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Einrichtung für Heberspü1vorrichtungen zur Spülung mit unterschiedlichen Wassermengen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, die ermöglicht, gebräuchliche Heberspülvorrichtungen in einfachster Weise derart umzugestalten, dass der Behälter nach Bedarf entweder teilweise oder ganz entleert werden kann. Gemäss der Erfindung besteht diese Einrichtung ausschliesslich aus einem, an den Heber angeschlossenen offenen Rohr oder Schlauch, dessen freies Ende so weit unter den höchsten Wasserspiegel im Behälter reicht, dass das Innere des Hebers nach Sinken des Wasserspiegels um eine gewisse Höhe mit der Aussenluft verbunden und so die Heberwirkung vorzeitig unterbrochen wird.
Es sind zwar schon Einrichtungen bekannt geworden, bei welchen das Innere des Hebers auch durch ein unter den Wasserspiegel reichendes Rohr (deutsche Patentschrift Nr. 566655, britische Patentschriften Nr. 426167 und Nr. 453683) zeitweise mit der Aussenluft verbunden werden kann, doch sind bei diesen Einrichtungen durchwegs besondere Steuermittel zum Öffnen und Schliessen der Verbindung vorgesehen, zu deren Betätigung zwei verschiedene Zugglieder oder andere mechanische Hilfsmittel erforderlich sind. Die Erfindung dagegen beruht auf der neuen Erkenntnis, dass ausser dem erwähnten Rohr od. dgl. kein wie immer geartete Mittel erforderlich ist, um eine Heberspülvorrichtung mit billigsten Mitteln und in kürzester Zeit in eine wassersparende Spülvorrichtung umzuwandeln.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand beispielsweise. Fig. 1 und 2 zeigen die gesamte Vorrichtung in Vorder-bzw. Seitenansicht, den Wasserbehälter im Schnitt ; Fig. 3 und 4 geben im Schnitt besondere Ausbildungen des erfindungsgemässen Rohres wieder.
An die Unterseite des Wasserbehälters F ist das Ablaufrohr B angeschlossen, dessen oberes Ende für gewöhnlich durch das Ventil D verschlossen ist. Das Ventil ist durch den Doppelhebel a mit der Zugkette B und dem Handgriff A verbunden. Unterhalb des Ventils ist an das Ablaufrohr B der Heber G angeschlossen, dessen oberer Teil den Wasserspiegel 1 des gefüllten Behälters in bekannter Weise überragt. Durch die Wand ssj dieses oberen Teiles des Hebers G ist das gekrümmte Rohrstück H durchgeführt, dessen freies Ende K unter den Wasserspiegel I reicht, wenn der Behälter F gefüllt ist.
Wird nun bei Betätigung der Spülvorrichtung der Handgriff A nur kurzzeitig abwärts gezogen,
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bunden wird.
Wird das Ventil D dagegen durch Ziehen am Handgriff. 1 so lange hochgehalten, bis der Wasserspiegel unter die Höhe 11 gesunken ist, dann fliesst der ganze Behälterinhalt unter Ausschaltung der Heberwirkung in kräftigem Strome unmittelbar durch das Rohr E ab.
Durch die Wirkung des die Behälterfüllung bewirkenden Schwimmerventils der Spülvorrichtung steigt der Wasserspiegel im Behälter F wieder auf die Höhe 1, so dass bei Betätigung der Vorrichtung die Heberwirkung in beiden Fällen wieder eintritt.
Die Menge des bei der Teilspülung abfliessenden Wassers hängt davon ab, wie tief das Rohr H unter den Höchstwasserspiegel1 reicht. Um diese Menge dem örtlichen Bedarf anzupassen, genügt es, das in die Wand GI eingeschraubte Rohr durch Verdrehen etwa gerade oder schräg zu stellen. Es kann aber auch in an sich bekannter Weise am unteren Rohrende ein Verlängerungsstück Bi vorgesehen sein, das auf einem Gewindestück Li des Rohres H verschraubbar (Fig. 4) oder verschiebbar ist. Auch genügt es, auf das Rohrende ein mehr oder weniger langes Schlauchstück aufzustecken und am Rohrende zu verschieben, um die Teilwassermenge zu verändern.
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Um zu verhindern, dass das plötzliche Einströmen der Luft starkes Geräusch verursacht, empfiehlt es sich, das Ende K des Rohres od. dgl. abzuschrägen (Fig. 3), wodurch ein grösserer Quer- schnitt erreicht wird. Die Anwendung eines zur Geräuschverminderung dienenden, am freien Ende schräg abgeschnittenen und verdrehbaren Iufteinlassrohres ist bei Heberspülvorrichtungen an sich bekannt.
Besonderen Vorteil bietet die erfindungsgemässe Einrichtung. weil sie, wie bereits erwähnt, mit einem Aufwand geringer Mittel ermöglicht, bestehende Spülvorrichtungen ohne weiteres umzubauen.
Es kann aber auch bei neu erzeugten Vorrichtungen der Heber mit dem Rohr durch Guss in einem
Stück hergestellt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung für Heberspülvorrichtungen zur Spülung mit unterschiedlichen Wassermengen, dadurch gekennzeichnet, dass an den Innenraum des Hebers (G) ein offenes Rohr (H) oder ein Schlauch angeschlossen ist, dessen freies Ende (K) unter den höchsten Wasserspiegel (1) im Spülbehälter (F) reicht, so dass die Heberwirkung selbsttätig unterbrochen wird, wenn das sinkende Wasserim Behälter (F) das Rohrende (K) freigibt.