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Elektrischer Druckunterbreeher mit Federbalgrohr.
In der modernen Technik werden als betätigende Elemente für elektrische Unterbrecher, die durch Druckdifferenzen gesteuert sind, häufig elastische Federbalgrohre oder Membranen verwendet. Ihre hohe axiale Federung, Dichtheit und leichter Einbau gewährleisten besondere Vorteile in Bau und Wirkung. Als Steuerungsbewegung wird hiebei die axiale Federung, d. h. Längenveränderung unter dem Einfluss einer Druckänderung zwischen den Räumen innerhalb und ausserhalb des Federrohres ausgenutzt. Es ergab sich nun, dahin vielen Fällen auch die in anderer Bewegungsriehtung wirksame Elastizität solcher Federungskörper-beispielsweise ihre Kniekbarkeit-zur Gewinnung einer Steuerbewegung herangezogen werden kann.
Die nachfolgende Beschreibung stellt eine Anwendung dieses Prinzipes dar, die einen besonders einfachen und gedrängten Aufbau des Druckreglers ermöglicht.
Die Fig. 1 und 2 zeigen im Längsschnitt zwei Ausführungsbeispiele. In Fig. 1 bildet das Rohr 1 die Umgrenzung eines Teiles jenes Raumes, dessen Drucksehwankungen den Unterbrecher betätigen sollen. In diesen Raum ragt ein Federbalgrohr 2 hinein, das nach innen durch einen dichtschliessenden Boden 3 verschlossen ist. Der Innenraum des Federbalgrohres ist mit der Atmosphäre in unmittelbarer Verbindung. An der Innenseite des Bodens 3 ist eine Nut 4 von dreieckigem Profil eingedreht, in welche die scharfe Kante des schräg abgeschnittenen Stützrohres 5 sich einlegt und damit ein Schneidenlager mit Pfanne ergibt. Das Stützrohr 5 ist auf geeignete Weise zentrisch und in fester Verbindung mit dem andern, äusseren Ende des Federbalgrohres 2 angeordnet.
Mit dem Boden : s ist ferner ein als Träger für den Kontakt 7 ausgebildeter Arm 6 fest verbunden, wogegen der Gegenkontakt 8 auf einem Kontakt- trägerblech 9 sitzt, das auf einem stirnseitig angeordneten, ringförmigen Isolierkörper 10 befestigt ist.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende : Eine Druckerhöhung in dem Raume ausserhalb des Federbalgrohres gegenüber dem Innenraum erzeugt eine auf den Boden. 3 wirkende Kraft, deren Richtung durch die Achse des kreisrunden Bodens J bzw. des Federbalgrohres 2 geht und den Boden
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exzentrisch abgestützt ist, entsteht ein Drehmoment, das den Boden um diesen Stützpunkt zu drehen sucht. Infolge der Elastizität des Federbalgrohres ist diese Drehbewegung des Bodens tatsächlich möglich, wobei die unten liegenden Wellen des Federbalgrohres zusammengedrückt, dagegen die oben liegenden gedehnt werden bzw. das Federrohr etwas nach oben ausweicht, also seine Achse eine Knickung erfährt.
Gleichzeitig mit der Drehung des Bodens : J um den Stützpunkt wird der mit dem Boden verbundene Kontaktarm 6 angehoben, wodurch der Kontakt 7 vom Kontakte 8 entfernt und ein über diese Kontakte fliessender Strom unterbrochen wird. Sobald der Druck im Raume 1 so weit gesunken ist, dass die Gegenkraft des Federrohres den Boden : wieder in seine ursprüngliche Lage bringt, werden die Kontakte und damit der Stromkreis wieder geschlossen.
Wenn der Druck im Raume 1 wesentlich unter den im Innern des Federrohres herrschenden Atmosphärendruck sinkt, könnte das Federrohr eine axiale Dehnung erfahren, wodurch sowohl die Kontakte unzulässig weit aneinander seitlich verschoben würden, als auch das Stützlager aus der Rinne herausgehoben werden würde. Dies kann durch geeignete Massnahmen zur Stützung des Bodens an der dem Raume 1 zugekehrten Seite-Gegenstütze, Feder od. dgl. - verhindert werden. In den Figuren ist dies nicht dargestellt, da diese Einzelheit das Wesen des Erfindungsgedankens nicht beriihrt.
Aus dem gleichen Grunde ist darauf verzichtet, eine Einrichtung zu zeigen, die es ermöglicht, den Druckbereieh, auf den der Unterbreeher anspricht, willkürlich einstellbar zu machen. Als Beispiel sei hiefür die Möglichkeit erwähnt, den Kontaktarm unter den Einfluss einer Feder von einstellbarer Spannung zu stellen, die eine Abhebung der beiden Kontakte erst bei Erreichung eines bestimmten der Grösse dieser Federkraft entsprechenden, entgegengerichteten Abhebedruckes gestattet,
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Fig. 2 zeigt eine Anordnung des Druckunterbrechers, die sich von der oben beschriebenen nur dadurch unterscheidet, dass das Stützrohr 5 nicht innerhalb, sondern ausserhalb des Federbalgrohres angeordnet ist.
Sinngemäss steht der Boden 3 über das Federbalgrohrende vor, so dass der Durchmesser der Stützrinne 4 dem Durchmesser des Stützrohres. 5 angepasst werden kann. In der Wirkungsweise ist diese Anordnung völlig gleichartig mit der Anordnung nach Fig. 1.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Druekunterbrecher mit Federbalgrohr, bei dem die Betätigung des Unterbrechers durch eine Schrägverstellung dp8 Federrohrbodens unter dem Einfluss einer Druckdifferenz erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Federrohrboden (3) selbst oder das Federrohr nahe dem Boden durch einen mit dem unbeweglichen Federrohrende festverbundenen Teil schwenkbar so gestützt ist, dass der Stützpunkt nicht mit dem Angriffspunkt der bewegenden Kraft zusammenfällt.