AT156906B - Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten. - Google Patents

Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten.

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AT156906B
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Hans Hein
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  Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten. 



   Insektenfangvorriehtungen, die aus Gefässen mit darin angeordneten Lockmitteln bestehen und deren Einlassöffnungen so angeordnet sind, dass den Insekten das Herausgelangen ersehwert ist oder unmöglich gemacht wird, sind bekannt. Desgleichen ist es bekannt, Leuehtkörper in Form von Kerzen- flammen,   Lämpchen   oder elektrische Glühbirnen mit diesen Fanggeräten zu verwenden. Die Kosten aller dieser Fanggeräte waren zu hoch, da die nötigen komplizierten Glasgefässe eigens zu diesem Zwecke hergestellt werden mussten, so dass eine Massenverwendung, wie sie für einen ausreiehenden Insektenfang nötig ist, nicht in Frage kam. 



   Demgegenüber zeigt die Erfindung eine neuartige Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten, die sich insbesondere dadurch von allen bekannten   ähnlichen   Geräten unterscheidet, dass als Fang- gefässe ausgebrannte Glühlampen verwendet werden, die vielfach als wertloser Abfall angesehen werden und sonach Herstellungskosten überhaupt in Wegfall kommen, so dass einer Massenverwendung solcher 
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 ausgebrannten Glühlampen werden im Sockel zur Bildung einer verengten Einlassöffnung durchbohrt, der Glühfaden samt Traggestell wird entfernt, der Glaskolben zur   Aufnahme   eines   Geruehlockmittels   und der vorhandene Gewindesockel zur Befestigung an einem Traggestell verwendet.

   Zur Verhinderung des Wiederausfliegens werden in die   Einflugöffnung vorzugsweise   mit   scharfkantigen   Zacken versehene Blechteile eingehängt. An der Innenseite des   Lampensockels   wird zweckmässig ein Leuchtfarben- überzug angebracht, der neben dem eingefüllten   Gerucloekmittel   ebenfalls zum Anlocken der Insekten dient und je nach der erfahrungsgemässen Vorliebe der zu fangenden Insektenart für bestimmte Farben gewählt werden kann. 



   Es lassen sich auf diesem Wege unter Kombination   verschiedener Geruchslockmittel   und verschiedener Leuchtfarben in neuartiger Weise Fallen zusammenstellen, die alle in Frage kommenden
Gattungen fliegender Insekten anziehen und   unschädlich machen, während   die bisher   üblichen   Fallen   gewöhnlich   nur die eine oder andere Gattung solcher Insekten zu fangen ermöglicht haben. 



   In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen die Fig.   l   eine solche Falle und die Fig. 2 und 3 Einzelheiten hiezu. Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei weitere Ausführungsbeispiele mit je einem Fanggefäss und die Fig. 6 und 7 zwei aus mehreren Fanggefässen zusammengesetzte Fallen. 



   Die Falle nach Fig. 1 besitzt als   Fanggefäss eine ausgebrannte Glühbirne J, deren Gewindesockef   durchbohrt und deren Glühdraht samt Traggestell entfernt wurde. Zum Aufhängen dient ein Draht-   körbchen     2,   das in Fig. 2 herausgezeichnet ist und aus einem dem   Gewindesockel 3   der Lampe angepassten, schraubenförmig gewundenen Draht besteht, dessen unteres Ende seitlich nach oben gebogen und   mit den anliegenden Drahtwindungen verlötet ist. Die oberen Drahtenden und 4'sind auseinander-   gebogen und hakenförmig gestaltet, so dass sie als Aufhängevorrichtung dienen können.

   In die ausgebohrte Öffnung 6, die den Insekten als Einlass dient, ist mit seinem oberen   hakenförmigen   Ende 7 ein Blechstück 8 (Fig. 3) eingehängt, das unten in scharfe Spitzen 9 endet, die den Insekten beim Versuche herauszufliegen die Flügel verletzen und so dazu beitragen, das Entkommen zu verhindern. Im   unteren   Teile des Gefässes ist eine   Köderflüssigkeit   10, z. B. je nach der Art der zu fangenden Insekten, altes Bier, Himbeersaft, gesäuerter Honig, mit Essig vermengte Fruchtsäfte od. dgl. so eingefüllt, dass der Spiegel etwa bis zum grössten Querschnitte des Gefässes reicht.

   Diese Flüssigkeit lockt durch ihren Geruch die Insekten an, diese gelangen durch die Öffnung 6 ins Innere und zur Flüssigkeit, können aber nicht mehr zurück, da die Öffnung für ein Herausfliegen zu klein ist, der Teil 8 überdies als Hindernis 

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 der   Koderflüssigkeit,   wobei die Insektenleichen selbst wieder als Köder oder zu andern Zwecken, z. B. zum Fischfang, verwendet werden können. 
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 können je nach dem gewünschten Farb- bzw. Leuchteffekt beispielsweise die   bekannten Mischungen   der stark geglühten Sulfide der alkalischen Erden und des Zinks, eventuell mit Radium-und bzw. oder Mesothoriumverbindungen und Spuren anderer Salze verwendet werden. Diese Leuchtfarbe ergibt 
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 Lichte zustreben, anzulocken.

   Die Farbtönung wird dabei den Eigenheiten der Insekten entsprechend gewählt. 



   Soll die Falle im Freien verwendet werden, so wird ferner   zweckmässig über   dem Gefäss ein Schirm oder Dach 12 angebracht, das beispielsweise einfach aus einer   Blechseheibe   oder auch aus Holz   odpr   Glas besteht und den Zweck hat, den Regen nicht in das Gefäss eintreten zu lassen, weil die Falle durch eine zu starke Verdünnung der   Köderflüssigkeit   und   Auffüllung   des Gefässes   unwirksam   würde.

   Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist in der Mitte des Schirmes 12 eine kleine Glasscheibe 1. 3 eingesetzt, die an der Unterseite mit einer Leuchtfarbe bestriehen ist, damit auch darüberfliegende Insekten durch die Leuchtkraft des Fensters angelockt werden. 
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 kegelförmigen Mantel 15 aus durchsichtigen Zellon versehen werden, der auf einer oder auf beiden Seiten mit einem ebenfalls durchsichtigen Insektenleim bestriehen ist. An diesem Schirm, der leicht auswechselbar angebracht ist, wird schon ein Teil der zufliegenden Insekten festgehalten und unschädlich gemacht, bevor sie sich noch entschliessen können, in das Innere des Gefässes zu kriechen. 



   Während Fig. 1 eine   Ausführung   zeigt, die vor allem zum Aufhängen bestimmt ist, zeigt die Fig. 4 eine andere Form, die sowohl zum Aufhängen als auch zum Aufstellen geeignet ist. Hier ist das Fanggefäss   1,   das im übrigen in ganz gleicher Weise ausgestattet ist, in einem laternenförmigen Gehäuse 20 angebracht, das sowohl aufgestellt, als auch mittels eines Bügels 21 aufgehängt werden kann. Die Seitenwände sind durch bis auf etwa 1/4 der Gesamthöhe herunterragendes Zellon 22 gebildet, das mit Insektenleim bestrichen ist. Auf der oberen   Abschlussfläche   ist ein Leuchtfenster   2. 3 und   am Boden innen ein Spiegel 24 angebracht, der die Aufgabe hat, das luminiszierende Licht nach oben   zurückzustrahlen   und so die Leuchtkraft zu erhöhen. 



   Bei dem   Ausführungsbeispiel   nach   Fig. 5   sind zwei ausgebrannte Glühlampen 27 und 28 verwendet, von denen die eine als Fanggefäss und die andere als   Leuchtkörper   dient, und zu diesem Zwecke innen mit einer Leuchtfarbe bestrichen ist. Die Verbindung zwischen den Lampen wird durch einen Doppeldrahtkorb   29   hergestellt, der aus zwei aus einem Stück Draht bestehenden Körbehen gemäss 
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Wenn die Falle nicht nur für eine einzige Art von Insekten wirksam sein soll, so ist es zweckmässig, mehrere Fanggefässe nach Fig. 1 oder Fig. 5 zu einer Einheit zusammenzubauen. In Fig. 6 ist eine solche zusammengesetzte Falle, bestehend aus fünf Einzelfallen nach   Fig. 1, dargestellt,   die alle an einem gemeinsamen Träger   35   aufgehängt sind.

   Jedes   Fanggefäss   kann dabei mit einem besonderen, eine bestimmte Insektenart   anlockenden Köder einerseits und   einer ebenfalls dieser Insektenart angepassten Leuchtfarbe anderseits versehen sein. In   ähnlicher   Weise können mehrere Fanggefässe nach Fig. 5 auf einem gemeinsamen Schwimmer 36 (Fig. 7) montiert und auf der   Wasseroberfläche   schwimmen gelassen werden. Solche schwimmende und leuchtende Insektenfallen können in manchen Fällen   gleichzeitig zum Fischen während   der Nacht verwendet werden, da auch Fische durch die Leuchtfarben angelockt werden und gleichzeitig die Insektenleiehen als Köder verwendbar sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten, dadurch gekennzeichnet, dass als Fanggerät ausgebrannte Glühlampen dienen, deren Sockel   durchbohrt   und der   Glühfaden     samt Traggestell ent-   fernt wurde, wobei die   Sockelbohrung   als verengte   Einlassöffnung,   der Glaskolben zur Aufnahme eines   Geruchlockmittels   und das Soekelgewinde zur Befestigung an einem Traggestell dient. 
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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3> unteres Ende gegebenenfalls unter Verlötung mit den anliegenden Drahtlagen an der Seite nach oben geführt und zusammen mit dem oberen Drahtende als Aufhängevorrichtung (4, 4') ausgebildet ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein oder mehrere in dem oberen Teil des Gefässes einragende, mit scharfkantigen Zacken versehene Blechteile (8) zur Verhinderung des Rückfluges der Insekten.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen auf der Innenseite des Lampenkolbens angebrachten Leuehtfarbenüberzug (11).
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein über der Einlass- öffnung angebrachtes Dach (12), z. B. aus Glas, Blech oder Holz, das vorzugsweise in der Mitte ein mit Leuchtfarbe bestrichenes Fensterchen (12) aufweist.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier aus ausgebrannten Glühlampen hergestellter Gefässe (27, 28), die aneinander mit zueinander gekehrten Gewindesockeln z. B. mittels aus einem Stück Draht (29) bestehenden Fassungen befestigt sind und von denen das untere zur Aufnahme der Köderflüssigkeit und das obere als Leuchtkörper dient, zu welchem Zwecke der Lampenkolben vorzugsweise an der Innenseite mit einem Leuehtfarbenüberzug versehen ist (Fig. 5).
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fanggerät auf einer Schwimmvorrichtung (31) aus Holz, Kork od. dgl. so montiert ist, dass das Ködergefäss sich zum grössten Teile unterhalb und der Leuchtkörper sich oberhalb des Wasserspiegels befindet.
    8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Einzelvorrichtungen dieser Art mit den Eigenheiten verschiedener Insekten individuell angepassten verschiedenen Leuchtfarben und verschiedenen Lockmitteln an einem gemeinsamen Träger (zum Aufhängen, Aufstellen, Schwimmen) angeordnet sind (Fig. 6,7). EMI3.1
AT156906D 1937-12-07 1937-12-07 Vorrichtung zum Fangen fliegender Insekten. AT156906B (de)

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