AT149524B - Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Roherz, Flotationsabgängen, Fällungen, Gekrätz u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Roherz, Flotationsabgängen, Fällungen, Gekrätz u. dgl.

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AT149524B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Roherz, Flotationsabgängen, Fällungen, Gekrätz u. dgl. 



   Die Erfindung bezieht sich auf die Erhöhung der Ausbeute an schwimmfähigem Gut bei der
Schwimmaufbereitung von insbesondere schwer scheidbaren Gemischen von Mineralgemengen oder Metallen natürlicher oder künstlicher Herkunft, wie Erze oder andere Nichtmetallhaufwerke, Aufbereitungsabgänge, Fällungen u. dgl. 



   Es wurde gefunden, dass man eine solche Ausbeuteerhöhung dadurch erzielen kann, dass man auf die bereits abgeschäumten Flotationstrüben feste Adsorptionsstoffe in geringen Mengen zur Einwirkung bringt. 



   Es ist bereits bekannt, dem zu flotierenden Material vor Einsetzung oder dem Schaume selbst nach Bildung der Schaumschicht oder den Schäumen nach ihrer Abtrennung geringe Mengen aktiver Kohle zuzugeben, um entweder Gangart aus den Schäumen zu halten bzw. aus den Schäumen herauszustossen oder aber eine Differentialflotation herbeizuführen. 



     Erfindungsgemäss   erfolgt dagegen der Zusatz der festen Adsorptionsstoffe nicht schon zu dem zu flotierenden Material oder dem Schaum, sondern zur abgeschäumten Flotationstrübe. 



   Es hat sich gezeigt, dass hiedurch die in der Trübe noch enthaltenen Erzteilchen, die durch die erste Flotation nicht erfasst sind, noch zum Aufsteigen befähigt werden, so dass die Ausbeute an schwimmfähigem Gut um die auf diese Weise noch gewonnenen Mengen erhöht wird. 



   Als Zusatzstoffe im Sinne der Erfindung kommen ausser solchen, deren adsorptive Eigenschaften, wie bei Aktivkohle, Silikagel u. dgl., an sich bekannt sind, auch solche in Frage, die sich durch gewisse thermische oder mechanische Zwisehenbehandlung in für den vorliegenden Zweck adsorptionsfähige Stoffe überführen lassen, wie z. B. bituminöse Gangarten oder Gangartbestandteile, z. B. aus dem Aufbereitungsgut selbst. 



   Die Wirkung der durch Verteilung der   Schwimmittel,   Konzentrierung und Sammlung tätigen Adsorptionsstoffe wird, wie weiter gefunden wurde, noch erhöht, wenn dieselben so gewählt werden, dass sie selbst flotationsaktiv wirken, d. h., wie z. B. Aktivkohle, verhältnismässig gute Flotations- 
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 Gewicht besitzen. 



   Sofern adsorptionsfähige Stoffe verwendet werden, die aus dem Scheidgut selbst stammen, wie z. B. bituminöse Gangart, so ist im allgemeinen eine besondere Aktivierung noch zweckmässig, beispielsweise derart, dass diese Stoffe in ihrer Gesamtheit oder zu einem wesentlichen Teile ausgeschieden und zunächst einer z. B. thermischen oder mechanischen Vor-oder Zwischenbehandlung in an sich bekannter Weise unterworfen und in geringen Mengen zur Flotationstrübe hinzugesetzt werden. 



   Die an sich geringen Zusatzmengen an adsorptionsfähigen Stoffen bestimmen sich im einzelnen danach, dass den zu schwimmenden Anteilen ein Zuviel an flotationsfördernden Stoffen genommen bzw. der von nicht zu schwimmenden Stoffen erfasste Anteil an diesen Förderern zu nehmen ist sowie nach Art und Konzentration des aufzubereitenden Gutes und der angewendeten Reagentien. Im allgemeinen beträgt die Menge an Zusatzstoffen adsorptiver Natur nicht mehr als 1% des Einsatzes an zu scheidendem Gut, z. B. Roherzgut, Fällungen chemischer Prozesse, Flotationsabgängen, Gekrätzen, Schlämmen u. dgl.

   Die Zusatzmengen können sich erheblich unter dieser Grenze bewegen, beispielsweise bei Verarbeitung 35% igen Kupferkieses für Aktivkohle   0'01   bis nicht wesentlich mehr als   0-05%   betragen, gegebenenfalls aber sich auch über den genannten Bereich nach oben hin steigern. 

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   Die Zusatzstoffe, wie aktive Kohle, aktivierte Kieselsäure, können auch dadurch zur Einwirkung gebracht werden, dass man der   abgeschäumten   Trübe Gelegenheit gibt, die Zusatzstoffe in geringen 
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 kohle od. dgl., wobei man zweckmässig durch entsprechende Gestaltung der Filter, Rieselflächen od. dgl. eine innige Berührung und gegebenenfalls   abradierenda   Wirkung erzwingt. 



   Es hat sich weiterhin gezeigt, dass sich Vorteile auch dadurch erzielen lassen, dass man die Flotationstrübe einer Vorbehandlung unterwirft, beispielsweise einer Temperaturänderung und/oder Änderung der Alkalität aussetzt. 



   Durch   Ansäuerung   können erhöhte Wirkungen erzielt werden bei Anwendung von Zusatzstoffen, deren   Aktivität,   durch Ansäuern erhöht wird. 



   Im einzelnen richtet sich die Art derartiger Massnahmen nach der Natur der jeweils zu verwendenden adsorbierenden Stoffe sowie der zu adsorbierenden Substanz und dem Verhalten der Trübe bzw. ihrer Bestandteile, doch lassen sich die in jedem Einzelfalle erforderlichen Bedingungen von Fall zu Fall unschwer durch einen einfachen Vorversuch ermitteln. 



   Das Verfahren nach der Erfindung bietet den Vorteil, dass es infolge der unter geringem Kostenaufwand erzielten wesentlichen Erhöhung des Ausbringens gestattet, auch nach bekannten Verfahren nicht oder zumindest nicht wirtschaftlich mehr scheidbare Flotationsabgänge oder sehr arme Materialien, wie arme Gekrätze, geringhaltige Fällungen u. dgl., edler sowie unedler Natur noch wirtschaftlich aufzuarbeiten. 



   Der Vorteil dieses Verfahrens gegenüber dem oben erwähnten bekannten Verfahren, bei dem Aktivkohle auf den Schaum zur Einwirkung gebracht wird, besteht vor allem darin, dass bei der Einwirkung der Kohle auf den Schaum nur das erfasst und behandelt werden kann, was bereits in einem vorhergegangenen Flotationsvorgang erfasst wurde, so dass diese Anwendung nur zu einer Befreiung des Schaumes von der Gangart, nicht aber zu einer Erhöhung des Ausbringens führen kann, während 
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 auf die abgeschäumte Trübe gelingt, auch noch das zu erfassen, was noch nicht geschwommen ist, also das Gesamtausbringen entsprechend zu erhöhen. Infolge dieser Erhöhung des Ausbringens können also auch sehr arme Ausgangsstoffe noch mit gutem wirtschaftlichem Erfolge verarbeitet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Roherz, Flotationsabgängen, Fällungen, Gekrätz u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass man in der abgeschäumten Flotationstrübe einen Zusatz von festen Adsorptionsstoffen, wie aktive Kohle, Silikagel od. dgl., in geringen., z. B. weniger als 1% des Flotationsgutes betragenden Mengen zur Einwirkung gelangen lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als adsorbierende Stoffe solche Verwendung finden, die, wie z. B. bituminöse Gangart od. dgl., dem Aufbereitungsgut selbst entstammen oder stofflich mit Bestandteilen desselben übereinstimmen.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von adsorbierenden Stoffen, welche dem Aufbereitungsgut entstammen, diese nach vorheriger Abscheidung zunächst einer an sich bekannten Behandlung zur Erhöhung der Adsorptionsfähigkeit, z. B. einer thermischen Zwischenbehandlung, unterworfen werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass solche adsorbierenden Stoffe Verwendung finden, die unter den gegebenen Bedingungen die Eigenschaft haben, selbst flo- EMI2.3 Trübe einer insbesondere die Wirksamkeit der adsorbierenden Stoffe nach bestimmter Richtung beeinflussenden Behandlung, beispielsweise einer Änderung der Temperatur und/oder Alkalität zwecks Einwirkung auf die Aktivität einzelner hiedurch bekanntermassen steigerungsfähiger Trübebestandteile, unterworfen wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe der EMI2.4
AT149524D 1933-01-23 1933-01-23 Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Roherz, Flotationsabgängen, Fällungen, Gekrätz u. dgl. AT149524B (de)

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