AT145098B - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleichlaugen. - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleichlaugen.

Info

Publication number
AT145098B
AT145098B AT145098DA AT145098B AT 145098 B AT145098 B AT 145098B AT 145098D A AT145098D A AT 145098DA AT 145098 B AT145098 B AT 145098B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
chlorine
continuous production
bleaching
bleaching liquors
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Solvay
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Solvay filed Critical Solvay
Application granted granted Critical
Publication of AT145098B publication Critical patent/AT145098B/de

Links

Landscapes

  • Detergent Compositions (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleiehlaugen. 



   Gegenstand des Stammpatentes Nr. 138017 ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleichbädern aus unterchloriger Säure durch Einwirkung von Chlor auf Hypochlorite, dadurch gekennzeichnet, dass man Chlor in äquivalenter oder nahezu äquivalenter Menge im Gegenstrom oder Gleichstrom auf ständig strömende   Alkali- oder Erdalkalihypochloritlösungen   gleichmässig und schnell einwirken lässt, wobei die unterchlorige Säurelösung in entsprechender Menge ständig   abfliesst.   



   Es hat sich nun gezeigt, dass für bestimmte Bleichvorgänge ein Gehalt der Bleichlauge an gelöstem, elementarem Chlor von Anfang an vorteilhaft ist, weil hiedurch gewisse Verunreinigungen leichter beseitigt werden können. Derartige neben unterchloriger Säure elementares Chlor enthaltende Bleichlaugen liessen sich zwar durch Einwirkung von elementarem Chlor oder durch Zugabe von Salzsäure in die gemäss dem Verfahren des Stammpatentes gewonnenen Bleichlaugen nachträglich herstellen ; dies setzt aber eine lästige und umständliche, daneben mit Verlusten an wirksamem Chlor verbundene Nachbehandlung jener Laugen voraus. 



   Es wurde nun gefunden, dass man auf wesentlich einfacherem Wege, also ohne Nachbehandlung von Hypochloritlauge, und unter Vermeidung der oben erwähnten Chlorverluste zum Ziel gelangen kann, wenn man erfindungsgemäss das Verfahren nach dem Stammpatent derart abändert, dass Chlor im Gegenstrom auf ständig strömende Lösungen der Hydroxyde oder Hypochlorite oder Gemische beider, der Alkalien oder Erdalkalien in möglichst gleichmässiger Verteilung schnell zur Einwirkung gebracht wird, u. zw. in einer Menge, welche die zur Bildung der unterchlorigen Säure äquivalente Menge, nicht aber die Absorptionsfähigkeit der strömenden Lauge übersteigt. An Stelle der Hydroxyde bzw.

   Hypochlorite der Alkalien oder Erdalkalien können auch Karbonate oder Bikarbonate oder Gemische von Karbonaten mit Hydroxyden und/oder Hypochloriten verwendet werden, obwohl die erstgenannten Verbindungen aus wirtschaftlichen und betriebstechnischen Gründen vorgezogen werden. 



   Es hat sich dabei auch überraschenderweise herausgestellt, dass diese Laugen im Vergleich zu den Laugen, die durch Einz ten von Chlor in   Hypochloritlösungen   bzw. intermediär gebildetes Hypochlorit enthaltende Lösungen im Verhältnis von nicht über und unter zwei Molekülen Chlor auf ein Molekül Hypochlorit erhalten waren, eine weit bessere Haltbarkeit aufwiesen. 



   Die folgende Tabelle veranschaulicht in übersichtlicher Weise diese hervorragende Eigenschaft solcher Laugen : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Molekularverhältnis <SEP> bei <SEP> 20#05 <SEP> g/l <SEP> Cl <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Cl <SEP> - <SEP> wirksam <SEP> nach
<tb> wirksam <SEP> : <SEP> 10 <SEP> Sekunden <SEP> 30 <SEP> Sekunden <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 5 <SEP> Stunden
<tb> 1-63 <SEP> 11-46% <SEP> 22-33% <SEP> 25-33% <SEP> 33-33%
<tb> ]-77 <SEP> 6-58% <SEP> 12-08% <SEP> 16-48% <SEP> 24-10%
<tb> 1-94 <SEP> 4'19% <SEP> 7"17% <SEP> 11 <SEP> "52% <SEP> 17'53%
<tb> 2#14 <SEP> 1#80% <SEP> 3#90% <SEP> 5#40% <SEP> 12#40%
<tb> 2"19 <SEP> 0'65% <SEP> 1'65% <SEP> 3'80% <SEP> 8'96%
<tb> 2'24 <SEP> 0'00% <SEP> - <SEP> - <SEP> -
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Diese Feststellungen verleihen dem Verfahren eine besondere Bedeutung.

   Ausführungsbeispiel : Ein   Rieselturm wurde gleichmässig mit   einer Caleiumhypochloritlauge, 
 EMI2.1 
   stündlich   2'526 kg Chlor, bei einem   Molekularverhältnis   von   2'21.   Es flossen stündlich am Boden des Turmes gleichmässig   225 l   einer freies Chlor enthaltenden   Unterchlorigsäurelösung   mit einem Gesamtgehalt an wirksamem Chlor von 19'88 g/l, die sich aus   17#75 g/l aktivem   Chlor der unterchlorigen Säure und 2'13 g/l gelöstem, elementarem Chlor zusammensetzten, ab, was einer Gesamtausbeute von   98%,   bezogen auf sämtliche zur Reaktion gebrachten Mengen wirksamen Chlors, also des aktiven Chlors der Beschickungslauge und des eingeleiteten elementaren Chlors, entsprach. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von freies Chlor und freie unterchlorige Säure enthaltenden Bleichlaugen nach Stammpatent Nr. 138017, dadurch gekennzeichnet, dass Chlor im Gegenstrom auf ständig strömende Lösungen der Hydroxyde   und/oder   Hypochlorite der Alkalien oder Erdalkalien in möglichst gleichmässiger Verteilung schnell zur Einwirkung gebracht wird, u. zw. in einer Menge, welche die zur Bildung der unterchlorigen Säure äquivalente Menge, nicht aber die Absorptionsfähigkeit der Lauge übersteigt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Lösungen der Karbonate oder Bikarbonate oder erstere auch in Mischung mit den entsprechenden Hydroxyden verwendet.
AT145098D 1932-05-12 1934-11-26 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleichlaugen. AT145098B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE754531X 1932-05-12
DE145098X 1933-12-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT145098B true AT145098B (de) 1936-03-25

Family

ID=34227321

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT145098D AT145098B (de) 1932-05-12 1934-11-26 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleichlaugen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT145098B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT145098B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleichlaugen.
AT138017B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bleichbädern aus unterchloriger Säure.
AT39073B (de) Verfahren zum Bechweren von Seide.
DE682905C (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1-Dichloraethan
DE432801C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-4-nitro-1-aminobenzol
AT162892B (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclohexan von niedrigem Schmelzpunkt
AT113684B (de) Verfahren zur Entfernung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff aus industriellen Gasen.
CH158821A (de) Verfahren zur Herstellung eines asymmetrischen organischen Peroxyds.
AT21546B (de) Verfahren zur Darstellung von 1.5- und 1.8-Anthrachinondisulfosäure.
DE726711C (de) Verfahren zur Gewinnung von fluessigem Brom
DE491567C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat
DE410924C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalisalpeter
DE900097C (de) Verfahren zur Herstellung von Hexamethylen-1, 6-bis-trimethylammoniumbitartrat
AT96288B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkaliboraten.
AT289389B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyacyloxamidrazonen
DE2758397A1 (de) Verfahren zur herstellung von chinizarin (1,4-dihydroxyanthrachinon)
AT80475B (de) Verfahren zur Darstellung von basischem MagnesiumhVerfahren zur Darstellung von basischem Magnesiumhypochlorit. ypochlorit.
DE399823C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden und Salpetersaeure
DE460257C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstseide nach dem Viskoseverfahren
AT69048B (de) Verfahren zur Verarbeitung der bei der Herstellung von Ammoniaksoda erhaltenen Chlorammoniumlösung.
AT212278B (de) Verfahren zur Herstellung von Bariumbromit durch Disproportionierung von Bariumhypobromit
DE722259C (de) Herstellung von Alkalibromiden
DE1113686B (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumcarbonat durch Umsetzung von Kaliumchlorid mit Kolendioxyd in Gegenwart eines AEthylamins
AT124724B (de) Verfahren zur Reinigung von durch organische Stoffe verunreinigten Metallsalzlösungen.
AT103894B (de) Verfahren zur Herstellung eines kaliumhaltigen Stickstoffdüngmittels.