AT155425B - Verfahren zur Sättigung von Druckluft bei pneumatischer Kraftübertragung. - Google Patents

Verfahren zur Sättigung von Druckluft bei pneumatischer Kraftübertragung.

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AT155425B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren   zur Sättigung von Drueiduft bei pneumatischer Kraftitubertragung.   
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 Luft enthält schon eine kleine   Menge natürlichen Wasserdampfes.   deren   Veränderungen jedoch im   Verhältnis zu den im Arbeitskreis vorgenommenen   reichlichen Wasser- oder Dampfzusätzen hinreichend   gering sind, um das   Endmischungsverhältnis   als praktisch beständig betrachten zu können. 



   Der erfindungsgemäss bevorzugte Zyklus weist zwei   Kompression'-stufen   auf, durch welche das Treibmittel auf den gewählten Endwert von Druck und Temperatur gebracht wird. Vor jeder dieser Verdichtungen wird eine bestimmte Wassermenge eingespritzt, wodurch die Temperatur herabgesetzt wird. Die eingespritzten Wassermengen sind entsprechend dem Wärmeinhalt des Treibmittels so eingestellt, dass sie restlos noch vor Eintritt in die Kompressionszylinder verdampft und von der Luft aufgenommen werden können. 



   Durch diesen Vorgang wird also vor den Verdichtungen eine Temperaturerniedrigung des Mittels erzielt, welche zur guten Wirkung der   Luftverdichter beiträgt   ; gleichzeitig wird die   Kompression-   wärme für die Verdampfung des eingespritzten Wassers nutzbar gemacht. 



   Der Zyklus mit zwei   Kompressionsstufeu   ist aber keine bindende Form, denn die   Kompression   kann auch einstufig oder in mehr als zwei Stufen erfolgen, wobei vor jeder derselben vorteilhaft Wasser zwecks Verdampfung eingespritzt wird. 



   Wie vorher angeführt, wird die Luft vorzugsweise am Anfange des Arbeitsvorganges auf eine 
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 treibenden Dieselmotors, wobei durch das Verhältnis zwischen Abgasmenge und der-zufolge der   Leistungsveränderungen   der Maschine auch in   veränderlicher Menge-angesogenen   Luft schon eine erste, natürliche Regelung der   Vorwärmung   vor sieh geht. 



   Da jedoch auch andere auf den oben angeführten   Wärmeaustausch   einwirkende   Faktoren   ver- änderlich sind, wie Temperatur und Menge der angesogenen Luft, sowie Temperatur und Menge der Abgase, so muss die angestrebte Beständigkeit der Temperatur der vorgewärmten Luft durch an sich bekannte thermostatische Einrichtungen genauer gesichert werden. 



   Als eine Lösung ist hiebei ein   Frischlufteinlass,   mit Regulierklappe oder Regulierventil versehen, 
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 luft-Einlassmenge durch den Thermostaten geregelt wird. Der Thermostat steht unter Beeinflussung der Temperatur der   Luftmischung   (aus der erwärmten und der zugesetzten   Frischluft), u. xw.   an einer
Stelle, an welcher sich die   Vermischung   dieser zwei Teilströme schon vollständig vollzogen hat. 



   Anstatt unmittelbar Aussenluft zu entnehmen, kann die zusätzliche Frischluft auch der durch die Kühler der Diesellokomotive hindurchstreichenden Luft entnommen werden. 



   Der Thermostat wirkt in dem Sinne, dass er die Regulierklappe öffnet und so einer grösseren Menge Frischluft Eintritt gestattet, wenn die Temperatur der Mischung zu steigen strebt. Durch den vermehrten Frischluftzusatz wird eine Senkung der Temperatur erzielt. 



   Nach einer andern Ausführungsform des Verfahrens wird durch den Thermostaten die Menge der durch den Luftvorwärmer streichenden Abgase verändert, wobei vermittels einer Regelklappe oder Regelventils ein Teil dieser Abgase gegebenenfalls unmittelbar in die Aussenluft abströmt, also ohne durch die   Wärmeaustauschvorrichtung   hindurchzustreichen. 



   Der Thermostat ist dann so angeordnet, dass er die Öffnung der Regelklappe des Freiauspuffes der Abgase öffnet, wenn die Temperatur der angewärmten Luft zu steigen strebt. 



   Natürlich können die beiden Arten zur Konstanthaltung der   Erwärmungstemperatur   der Luft auch gleichzeitig verwendet werden. 



   In gewissen Fällen, besonders wenn die Höhe   der Abgastemperatur sehr veränderlich   ist, kann die Lufterwärmung in einem durch die Abgase beheizten Wärmespeicher erfolgen, wodurch es möglich wird, die Luft auch während der Zeitabschnitte niedriger Auspufftemperatur auf eine hinreichende Temperatur zu erwärmen. 



   Auf welche Art immer die   Lufttemperatur   beständig gemacht sein mag, so erfolgt nach diesem Vorgang im Arbeitskreis die Einspritzung einer bestimmten Wassermenge, welche im bestimmten Verhältnis zur Luftmenge steht, da das eingespritzte Wasser durch den   Wärmeinhalt   der   vorgewärmten   Luft zur restlosen Verdampfung gebracht werden soll. Durch die Verdampfung sinkt die Lufttemperatur und da die   Luftvorwärmungstemperatur   konstant gehalten wurde und stets dieselbe Wassermenge pro Volumeneinheit der Luft eingespritzt wurde, so hat also auch die   Endtemperatur   stets denselben bestimmten, von den äusseren Bedingungen unabhängigen Wert. 



   In der ersten   Kompressionsstufe   wird   nun   die Mischung auf eine   gleichfalls eindeutig bestimmte   höhere, durch den Kompressionsgrad bedingte Temperatur gebracht. 



   Es erfolgt dann die zweite Wassereinspritzung, deren Menge wieder in festem Verhältnis zur Luftmenge steht, und die Verdampfung dieses Wasserzusatzes bringt die   Temperatur   wieder auf einen bestimmten Wert herab. 



   Durch die zweite Kompressionsstufe wird die Mischung dann dem Endzustande   zugeführt,   dessen Mischungsverhältnis, Druckund Temperatur auf Grund des   v0fangefÜhrten   gleichfalls bestimmte, von den äusseren Bedingungen unabhängige, beständige Werte annimmt. 



   Zahlenwerte für einen   beispielsweise für Diesellokomotivbetrieb   geeigneten Arbeitsprozesses werden weiter unten gegeben. 

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Mischungsverhältnis, Druck und Temperatur   (unabhängig von   den   Veränderungen   der Maschinen- belastungen oder der äusseren Zustände), erhält man einen regelrechten Gang der Anlage.

   Die Gesamtanlage zur Erzeugung der Mischung, d. h. die Gruppe Antriebsmotor und Kompressor, Vorwärmereinrichtung, Luftsättiger (Verdampfer des Einspritzwassers) und Wassereinspritzpumpen, arbeitet im vollkommenen Einklang, d.   h.   jeder Einzelteil wirkt immer unter gleichen   Verhältnissen,   die geeignet sind, eine Mischungsmenge mit bestimmtem   Mischungsverhältnis   und Temperatur zu liefern, die den jeweiligen Bedürfnissen der Arbeitszylinder entsprechen. 



   Von praktisch grosser Bedeutung ist auch, dass durch die   Vorwärmung   ein für den Wasserdampf aufnahmefähiger Anfangszustand geschaffen wird ; die Endmischung   kann   also verhältnismässig reich an Wasserdampf sein, während ohne Anwendung des Verfahrens, z. B. im Winterbetrieb mit sehr kalter Anfangsluft, nur viel geringere Dampfsättigungen der Luft und auch viel niedrigere Endtemperaturen vorhanden wären. Durch das Verfahren wird also nicht nur die Konstanz der Treibmittelcharakteristiken erreicht, sondern auch eine Beschaffenheit des Treibmittels, welche für die Kraft-   übertragung   besonders günstig ist. 



   Es ist natürlich auch möglich, den Endzustand der Mischung (insbesondere Temperatur und   Mischungsverhältnis)   nicht konstant zu halten. Durch das beschriebene Verfahren kann die Regelung   auch so erfolgen, dass Temperatur und Mischungsverhältnis als Funktion der Temperatur der zugeführten   Luft und der eingespritzten Wassermenge vorher festgelegt werden. 



   Wie beschrieben, wird vor den beiden   KrmpreEsionsstufen flüs8iges   Wasser eingespritzt, dessen Verdampfung die Temperatur der Mischung   herabsetzt,   aber es ist nach der Erfindung auch   möglich,   ausserdem noch Dampf zuzusetzen, der vorzugsweise, wenn auch nicht   ausschliesslich,   in einer durch die Abgase des Dieselmotors beheizten   Vorrichtung   erzeugt wird. 



   Im Falle der Verwendung auf Lokomotiven kann die erzeugte   Luft-Dampf-Mischung   auch zur Beheizung des Zuges benutzt werden. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung zur   Durchführung   des   Erfindung. s-   gegenstandes dargestellt. 



   In dieser Zeichnung stellt 1 den Dieselmotor, 2 den Lufvorwärmer und 3 den aus drei Zylindern (4 und   5   Niederdruckzylinder, 6 Hochdruckzylinder) bestehenden   Luftkompressor   dar,   während 7 die   von der Kompressorwelle angetriebenen Einspritzpumpen sind, welche das Wasser in die Sättigungskammern 8 und 9   befördern. 10   ist der Sammelbehälter für die Endmischung, welche von hier aus den Arbeitszylindern 19 zugeführt wird. 



   Nachstehend wird die Arbeitsweise der Einrichtung an Hand eines praktisch gewählten Arbeitskreises erläutert, die angeführten Zahlenwerte sind aber keinesfalls   beschränkend.   



   Die Aussenluft wird durch die Luftfilter 11 hindurch in den Vorwärmer 2 gesaugt, der durch die Abgase des Antriebsmotors 1 beheizt wird. Die Abgase werden durch das Rohr 12 zugeführt, sie haben gegen 400  C Temperatur und erwärmen die Luft auf   1200 C   oder mehr. 



   Wenn die aus der Heizvorrichtung 2 kommende Luft heisser ist als 120 , so wird eine gewisse Menge Frischluft zur Kühlung durch die Rohrleitung 13 zugeführt, gegebenenfalls vorher durch die 
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 Mischung nachher   1200 habe.   Die Regelung besorgt eine thermostatische Vorrichtung 15 jeder geeigneten an sich bekannten Art, welche der Temperatur der Mischung bei 16 ausgesetzt ist, also an einer Stelle, an der die Mischung schon ganz vollendet ist, nachdem vorgewärmte Luft und Frischluftzusatz zwecks vollständiger Durchmischung vorher die Prallwände 17 und den   Wirbler   (Rührer) 18 passiert haben. 



   Die auf 120   C erwärmte Luft gelangt dann in die   Vorsättigungskammer ,   in welche die Pumpe 7   feinzerstäubtes   Wasser verhältnisgleich zur Luftmenge einspritzten, u. zw. in unserem Beispiel etwa 3% des Luftgewichtes, wodurch die Temperatur nach erfolgter Verdampfung auf   45  C   herabgesetzt wird. 



   Die so mit Dampf geschwängerte Luft von 45 C wird in die Niederdruckzylinder 4 und 5 gesaugt und auf   4'7 Atm.   abs. komprimiert, wodurch die Temperatur wieder auf etwa   2100 C steigt.   



   Die Luft-Dampf-Mischung wird nach dieser ersten Kompression in die Sättigungskammer 9 geführt, in welcher durch die Verdampfung des von den Pumpen   eingespritztenWassers   die Temperatur erniedrigt und der Dampfgehalt erhöht wird. Im behandelten Beispiel werden weitere 5% Wasser eingespritzt und die Temperatur sinkt auf 100  C. 



   Die gesättigte Mischung von   4'7   Atm. abs. 100  C wird vom Hochdruckzylinder angesogen und dort auf 16 Atm. abs. komprimiert, wodurch die Temperatur auf etwa 230   C steigt. 



   Diese Luft-Dampf-Mischung mit 8%   Dampfgehalt zuzüglich   der anfänglichen   natürlichen   Luftfeuchtigkeit gelangt in den Sammelbehälter 10 und von dort aus zu den Arbeitszylindern 19. 



   Selbstverständlich kann die Einrichtung im einzelnen Veränderungen erfahren, z. B. kann, wie schon erwähnt, die Lufterwärmung durch thermostatische Veränderung der in die Heizvorrichtung 2 eingelassenen Auspuffgase geregelt werden und ein Teil des vcn den Pumpen 7 geforderten Wassers kann durch geeignete Erzeuger in Dampf verwandelt werden, bevor es zu den   Sättigungskammern     8   

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 und 9 gelangt.   Unverändert   bleibt aber   grundsätzlich   stets die vorgewählte Bestimmung des Endzustandes der Mischung durch Festlegung der Anfangszustände, der Verdichtungen und der Einspritzungen während des Arbeitsvorganges. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches als Treibmittel für   pneumatische     Kraftübertragung,   insbesondere für Motorlokomotiven, bei welchem ein durch die Antriebskraftmaschine, vorzugsweise Verbrennungs-oder Dieselmotor, betätigter Luftkompressor Druckluft er-   zeugt, welche im Laufe des Erzeugungsvorganges mit Wasserdampf angereichert wird, dadurch gekenn-   zeichnet, dass zur Erzielung eines von den   veränderlichen äusseren Bedingungen   und von den   Belastung, ;

   -   
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 und Endtemperatur. an einer Stelle des Prozesses, jedoch stets vor einer Kompressionsstufe, vermittels einer regelbaren Heizvorrichtung eine vorher festgelegte Temperatur und durch eine   anschliessende   Wassereinspritzung zwecks Verdampfung ein vorher festgelegter Dampfgehalt eingestellt werden und dass die gesamte, während des ganzen Prozesses zwecks Verdampfung in die verschiedenen   Sättigung-   kammern eingespritzte Wassermenge in einem ebenfalls vorher festgelegten unveränderlichen Verhältnis zur Luftmenge steht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei-oder mehrstufige Kompression, bei welcher die Heizvorrichtung zur Einstellung der vorher festgelegten Temperatur vor der ersten Stufe angeordnet ist, während auf diese Heizvorrichtung folgend und zwischen den andern Kompressionsstufen nur Wassereinspritzvorrichtungen mit zugehörigen Sättigungskammern angeordnet sind.
    3. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass an der Stelle des Prozesses, an welcher die Festlegung der Zustände erfolgt, die Luft noch keine Wassereinspritzung bekommt, aber durch eine Heizvorrichtung bereits auf eine bestimmte, vorher festgelegte Temperatur erwärmt wird.
    4. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung durch die Auspuffgase des den Luftkompressor antreibenden Verbrennungs-oder Dieselmotors beheizt wird. EMI4.2 dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Lufttemperatur der von der Heizvorrichtung kommenden erwärmten Luft eine der Aussenluft entnommene Luftmenge zugemischt wird, deren Menge durch einen Thermostaten an sich bekannter Art geregelt wird, welcher der Wärme der Mischung oberhalb (nach) der Zutrittstelle der Frischluft und nach Vermischung derselben ausgesetzt ist.
    6. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-GemiFches nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Lufttemperatur die in die Heizanlage tretende Auspuffgasmenge durch einen Thermostaten verändert wird, welcher der Wärme der aus der Heizvorrichtung tretenden Luft ausgesetzt ist.
    7. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches nach Anspruch l, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Heizvorrichtung ein von den Auspuffgasen erwärmter Wärmespeicher verwendet wird.
    8. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzpumpen, welche das zur Verdampfung in die besonderen Sättigungsbehälter einzuspritzende Wasser fördern, unmittelbar von der Kompressorwelle aus angetrieben werden.
    9. Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemisch auch Wasserdampf unmittelbar zugesetzt wird, der in besonderen, gegebenenfalls von den Auspuffgasen beheizten Dampferzeugern erzeugt wird.
AT155425D 1935-11-06 1936-05-04 Verfahren zur Sättigung von Druckluft bei pneumatischer Kraftübertragung. AT155425B (de)

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