AT143173B - Vorrichtung an Einspritzdüsen, insbesondere für schnellaufende Einspritzbrennkraftmaschinen. - Google Patents

Vorrichtung an Einspritzdüsen, insbesondere für schnellaufende Einspritzbrennkraftmaschinen.

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AT143173B
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  Vorrichtung an Einspritzdüsen, insbesondere für schnellaufende Einspritzbrennkraftmaschinen. 



   Man hat bei Einspritzdüsen für Dieselmaschinen teilweise besondere Diisenplatten vorgesehen, welche vor dem Düsenkörper angeordnet waren und somit zugleich auch eine gewisse Abschirmung des Düsenkörpers vor den heissen Gasen des Verbrennungsraumes bewirkten. Eine gleiche Wirkung wurde auch in manchen Fällen durch eine die einzelnen Teile des Düsenkörpers zusammenhaltende Überwurfmutter erzielt. Jedoch genügt eine solche abschirmende Einrichtung in der Regel nicht, um eine schädliche Einwirkung der hohen Verbrennungstemperaturen auf die Düse zu verhindern, was sich besonders in einem Festbrennen der Düsennadel im Düsenkörper bemerkbar macht.

   Man hat auch schon vorgeschlagen, einer Überhitzung der Düse dadurch vorzubeugen, dass der Düsenkörper selbst mit Kanälen und   Hohlräumen   versehen wurde, durch welche eine Kühlflüssigkeit hindurchgeleitet wurde. Diese Anordnung ist aber   umständlich   und für den Ausbau der Düse unzweckmässig. 



   Die Erfindung besteht im wesentlichen in einem den   Düsenkörper   gegen den Verbrennungsraum abschirmenden ringförmigen Zwischenstück, welches sich einerseits dicht gegen das Ende des die Düsennadel enthaltenden Düsenkörpers und anderseits dicht gegen die umgebende von aussen gekühlte Wandung anlegt, so dass ein ungehinderter und schneller Wärmeabfluss vom Düsenkörper über das   Zwischenstück   auf die Wandung stattfinden kann. Die Erfindung ist vor allem für schnellaufende Dieselmaschinen von besonderer Bedeutung, da bei diesen Maschinen die Temperaturen infolge der geringen zum Wärmeabfluss zur Verfügung stehenden Zeit besonders hoch sind. 



   Zweckmässig besteht das Zwischenstück aus besonders wärmeleitfähigem und   möglichst   plastischem 
Material, wie Kupfer od. dgl. 



  Die Abschirmung ist dann am wirksamsten, wenn die Kupferseheibe fest auf der unteren Düsen- fläche aufsitzt und zwischen dem Ring und einer die Düse umgebenden Überwurfmutter od. dgl. vor dem Anziehen des   Düsenstückes   ein Spiel von etwa   0'1   mm vorgesehen ist. Beim Festziehen des Düsen- stückes wird sich zunächst die   Düsenfläche   um den Betrag von   0.   mm in das weiche Kupfer hinein- drücken und hierauf die Überwurfmutter mit ihrem ringförmigen Querschnitt auf der Kupferscheibe zum Anliegen kommen. Nach Erreichen einer gewissen Pressung zwischen Kupferscheibe und Ring- mutter ist ein Beharrungszustand erzielt.

   Hiebei wird jedoch nicht, wie zunächst vermutet werden könnte, ein wesentlicher Druck von der Kupferscheibe auf die Düsenfläche ausgeübt, da es sich beim
Eindrüeken des Düsenkörpers in die   Kupferscheibe   im wesentlichen um eine plastische und nicht um eine elastische Formänderung des Kupfers handelt. Jegliche etwa vorhandene Spannung zwischen
Kupfer und Düse wird schon bei erstmaliger Inbetriebsetzung der Maschine mit Sicherheit ausgeglichen, insbesondere auch deswegen, weil Kupfer beim Erhitzen noch plastischer wird. Zweckmässig wird die
Fläche, die den Verbrennungsgasen ausgesetzt ist, mögliehst klein gehalten und die aufgenommene Wärme unter Zuhilfenahme der guten Leitfähigkeit von Kupfer durch grossen Querschnitt an die Überwurf- mutter abgeführt. 



   Nach der Erfindung wird jedes Festbrennen der Ventilnadeln praktisch vollständig vermieden. 



   In der Zeichnung sind zwei Beispiele der Erfindung in den Fig. 1 und 2 dargestellt. 



   Es ist hiebei in Fig. 1 und 2 a der Zylinderkopf mit dem Kühlwasserraum b. In eine entsprechende, durch den Kühlwasserraum hindurchgehende Bohrung des Zylinderkopfes ist in an sich bekannter Weise ein Muffenstück e eingesetzt, welches zugleich die mit dem Hauptbrennraum z. B. mittels eines Einsatz- 

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   Stückes   d mit Drosselöffnungen und Kernstück in Verbindung stehende Vorkammer e mitumfasst. In diesem Muffenstüek ist die   Einspritzdüse l'mit   der sie umgebenden muffenförmigen Überwurfmutter   9   angeordnet, wobei zwischen dem Düsenende und der Überwurfmutter einerseits und einem Bund Cl des   Muffenstuckes c   anderseits ein ZwischenstÜck   71,   vorzugsweise aus Kupfer, vorgesehen ist. 



   Dieses Zwischenstück ist als Ringscheibe ausgebildet, welches sich mit konischer   Sitzfläche   gegen den Bund el legt und das Düsenende derart unterscheidet, dass nur in der   Düsenaehse   eine dem Brennstoffstrahl angepasste Öffnung   i   freibleibt. Zwischen Überwurfmutter und Scheibe ist zunächst (vor dem ersten Zusammenbau) ein geringes Spiel k von z. B.   0. 1 mm   vorgesehen, welches beim Festziehen der   Düse-wie beschrieben-beseitigt   wird. 



   Im Falle der Fig. 1 wird nur das Muffenstück c unmittelbar vom Kühlwasser umspült. Soll eine noch   wirksamere Wärmeabfuhr,   insbesondere für Drehzahlen über 2000 Umdrehungen pro Minute, erzielt werden, so kann eine Ausführung nach Fig. 2 vorgesehen werden. Der Wärmeabzug aus der Kupferscheibe erfolgt hiebei in wirksamster Weise durch direkte Wasserkühlung. Durch entsprechenden Kupferquerschnitt kann ein ungehinderter Wärmestrom erzielt werden. Die   Kühlwasserzuführung   erfolgt hiebei durch Öffnungen m des   Vorkammermuffenstüekes e   sowie durch Öffnungen n einer mit dem Kupferring gegebenenfalls auch aus einem   Stück bestehenden Zwischenmuffe 0, welche   den Zutritt des Kühlwassers zum Kupferring und zur   Überwurfmutter   gestatten.

   Für besondere Fälle könnte auch noch die Überwurfmutter Querbohrungen besitzen, so dass der Düsenkörper selbst im Kühlwasser steht und jeder Wärmestau vermieden wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung an Einspritzdüsen, insbesondere für schnellaufende Einspritzbrennkraftmaschinen, mit einem den Düsenkörper gegen den Verbrennungsraum abschirmenden, ringförmigen   Zwischenstück,   dadurch gekennzeichnet, dass sich dieser einerseits dicht gegen das Ende des die Düsennadel enthaltenden Düsenkörpers und anderseits dicht gegen die umgebende, von aussen gekühlte Wandung anlegt, so dass ein ungehinderter und schneller   Wärmeabfluss   vom Düsenkörper über das   Zwischenstück auf   die Wandung stattfinden kann.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die umgebende gekühlte Wandung einen nach innen vorspringenden z. B. konischen Bund besitzt, gegen welchen sich das Zwischenstück von der dem Verbrennungsraum abgewandten Seite derart anlegt, dass es seinerseits durch den Bund gegen den Verbrennungsraum im wesentlichen abgeschirmt ist und nur eine zentrale Öffnung für den Durchtritt des Brennstoffstrahles offenbleibt.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse sich ohne Spiel dicht gegen das Zwischenstück legt, während die die Düse umgebende Überwurfmutter od. dgl. vor dem Anziehen der Düse ein solches Spiel (z. B. von 0. 1 mm) gegen das Zwischenstück besitzt, dass dieses Spiel durch das Anziehen der Düse ganz (oder nahezu ganz) beseitigt wird und die Überwurfmutter sich mit oder ohne Druck gegen das Zwischenstück legt.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück aus Kupfer oder einem in bezug auf Wärmeleitfähigkeit und Elastizität im wesentlichen gleichwertigen Material besteht.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Einspritzdüse bzw. die Überwurfmutter umgebendes, z. B. zugleich als Vorkammerstück ausgebildetes Muffenstüek mit Durchbrechungen versehen ist, um den Zutritt des Kühlwassers zur Düse bzw. zur Überwurf- mutter zu bewirken.
AT143173D 1932-08-17 1933-08-05 Vorrichtung an Einspritzdüsen, insbesondere für schnellaufende Einspritzbrennkraftmaschinen. AT143173B (de)

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