AT153160B - Verfahren zur Herstellung von Kupferüberzügen auf Glas, Porzellan, Marmor, Glimmer, Eisen, Aluminium usw. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kupferüberzügen auf Glas, Porzellan, Marmor, Glimmer, Eisen, Aluminium usw.

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AT153160B
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Walter Dr Ing Wagner
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Walter Dr Ing Wagner
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Description


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  Verfahren zur Herstellung von Kupferüberzügen auf Glas, Porzellan, Marmor, Glimmer, Eisen,
Aluminium usw. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verkupferung, das auf Glas, Porzellan, Metall usw. festhaftende Überzüge liefert. Es unterscheidet sich von den bisher bekannten, nach- stehend erwähnten Verfahren dadurch, dass ein Weg eingeschlagen wird, der verschiedene technische
Vorteile bietet. 



   Bisher wurde die Aufgabe, Kupfer auf Glas usw. abzuscheiden, auf folgende Weise zu lösen versucht :
1. Auf chemischem Wege durch Verwendung von Lösungen. Die Verkupferung bereitet dabei grössere Schwierigkeiten als etwa die Verspiegelung mit Silber. Volmer (D. R. P. Nr. 398108, englisches Patent Nr. 157379) schlägt z. B. vor : Zunächst einen Überzug eines andern Metalles, z. B. Silber aufzubringen, ferner das Glas vorher mit Flusssäure anzuätzen (D. R. P. Nr. 412322 als Zusatz zu 398108). 



  Volmer und die Auer-Gesellschaft (D. R. P. Nr. 390145) verwenden organische Kupfer-Alkali-Komplexsalze, die noch einen ganz bestimmten Alkalisalzzusatz erhalten und mit Formaldehyd oder Phenylhydrazin reduziert werden. (Schon früher D. R. P. Nr. 124710 wurde ein Verfahren geschützt, das sich einer alkalischen Kupferlösung mit Zusätzen von   Zinkehlorid   und Goldchlorid oder   Platinchlorid     in Verbindung mit geeigneten Reduktionsmitteln bedient. ) Die Verwendung von Phenylhydrazin an   sich war bereits von Chattaway 1908 angegeben worden. Andere Erfinder ersetzten das Phenylhydrazin durch Hydrazinhydrat, so z. B. 1. D. Smith (englisches Patent Nr. 152835), der eine recht   umständliche   Vorschrift zur Bereitung einer geeigneten Verkupferungsflüssigkeit angibt. Bamberger und Schweizer wurde im D. R.

   P. Nr. 420469 eine bestimmte Alkalität und Gegenwart von suspendiertem Kupferhydroxydul geschützt. 



   2. Durch Erhitzen einer Kupferformiatschichte, die auf dem zu verkupfernden Gegenstand in geeigneter Weise aufgebracht wird unter Ausschluss jeglicher oxydierender Atmosphäre (M. Enderli, D. R. P. Nr. 318402). 



   3. Durch Einbrennen gewisser Kupferverbindungen enthaltender Mischungen, z. B. von Borsäure, Wismut- und Bleiverbindungen gemeinsam mit organisehen Kupferverbindungen bei 330 bis 470  (E. R. Eichler, D. R. P. Nr. 401737). 



   4. Durch Herstellen eines   Hilfsüberzuges,   der dann galvanisch verkupfert werden kann, z. B. wird ein Brei von Lavendelöl und   Platinchlorid   aufgetragen, der beim Erhitzen einen dünnen Platinbelag gibt. Einige Verfahren bedienen sich auch eines Graphitüberzuges, der in verschiedener Weise, z. B. auch durch Einbrennen, erhalten wird. 



   Einzelne der genannten Verfahren erfordern eine umständliche Bereitung der Verkupferungsflüssigkeit (englisches Patent Nr. 152835) oder die genaue Einhaltung einer bestimmten Zusammensetzung (D. R. P. Nr. 420469). 



   Andere Verfahren gestalten sich durch die Notwendigkeit, Edelmetallsalze mitzuverwenden (D. R. P. Nr. 124710, D. R. P. Nr. 198308) kostspielig. 



   In andern Fällen muss das zu verkupfernde Glas durch Anätzen mit Flusssäure oder Aufrauhen mit dem   Sandstrahl   vorbereitet werden. 



   Das vorliegende Verfahren erfordert im Gegensatz dazu weder eine chemische noch eine mechanische Vorbehandlung des zu verkupfernden Glases oder Porzellans, noch einen leitenden Hilfs- überzug, noch die Verwendung von Edelmetallsalzen, ferner fällt der Übelstand weg, eine oder mehrere Lösungen mit genau einzuhaltender Konzentration der Bestandteile, die analytisch kontrolliert werden 

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 muss, zu verwenden. Es besteht darin, auf der zu verkupfernden Fläche Kupferwasserstoffpulver in geeigneter Form aufzutragen und durch Erhitzen in reduzierender oder inerter Atmosphäre in Kupfer umzuwandeln. Die so hergestellten   Kupferüberzügss   haften   ausserordentlich   fest.

   Der zur Ausführung des Verfahrens benötigte Kupferwasserstoff wird zweckmässig in bekannter Weise durch Reduktion von Kupfersalzlösung mit unterphosphoriger Säure hergestellt. Er entspricht nach Hüttig   (1926)   der Zusammensetzung CuH, ist also eine chemisch wohldefinierte Verbindung. 



   Zweckmässig verwendet man den noch feuchten   Kupferwasserstoffniederschlag,   den man in Wasser oder organischen Flüssigkeiten verteilt und den man in gleichmässiger Schicht auf der zu verkupfernden Fläche aufträgt. Nachdem der Überzug an der Luft getrocknet ist, kann seine Zersetzung durch Erwärmen auf z. B.   2500 in   Wasserstoff, Leuchtgas oder inerter Atmosphäre vorgenommen werden. Durch Wiederholung des Verfahrens lassen sich die Schichten beliebig verstärken. Sie haften so fest, dass sie ohne-weiteres der mit dem Polieren verbundenen mechanischen Beanspruchung standzuhalten vermögen. Man kann ihnen daher durch Polieren Hochglanz erteilen. Das galvanische Überziehen der Kupferschichten mit andern Metallen kann in bekannter Art   durchgeführt   werden und bereitet keinerlei Schwierigkeiten.

   Ebenso lässt sich der Kupferbelag nach den bekannten Methoden der Metallfärbung verzieren. 



   In ähnlicher Weise wie Glas, Porzellan, Marmor usw. lassen sich auch Metalle, z. B. Eisen und Aluminium, festhaftend verkupfern. 



   Es ist nicht beabsichtigt, das Verfahren auf die Verkupferung der   ausdrücklich   genannten nichtmetallischen und metallischen Werkstoffe zu beschränken. 



   Im folgenden sollen einige Anwendungsbeispiele gegeben werden :
1. Verkupfern von   Hochspannungsisolatoren.   



   2. Verkupfern von   Gebrauchsgeschirr,   z. B. Porzellantassen, die   nachträglich   in beliebiger Stärke galvanisch vernickelt oder versilbert werden können, sogenanntes Elektroporzellan. 



   3. Herstellung von Inschriften oder Verzierungen auf Glas-oder Porzellangegenständen (z. B. 



  Vasen, Tassen, Kannen). 



   4. Verkupfern von Kohlenelektroden oder von Aluminiumteilen zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes. 



   5. Herstellung dünner Kupfersehichten auf einem nichtmetallischen Träger, die für katalytisehe Zwecke geeignet erscheinen, allenfalls auch noch mit einem andern katalytisch-wirksamen Metall überzogen werden können. 



     Eine Beschränkung   auf die genannten Beispiele ist nicht beabsichtigt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Kupferüberzügen auf Glas, Porzellan, Marmor, Glimmer, Eisen, Aluminium usw., dadurch gekennzeichnet, dass man auf der zu verkupfernden Oberfläche Kupferwasserstoff aufträgt und durch Erhitzen in reduzierender oder inerter Atmosphäre zersetzt, wobei das entstehende Kupfer sich mit der Unterlage fest verbindet.
AT153160D 1937-06-24 1937-06-24 Verfahren zur Herstellung von Kupferüberzügen auf Glas, Porzellan, Marmor, Glimmer, Eisen, Aluminium usw. AT153160B (de)

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