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Aus zwei in einem Abstand voneinander angeordneten Scheiben zusammengesetztes durchsichtiges
Fenster, insbesondere für Gasmasken.
Die Erfindung bezieht sich auf ein durchsichtiges Fenster, insbesondere für Gasmasken, das aus zwei in einem Abstand voneinander angeordneten durchsichtigen Scheiben besteht, die zwischen sich einen die Wärme schlecht leitenden Zwischenraum, der mit Luft gefüllt sein kann, einschliessen.
Der Zweck dieses Doppelfensters besteht darin, die innere Scheibe, so weit wie möglich, von der Aussenluft thermisch zu isolieren, damit Feuehtigkeitsniedersehläge auf der Innenscheibe, so weit wie möglich, verhindert werden. Zu dem gleichen Zweck ist die Innenscheibe auf der dem Gasmaskenträger zugewandten Seite vorzugsweise mit einer Schicht aus hygroskopischem Material, z. B. Gelatine, versehen.
Damit der Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben des Doppelfensters seinen Zweck gut erfüllt, darf die Breite dieses Zwischenraumes nicht zu klein sein. Aus der verhältnismässig grossen Breite des Zwischenraumes ergibt sich aber die Schwierigkeit, das Doppelfenster in sein Lager, welches bei Gasmasken für gewöhnlich aus einem Kautschukring besteht, einzufügen und dort zu halten. Auch ist es aus thermischen Gründen notwendig, dass der Metallrahmen, der die beiden den Zwischenraum zwischen sich einschliessenden Scheiben miteinander verbindet, vollkommen in dem Kautschuklage eingebettet ist, damit die äussere kalte Luft nicht unmittelbar mit dem Metallrahmen in Berührung
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der Gasmaske leitet.
Die genannte Schwierigkeit wird erfindungsgemäss dadurch überwunden, dass die Höhe des die beiden Scheiben des Fensters miteinander verbindenden Metallrahmens an seinem in die Fensterfassung eingreifenden Rande die grösste Höhe des die Scheiben trennenden Zwischenraumes zuzüglich der Scheibendicke nicht überschreitet.
Der in der genannten Weise gebildete verhältnismässig schmale Rand kann leicht derart in die Fensterfassung eingesetzt werden, dass er von dieser vollkommen bedeckt wird. Gemäss einer zweckmässigen Ausführungsform der Erfindung hat mindestens eine der beiden Scheiben die Form einer Schale mit auswärts abgebogenem Rand. In diesem Fall können die Ränder der beiden Scheiben flach aneinandergelegt werden, so dass der die beiden Ränder verbindende Metallrahmen nur einen inneren Querschnitt zu haben braucht, der der doppelten Scheibendicke, zu der gegebenenfalls noch Dichtungseinlagen kommen, entspricht. Der die Scheibenräder umklammernde Rahmen bildet in diesem Fall in seiner Gesamtheit den in die Fensterfassung einzusetzenden rippenförmige Flansch.
Die Breite des von den Scheiben eingeschlossenen Zwischenraumes ist von der Breite des flanschartigen Rahmens völlig unabhängig und hängt lediglich von der Schalentiefe der das Fenster bildenden Scheiben ab.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2
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das Fenster gemäss Fig. 1 darstellt, das durch ein Schutzgitter auf der Innenseite vervollständigt ist.
In den Figuren sind die beiden das Fenster bildenden Seheiben mit 11 und 12 bezeichnet. Die Scheiben können aus einfachem Glas oder Mehrfachglas, feuerfestem Glas, Hartglas, unzerbrechlichem
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Glas, Kristall oder auch aus Glimmer, gewissen Zellulosederivaten, durchsichtigen Kondensationsprodukten (Harnstofformaldehyd) od. dgl. bestehen.
Gemäss den Ausführungsformen nach Fig. 1 und nach Fig. 3 hat die nach aussen zu liegende Scheibe 11 die Form einer Schale, die durch Giessen oder Pressen erhalten werden kann. Der freie Rand 12 dieser Schale ist nach aussen umgebogen, so dass er im wesentlichen parallel zu der Hauptrichtung des Schalenbodens verläuft. Gegen den Rand 12 der äusseren Scheibe legt sich der Rand 13 der inneren Scheibe, die eben oder leicht gekrümmt sein kann. Die beiden aneinanderliegenden Ränder werden durch einen vorzugsweise metallischen Fassungsring 6 gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Dichtungen 6 miteinander verbunden.
Der Fassungsring 5, dessen Höhe wesentlich geringer ist als die Dicke des von den Scheiben 11 und 12 gebildeten Doppelfensters bildet eine Rippe, die ohne weiteres in die übliche, beispielsweise aus einem Kautsehukring bestehende Fensterfassung einer Gasmaske einzusetzen ist, derart, dass der ganze aus Metall bestehende Ring 5 von der Kautsehukfassung bedeckt wird. Die kalte Aussenluft kann also mit dem Metallring nicht in Berührung kommen, so dass der Metall-
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befindet, übertragen kann. Trotz der geringen Höhe des Fassungsringes 6 ist jedoch die Breite des Raumes 10 in keiner Weise beschränkt.
Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung kann noch dadurch vervollständigt werden, dass auf der nach dem Inneren der Gasmaske zu gelegenen Seite der inneren Scheibe 12 eine durchsichtige Schicht 2 aus einem feuehtigkeitsabsorbierenden Stoff, z. B. Gelatine, Agar-Agar u. dgl., aufgebracht wird. Zum Schutz dieser feuchtigkeitsabsorbierenden Schicht 2 ist ein Gitter 3 vorgesehen. Um dieses Gitter an seinem Platz zu befestigen, wird ein Ring 14 benutzt, der eine Z-förmige Querschnittsform hat. Bei der Montage wird das Gitter in der Ausnehmung, die von dem genannten Ring gebildet wird, befestigt.
Ferner wird gewaltsam ein Ring 16 in die Ausnehmung eingesetzt. Dieser Ring spannt das Gitter und legt es kräftig gegen den unteren Rand des Ringes 14. Das so erhaltene Ganze wird gegen die Scheibe 12 gelegt, und die genannten Teile werden durch den rippenförmige Rahmen 5 miteinander verbunden. Auf die genannte Weise kann man das Gitter 3 von der zu schützenden feuchtigkeitsabsorbierenden Schicht 2 ohne Vergrösserung der Dicke des Rahmens 6 so weit entfernen, wie es wünschenswert erscheint.
Beim Nichtgebrauch der Gasmaske kann die feuchtigkeitsabsorbierende Schicht 2 durch einen leicht
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artigen Griff 20 versehen sein.
Die Einrichtung gemäss der Fig. 2 unterscheidet sich von den vorstehend beschriebenen Einrichtungen dadurch, dass der Rahmen 5 nicht nur zur Verbindung der Scheiben 11 und. P dient, sondern gleichzeitig auch den Abstandshalter zwischen ihnen darstellt. Der Rahmen gemäss Fig. 2 weist zwei
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sind. In der Rippe J ist die vordere Scheibe 11 und in der Rippe 18 die hintere Scheibe 11 befestigt.
Die Höhe dieser Rippen ist derart gewählt, dass die eine von ihnen ohne Schwierigkeit in dem üblichen Lagerring des Gasmaskenfensters eingefügt und dort gehalten werden kann. Wenn der Rahmen aus Metall ist, empfiehlt es sich, die Rippe 17 in das genannte Lager einzusetzen. Die Rippe 18 befindet sich dann im Inneren der Maske, so dass sie der Kälte nicht ausgesetzt ist. Man kann dagegen aber auch den Rahmen aus einem Material herstellen, das ein schlechter Wärmeleiter ist, beispielsweise aus einem giessbaren Material, z. B. einem Phenolfonnaldehyd-Kondensationsprodukt (Bakelit). In diesem Fall kann sich die Rippe 17 ausserhalb der Maske befinden.
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anzubringen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fenster aus zwei durchsichtigen Scheiben, die einen die Wärme schlecht leitenden Zwischen-
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des die beiden Scheiben (11, 12) miteinander verbindenden Rahmens (5) an seinem in die Fensterfassung eingreifenden Rande die grösste Höhe des die Scheiben trennenden Zwischenraumes (10) zuzüglich der Dicke der Scheiben nicht überschreitet.