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Verfahren zur drahtlosen Signalisierung auf Motor-Luftfahrzeugen.
Beim drahtlosen Empfang in Luftfahrzeugen, die durch Luftschrauben angetrieben werden, macht sich insbesondere bei kürzeren Wellen eine durch die Luftschrauben erzeugte Frequenz unangenehm bemerkbar. Durch die rasche Umdrehung der zwei-oder mehrflugeligen Luftschraube entsteht nämlich ein wechselndes periodisches Abschirmen des hochfrequenten Feldes. Die einfallende Hochfrequenz wird hiedurch im Rhythmus der umlaufenden Luftschraube moduliert und zusätzlichen Amplitudenschwankungen unterworfen. Besonders unangenehm wirkt sich die störende Frequenz aus, wenn in dem Luftfahrzeug eine Richtungsbestimmung bewirkt werden soll, z. B. Zeichen einer Funkbake empfangen werden, die dort abwechselnd in verschiedenen Richtungen durch das bekannte Tasten erzeugt werden, um sich zu einem Kombinationszeichen zu ergänzen, nach welchem der Pilot sich richten kann.
Auch bei anderen Methoden, die z. B. in periodischem, empfangsseitigem Zusatz einer gerichteten Komponente zu einer ungerichteten Komponente bestehen, ergeben sich Störungen durch diese Frequenz. In jedem Fall kann die Anzeigevorrichtung durch die Luftschraubenfrequenz betätigt werden, ohne dass die zur Richtungsbestimmung dienende Peilanordnung im Betrieb ist. Besonders stark sind die Störungen, wenn mit einem zwischenfrequenten Träger gearbeitet wird, da dann dieser moduliert wird und die Störung auch in den Tastpausen auftritt.
Die Erfindung beseitigt diese Störungen dadurch, dass die Tastfrequenz grösser gemacht wird als die durch eine Luftschraube entstehende Frequenz. Dies kann je nach der Art des angewendeten Verfahrens senderseitig oder empfäugerseitig geschehen. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Luftschraubenfrequenz empfängerseitig durch eine Siebanordnung unterdrückt wird.
Die Erfindung ist im folgenden an einem Beispiel erläutert.
Fig. 1 zeigt eine einfallende Hochfrequenzwelle, die mit der Luftschraubenfrequenz moduliert ist. Fig. 2 ist das Schaltbild eines Ausführungsbeispiels der Erfindung. Fig. 3 zeigt die Kennlinie einer Siebanordnung, die einen Teil der Einrichtung nach Fig. 2 bildet.
Die Luftschraubenfrequenz liegt bei den Verkehrsmaschinen ungefähr zwischen 50 und 75 Hz.
Der Erfindung gemäss wird die Tastfrequenz der drahtlosen Signale bzw. Peilzeiehen, die zur Zeit etwa 18 Hz beträgt, so weit erhöht, dass sie über der Luftschraubenfrequenz liegt, während die Frequenz der erwähnten Siebanordnung zwischen Tastfrequenz und maximaler Luftschraubenfrequenz liegt.
In Fig. 2, in welcher ein Beispiel der neuen Anordnung gezeigt ist, bedeutet D die Empfangsantenne, z. B. einen Dipol, E den Empfänger, der irgendwie beliebig ausgebildet sein und auch das bekannte Umtasten bewirken kann, K die der Erfindung gemäss angewendete Siebanordnung, z. B. eine Kondensatorkette, A die Anzeigevorrichtung, die entweder eine Registriervorrichtung oder eine optische oder akustische Einrichtung ist.
In Fig. 3 ist der Scheinwiderstand R der Kette K über der Kreisfrequenz 0) aufgetragen. Die Grenzfrequenz 0)'ist so gewählt, dass oberhalb dieser Frequenz die Tastfrequenz liegt, was durch den Pfeil T angedeutet ist, und unterhalb der Grenzfrequenz die Luftschraubenfrequenz liegt, wie der Pfeil P andeutet. Die wirkliche Kurve der Siebanordnung K ist mit k bezeichnet und hat ungefähr die angedeutete Form.
Durch die neue Anordnung ist die Einwirkung der durch die Luftschraube bewirkten zusätzlichen Modulation der einfallenden Hochfrequenzwelle vollständig ausgeschaltet. Selbstverständlich muss, wenn die Luftschraubenfrequenz eine andere als die beispielsweise angegebene ist, z. B. höher liegt, die Grenzfrequenz und die Tastfrequenz entsprechend-gewählt werden.
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Gemäss den jeweiligen Anforderungen kann statt der Kondensatorkette K jeder andere Vierpol angeordnet werden, der geeignet ist, die Aufgabe, die von den jeweiligen Umständen abhängt, zu lösen.
Die neue Anordnung ist in allen Fällen des drahtlosen Empfanges verwendbar, in denen sich eine Luftschraube störend bemerkbar macht, so bei allen Peilverfahren, aber auch beim drahtlosen
Empfang von Nachrichten, falls dieser durch die Propellerwirkung beeinträchtigt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur drahtlosen Signalisierung auf Motor-Luftfahrzeugen, insbesondere für Peil- zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Tastfrequenz des Senders bzw. Empfängers über der durch die Luftschrauben erzeugten Frequenz liegt.