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Die Erfindung betrifft eine durch Druckluft betriebene Stampf-und Rüttelmaschine. Bei Betonarbeiten aller Art ist es notwendig, die in der Betonmasse enthaltene Luft und das überschüssige Wasser auszutreiben und die Betonmasse so zu verdichten, dass keinerlei Hohlräume entstehen.
Dieses Ziel versuchte man bisher durch Stampfen, Walzen, Pressen od. dgl. zu erreichen. In der Praxis, besonders beim Strassenbau hat, es sich jedoch gezeigt, dass bei diesen Arbeitsmethoden ein gutes Verdichten der Betonmasse nicht mit Sicherheit zu erreichen ist. In den letzten Jahren angestellte Versuche, die angestrebte gute Verdichtung durch Rütteln der Betonmasse zu erreichen, haben die Überlegenheit des Rüttelverfahrens eindeutig erwiesen. Während es nun aber verhältnismässig einfach ist, z. B. Kunststeine aller.
Art im Rüttelverfahren herzustellen, ist dies bei Betonstrassendecken, Betonfundamenten, Betonbrüekenbauten u. dgl. äusserst schwierig, da hier das Rütteln nicht wie bei der Fertigung von Kunststein durch Schläge gegen die Verschalung, sondern nur durch unmittelbare Stampfund Rüttelwirkung auf verhältnismässig grosse Betonmasse ausgeübt werden kann.
Es sind also für das Stampfen und Rütteln grösserer Betonmassen, insbesondere für das Herstellen von Betonstrassendecken, Maschinen oder Werkzeuge erforderlich, die neben guter Verdichtung durch Stampf-oder Schlagwirkung die Betonmasse in der Hauptsache durch Schwingungen gut durchrütteln und hiedurch die Luft- und Wassereinschlüsse heraustreiben müssen. Weiterhin müssen diese Maschinen auch leicht bedient und mühelos auf der Betondecke hin und her bewegt werden können.
Es sind bereits mehrere diesem Zweck dienende Maschinen und Werkzeuge, insbesondere auch durch Pressluft betriebene Maschinen, bekanntgeworden, die jedoch ihre Aufgabe nur unvollkommen erfüllen. Bei den mit Pressluft betriebenen Maschinen handelt es sich entweder um normale langhubige Stampfer oder Presslufthämmer in Verbindung mit einer mehr oder weniger elastischen Stampfplatte, welche die durch das Aufschlagen des Schlagkolben hervorgerufenen Stösse auf die Betonmasse übertragen soll, oder um einen Vibrationsapparat, der lediglich durch Rüttelwirkung ein Verdichten der Betonmasse herbeiführen will.
Während bei den zuerst geschilderten Maschinen die Rüttelwirkung nur gering und die Handhabung der Maschinen unzweckmässig ist, haben die Vibrationsapparate, die übrigens zum Teil nur bei sehr wasserreicher Betonmasse angewandt werden können, so gut wie keine Stampfwirkung und daher bei der Verdichtung grosser Betonmasse, wie Strassendecken u. dgl., keine ausreichende Leistung und Tiefenwirlmng.
Diese geschilderten Nachteile sind bei der Erfindung dadurch in vollkommener Weise behoben, dass die Maschine, die zur Erzielung eines tief liegenden Schwerpunktes und höchster Schlagzahl möglichst kurz gehalten ist, an einem gegabelten Stiel in bequemster Weise geführt werden kann und dass ein zweckmässig gestalteter Stampf- und Rüttelschuh für beste Weiterleitung der durch schnelle Schlagfolge hervorgerufenen Rüttelschwingungen sorgt und dabei gleichzeitig durch starke Stampfschläge eine gute Verdichtung auch stärkerer Betondecken herbeiführt. Der aus Rohr gebildete gegabelte Stiel dient zugleich als Luftzuleitung zur Maschine.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel. Fig. 1 stellt die Maschine von der Seite und Fig. 2 im Grundriss gesehen dar. Die Fig. 3 und 4 zeigen bei zwei verschiedenen Ausführungsarten des Stampf- und Rüttelschuhes einen Schnitt durch den unteren Teil der Maschine
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Der Kraftmotor der Maschine ist ein kurzhubiger, schnell schlagender Presslufthammer a. Bei der Ausführung nach Fig. 3 steckt im unteren Ende des Hammerzylinders zur Hälfte der in der Mitte mit einem Bund b versehene Schlagbolzen c, der als Träger für den Stampf-und Rüttelschuh dient.
Der Rüttelseh, uh d wird durch die Feder e fest, aber elatsisch gegen den Bund des Schlagbolzen c und gegen den Hammerzylinder gedrückt. Am Oberteil des Hammerzylinders ist der gegabelte Führstiel f angeschlossen, der zugleich als Luftzuleitung dient. g ist der Schlagkolben des Hammers. Bei der Ausführung des Rüttelsohuhes nach der Fig. 4 fällt der besondere Schlagbolzen fort, an dessen Stelle der hier mit h bezeichnete Rüttelschuh mit einem festen Schaft i versehen ist. Der Rüttelschuh ist in der Mitte zwecks Erzielung besserer Schwingungsresonanz ausgespart.
Beim Arbeiten der Maschine wird der tellerförmige Schuh durch die schnellen Schläge des Kolbens in kräftige Schwingungen versetzt, die auf die zu rüttelnde Betonmasse übertragen werden. Gleichzeitig erfolgt auch durch die kräftige Schlagwirkung eine gute Verdichtung der bearbeiteten Betonmasse. Die Schwingungs- und Rüttelwirkung wird dadurch in zweckmässigster Weise verstärkt, dass die kräftige Sehraubenfeder, die mit mehreren Gängen sowohl auf den Zylinder als auch auf den Schuh unter Spannung aufgeschraubt und in dieser Stellung arretiert ist, beim Aufsehlag des Kolbens etwas auseinandergezogen wird und beim Hochgehen des Seblagkolbens den Schuh wieder kräftig gegen den Bund des Bolzens c und gegen den Zylinder schlägt.
Sowohl am Zylinder als auch am Schuh beginnen die Gewindegänge für die Schraubenfeder erst in entsprechender Entfernung von der Anlagefläche, damit zur Erreichung besserer Elastizität in der Mitte der Schraubenfeder einige Gänge frei liegen.
Der leicht nach oben gezogene Rand des Rüttelschuhes, welcher zweckmässig rund ausgeführt wird, da diese Ausführungsform die beste Fortleitung- der Schwingungen gewährleistet, ermöglicht in Verbindung mit dem gegabelten Führstiel der Maschine deren müheloses Fortbewegen auf der Betonschicht.
Die Maschine kann auch vorteilhaft zum Aufrauhen glatter oder zum Egalisieren unebener Beton- strassendecken, Strassenpflaster, Gehsteige u. dgl. benutzt werden. In diesem Falle wird, wie die Fig. 5 erkennen lässt, an Stelle des Rüttelschuhes ein an sich bekannter Stocker k auf den Bolzen c aufgesteckt.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Stampf-und Rüttelmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem kurz gehaltenen
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und einem Stampf- und Rüttelschuh (d) besteht, welcher durch eine Schraubenfeder (e) unter Spannung mit dem Hammerzylinder verbunden ist.