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Einrichtung zum selbsttätigen Steuern von Fahrzeugen aller Art.
Es ist bereits bekannt, lichtelektrische Zellen zur Signalgebung, Bremsung oder Lenkung bei
Bahnen und Kraftfahrzeugen zu verwenden ; diese Vorrichtungen sind jedoch sehr kompliziert und unpraktisch und haben einen sehr beschränkten Anwendungsbereich.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum selbsttätigen Steuern von Fahrzeugen aller Art und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug eine in die Fahrlinie gerichtete Visiervorrichtung zur Lichtbeaufschlagung einer oder mehrerer lichtelektrischer Zellen, ferner Verstärkervorrichtungen für den Zellenstrom und elektrisch betriebene Mittel zur Betätigung der Steuerorgane (Lenkvorrichtung) des Fahrzeuges durch den verstärkten Zellenstrom besitzt. Bei Liehtbeaufsehlagung dieser Zellen wird der auftretende Zellenstrom verstärkt und betätigt Relais, die Lokalstromkreise einschalten und dann mit Hilfe von Motoren, Hubmagneten u. dgl. zum Betriebe der Steuerorgane, gegebenenfalls auch der Signal-oder Bremsmittel des Fahrzeuges verwendet werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt. Fig. 1 stellt eine schematische Seitenansicht, Fig. 2 eine schematische Ansicht von oben dar.
Das Visierrohr 1 (Fig. 1) besitzt eine eingebaute Linse, deren Brennpunkt in der Fläche 2 liegt, welche den Boden des Rohres bildet. In dieser Fläche befinden sich um eine in der Mitte angebrachte Öffnung. 3' (Fig. 1) herum mehrere im Kreise angeordnete Öffnungen. 3 (Fig. 1). Hinter jeder dieser Öffnungen. 3 bzw. 3'ist in lichtdichten Kammern je eine lichtempfindliche Zelle 4 bzw. 4' (Selen-oder Photozelle) angebracht. Diese lichtelektrischen Zellen stehen mit Verstärkern 5 bzw. 5'in Verbindung, in denen die entstehenden Zellenströme entsprechend verstärkt werden.
Diese verstärkten Ströme betreiben entweder die Hubmagnete der Steuerorgane oder beeinflussen Relais, die die Lokalstromkreise für die Motoren 6 zum Betriebe der Steuerorgane 7 einschalten. Die verstärkten Ströme der Mittelzelle 4' (Fig. 1) besorgen das Festhalten oder die Umsteuerung in die Geradeausfahrt und nebstbei die Betätigung von Brems-oder Signaleinriehtungen S (Fig. 1).
Die Vorrichtung wirkt, wie folgt : Durch die natürlichen Beleuehtungsverhältnisse oder durch z. B. vom Fahrzeug aus bewirkte Anstrahlung besitzt das in der Fahrtrichtung erscheinende Ziel oder ein Fahrthindernis gegenüber der Umgebung einen Helligkeitsunterschied. Es hebt sich z. B. vom dunklen Hintergrund hell (durch Beleuchtung mit Scheinwerfern bei Nacht) oder vom hellen Hintergrund dunkel ab, z. B. bei Tag. Bei Nebel und unsichtigem Wetter bestrahlt man das in der Fahrtrichtung liegende Hindernis von einer festen Stelle oder auch vom Fahrzeug aus mit infraroten oder andern, den Nebel durchdringenden Strahlen.
Erscheint nun das Lichtbild des in der Fahrtrichtung liegenden beleuchteten oder angestrahlten Gegenstandes etwas seitlich von der Achse des Visierrohres j !, welches mit der Längsachsenrichtung des Fahrzeuges übereinstimmt, so fällt das Licht in eine der Öffnungen 3. Die dahinterliegende Zelle 4 wird beleuchtet und erregt. Der dadurch entstehende Lichtstrom wird durch den zugehörigen Verstärker 5 verstärkt und betätigt nun die Lenkung des Fahrzeuges, so dass dieses in die entsprechende Richtung gegen das Ziel hin umgesteuert wird.
Bei dieser Umsteuerung des Fahrzeuges wandert das Liehtbild gegen die Mittelöffnung. 3 zu und sobald die Zelle 4'belichtet wird, besorgt der verstärkte Strom aus 5 mit Hilfe von Relais und Hubmagneten oder Motoren 8 ein Richten der Steuerung in die gerade Fahrt sowie eventuell auch Signalgebung und Bremsung des Fahrzeuges, letzteres besonders dann, wenn das nahe erscheinende und daher die Zelle stark beleuchtende Hindernis besonders starke Photoströme verursacht.
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Wird durch eine Bewegung des Fahrzeuges aus der Geraden das Liehtbild wieder von der Mittel- öffnung weg in eine der seitlichen Öffnungen verschoben, so wird die betreffende Zelle durch den oben geschilderten Vorgang die Zurücklenkung des Fahrzeuges in die Gerade verursachen.
Die Art und der beabsichtigte Verwendungszweck des Fahrzeuges bestimmen die Anzahl und Anordnung der Zellen. Bei Fahrzeugen mit Bewegung in einer Ebene (z. B. Auto, Schiffe u. dgl. ), die einem Hindernis ausweichen sollen, wird die Visiervorrichtung eine oder zwei nebeneinanderbe- findliche Zellen aufweisen. Eine Zelle befindet sich in der Visierlinie (Linsenachse), die mit der Fahrzeugachse parallel läuft. Beim Erscheinen eines selbststrahlenden oder durch die Scheinwerfer des Fahrzeuges angestrahlten Hindernisse in der Fahrlinie wird die Linse das Lichtbild auf die Zelle werfen und dadurch der auftretende Zellenstrom mit Hilfe oben erwähnter Mittel das Fahrzeug auf die vor- schriftsmässige Seite steuern.
Bei zwei nebeneinander befindlichen Zellen ist die Schaltung so getroffen, dass die eine Zelle das Fahrzeug nach rechts, die andere nach links steuert. Durch seitliches Verschieben des Objektivs oder beider Zellen kann die gewünschte Zelle in die Visierlinie gebracht werden, so dass bei Lichtbeaufschlagung der betreffenden Zelle das Fahrzeug nach der gewünschten Seite gesteuert und dadurch ein Zusammenstoss durch Ausweichen nach der vorgeschriebenen Seite vermieden wird.
Soll das Fahrzeug (ein unbemanntes Boot, Schiffe in Kiellinie, Flugzeuge in Staffeln, oder beim Ansteuern von Häfen mit Hilfe von Lichttürmen oder Leuchtbojen u. dgl. ), oder beispielsweise ein Torpedo einem bestimmten Ziele zusteuern, so werden in der Visiervorrichtung mindestens drei Zellen nebeneinander angeordnet, von denen die Mittelzelle in der Visierlinie liegt. Diese sichert bei Lichtbeaufschlagung die Geradeausfahrt, indem sie durch die oben erwähnten Mittel das Steuer auf Geradeausfahrt stellt (eventuell wenn gewünscht, auch die Bremsung des Fahrzeuges oder eine Signalgebung veranlasst). Gerät das Ziel jedoch aus der Fahrlinie des Fahrzeuges, so wird eine der Seitenzellen erregt, indem das Lichtbild des Zieles auf eine der Seitenzellen fällt.
Dadurch wird auf oben beschriebene Art das Fahrzeug auf die betreffende Seite gesteuert, bis das Bild wieder auf die Mittelzelle fällt, wodurch die Geradeausfahrt wieder gesichert ist.
Bei Fahrzeugen im Raume (z. B. Flugzeuge), Lufttorpedos, Raketen usw. sind im Kreise um eine Mittelzelle mindestens drei Zellen angeordnet, von denen die Mittelzelle der Geradeausfahrt dient und eventuell auch die Bremsung oder Signalgebung bewerkstelligt, während die äusseren Zellen die Seiten-und Höhensteuerung verursachen. Für genaue Richtungslenkung des Fahrzeuges werden vier oder mehr Zellen erforderlich sein. Die Schaltung ist so getroffen, dass bei Lichtbeaufschlagung zweier Seitenzellen das Fahrzeug in die dazwischenliegende Richtung gelenkt wird.
Die Erfindung kann auch zur Sicherung von Strassenfahrzeugen vor geschlossenen Bahnschranken oder ungeschützten Bahnübergängen sowie an andern für den Verkehr gefährlichen Stellen angewendet werden, indem entsprechende Licht-oder sonstige Strahlensender an der bezüglichen Stelle oder in der Nähe des Überganges angebracht werden, so dass die auf dem Fahrzeug angebrachte, erfindungsgemässe Vorrichtung beim Nähern an die gefährliche Stelle angestrahlt wird. Dadurch wird das Fahrzeug je nach Einstellung der Vorrichtung zur Seite gelenkt, und gegebenenfalls gebremst bzw. ein Warnung-
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