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Nachgiebige Lagerung für Maschinen.
Die Erfindung betrifft eine nachgiebige Lagerung für Maschinen, die zur Dämpfung der Schwingungen der Maschine bzw. zur Verhinderung der Übertragung dieser Dämpfungen auf den Tragrahmen dient und bei der zwischen Maschine und Tragrahmen ein glockenförmiger, von einem starren Ring umgebener Gummikörper geschaltet ist.
Gemäss der Erfindung ist der über diesen Ring vorstehende Randteil des Gummikörpers von einer' umlaufenden Schulter des Tragrahmens umschlossen. Hiedurch wird eine wirksame Abdichtung des zwischen Gummikörper und Tragrahmen sich befindlichen Hohlraumes nach aussen geschaffen, so dass die diesen Hohlraum erfüllende Luft zufolge ihres Verdichtungswiderstandes den Verformungswiderstand des Gummis wirksam unterstützt.
Mit Vorteil wird gemäss der Erfindung ein weiterer elastischer Widerstand durch eine Spiraldruckfeder geschaffen, die entweder im glockenförmigen Gummikörper selbst oder in dem von ihm umschlossenen Hohlraum angeordnet ist. Die Abdichtung der im Tragrahmen für das übliche Befestigungsmittel, z. B. den Schraubenbolzen, vorgesehenen Öffnung nach aussen erfolgt durch einen weiteren Gummikörper, der zwischen der Unterseite des Tragrahmens und der Schraubenmutter od. dgl. geschaltet ist und zur Dämpfung der Rückschwingung dient.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung als Beispiele dargestellt. Fig. 1 zeigt in Ansicht eine Lagerung, bei der der getragene Teil mittels nachgiebiger Lagerkörper mit dem tragenden Teil verbunden ist, wobei der letztere im Schnitt dargestellt ist. Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1. Fig. 3 veranschaulicht eine Draufsicht auf das in den Fig. 1 und 2 dargestellte nachgiebige Glied. Die Fig. 4, 4a, 4b, 4c sind schematische Schnitte durch mehrere nachgiebige Lagerkörper mit verschiedener Widerstandsfähigkeit gegenüber Verformungen. Die Fig. 5 und 6 sind Schnitte durch abgeänderte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Lagerkörpers. Fig. 7 ist ein Querschnitt durch eine weitere Abänderungsform der Erfindung in Verbindung mit einem getragenen und einem tragenden Teil.
Fig. 8 zeigt die Draufsicht auf den nachgiebigen Lagerkörper nach Fig. 7. Fig. 9 ist die Unteransicht dieses Lagerkörpers. Fig. 10 ist ein Schnitt nach der Linie 10-10 der Fig. 8.
In den Fig. 1-3 ist der tragende Teil mit 20 und der an mehreren Stellen von dem tragenden Teil durch nachgiebige Lagerkörper 22 getragene Teil mit 21 bezeichnet. Der getragene Teil 21 ist ein Schwingkörper. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besteht er aus der Antriebsmaschine eines Kraftfahrzeuges. Der tragende Teil 20 besteht aus einer Metallplatte, die auf den seitlichen Trägern 23 des Fahrzeugrahmens abgestützt ist. Der tragende Teil 20 ist mit ringförmigen Schultern 24 versehen, die die Sitze für die nachgiebigen Lagerkörper 22 abgrenzen. Die Antriebsmaschine 21 ist mit nach aussen gerichteten Trägern oder Füssen 25 versehen, mittels denen die Maschine an der nachgiebigen Lagerung und dem tragenden Teil befestigt ist.
Die nachgiebige Lagerung 22 besteht aus einem federnden, glockenförmig ausgebildeten Gummikörper 27. Dieser weist eine axiale Öffnung 28 auf und ist mit einer ringförmigen Tragplatte 29 versehen, die in die erhabene obere Fläche des Gummikörpers konzentrisch zu der Bohrung eingelassen ist. Die Umfläche des Gummikörpers 27 ist durch eine aufvulkanisierte rohrförmige Metallfassung 30 begrenzt. Der Gummi des Körpers 27 umfasst auf dessen hohler Seite den unteren Rand der Metallfassung, so dass
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dieser in der bei 31 ersichtlichen Weise bedeckt ist. Dieser vorspringende Teil 31 des Gummikörpers 27 ist abgerundet und passt genau in die Hohlkehle hinein, die durch die umlaufende Schulter, 24 der Platte 20 gebildet wird.
Der Fuss 25, der nachgiebige Lagerkörper 22 und die Platte 20 werden durch eine Schraube 38 zusammengehalten, die durch eine Öffnung 34 des Fusses, eine Öffnung 28 des nachgiebigen Körpers 27 und durch eine verhältnismässig weite Öffnung 35 der Platte 20 im Mittel der ringförmigen Schulter M hindurchgeführt ist. Zwischen der unteren Fläche der Platte 20 und einer Unterlagscheibe 36 sowie einer Mutter 37 am unteren Ende des Schraubenbolzens 33 ist eine starke, nachgiebige Gummischeibe 38 eingeklemmt, deren obere und untere Flachen mit metallischen Tragplatten 39 ausgerüstet sind. Die Gummischeibe 38 ist mit einem axialen Ansatz 38" versehen, der in die Aussparung 35 der Platte 20 hineinragt.
In Fig. 2 ist der nachgiebige Körper 27 mit den vollen Linien in einer unter dem Einfluss des Gewichtes des Motors 21 verformten Lage dargestellt. Die Lage im unbelasteten Zustand ist mit strichpunktierten Linien angedeutet. Die Gummischeibe 38 ist etwas nachgiebiger als der Gummikörper 27 und wird, wie dargestellt, durch Anziehen der Mutter 37 auf dem Bolzen 33 zusammengepresst. Die Scheibe 38 dient zum Dämpfen der Rückschwingung des Motors, wenn das Fahrzeug über unebene Stellen der Fahrbahn fährt.
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Unterseiten der Körper sind Verschieden gross, um dadurch die verschiedenen Gummimengen der Körper auszugleichen. Die nachgiebigen Körper 27 und 4C bis 40c können wechselweise verwendet werden, um den für einen besonderen Zweck notwendigen Nachgiebigkeitsgrad zu erhalten.
In den Fig. 5 und 6 sind nachgiebige Lagerungen dargestellt, bei denen der Verformungswiderstand des Gummikörpers durch Druckfedern unterstützt wird. Diese Ausführungsformen der Erfindung sind besonders geeignet für schwere Anlagen, bei denen die oben beschriebenen nachgiebigen Körper nicht stark genug sind, um den erforderlichen Verformungswiderstand und gleichzeitig die gewünschte Bewegungsamplitude zu erreichen. Die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform besteht aus einem nachgiebigen Gummikörper 43, in dem eine spiralförmige Druckfeder 24 eingeschlossen ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6ist die spiralförmige Druckfeder 45 im Hohlraum 46 an der Unterseite des nachgiebigen Gummikörpers 47 angeordnet.
Die nachgiebige Lagerung nach den Fig. 7-10 ist so eingerichtet, dass sie bei seitlicher Schwingung in der einen Richtung einen grösseren Widerstand bietet als in der andern Richtung. Sie besteht aus einem nachgiebigen Gummiteil 50, der im wesentlichen die gleiche Haubenform besitzt wie die vorher behandelten Ausführungsformen ; jedoch ist an der hohlen Unterseite dieses Körpers diametral einander gegenüberliegend ein Paar länglicher, paralleler Aussparungen 51 vorgesehen. Der Körper 50 ist mit der üblichen metallischen Fassung 52 und mit einem U-förmigen Metallträger 53 versehen, der in die obere erhabene Fläche des Körpers 50 eingelassen und aufvulkanisiert ist. Der Träger 53 ist gegenüber den Aussparungen 51 deutlich winklig versetzt.
Der Träger 53 umfasst den Fuss 54 des Motorträgers in der Weise, dass, wenn der Fahrzeugmotor und die nachgiebige Lagerung auf einer Tragplatte angeordnet sind, die nachgiebige Lagerung den grössten Widerstand gegenüber seitlichen Schwingungen in der Richtung der Kurbelwelle des Motors bietet, während der geringste Widerstand gegenüber Schwingungen in einer Richtung quer zu der erstgenannten Richtung ausgeübt wird. Auf diese Weise ist durch den Träger 53 gesichert, dass die nachgiebige Lagerung stets in der richtigen Winkellage zum Fahrzeugmotor verbleibt, wodurch die seitliche Schwingung des Motors infolge der nachgiebigen Lagerung gedämpft und unterdrückt und die axiale Bewegung des Motors gegenüber dem Fahrzeugrahmen, wie sie beim Starten und Bremsen des Fahrzeuges auftritt, stark gedämpft wird.
Die Lagerung nach der Erfindung ist einfach und besitzt eine gedrängte Bauform. Die den Teil 31 des federnden Körpers 27 (Fig. 2) eng umschliessende Schulter 24 verhindert eine seitliehe Bewegung der nachgiebigen Lagerung auf der Platte 20, so dass alle Schwingbewegungen des Motors 21 durch die Lagerung aufgenommen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Nachgiebige Lagerung für Maschinen, bei der zwischen die Maschine und dem Tragrahmen ein glockenförmiger, von einem starren Ring umgebener Gummikörper geschaltet ist, dadurch gekenn- zeichnet, dass der über den Ring (30) vorstehende Randteil (31) des Gummikörpers 27 von einer um-
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