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Damengalanteriesehuh.
Die Erfindung bezieht sieh auf jene bekannte Art leichter Damengalanterieschuhe, sogenannte Opanken, deren durch Spaltung des Randes der Trittsohle gewonnene obere Randlippe mit dem Schuhoberteil durch Flechtung verbunden ist, während die untere Lippe restlos weggeschnitten ist. Bei einer solchen Schuhtype ist der Sohlenrand vorne bis zum Anschluss der Sohle an den Stöckel geschlitzt, so dass gerade die Stelle, welche beim Schreiten am meisten beansprucht wird, nämlich das Kniekgelenk,
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allenfalls ein Einreissen der oberen Lippe eintreten und der Schuh sich überdies an dieser Stelle leicht dehnen kann.
Bei Opanken mit zur Gänze ungespaltenen und aulgewalktem Sohlenrand am Vorderfuss ist es bekannt, das Riemenfleehtwerk an der Knickstelle in eine Vernähung der Sohle mit dem übrigen Oberteil übergehen zu lassen, doch nur zu dem Zweck, den Vorderteil biegsam, den Fersenteil aber steif zu halten.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine weitere Ausgestaltung des leichten Damengalanterieschuhes (Opanken) gemäss Patent Nr. 138061, bei dem die obere Lippe des gespaltenen Trittsohlenrandes mit dem Schuhoberteil durch Riemenflechtwerk verbunden und die untere Lippe restlos weggeschnitten ist, u. zw. in der Richtung, dem Schuh an der Gelenkstelle eine grössere Festigkeit mit Schutz gegen Aufweiten zu geben.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erzielt, dass die Verfleehtung der oberen Lippe mit dem Oberteil des Schuhes von vorne nur bis zur Knickstelle (Gelenkstelle) zwischen Sohlenvorderteil und Sohlenmittelteil reicht, während im übrigen die Sohle mit dem rückwärtigen Schuhoberteil in an sich bekannter Weise durch Vernähung verbunden ist, zum Zweck, ein Ausreissen der Lippe an der Knickstelle (Gelenkstelle) zu verhindern und ein Aufweiten des Schuhes an dieser Stelle zu verhindern.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, wobei die Fig. 1 eine Ansidit veranschaulicht, während die Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie a#b der Fig. 1 und die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie c-d der Fig. l veranschaulicht.
Mit 1 ist die Sohle bezeichnet, die bei 2 (Fig. 2) in bekannter Weise am Rand aufgeschnitten ist, wobei die so gebildete Lippe : 3 aufgebogen und durch eine Verflechtung 4 mit dem Oberteil fi des Vorderfusses verbunden ist. Der zweite Lappen des Randes der Sohle ist weggeschnitten. Erfindungsgemäss erstreckt sich die Flechtverbindung zwischen Sohle und Oberteil des Schuhes nur um den Vorfuss herum.
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dieser Stelle an ist der Schuhoberteil 5 sowie dessen rückwärtiger Teil 5 a mit der Sohle j ! und zweckmässig der Brandsohle 8 durch eine an sich bekannte Vernähung 7 (Fig. 3) verbunden. Darüber liegt dann die Deckbrandsohle 10.
Im Bereich der Stelle 6 ist die Sohle und damit auch der Schuhoberteil durch das Abbiegen des rückwärtigen Teiles des Schubes gegenüber dem vorderen Teil desselben am stärksten beansprucht. Würde sieh die Fleehtverbindung zwischen dem Lappen j und dem vorderen Teil des Oberteils des Schuhes über diese Stelle hinaus nach rückwärts erstrecken, so würde der Lappen 3 in Richtung seiner Höhe beansprucht werden, u. zw.
über das zulässige Mass, da er zufolge seiner aufgebogenen Lage die Trittsohle versteift und solcherart den auftretenden Beanspruchungen nicht standzuhalten vermochte. Die Vernähung an der gefährdeten Stelle gibt eine bessere Verbindung zwischen Oberteil und Sohle und verhindert auch eine Versteifung der Trittfläche, die zu einem Ausreissen des Lappens führen würde.
Die Nahtstelle an der Trittseite der Trittsohle ist durch die Lippe 9 verdeckt.
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Die solcherart hergestellten Schuhe haben das Aussehen von Opanken und im wesentlichen die Festigkeit eines genähten Schuhes.