AT156595B - Verschluß für Zünder. - Google Patents

Verschluß für Zünder.

Info

Publication number
AT156595B
AT156595B AT156595DA AT156595B AT 156595 B AT156595 B AT 156595B AT 156595D A AT156595D A AT 156595DA AT 156595 B AT156595 B AT 156595B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
detonator
lock
lead
seal
plastics
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dynamit Nobel Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel Ag filed Critical Dynamit Nobel Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT156595B publication Critical patent/AT156595B/de

Links

Landscapes

  • Air Bags (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verschluss   fiir   Zünder. 



   Mit der Einführung der elektrischen Zündung tauchte auch das Problem auf, die   Zünder.   die normalerweise mit der Sprengkapsel verbunden waren, gegen Feuchtigkeit und andere Einflüsse abzuschliessen. Im Anfang nahm man dazu vorzugsweise Schwefel, der in geschmolzenem Zustand in die Zünderhülse hineingegossen wurde und auf diese Weise einen Abschluss bildete. Gleichzeitig hielt auch dieser Schwefelpfropfen die Zünderdrähte fest. Auch Gummi wurde für diesen Zweck vorgesehlagen, insbesondere wegen seiner Elastizität und Isolierfähigkeit. Die   Sehlagwetter   gefährdeten Gruben, stellten dann die Forderung auf, dass   unbrennbare   Vergussmassen für den Abschluss benutzt werden müssten.

   So kam es, dass man dem Schwefel indifferente Stoffe, wie   Talkum,   Asbest u. dgl. zumischt, und im weiteren Verlauf verwandte man auch Gips als Vergussmasse. Aber der mit indifferenten Stoffen gemischte Schwefel wie auch Gips haben noch Nachteile ; ersterer ist trotz der Zumischung beispielsweise von Talkum, Asbestpulver u. dgl. immer noch leicht in Brand zu setzen, 
 EMI1.1 
 unempfindlich macht. Gummi musste aber wegen seiner Brennbarkeit ausscheiden. 



   Im weiteren Verlauf der Entwicklung wurde neben chlorierten Kohlenwasserstoffen als   Verguss-   masse auch Metall, insbesondere Blei und seine Legierungen in Gestalt von Pfropfen für den Zünder-   verschluss   vorgesehlagen. Diese letztere   Versehlussart   blieb auch dann noch in der Hauptsache ge-   bräuchlich,   als die gaslos abbrennenden Zünder eingeführt wurden, weil sie völlig genügte, um dem noch auftretenden inneren Druck standzuhalten. Ein normaler Verschlusspfropfen, beispielsweise aus Blei, wiegt etwa 6 g, und es ist leicht auszurechnen, eine wie verhältnismässig grosse Menge dieses Metalls für den Zünderverschluss verbraucht wird.

   Ein weiterer Nachteil dieses Bleiverschlusses liegt darin, dass die Zünderdrähte an der   Durchführungsstelle   besonders gut isoliert werden   mussten,   um beim Anwürgen   Nebenschluss   zu vermeiden. Hiefür kam aber wiederum nur Gummi in Frage, der jedoch wieder den Nachteil der Brennbarkeit hatte. 



   Auf der Suche nach einem geeigneten Ersatzmittel wurde gefunden, dass sich elastische und gleichzeitig unbrennbare Kunststoffe in hervorragender Weise als Verschlussmaterial für Zünder eignen. 



  Als besonders gut haben sich hiefür beispielsweise Acetylcellulose mit geeigneten Weichmachern, dann aber auch Vinylprodukte oder Gemische aus solchen erwiesen. Diese Stoffe besitzen neben einer guten Isolierfähigkeit den Vorteil hoher Elastizität und   völliger Unbrennbarkeit.   Eine besondere Isolation der Zünderdrähte an der   Durchführungsstelle   ist bei Verwendung dieser Kunststoffe nicht mehr notwendig. Die Art der Anwürgung ist nicht mehr ausschlaggebend für den drucksicheren Abschluss, da diese Kunststoffe infolge ihrer Elastizität sich an die Wandung des Zünders fest anlegen, eingepresste Rillen usw. dicht ausfüllen und so einen hermetischen Abschluss bilden. 



   Die Vorteile dieses Zündverschlusses liegen auf der Hand. Die so hergestellten Zünder sind absolut gasdicht verschlossen und halten jedem auftretenden inneren und äusseren Druck stand. Abgesehen davon, dass wertvolles Material der deutschen Volkswirtschaft erhalten bleibt, erreicht man durch die beanspruchten Kunststoffe pro Zünder eine Gewichtsverminderung von   6lA2   g, die in erheblicher Frachtersparnis weiterhin zum Ausdruck kommt. Ferner ist auch eine Volumenverminderung erreicht, weil der bisher übliche Bleipfropfen mit übergreifendem Kragen hergestellt werden musste, um die Dichtigkeit überhaupt erreichen zu können. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verschluss für Zünder, gekennzeichnet durch die Verwendung elastischer und unbrennbarer Kunststoffe, beispielsweise Acetylcellulose mit geeigneten Weichmachern, Vinylprodukte oder Gemische aus solchen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT156595D 1937-04-22 1938-02-28 Verschluß für Zünder. AT156595B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE156595T 1937-04-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT156595B true AT156595B (de) 1939-07-25

Family

ID=29412730

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT156595D AT156595B (de) 1937-04-22 1938-02-28 Verschluß für Zünder.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT156595B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69403946T2 (de) Leistungskondensator
AT156595B (de) Verschluß für Zünder.
CH203958A (de) Verfahren zur Herstellung von Zündern.
EP0188653A2 (de) Durchführung für mindestens eine Leitung, wie Rohr, Kabel oder dergl. durch eine Wandöffnung
US1715977A (en) Safe filling
DE803645C (de) Schagwettersichere Sprengkapsel in Verbindung mit elektrischen Zuendern
DE2105096C3 (de) Verwendung einer Flammschutzmasse
DE964884C (de) Verfahren zur Isolierung von gekapselten elektrischen Geraeten, wie Transformatoren und Drosselspulen, mit einem mineralischen Isolierstoff
DE380827C (de) Zuendschnur
AT217604B (de) Feuerhemmendes Überzugsmittel
DE686304C (de) Verzoegerungssaetze
AT130941B (de) Verfahren zum Schützen der Enden von elektrischen Kabeln.
DE714683C (de) Heisspressmasse auf Grundlage von haertbaren Phenol-Aldehyd-Harzen
DE2051513B2 (de) Feuerschutzisolationsmasse für Stahlkonstruktionen
DE813137C (de) Schlagwettersichere Sprengkapseln in Verbindung mit elektrischen Zeitzuendern
DE29817658U1 (de) Brandschutz-Basismaterial, insbesondere in Pulverform, zur Bildung einer gieß- oder spachtelbaren Brandschutzmasse
AT149811B (de) Feuersichere Kabelfüllmasse.
AT154101B (de) Baukörper aus Holzfaserstoffen und Sorelzement.
AT167646B (de) Nicht detonierende Zündmassen, insbesondere für Zündschnüre od. dgl.
AT95705B (de) Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln.
DE1903347A1 (de) Hitzebestaendige Zusammensetzung
DE918153C (de) Ummantelung fuer isolierte elektrische Leitungen oder Kabel
AT208758B (de) Zündschnur
AT92706B (de) Initialzündsätze für Detonatoren, Sprengkapseln, Zündhütchen u. dgl.
DE517317C (de) Verfahren zur Aufspaltung und Verfluessigung von Kohle