AT152048B - Verfahren und Anlage zur Verfeuerung, insbesondere feuchten Rohstaubes. - Google Patents

Verfahren und Anlage zur Verfeuerung, insbesondere feuchten Rohstaubes.

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AT152048B
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  Verfahren und Anlage zur Verfeuerung, insbesondere feuchten Rohstaubes. 



   Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, Rohstaub, also Kohlenstaub mit einem verhältnismässig grossen Prozentsatz an körnigen Bestandteilen und einer   verhältnismässig   grossen   Feuchtig-   keit (bis zu   50%),   derart in die Brennkammer einzuführen, dass erstens eine einwandfreie und sichere Aufgabe erfolgt und zweitens eine gute und schnelle   Verbrennung   erzielt werden kann. 



   Die bisherigen Vorschläge zur   Verbrennung von Rohstaub haben nicht   befriedigt. Der Grund dafür ist insbesondere darin zu sehen, dass sich der Robstaub wegen seiner Feuchtigkeit an den Wandungen der Rohrleitungen leicht ansetzt. Infolgedessen traten oft in den Förderleitungen und insbesondere in den Brennern   Verstopfungen   auf. Man sah sich daher   gezwungen,   auf die für die schnelle und gute Verbrennung von feinem   Kohlenstaub   entwickelten   Brennerformen   zu verzichten und den Rohstaub durch einfache runde, im Querschnitt sehr weite Rohre in die Brennkammer einzuführen. 



  Dass bei einer solchen   Einführung   der   Brennweg     ausserordentlich lang und die Verbrennung schlecht   wird, liegt auf der Hand. 



   Diese Schwierigkeiten werden   vermieden   und eine   der Kohlenstaubfeuerung gegenüber nicht   zurückstehende Verbrennung des   Rohstaubes wird dadurch erzielt,   dass   erfindungsgemäss der   von 
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 Grobkorn auf einem Rost, dagegen das Feinkorn in der Schwebe verbrannt wird. 



   Durch das   Schleuderrad   wird eine innige Durchwirbelung des Rohstaubes mit den warmen Gasen bewirkt, so dass sich eine   Steigerung der Fliessfähigkeit des Rohstaubes ergibt. Neben   der   kon-     tinuierlichen   und einwandfreien Aufgabe, die durch das Schleuderrad sichergestellt wird, ist es jetzt möglich, den Rohstaub durch Brenner in die   Brennkammer   einzuführen, die geeignet sind innerhalb der   Brennkammer   eine straffe Trennung des Brennstoffes in Grobkorn und Feinkorn herbeizuführen. 



  Damit ist eine schnelle   Verbrennung   des Feinkorns in der Schwebe und ein sicherer Ausbrand des Grobkorns auf dem   Rost gewährleistet. Hinzu kommt,   dass durch die   Sehleudervorrichtung   auch eine gewisse   Nachzerkleinerung   des Rohstaubes erfolgt ; insbesondere werden die meist vorhandenen   Staubzusammenbaimngen aufgelost.   



   In den Zeichnungen sind erfindungsgemäss ausgebildete Anlagen und weitere Verbesserungen der Erfindung beispielsweise dargestellt. Dabei zeigt die Fig. l einen Längsschnitt durch die   Feuerungs-   anlage und die Fig. 2 einen Querschnitt in zwei   verschiedenen Ausführungsformen.   Die   Fig. 8   zeigt gleichfalls einen Querschnitt durch die   Feuerung, wobei   die   Einführung   des Brennstoffes durch Wirbelbrenner erfolgt. Die Fig. 4 stellt einen Längsschnitt einer   ändern     Ausführungsform   dar. 



   Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, wird der Dampfkessel 1 durch Rauchgase beheizt, die der Ver- 
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 Schleuderrad saugt neben dem Rohstaub gleichzeitig heisse Gase   aus dem Feuerraum durch   die Öffnung   5   an und fördert das Gemisch ans   Rohstaub und Gasen durch die   L ?   stung   6 zu dem Brenner 7. 



  Durch die innige   Durchmischung     des Rohstaubes mit   den   heissen Gasen ejfolgt eine sehr   intensive 

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Trocknung des Brennstoffes. Wenn   erwünscht,   kann natürlich die Anordnung auch so getroffen sein, dass das Schleuderrad durch den Kanal 8 vorgewärmte Luft ansaugt oder sowohl durch den Kanal 5 als auch durch den Kanal 8 ein Gemisch aus Luft und Rauchgasen. 



   Handelt es sich um Feuerungen grosser Leistung, dann empfiehlt es sich, mehrere Schleuderaufgabevorrichtungen nebeneinander vorzusehen, wobei entweder die Anordnung so getroffen sein kann, dass jede Sehleuderaufgabevorrichtung auf einen besonderen Brenner geschaltet ist. oder dass eine Schleuderaufgabevorrichtung mehrere Brenner mit Brennstoff versorgt. 



   Innerhalb der Brennkammer erfolgt eine Trennung des aufgegebenen Rohstaubes derart, dass die feineren Teilchen in der Schwebe verbrennen, wogegen die gröberen Teilchen auf einen am Boden der Brennkammer vorgesehenen Nachbrennrost fallen und dort zu Ende brennen können. 



   Wie die Fig. 2 wiedergibt, ist zur Begünstigung des Nachbrennens der sich aus der Staubflamme ausscheidende schwereren Bestandteile der Feuerraumboden quer zur Längsrichtung der Brennkammer in mehrere Zonen derart aufgeteilt, dass nach einer an die Brennkammerwände 9 und 10 sich anschliessenden vollwandigen Zone 11 eine Zone 12 kommt, die düsenartige Durchbrechungen besitzt. 



  An diesen Düsenrost schliesst sich dann die zentrale Schlackenaustragvorrichtung an. Dadurch, dass nur ein Teil des Bodens mit Zuführungsöffnungen für die Luft versehen ist, ergibt sich die Möglichkeit, die für die Nachverbrennung erforderliche Luftmenge in günstigen Grenzen zu halten. Zur Säuberung des vollwandige Teils 11 des Feuerraumbodens können Russbläser unterhalb der Seitenwände eingebaut sein. Bei der Ausführungsform nach der Fig. 3 hat ein steiler Feuerraumtrichter Anwendung gefunden, der unten durch den Naehbrennrost 1. 3 abgeschlossen ist. 



   Zur Trennung der schwereren Bestandteile von den leichteren Teilchen wird in Weiterausbildung der Erfindung vorgeschlagen, den Rohstaub so einzuführen, dass sich eine Prallwirkung oder eine Wirbelbildung ergibt, denn der Zusammenprall und auch die Durchwirbelung bringen es mit sich. dass die schwereren Teilchen sehr schnell aus dem Brennstoffstrom herausgeschleudert werden und auf den Nachbrennrost fallen. 



   Zur   Durchführung   dieses Vorschlages empfiehlt es sich, den Brennstoff durch   Wirbelbrenner   in die Brennkammer einzuführen. Rohstaubfeuerungen mit Wirbelbrennern zeigen die Fig. 3 und 4. 



  Die Förderleitung   6.   die den getrockneten Rohstaub führt, mündet tangential in die Muffel 19 ein. 



   Infolgedessen wird dem Rohstaubluftgemisch eine Drehbewegung erteilt, so dass es wirbelnd in die Brennkammer eintritt. Die feinen und leichten Teilchen verbrennen wieder schwebend, wogegen die schwereren Teilchen auf den   Nachbrennrost M fallen,   wo sie zu Ende brennen. 



   An Stelle der einfachen Muffel 19 können für die Einführung des Rohstaubes auch die bei
Kohlenstaubfeuerungen an sich bekannten Wirbelbrenner Anwendung finden. 



   Zur Trennung des Brennstoffs in Grobkorn und Feinkorn können, wie es die Fig. 2 und 3 zeigen, die   SchleuderaufgabevolTichtungen   4 in zwei Gruppen aufgeteilt und längs der beiden Seitenwände 9 und 10 der Brennkammer derart angeordnet werden, dass die Brennstoffströme gegeneinander gerichtet sind und im Zentrum der Brennkammer aufeinander prallen. 



   Durch die Aufteilung der   Sehleuderaufgabevorrichtungen   in zwei Gruppen und durch deren Anordnung entlang der Seitenwände der Brennkammer hat man es auch in der Hand, die Kesselbreite auf das geringste technisch   mogliehe Mass zu   vermindern, und es ist jetzt möglich, die Brennkammerbreite der Kesselbreite anzupassen, was oft sehr erhebliche Ersparnisse an Baukosten gestattet. 



   Ist der Kohlenbunker 14 wie   üblich   vor der Vorderwand 15 des Kessels angeordnet, dann ist es   zweckmässig,   eine Fördervorrichtung 16 vorzusehen. die die Rohkohle dem zentral angeordneten Bunker entnimmt und an die weiteren Fördervorrichtungen 17, 18 liefert, die entlang der beiden Seitenwände der Brennkammer angeordnet sind und die die Schurren. 3 speisen, durch welche die Rohkohle in die Sehleuderaufgabevorrichtung gelangt. 



   Um neben der Prallwirkung auch die Wirbelung zur Förderung der Ausscheidung der   schwerereil   Staubteilchen heranzuziehen, wird ferner vorgesehlagen, den Rohstaub in an sich bekannter Weise aus den vier Ecken der Brennkammer einzublasen und die Achsen der Brennstoffströme so einzustellen, dass sie Tangenten an einen gedachten kleinen zentralen Kreis bilden. Auf diese Weise ergibt sich, abgesehen von der Prallwirkung, eine intensive Durehwirbelung, durch welche nicht nur die Abscheidung der schwereren Bestandteile, sondern auch die Verbrennung sehr begünstigt wird. 



   Neben der Verbrennungsluft, die das Schleuderrad 4 ansaugt, wird weitere Verbrennungsluft aus dem Luftkanal 20 durch die Öffnungen 21 und durch den Nachbrennrost   M   in die Brennkammer gelangen. Bei   Belastungsänderungen   empfiehlt es sich, die Luftmengen, die das   Sehleuderrad   ansaugt und fördert, sowie die Luftmengen, die durch den Brenner zugeführt werden, möglichst konstant zu halten und die Anpassung der gesamten Verbrennungsluftmenge an den jeweiligen Belastungszustand durch Veränderung derjenigen Luftmengen zu bewirken. die durch die Öffnungen 21 in der Brennkammerwand oder durch den Nachbrennrost 1. 3 eingeführt werden.

   Ferner ist es vorteilhaft. wenn die Luftmengen, die durch den Brenner in den Feuerraum gelangen, möglichst gering bemessen sind, damit die Austrittsgeschwindigkeit aus der Muffel bzw. aus dem Brenner und damit die Flammen. länge nicht zu gross wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verfeuerung, insbesondere feuchten Rohstaubes in einer mit Ausbrennrost versehenen Brennkammer, dadurch gekennzeichnet, dass der von einem mit Schaufeln versehenen Schleuderrad (4) geförderte und mit Verbrennungsluft und/oder Verbrennungsgasen vermischte Brennstoff durch Brenner (7, 19) derart in die Brennkammer (2) eingeblasen wird, dass innerhalb der Brennkammer durch diametrales Zusammentreffen oder Zentrifugierung der Brennstoffströme eine zwangsweise Aufteilung in Grobkorn und in Feinkorn erfolgt.
    2. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einführung des Brennstoffes in die Brennkammer Wirbelbrenner (19) vorgesehen sind.
    3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brenner (7) derart in den Seitenwänden der Brennkammer angeordnet sind, dass die Brennstoffströme gegeneinander gerichtet sind.
    4. Anlage nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung des Brennstoffes aus den vier Ecken der Brennkammer erfolgt, wobei die Achsen der Brenner (7) so gerichtet sind, dass sie Tangenten zu einem um die Brennkammermittelachse gedachten kleinen Kreis bilden. EMI3.1
AT152048D 1933-11-27 1934-09-25 Verfahren und Anlage zur Verfeuerung, insbesondere feuchten Rohstaubes. AT152048B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973284C (de) * 1948-10-02 1960-01-07 Heinrich Seyfritz Eckenfeuerung mit Abzug der Schlacke in fluessiger Form

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE973284C (de) * 1948-10-02 1960-01-07 Heinrich Seyfritz Eckenfeuerung mit Abzug der Schlacke in fluessiger Form

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