<Desc/Clms Page number 1>
Bildwerferschirm mit Poren für Tonfilmzwecke.
Es sind bereits Bildwerferschirme bekaullt, In deren glattem Stoff Poren zum Tondurchlass eingewirkt sind. Anderseits hat man auch schon porenlose Bildwerferschirme mit einer Strukturoberfläche, d. h. mit einer durch erhabene Vielecke abgeteilten Fläche, versehen, die sich in optischer Hinsicht günstig auswirkt. Auch ist es nicht mehr neu, bei der Herstellung von Bildwerferschirmen zwei Stoffschichten übereinander anzuordnen.
Weiterhin hat man bereits für die Fertigung tondurchlässiger Bildwerferschirme vorgeschlagen, auf einem gewachsten Gewebe Farb- oder Lacktröpfchen durch Aufspritzen in ungleichmässiger, die Gewebeporen zum Teil frei lassender Verteilung aufzutragen und an diesen Tröpfchen kleine Glasperlen zum Anhaften zu bringen, wodurch auf dem einschichtigen Gewebe durch die von den Tröpfchen und den daran klebenden Glasteilchen gebildeten Erhöhungen eine Art von Struktur entsteht, deren Zellen, soweit solche durch zufällig ringförmig nebeneinander
EMI1.1
ungleichförmig auf dem Gewebe verteilt sind, so dass von einer wirklichen Strukturoberfläche nicht gesprochen werden kann.
Erfindungsgemäss wird ein für Tonfilmzwecke vorteilhafter Bildwerferschirm mit Poren dadurch geschaffen, dass ein strukturbildendes Maschengewebe vor einer hinteren, mit den Poren versehenen
EMI1.2
gestalteten und gleichmässig verteilten Zellen auf dem hinteren, enger porigen Gewebe, und die freigelassenen Poren des hinteren Gewebes sind ebenfalls gleichmässig über die ganze Schirnrfläche verteilt.
EMI1.3
Schalldurchgang durch den Schirm auf dessen Gesamtfläche dadurch günstiger gestaltet, dass jedes der diese Fläche ausfüllenden Strukturfelder als kleiner Schalltrichter wirkt, der die durch die Schirmporen gehenden Tonwellen verstärkt und gleichmässig verteilt.
Gleichzeitig ist die Überlegenheit der Strukturfläche gegenüber dem glatten Schirm in optischer Hinsicht durch die Poren des Strukturgrundes in keiner Weise beeinträchtigt.
Werden Glas-oder Kristallteilchen auf einen erfindungsgemäss ausgebildeten Bildwerferschirm aufgebracht, so wird ihre gleichmässige Verteilung über die Schirmfläche dadurch erleichtert, dass sie
EMI1.4
günstige Tondurchlässigkeit des Schirms zu wahren, werden die Kristallteilchen nach der Erfindung lediglich auf dem vorderen strukturbildenden Maschengewebe und in den von den Maschen dieses Gewebes sowie der hinteren Stoffbahn gebildeten Trichtern unter Freilassung der Poren der hinteren Stoffbahn etwa in der Mitte der einzelnen Strukturfelder vorgesehen.
Dies kann durch eine geeignete Art des Aufspritzens des für die Befestigung der Kristallteilchen auf dem Bildschirm dienenden Klebemittels und damit der Kristallteilchen auf der Schirmoberfläche erreicht werden, indem die das Klebemittel auftragende Spritzvorrichtung derart geneigt zu dem Schirm an diesem vorbeigeführt wird, dass der in der Mitte der einzelnen Strukturfelder liegende Teil der hinteren Stoffbahn in der Spritzrichtung durch die Fäden des strukturbildenden Maschengewebe gegen die Spritzflüssigkeit abgedeckt ist, so dass er auch von den Kristallteilchen praktisch frei bleibt.
Es wird auf diese Weise ein Bildwerferschirm geschaffen, bei dem die Kristallteilchen in den einzelnen Strukturzellen ungefähr auf einer nach dem porösen Unterstoff hin ausgebauchten Fläche eingelagert sind und so in jeder Zelle eine Art von Hohlspiegel bilden. Dies erhöht die Seitenstreuung des vom Schirm zurückgeworfenen Lichtes und ergibt ein diffuses, das Bild weichmachendes Licht sowie eine Aufhellung auch der sonst dunkler bleibenden Ecken des Bildschirmes und damit ein praktisch gleichmässig helles Bild. Das starke Rückstrahlungsvermögen macht diesen Bildwerfersehirm auch für den Farbenfilm besonders geeignet.
Da die Kristallteilchen in jeder Zelle eine für den Tondurchgang genügende Zahl von Gewebeporen offen lassen, ist auch eine wirksame, über den ganzen Schirm sich
EMI1.5
der Kristallteilchen auf dem Schirm auch beim Biegen, Rollen und Falten der Schirmbahn erreicht.
Zweckmässig ist es, für die Herstellung des Schirms einen gewirkten Stoff zu verwenden, da hiedurch die Anfertigung des Schirms ohne Naht in einer Breite möglich wird, die bisher bei Verwendung gewebter Stoffe nicht erreichbar ist. Der poröse Unterstoff wird mit dem strukturbildenden Oberstoff
EMI1.6
samkeit, Faltbarkeit und Einrollbarkeit der zweischichtigen Schirmbahn durch das den Ober-und den Unterstoff verbindende Mittel nicht zu beeinträchtigen. Insbesondere kommt hiefür Gummilösung in Frage. Als Oberstoff kann ein Gewebe mit regelmässig eingewebten Öffnungen, z. B. ein Florentinertüll
EMI1.7
Die Zeichnung veranschaulicht einen porösen Bildwerferschirm nach der Erfindung beispielsweise in einer Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht und Fig. 2 einen Querschnitt in vergrössertem Massstabe.
<Desc/Clms Page number 2>
Der Bildschirm besteht aus dem porösen Unterstoff 1 und dem strukturbildenden Oberstoff 2.
Der Unterstoff 1 besteht aus einem porösen Gewebe von verhältnismässig enger Maschenweite, während der Oberstoff 2 ein Gewebe mit honigwabenförmiger Maschenstruktur ist. Der Unterstoff 1 und der
Oberstoff 2. sind miteinander durch Verkleben, z. B. mittels Gummilösung oder durch Vernähen, verbunden. Der so gebildete doppelsehiehtige Bildschirm ist mit Kristallteilchen 3 besetzt, welche flach- kugelige Form besitzen, indem sie z. B. ähnlich einfach oder doppelt konvexen oder konkaven Linsen gestaltet sind. Diese lichtbrechenden oder lichtreflektierenden Teilchen 3 können aus Metall-oder
EMI2.1
Metallperlen bestehen.
Die Kristallteilehen 3 sind auf dem Bildschirm 1, 2 dadurch aufgebracht, dass sie in eine z. B. aus einem durchsichtigen Harzlack bestehende Klebestoffsehicht 4 eingebettet sind, die mittels einer zur Schirmfläche geneigten Spritzpistole aufgetragen ist, so dass sie die in der Mitte der einzelnen Struktur- felder des Oberstoffes 2 liegenden Poren l'des Unterstoffes 1 im wesentlichen frei lässt. Demgemäss sind die durch diese Klebstoffschicht 4 mit dem Bildschirm 1, 2 verbundenen Kristallteilchen 3 nur auf dem strukturbildenden Maschengewebe 2 und in dem von den z.
B. sechseckigen Maschen dieses
Gewebes 2 und dem Unterstoff 1 gebildeten Trichtern eingelagert und lassen die Poren l'deys Unter- stoffes etwa in der Mitte der einzelnen Strukturfelder frei. Sie liegen um diese Poren auf einer nach dem Unterstoff 1 hingewölbten Fläche und bilden so gewissermassen winzige Schalltrichter für die aus diesen Poren kommenden Tonwellen und gleichzeitig eine Art von kleinen Hohlspiegeln für die auftreffenden Lichtstrahlen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bildwerferschirm mit Poren für Tonfilmzweeke, dadurch gekennzeichnet, dass ein struktur- bildendes Maschengewebe vor einer hinteren, mit den Poren versehenen Schirmbahn derart angeordnet ist, dass in seine einzelnen Strukturfelder je eine oder mehrere der Poren münden.