gefäss ein Schirm oder Dach 12 angebracht, das beispielsweise einfach aus einer Blechseheibe oder auch aus Holz odpr Glas besteht und den Zweck hat, den Regen nicht in das Gefäss eintreten zu lassen, weil die Falle durch eine zu starke Verdünnung der Köderflüssigkeit und Auffüllung des Gefässes unwirksam würde.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist in der Mitte des Schirmes 12 eine kleine Glasscheibe 1. 3 eingesetzt, die an der Unterseite mit einer Leuchtfarbe bestriehen ist, damit auch darüberfliegende Insekten durch die Leuchtkraft des Fensters angelockt werden.
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kegelförmigen Mantel 15 aus durchsichtigen Zellon versehen werden, der auf einer oder auf beiden Seiten mit einem ebenfalls durchsichtigen Insektenleim bestriehen ist. An diesem Schirm, der leicht auswechselbar angebracht ist, wird schon ein Teil der zufliegenden Insekten festgehalten und unschädlich gemacht, bevor sie sich noch entschliessen können, in das Innere des Gefässes zu kriechen.
Während Fig. 1 eine Ausführung zeigt, die vor allem zum Aufhängen bestimmt ist, zeigt die Fig. 4 eine andere Form, die sowohl zum Aufhängen als auch zum Aufstellen geeignet ist. Hier ist das Fanggefäss 1, das im übrigen in ganz gleicher Weise ausgestattet ist, in einem laternenförmigen Gehäuse 20 angebracht, das sowohl aufgestellt, als auch mittels eines Bügels 21 aufgehängt werden kann. Die Seitenwände sind durch bis auf etwa 1/4 der Gesamthöhe herunterragendes Zellon 22 gebildet, das mit Insektenleim bestrichen ist. Auf der oberen Abschlussfläche ist ein Leuchtfenster 2. 3 und am Boden innen ein Spiegel 24 angebracht, der die Aufgabe hat, das luminiszierende Licht nach oben zurückzustrahlen und so die Leuchtkraft zu erhöhen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 sind zwei ausgebrannte Glühlampen 27 und 28 verwendet, von denen die eine als Fanggefäss und die andere als Leuchtkörper dient, und zu diesem Zwecke innen mit einer Leuchtfarbe bestrichen ist. Die Verbindung zwischen den Lampen wird durch einen Doppeldrahtkorb 29 hergestellt, der aus zwei aus einem Stück Draht bestehenden Körbehen gemäss
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Wenn die Falle nicht nur für eine einzige Art von Insekten wirksam sein soll, so ist es zweckmässig, mehrere Fanggefässe nach Fig. 1 oder Fig. 5 zu einer Einheit zusammenzubauen. In Fig. 6 ist eine solche zusammengesetzte Falle, bestehend aus fünf Einzelfallen nach Fig. 1, dargestellt, die alle an einem gemeinsamen Träger 35 aufgehängt sind.
Jedes Fanggefäss kann dabei mit einem besonderen, eine bestimmte Insektenart anlockenden Köder einerseits und einer ebenfalls dieser Insektenart angepassten Leuchtfarbe anderseits versehen sein. In ähnlicher Weise können mehrere Fanggefässe nach Fig. 5 auf einem gemeinsamen Schwimmer 36 (Fig. 7) montiert und auf der Wasseroberfläche schwimmen gelassen werden. Solche schwimmende und leuchtende Insektenfallen können in manchen Fällen gleichzeitig zum Fischen während der Nacht verwendet werden, da auch Fische durch die Leuchtfarben angelockt werden und gleichzeitig die Insektenleiehen als Köder verwendbar sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten, dadurch gekennzeichnet, dass als Fanggerät ausgebrannte Glühlampen dienen, deren Sockel durchbohrt und der Glühfaden samt Traggestell ent- fernt wurde, wobei die Sockelbohrung als verengte Einlassöffnung, der Glaskolben zur Aufnahme eines Geruchlockmittels und das Soekelgewinde zur Befestigung an einem Traggestell dient.
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