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Kippschaltung für Fernselnnordmmgeu.
Zur Ablenkung des Kathodenstrahles von Braunschen Röhren durch die Zeilen-und Bildfrequenz werden empfangsseitig sogenannte Kippgeräte verwendet. Gemeinsam ist den bisher üblichen Kippgeräten die Verwendung von Eingangskreisen, welche auf die Zeilen-oder Bildfrequenz abgestimmt werden. Die übrigen Einzelheiten solcher Kippgeräte und ihr Aufbau sind an sich bekannt und interessieren im Zusammenhang mit der Erfindung nicht.
Es ist auch schon bekannt, die Steuerung der Kippgeräte nicht durch abgestimmte Kreise zu bewirken, sondern durch Kreise, die sich gemäss den Unterschieden der Zeilenimpulse oder der Bildimpulse durch ihre Zeitkonstanten voneinander unterscheiden. Eine solche Anordnung eignet sieh besonders für das Verfahren der sogenannten Lückensynehronisierung. Es lässt sich jedoch, sinngemäss abgeändert, auch bei den anderen Synchronisierungsverfahren anwenden.
Die Erfindung betrifft die besondere Anordnung dieser Kreise und ist im folgenden für das Verfahren der Lückensynchronisierung erläutert.
Fig. 1 ist ein Diagramm, welches die Wirkungsweise von Empfangseinrichtungen betrifft, die der Erfindung gemäss ausgebildet sind. Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines Beispieles solcher Einrichtungen.
In Fig. 1 ist der zeitliche Amplitudenverlauf für das Verfahren der Lückel1synchronisierung dargestellt. Bei diesem Synchronisierungsverfahren werden ungefähr 25% der maximalen Senderamplitude dauernd ausgestrahlt. Dieser Dauerwert der Senderenergie ist durch die Linie D angedeutet. Die Bildimpulse (also die eigentlichen Zeichen, aus denen die Helligkeitswerte des Bildes zusammengesetzt werden), werden von der Linie D aus nach oben aufgezeichnet. Zur Synchronisierung wird der durch die Linie D angegebene Dauerwert am Zeilenende oder Bildende unterbrochen und so der Sender nach unten auf den Nullwert gesteuert. Die hiedurch entstehenden Lücken werden am Ende der Zeilen kurz gemacht, die Lücken für den Bildwechsel wesentlich länger.
In der Fig. 1 ist nur der zeitliche Verlauf
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Die Empfangseinrichtung gemäss Fig. 2 besteht aus einem Empfänger und Verstärker E. durch den die beiden Kippgeräte Kz und Kb für die Zeilen-und Bildablenkung gesteuert werden. Die übrigen für die Intensitätssteuerung des Braunschen Rohres B notwendigen Mitteln sind nicht dargestellt, weil sie für den Erfindungsgedanken unwesentlich sind. Im Eingangskreise jedes Kippgerätes liegt eine Selbstinduktionsspule L, die mit dem Empfängerausgang gekoppelt ist. Die abgenommene Spannung wird je einem Gleichrichter G zugeführt, beispielsweise in Doppelwegschaltung, wie in Fig. 2 angegeben.
Im Kreise jedes Gleichrichters G liegt ausserdem ein Kondensator C mit einem parallel zu ihm geschalteten Widerstand R. An den Widerständen R wird die Steuerspannung für die Kippgeräte abgenommen. Die Gittervorspannung der Kippgeräte, z. B. Thyratrons, wird so eingestellt, dass das Rückkippen beim Absinken der Steuerspannung auf Null einsetzt. Die Zeitkonstanten der Gleichrichterkreise sind verschieden voneinander, u. zw. derart, dass das Kippgerät Its die kleine Zeitkonstante besitzt, so dass die Steuerung während der Zeit tz prfolgt ; die Zeitkonstante für das Kippgerät Kb ist entsprechend grösser.
Beide Kreise werden in gleicher Weise vom Empfänger gesteuert. Die Entladungskurve im Eingangskreis des Kippgerätes Kz ist in Fig. 1 mit es bezeichnet, die des Kippgerätes Kb mit eb. Aus
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da auch die Zeilenablenkung rückgängig gemacht werden muss.
Solange eine Normierung der Synchronisierungsimpulse noch nicht erfolgt ist, wird die Anordnung vorzugsweise so ausgebildet, dass eine beliebige Einstellung der Zeitkonstanten durch Ver- änderung der die Zeitkontanten bestimmenden Glieder C, R möglich ist.
Die Steuerspannung für die Kippgeräte braucht nicht am ganzen Widerstande R abgenommen zu werden, sondern es genügt unter Umständen die Abnahme einer Teilspannung. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn dasselbe Kippgerät für das Arbeiten mit selbständiger Kippentladung und mit sogenannter zwangssynchronisierter, vom Sender aus gesteuerter Kippentladung erfolgt. Im letzteren Falle schwingt das Kippgerät nicht selbständig, sondern wird lediglich durch die Senderimpulse ge-
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arbeitet und der Kippvorgang lediglich synchronisiert, so sind geringere Steuerspannungen notwendig.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Kippschaltung für Fernsehanordnungen, insbesondere solche mit Lückensynchronisierung, wobei das Kippgerät für die Zeilenfrequenz und das Kippgerät für die Bildfrequenz durch Kreise gesteuert werden, die sich durch ihre Zeitkonstanten voneinander unterscheiden, und diese Kreise einen Kondensator und einen parallel zu ihm liegenden Widerstand enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass Kondensator und Widerstand in einem Gleichrichterkreis liegen.