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Verfahren zur Erzeugung von Gitterelektroden für Elektronenröhren.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gitteraufbau für Elektronenröhren und insbesondere die Art von Gitteraufbau mit zwei plattenförmigen Kühlrippen, bei dem eine der Kühlrippen in ther- mischem Kontakt mit einem Ende jedes Gitterdrahtes, während die andere Kühlrippe in thermischem
Kontakt mit dem andern Ende jedes dieser Drähte ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen dargelegt, die folgendes bedeuten :
Fig. 1-7 zeigen den Gitteraufbau und das Verfahren zu dessen Erzeugung nach der Erfindung.
In Fig. 1 bestehen die Kühlrippen aus einem Paar Nickelplatten1, die mit Rillen 2, wie in Fig. 2 gezeigt, versehen sind. Die Rippen sind an beiden Seiten eines Kupferblocks, dessen Querschnitt in
Fig. 3 gezeigt ist, angebracht ; dieser provisorische Zusammenbau wird dann mit Nickeldraht mit gewünschtem Durchmesser und Steigung der Windung, wie in Fig. 4 gezeigt, gewiekelt. Der Draht wird an den Stellen 4 mittels Schweissrolle unter Alkohol an die Kühlrippen angeschweisst und der überflüssige Draht 5 abgeschnitten. Die Rippen sind auf diese Weise durch mehrere im wesentlichen parallele Drähte verbunden, wobei die Länge der Drähte gleich oder annähernd gleich ist dem Umfang des gewünschten
Gitters.
Die Rippen und Wicklungen werden nun von dem Kupferblock abgenommen und hydrogen geglüht ; diese Stufe wird in Fig. 5 gezeigt. Die Rippen werden dann in der Pfeilrichtung nach auswärts gebogen, damit die freien Teile der Drähte zu einem röhrenförmigen Gitter gebogen werden. Beim Biegen werden die Drähte 6, wie in Fig. 6 gezeigt, um einen provisorischen Dorn 7 gewunden, damit die Drähte die richtige Gestalt annehmen, und die Rippen werden zwischen Formblöcken fest aneinander gepresst, wie ebenfalls in Fig. 6 gezeigt. Es können auch Dorne 8 eingeführt werden, um die Form der Rillen 2 zu erhalten. Der Druck wird nachgelassen und die Dorne werden herausgezogen, worauf die Rippen längs der Seiten 9 in Fig. 1 zusammengeschweisst werden.
Die durch die Rillen 2 gebildeten Öffnungen nehmen die Gitterlagerungen auf, die das Gitter in Form von Auslegern tragen.
Die in Fig. 1 gezeigte Bauart ist geeignet, der starken Erwärmung infolge der guten Wärmeleitung zwischen den Drähten und den Rippen standzuhalten. Dies wird durch einen sehr langen Kontaktbereich zwischen den Drähten und den Rippen bewirkt, da jeder Draht bis zu der inneren Gitterlagerung zurückreicht, und eine der genannten Rippen in thermischem Kontakt mit einem Ende jedes der Gitterdrähte ist, während die andere Rippe in thermischem Kontakt mit dem ändern Ende des Drahtes ist. Festigkeit erhält die Bauart durch die Flansche 10 an jeder Rippe ; diese Flansche ist tangential zu den kreisförmigen Gitterdrähten, und da diese Drähte quer über die ganze Breite der Flansche geschweisst sind, können sie als an ihren Enden gerichtet verklemmt betrachtet werden, und auf diese Art bekommen die Gitterdrähte besonderen Halt.
Die Genauigkeit der Bauart wird dadurch bewirkt, dass der Draht, wenn die Rippen zusammengepresst werden, um den Dorn herumgezogen wird und in eine feste Lage kommt ; infolge des hydrogenen Glühens kann dieser Zug vorgenommen werden, ohne dass Bruch zu fürchten ist. Für den Gitterteil können auch Wolfram-oder Molybdändrähte verwendet werden. In diesem Fall ist das Glühverfahren auf bekannte Art zu ändern, um dem Draht zu entsprechen, und die Bruchgefahr beim Ziehen ist etwas vermindert. Ist der Draht härter als das Rippenmetall, dann kann er durch Pressen statt durch Anschweissen befestigt werden.
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Bei der in Fig. 7 gezeigten Abart wird das Drahtwickeln und Schweissen in flachem Zustand und das Biegen erst nachher vorgenommen. Fig. 7 zeigt eine Platte für dieses Verfahren. Sie enthält die beiden Rippen 18, die Endstücke 19 und eine Mittelrippe 20, welch letztere jedoch weggelassen werden kann. Die Platte wird nur mit zwei Öffnungen 11 versehen und besteht aus einem geeigneten Metallbleeh. Der Draht wird spiralig um die Platte und die Öffnung 11 gewickelt und an die Rippen 18 angeschweisst, u. zw. über eine möglichst grosse Länge, damit ein thermisch guter Kontakt zwischen dem Gitterdraht und den Kühlrippen erreicht wird. Wenn man dies wünscht, kann man den Draht auch an die Mittelrippe 20 anschweissen. Der überflüssige Draht wird dann weggeschnitten und die Platte in die geeignete Form gebogen.
Fig. 8 zeigt eine Abänderung, die dort am Platze ist, wo eine etwas grössere oder stärkere Bauart notwendig ist. Für diese Bauart wird eine einzelne Metallplatte von geeigneter Dicke geschlitzt, entweder durch Stanzen oder durch Schneiden mit einer Einfach- oder Mehrfachsäge, wodurch die Endteile 1 der Platte verbindende Querstege 17 entstehen, die nach dem Biegen das eigentliche Gitter bilden. Die Platte kann wie vorher mit Rillen 2 versehen werden. Sie wird dann um einen Dorn, wie in Fig. 6 gezeigt, gebogen, und es werden wie vorher alle nötigen Massnahmen getroffen, um Brechen der Gitterstege bei diesem Vorgang zu vermeiden.
Der Gitterteil kann auch aus einem Stück Gaze erzeugt werden. Die Längsfäden werden aus
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die richtige Lage gebracht. An den Rändern ist die Gaze vollständig und an die festen Rippen angeschweiss oder irgendwie anders befestigt.
Die vorliegende Erfindung wurde nur für einige besondere Ausführungsarten beschrieben, ist jedoch nicht auf diese besonderen Anordnungen beschränkt, die nur die Art der Anwendung der Erfindung zeigen sollen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung einer Gitterelektrode bei der das Gitter zwei plattenförmige Kühlrippen enthält, deren eine in thermischem Kontakt mit einem Ende jedes der Gitterdrähte ist, während die andere Rippe in thermischem Kontakt mit den andern Enden dieser Drähte ist, um eine grosse wärmeleitende Fläche zu schaffen, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlrippenpaar durch mehrere parallele Drähte verbunden ist (wobei die Drahtlänge gleich oder annähernd gleich dem Umfang des gewünschten Gitters ist), aus denen das röhrenförmige Gitter gebogen wird.