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Anordnung zum Schutz von Motoren.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zum Schutz von Motoren mit Kurzschlusswieklung.
Gemäss der Erfindung werden zwei oder mehrere Wärmeauslöser am Umfang desjenigen Teiles der
Maschine, welcher nicht die Kurzschlusswicklung trägt, derart angebracht, dass sie durch die Strahlung der Kurzschlusswicklung erwärmt werden. Sobald die Wärmeauslöser eine bestimmte Temperatur erreichen, wird der Motor vom Netz abgetrennt. Man erreicht durch diese Anordnung u. a. auh dann einen sicheren Schutz des Motors, wenn z. B. der Motor mehrmals hintereinander angelassen wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für einen Synchronmotor dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Teil des Motors im Schnitt längs einer durch die Welle gehenden Ebene (Schnitt längs der Linie 1-1 in Fig. 2), Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie 11-11 von Fig. 1, Fig. 3 zeigt einen Wärmeauslöser, Fig. 4 ist ein Schnitt längs der Linie IV-IV von Fig. 3.
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wicklung (Kurzschlusswicklung) untergebracht ; ein Stab dieser Dämpferwicklung ist in der Fig. 1 dargestellt und mit 5 bezeichnet. Ein Ring 8 verbindet die Dämpferstäbe in üblicher Weise, so dass ein Käfig entsteht. Der Ring wird durch Verbindung der einzelnen Teile gebildet. Von der Feldwicklung 9 ist der Ring durch eine Isolationszwischenlage 10 getrennt. Die Ständerblechpakete 1 werden durch Endplatten 12 zusammengehalten.
Mit 14 sind Finger bezeichnet, die fast bis zum Ende der Zähne des Ständers reichen.
In Fig. 2 ist die Ständerwicklung für eine Nut etwas vergrössert dargestellt. Eine Stange 18, welche in einer Isolierhülse 19 eingeschlossen ist, liegt zwischen den beiden Wicklungen und wird durch Muttern gegen eine Isolierplatte 20 am unteren Ende der Ständerwicklung gepresst.
Eine dünne Platte aus Papier oder Glimmer 21, die an der entgegengesetzten Seite der Wicklungen 2 anliegt, ist durch eine Metallplatte 23 verstärkt, die eine Platte 26 aus Glimmer oder anderm Isoliermaterial trägt, auf welcher die Kontakte 28 des Wärmeauslösers angeordnet sind.
Die Form dieser Kontakte wird am besten ersichtlich aus den Fig. 3 und 4. Anschlussklemmen 29 führen von jedem Kontakt 28 durch die untere Isolierschicht 21 und sind in bekannter Weise von dem Metall 33 isoliert.
Eine Scheibe aus Bimetall 30 überbrückt die Kontakte 28, wenn die Scheibe kalt ist ; wird sie jedoch erhitzt, so schnappt sie in eine gegen die Platte 26 konkave Form um und unterbricht die Verbindung der Kontakte 28. Durch eine Mutter 32 und eine Unterlegseheibe 33 wird der Mittelpunkt der Scheibe 30 festgelegt. Durch die Schraube 35, welche in einem Stab 18 eingeschraubt ist, wird der Wärmeauslöser 31 gehalten und die Lage der Scheibe festgelegt. Die Kontakte sind an Leiter 37 angeschlossen. Diese Leiter werden durch eine Klemme 39 an den Endplatten befestigt.
Längs des Umfanges der Maschine sind zwei oder mehr solcher Wärmeauslöser verteilt. Sind nur zwei Wärmeauslöser vorhanden, so entspricht ihre Entfernung nicht einer Polteilung, so dass, wenn sich der eine Wärmeauslöser in der Nähe des Poles befindet, der andere einer Pollücke gegenübersteht.
Sind mehr als zwei Wärmeauslöser vorhanden, so sind sie in solchen Abständen verteilt, dass sich nicht alle gleichzeitig den Polen oder alle gleichzeitig den Pollücken gegenüber befinden. Dadurch wird erreicht, dass, in welchem Augenblick auch immer die Maschine still steht, sich stets ein Wärmeauslöser zwischen zwei Polen, ein anderer sich in der Nähe eines Poles befindet.
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Der Motorschutz gemäss der Erfindung ist insbesondere für den Fall bestimmt, dass die Belastung nicht so hoch ist, dass die im Motorstromkreis vorhandenen Überstromrelais ansprechen, dass jedoch die Belastung genügt, um den Motor ausser Tritt zu werfen, wobei die Dämpferwicklung stark erwärmt wird. Auch wenn die Stäbe der Dämpferwicklung rotieren, so sind doch stets einige von ihnen in grosser Nähe der Wärmeauslöser 31. Dabei wird die Scheibe 30 erwärmt, schnappt bei Erreichen einer bestimmten Temperatur um und öffnet die Kontakte im Stromkreis der Einschaltspule des Motorhauptschalters. Eine solche Ausschaltung tritt auch dann ein, wenn der Motor häufig hintereinander angelassen wird oder wenn durch irgendeinen Zufall sein Schlupf gross wird.
Auch in diesen Fällen wird die Dämpferwicklung zu stark erwärmt und der Motor durch die Wärmeauslöser geschützt.
Durch die Glimmerscheibe 21 wird der Wärmeauslöser gegen die von der Ständerwicklung 2 ausstrahlende Wärme abgeschirmt. Bei richtiger Anordnung hat diese Wicklung wenig Einfluss auf den Wärmeauslöser und dessen Temperatur ist im wesentlichen durch die Wärmeausstrahlung von den Stäben 5 und dem Ring 8. abhängig. Ausserdem sind die Wärmeauslöser auch von den andern Wicklungen und vom Eisen des Motors weiter entfernt als von den Dämpferstäben. Dadurch und durch die früher besprochen Austeilung der Wärmeauslöser wird erreicht, dass von diesen immer einer erwärmt wird, wenn die Dämpferwicklung zu heiss wird, u. zw. unabhängig von der Temperatur der übrigen Maschinenteile.