<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Einrichtung zur Messung der Strahlendosis, insbesondere für die Bestrahlung mit
Röntgenstrahlen.
EMI1.1
meter ausgebildet ist, eine Ionisationskammer, die der zu messenden Strahlung ausgesetzt wird, eine
Gleichspannungsquelle und einen Kondensator. Der Kondensator wird nun zunächst mittels der Gleichspannungsquelle auf eine bestimmte Spannung aufgeladen. Während der Messzeit wird dann der von der Spannungsquelle getrennte geladene Kondensator und das Messgerät an die Ionisationskammer angeschlossen. Die Ionisationskammer ist während der Messung mit dem Kondensator und dem Messgerät parallel geschaltet.
Dabei nimmt die Ladung des Kondensators in Abhängigkeit von der Intensität der Bestrahlung der Kammer ab, wobei der Zeiger allmählich zurückgeht und die Dosis durch die Grösse der Abweichung des Messgerätzeigers von dem der vollen Ladung entsprechenden Aussehlag angezeigt wird.
Der kleinsten Dosis entspricht also der grösste Wert der Kondensatorspannung und umgekehrt.
Bei derartigen Messeinrichtungen ist es schwierig, die spannungsführenden Teile so gut zu isolieren, dass der über die Isolierteile fliessende Strom keine zu grossen Messfehler hervorruft. In dieser Beziehung ist das übliche Verfahren der Dosismessung besonders ungünstig, weil die Grösse der Isolationsverluste von der Höhe der Kondensatorspannung abhängt und die Fehler daher gerade bei kleinen Dosen am grössten sind, wo sie sich prozentual sehr stark bemerkbar machen.
Dieser Übelstand wird erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass eine Reihenschaltung aus der
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
einfachen Umschalters. In Fig. 1 ist die der Messung der Momentandosis entsprechende Stellung des
Umschalters gezeichnet, während die Fig. 2 und 3 zwei weitere Stellungen des Umschalters zeigen.
In Fig. 1 ist die als Batterie gezeichnete Gleichstromquelle 1 über einen Schalter 2, einen regelbaren Widerstand 3 und einen Spannungsteilerwiderstand 4, 4', 4" geschlossen. Von dem Punkt 4 sind drei Leitungen abgezweigt, die zu der einen festen Elektrode 5 des Elektrometers, zu der einen Belegung des Kondensators 6 und zu dem einen Ende eines hochohmigen Widerstandes y führen. Die zweite feste Elektrode 5' des Elektrometers steht mit der Innenelektrode 8 der Ionisationskammer und mit dem Drehpunkt 9 eines einpoligen Umschalters JO in Verbindung.
Das Kontaktstück 11 des Umsehalthebels 10 kann auf drei festen Kontaktstücken 12, 13 und 14 schleilen. von denen das Kontaktstück 12 mit dem andern Ende des Widerstandes 7 und das KontaktstÜck 14 mit der andern Belegung des Kondensators 6 verbunden ist. Von dem mittleren Kontaktstück 13 führt eine Verbindungsleitung zu dem Punkt 4. Der Aussenmantel 15 der Ionisationskammer ist mit dem Punkt 4'verbunden, während die Nadel 16 des Elektrometers über einen Widerstand 17 an den Punkt 4"angeschlossen ist.
Bei der Messung dient der Widerstand 4, 4'gewissermassen als Spannungsquelle für die Messein- richtung, wobei der durch den Batteriestrom zwischen den Punkten 4 und 4'entstehende Potentialunterschied als Messspannung benutzt wird. Bei der in Fig-. 3 angedeuteten Stellung des Umschalters ist die Innenelektrode 8 der Ionisationskammer über den Umschalter 9, 10, 11, das Kontaktstück 14. den Kondensator 6 und die Spannungsquelle 4, 4'mit dem Aussenmantel15 der Ionisationskammer verbunden.
Somit ist die Ionisationskammer mit dem Kondensator und dem als Spannungsquelle dienenden
EMI2.1
die Ionisationskammer der zu dosierenden Strahlung ausgesetzt wird, so wird das Innere der Kammer je nach der Intensität der Bestrahlung mehr oder weniger leitend, und der Kondensator 6 wird von der Spannungsquelle 4, 4'aus allmählich aufgeladen. Entsprechend steigt auch die an den Klemmen des Kondensators 6 und damit auch an den festen Elektroden 5 und 5'des Elektrometers herrschende Spannung, so dass die Nadel des Elektrometers einen allmählich ansteigenden Ausschlag zeigt, dessen Grösse der Integraldosis entspricht. Durch den gezeichneten Anschluss der Nadel 16 an den Punkt 4", der ein
EMI2.2
lichkeit des Elektrometers erhöht.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Stellung des Umschalthebels 10 auf dem Kontakt 12 ist der Kon-
EMI2.3
Widerstand 7 und damit die Momentandosis an.
Wenn man von der Messung der Momentandosis zur Messung der Integraldosis übergehen will. so muss der Kondensator vorher entladen werden. Ebenso ist es zweckmässig, vorher die festen Elektroden des Elektrometers kurzzuschliessen. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, wenn die Umschaltvorrichtung' so ausgebildet wird, dass beim Umlegen des Schalthebels von der der Momentandosis entsprechenden Stellung zu der der Integraldosis entsprechenden eine Zwischenstellung durchlaufen wird, in der der Kondensator und das Messgerät kurzgeschlossen ist. Eine solche Zwischenstellung des Umschalters ist in Fig. 2 dargestellt.
Man erkennt daraus, dass das Kontaktsttick n so breit gemacht ist. dass es voriibergehend die beiden festen Kontaktstücke 13 und 14 gleichzeitig berührt. In dieser Stellung sind sowohl die beiden Belegungen des Kondensators 6 als auch die beiden festen Elektroden 5 und 5' des Elektrometers durch die zu dem KontaktstÜck 13 fÜhrende Leitung kurzgeschlossen.
EMI2.4
l.
Veriahren zum Messen der Integralstrahlendosis, vorzugsweise für die Bestrahlung mit Röntgen- strahlen, mittels einer Gleichspannungsquelle, einer Jonisationskammer, eines elektrischen Messgeräts und einer Einrichtung, die einen Kondensator enthält, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihenschaltung aus der Spannungsquelle, der Jonisationskammer und dem Kondensator gebildet und die infolge der allmählichen Ausladung des Kondensators steigende Spannung, die ein Mass für die Integraldosis ist. mittels des parallel zum Kondensator liegenden elektrischen Messgerätes überwacht wird.