AT145499B - Aluminiumlegierungen mit dichtem Gußgefüge und von hoher Warmfestigkeit. - Google Patents

Aluminiumlegierungen mit dichtem Gußgefüge und von hoher Warmfestigkeit.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Aluminiumlegierungen mit dichtem   Gussgefüge   und von hoher Warmfestigkeit. 



   Bei der Herstellung von Formgussstücken aus den neuerdings wegen ihrer hohen Korrosionsbeständigkeit empfohlenen Legierungen des Aluminiums mit 3-16% Magnesium und gegebenenfalls auch mit Mangan in Mengen von bis zu etwa 2-5% ist beobachtet worden, dass die Erzeugnisse, obwohl sie äusserlich ein durchaus gesundes Gefüge aufweisen, in Berührung mit Flüssigkeiten und Gasen Undichtigkeiten zeigen, indem schon bei geringen Drucken (z. B. hydrostatischem Druck) ein Durchtritt der Flüssigkeit bzw. des Gases durch zahlreiche mit dem blossen Auge nicht sichtbare Poren des Gefüges erfolgt. 



  Diese Erscheinung dürfte im Zusammenhange mit der weiteren Beobachtung stehen, dass beim Vergiessen dieser Legierungen ihre Neigung zur Lunkerung ausserordentlich stark ausgebildet ist. Es ist zwar möglich, durch Anwendung der bekannten   giessteehnisehen   Mittel, z. B. Anordnung zahlreicher grosser Steiger und Speisung des Gussstückes an möglichst vielen verschiedenen Stellen, die Lunkerbildung bis zu einem gewissen Grade zu bekämpfen ; doch wird Dichtigkeit des Gefüges, ganz abgesehen von den durch diese Massnahme verursachten Mehrkosten, hiedurch nur teilweise erreicht. 



   Es wurde nun gefunden, dass die beschriebenen Erscheinungen durch einen Zusatz von Silizium bis zu etwa 3% vermieden werden. Die Menge des Zusatzes richtet sich nach dem Magnesiumgehalt der Legierung : je mehr Magnesium dieselbe enthält, um so mehr Silizium muss zur Erreichung des angestrebten Ziels zugesetzt werden. Anderseits aber gehen insbesondere bei höheren Siliziumgehalten sowohl Festigkeit wie auch Dehnung der Legierungen in erheblichem Masse zurück, so dass es, um den handels- üblichen Anforderungen in dieser Beziehung entsprechende   Gussstücke   zu erzielen, erforderlich ist, bei höheren Magnesiumgehalten mit dem Siliziumzusatz unterhalb der in bezug auf Erzielung eines dichten   Gussgefüges   günstigsten Werte zu bleiben.

   Unter Berücksichtigung dieser Verhältnisse haben sich Legierungen als brauchbar erwiesen, die zwischen etwa 3 und   7%   Magnesium und einem Gehalt von 0-8 bis 1'5% Silizium (letzterer innerhalb der angegebenen Grenzen mit dem Magnesiumgehalt der Legierung steigend) liegen. Am besten hat sich eine Legierung mit 5% Magnesium und   1-1-2% Silizium   bewährt. Die Legierungen können in an sich bekannter Weise auch noch Mangan in Mengen von bis zu 2-5%, vorzugsweise etwa 1%, enthalten. 



   Weiter wurde beobachtet, dass die vorstehend beschriebenen siliziumhaitigen Legierungen auch 
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 nur als Verunreinigung (d. h. also in Mengen von höchstens etwa   0. 3%)   enthalten, merkbar überlegen sind, indem nämlich bei höheren Temperaturen die Zugfestigkeit der Legierungen in geringerem Masse eine Verminderung erfährt als bei den siliziumfreien Legierungen. Beispielsweise geht die Festigkeit einer Legierung mit 5% Magnesium,   1'1%   Silizium und   0-1%   Mangan bei Erwärmung auf etwa 300  C gegenüber der Festigkeit bei Zimmertemperatur nur um ungefähr 25% zurück, während die Festigkeit bei der gleichen Legierung, jedoch mit nur 0-2% Silizium, bei 300  C bereits einen Rückgang von über 35% erfahren hat.

   Mit dieser Beobachtung dürfte auch die grössere Dichtigkeit der aus den siliziumhaltigen Legierungen hergestellten Formgussstücke wenigstens teilweise erklärt werden können. da dank der höheren Festigkeit dieser Legierungen bei den höheren nach der Erstarrung durchlaufenen Temperaturen eine Auflockerung ihres Gefüges in entsprechend geringerem Masse stattfindet. 



   Formgussstücke aus den Legierungen gemäss Erfindung sind selbst bei verhältnismässig geringen Wandstärken (etwa 5 mm) gegen einen Überdruck von mindestens 8 Atm. praktisch vollkommen dicht. 

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   Gelegentlich der Beobachtung, dass Aluminiumlegierungen mit einem höheren Magnesiumgehalt ausgezeichnete   Korrosionsbeständigkeit aufweisen,   wurde bereits früher festgestellt, dass man durch einen Zusatz von Chrom, Kobalt und Silizium die Zähigkeit und Härte der Legierungen erhöhen könne, insbesondere wenn die Legierungen einer Wärmebehandlung unterworfen werden. Die Verwendung solcher Legierungen für die Herstellung von   Formgussstücken   wurde damals aber nicht erwogen, und man konnte aus den damaligen Feststellungen auch nicht entnehmen, dass ein Zusatz von Silizium die Dichtig- 
 EMI2.1 
 Sinne beeinflussen würde. 



   Dank der erhöhten Dichtigkeit ihres Gussgefüges im Verein mit ihrer bekannten Korrosionsfestigkeit eignen sich die beschriebenen Legierungen für die Herstellung zahlreicher Formgussstücke, wie z. B. von Armaturen für Flüssigkeitsleitungen, Vergaserteilen, hydraulischen Steuerungsteilen,   Kompressorgehäusen,   Flüssigkeits-und Gasbehältern u. dgl.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verwendung von an sich bekannten Aluminiumlegierungen mit etwa 3-7% Magnesium und zwischen etwa 0-8-1-5% Silizium, gegebenenfalls bei gleichzeitiger Anwesenheit von Mangan bis zu EMI2.2
AT145499D 1934-05-04 1935-03-14 Aluminiumlegierungen mit dichtem Gußgefüge und von hoher Warmfestigkeit. AT145499B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1043012B (de) * 1957-02-05 1958-11-06 Kloth Senking Ag Eisen Und Met Schutzschicht fuer den Versand von Aluminiumgussstuecken
DE2129352A1 (de) * 1971-06-14 1972-12-21 Honsel Werke Ag Bauteile,die thermisch im hoechsten Grade Wechselbeanspruchungen ausgesetzt sind,insbesondere Zylinderkoepfe fuer Verbrennungsmaschinen
DE2317921A1 (de) * 1972-06-07 1973-12-20 Honsel Werke Ag Bauteile, die thermisch im hoechsten grade wechselbeanspruchungen ausgesetzt sind, insbesondere zylinderkoepfe fuer verbrennungsmaschinen
DE1608165B1 (de) * 1967-12-01 1974-05-02 Honsel Werke Ag Verwendung von AlMgSi-Guss-Legierungen fuer thermisch wechselbeanspruchte Zylinderkoepfe

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