AT141650B - Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren.

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AT141650B
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Telefunken Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft die Halterung von Elektroden in Entladungsröhren sowie
Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung dieser Halterungselemente. 



   Bei der Konstruktion der Elektrodensysteme von Entladungsröhren ist zu beachten, dass der
Zusammenbau auf einfache Weise und in möglichst wenigen Arbeitsgängen durchführbar sein soll, wobei die vorbestimmten Abstände zwischen den Elektroden genau einzuhalten sind und besonderes Gewicht auf eine grosse Stabilität des Aufbaues zu legen ist, damit keine Schwingungen oder Verlagerungen der
Elektroden auftreten können.

   Aus diesem Grunde ist man dazu übergegangen, die Elektroden auch auf der dem   Quetschfuss   abgewandten Seite nochmals zu lagern und zu distanzieren, indem die Haltestreben in Glasperlen eingeschmolzen oder in die Bohrungen von   Brücken   aus Glimmer oder andern Isolierstoffen eingesetzt werden oder das ganze oder einen Teil des Elektrodensystems in rahmenförmigen Halterungen aus Glas oder keramischen Stoffen abgestützt wird. Durch diese Anordnungen war jedoch nicht die gleichzeitige   Erfüllung   aller vorerwähnten Bedingungen gewährleistet, da entweder die Genauigkeit der Einhaltung der Elektrodenabstände oder die Einfachheit der Herstellung zu   wünschen   übrig liess. 



   Durch die vorliegende Erfindung wird allen Anforderungen dadurch genügt, dass die Haltestreben der Elektroden durch einen aus einer isolierenden Vergussmasse bestehenden Körper zusammengehalten werden. Die Erfindung bezieht sich ferner auf Verfahren und Vorrichtungen zur   zweckmässigen   Herstellung derartiger Teile. 



   An die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Vergussmasse sind bestimmte Anforderungen zu stellen. So z. B. wird diese häufig elektrischen, chemischen oder elektrochemischen Einwirkungen ausgesetzt, und man muss dann durch geeignete Wahl des Bindemittels versuchen, derartige Einwirkungen   unschädlich   zu machen. Als verhältnismässig am besten geeignet haben sich Metalloxyde mit hohem Schmelzpunkt, wie z. B. Magnesium- oder Alumminiumoxyd, erwiesen, die man zur Festigung ihrer Konsistenz mit einem geeigneten Bindemittel mischen kann. 



   Die Vergussmasse kann so hergestellt werden, dass Magnesium-. Aluminium-, Beryllium oder anderes   hoehschmelzendes   Metalloxyd in einer   Kugelmühle,   z. B. mit   Ammoniumborat   als Bindemittel und Wasser, fein zermahlen wird, um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. 



   In den Figuren sind   Ausführnngsbeispiele   von Elektrodenanordnungen gemäss der vorliegenden Erfindung dargestellt. 



   In Fig. 1 sind die   Haltedrähte 1. 2. 3. 4 und ij   der Elektroden   1, . 3, 14   einer Dreielektrodenröhre 
 EMI1.1 
 durch Punktschweissung, verbunden. Die dem   Quetschfuss 20 abgekehrten Haltedrähte   7, 8, 9, 10 und 11 der gleichen Elektroden werden durch die   Isolierbrücke     li   in die gewünschte Stellung zueinander gebracht, indem die Haltedrähte durch die dafür vorgesehenen Bohrungen der   Isolierbrücke 15 gesteckt   werden. 



  Auf der dem Elektrodensystem abgewandten Seite der   Isolierbrücke   besitzt diese eine Aushöhlung 16, in der die Bohrungen für die Haltedrähte endigen. Man kann sämtliche Bohrungen in einem einzigen Hohlraum endigen lassen, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, oder auch für jede Bohrung oder eine Gruppe von Bohrungen je eine besondere   Aushöhlung   vorsehen. Die Isolierbrücke wird an den Stellen 17 und 18 durch Hohlnieten oder Drähtchen an den Haltestreben 7 und 8 befestigt. Die andern Elektrodenstützen 9, 10 und 11 lagern dagegen zunächst lose in den Bohrungen der Isolierbrücke, um die vorgeschriebenen Abstände sicherzustellen. Nachdem nun die eigentliche Montage des Elektrodensystems beendet ist, wird der Hohlraum 16 mit   der Vergussmasse ausgefüllt.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Nunmehr wird die Vergussmasse zum Erhärten gebracht,   um   die   Elektrodenhaltedrähte   fest miteinander zu verbinden. Die Erhärtung der Vergussmasse kann je nach dem verwendeten Material auf verschiedene Weise vorgenommen werden. Wenn man z. B. hochschmelzenden Metalloxyden als Bindemittel Ammoniumborat zusetzt, so genügt die Erwärmung dieser Vergussmasse auf etwa   5000 C, um sir   durch Sinterung in einen festen Körper zu verwandeln, der gegen die meisten Einflüsse unempfindlich ist. 



   Bei dieser Anordnung kann die Befestigung der   Elektrodenhaltedrähte   in   unmittelbarer Nähe   der Elektroden erfolgen, so dass eine Verlagerung der Elektroden gegeneinander infolge von mechanischen Schwingungen der Haltedrähte weitgehend vermieden wird. 



   Eine andere Ausführungsform der Erfindung zeigt Fig. 2. Die Elektroden des Entladungsgefässes werden mittels einer Lehre 22 in die gewünschte Lage gebracht. Eine   Guss-oder Pressform 23   wird an jene Stelle der   Elektrodenhaltedrähte 17, 18, 19,   20 und 21 gebracht, an der diese durch die   Vergussmasse   verbunden werden sollen. Nun wird die Form 23 mit der Vergussmasse ausgefüllt. Nach dem Erstarren derselben wird die Form 23 und die Lehre 22 vom Elektrodensystem entfernt, so dass nun die Vergussmasse selbst eine Isolierblücke bildet, welche die Elektroden in der   gewünschten   Lage hält und gleichzeitig fest miteinander verbindet. 



   Die Herstellung der Elektrodenhalterung wird besonders einfach und billig, wenn man erfindunggemäss die Lehre, die zum Halten der Elektrodenhaltedrähte während des Aufbringens der Vergussmasse dient, gleichzeitig als Form für die Aufnahme der Vergussmasse ausbildet. In Fig. 3 ist eine beispielsweise Ausführung angegeben. Die Elektrodenhaltedrähte, die auf der vom   Quetschfuss   24 abgewandten Seite über die Elektroden 26 hinaus verlängert sind, werden in die Lehre 25   eingeführt.   wodurch deren Abstände genau festgelegt sind. 



   Der Hohlraum der Lehre wird mit der Vergussmasse ausgefüllt und diese nach dem in der oben beschriebenen Weise vorgenommenen Erhärten   der Vergussmasse   wieder entfernt. 



   Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 4 dargestellt. Die Lehre 27 besteht aus beispielsweise zwei Teilen, bei deren Zusammenlegung durch die Ansätze 28 und 29 ein Hohlraum 30 gebildet wird, der die Form der   gewünschten     Isolierbrüeke   aufweist und in den die festzulegenden Haltedrähte hineinragen. 



  Die Lehre wird nun mit der Vergussmasse beschickt und in ähnlicher Weise wie die Quetschzangen einer   Fussquetschmaschine   zum Einbetten der Haltedrähte benutzt. Durch geeignete Anordnung mehrerer solcher Lehren kann man eine Maschine   ähnlich   einer   Fussquetsehmaschine   zusammenstellen. 



   Zu diesem Zwecke können mehrere Lehren auf einem Gestell angeordnet werden, welches ruckweise um den Abstand zwischen zwei Lehren weiterbewegt wird. Die Ruhezeit kann dann dazu benutzt werden, um die jeweils vor der Arbeit   befindliehe   Lehre mit den Elektroden bzw. der Vergussmasse zu beschicken. Man kann ausserdem in den Backen oder in der Nähe der Lehre Heizkörper anbringen, welche die Vergussmasse in der beschriebenen Weise zur Verfestigung bringen. 



   Mittels der beschriebenen Anordnung lässt sich nun ein ganz besonders   für Massenfabrikation   vorteilhaftes Verfahren zur Montage von Entladungsgefässen ausführen, indem man nämlich die Elektroden zunächst zwischen zwei solchen Isolierbrücken in der angegebenen Weise befestigt und dann dieses in sich vollkommen starre System mit dem   Quetschfuss   verbindet. In der Fig. 5 sind z. B. zwei Isolierbrücken 29 und 30 gezeichnet, zwischen denen die Elektroden 31 liegen. Die Haltedrähte 32 ragen aus 
 EMI2.1 
 elektrisch verbunden werden zu können. Es ist dabei zweckmässig, entweder die Haltedrähte des   Quetseh-   fusses oder die herausragenden Enden des Elektrodensystems als Röhrchen auszubilden und ihre Richtung und Länge so zu bestimmen, dass sie genau ineinanderpassen. 



   Falls die Elektroden oder deren Haltedrähte einer verschiedenen Erwärmung ausgesetzt sind, kann es bei dieser Anordnung vorkommen, dass einzelne Haltedrähte sich durch die feste   Einspannung   infolge ihrer thermischen Ausdehnung verbiegen. Dies kann man dadurch verhüten, dass man die Elektroden oder   Haltedrähte ;   die auf diese Verbiegung von Einfluss sind, unter Berücksichtigung ihrer Länge aus Materialien mit verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten herstellt, die so gewählt sind, dass trotz der verschiedenen Temperaturen eine gleichmässige Ausdehnung aller Teile zustande kommt und eine Verbiegung nicht eintritt. 



   Falls   sieh   so grosse Temperaturunterschiede einstellen, dass diese Massnahme nicht zur Herstellung einer   gleichförmigen   Ausdehnung ausreicht, bietet sich eine andere Möglichkeit, um Verbiegungen der Elektroden bzw. eine Verwerfung der Isolierbrücke zu verhindern, dadurch, dass für die am stärksten erwärmten Elektroden (z. B. die Kathode) bzw. Haltedrähte   Metallröhrchen   in die Vergussmasse eingebettet werden, in welchen diese Teile gelagert werden. Auf diese Weise ist die   Möglichkeit   einer Längsausdehnung gewahrt und der gegenseitige Abstand dennoch gesichert. 



     Es kann zweckmässig sein,   die beiden Isolierbrüeken seitlich miteinander zu verbinden, so dass 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren, bei welchen die Elektroden durch Brücken aus Isoliermaterial gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass die gegebenenfalls an Haltestreben <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 miteinander verbunden werden, nach deren Erhärten die Lehre entfernt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1. daduich gekennzeichnet, dass die Vergussmasse mittels einer Gussoder Pressform um die Elektroden bzw. deren Haltedrähte herumgelegt wird.
    3. Form zur Herstellung von Isolierbrücken nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus zwei oder mehreren, auseinandernehmbaren Teilen besteht und mit einer Lehre zur Bestimmung des Abstandes der Elektroden versehen ist.
    4. Maschine zur Herstellung von Entladungsgefässen nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Guss-oder Pressformen zu einer sich gegebenenfalls schrittweise weiterbewegenden Vorrichtung vereinigt sind.
    5. Elektrodensystem für nach dem Verfahren gemäss Anspruch] hergestellte Entladungsröhren. dadurch gekennzeichnet, dass die Haltedrähte verschiedener Elektroden aus Streifen mit verschiedenem Wärmeausdehnungskoeffizienten bestehen.
    6. Elektrodensystem für nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 hergestellte Entladungsröhren, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Elektroden, insbesondere solche. die während des Betriebes stark erwärmt werden, bzw. die Haltestreben solcher Elektt oden in Röhrchen, die in die Vergussmasse eingebettet werden, längsverschiebbar gelagert sind.
    7. Elektrodensystem für nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 hergestellte Entladungsröhren. dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden an beiden'Seiten in eine Vergussmasse eingebettet sind.
    8. Verfahren zum Zusammenbau von Entladungsröhren mit einem Elektrodensystem gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrodensystem zunächst mittels einer ihre Haltestreben verbindenden Vergussmasse zu einer mechanischen Einheit vereinigt wird und dann die aus der einen Isolierbrücke herausragenden Enden der Haltestreben an den aus dem Quetschfuss herausragenden Elektrodenzuführungen befestigt werden. EMI3.2
AT141650D 1933-04-03 1934-02-22 Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren. AT141650B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742268C (de) * 1936-11-29 1943-11-29 Telefunken Gmbh Optische Anzeigevorrichtung fuer elektrische Spannungen nach Patent 737655 mit einervon einem Gitter umschlossenen Kathode, Steuerstegen und einer Leuchtschirmflaeche

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742268C (de) * 1936-11-29 1943-11-29 Telefunken Gmbh Optische Anzeigevorrichtung fuer elektrische Spannungen nach Patent 737655 mit einervon einem Gitter umschlossenen Kathode, Steuerstegen und einer Leuchtschirmflaeche

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