AT141358B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von plüschartigen Teppichen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von plüschartigen Teppichen.

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AT141358B
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    Verfahren und Vorrichtung   zur Herstellung von plüschartigen Teppichen. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von plüschartigen Teppichen mittels einer Nähmaschine, wobei durch Einstechen einer Fadennadel in eine Storage unterhalb derselben Noppen gebildet werden. Gemäss dem neuen Verfahren werden die Noppen durch einen Schlaufenhalter erst festgehalten, dann gespannt und alsdann durch eine Schere aufgeschnitten. Dadurch ist es möglich, nicht nur dünne Fäden nach Art der Plüschherstellung zu verarbeiten, sondern auch dicke   Wollfäden, wie   sie bei Teppichen Verwendung finden. 



   Die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens besteht im wesentlichen aus einem auf einer Welle befestigten, mit einer geschärften Kante versehenen Schlaufenhalter, mit dem ein bewegliches Scherenglied verbunden ist, wobei die besondere bauliche Ausbildung und Anordnung der einzelnen Teile weitere Kennzeichen der Erfindung darstellen. Die Vorrichtung kann als Zusatzgerät an vorhandene Nähmaschinen jeden Systems angebracht werden. 



   Ein   Ausführungsbeispiel   der Vorrichtung und eine schematische Darstellung des Verfahrens sind in der Zeichnung dargestellt. Es bedeutet Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Vorderansicht des Zusatzgerätes am Beispiele einer Nähmaschine mit in vertikaler Ebene schwingender Zentralspule. Fig. 3 ist eine schematische Darstellung des Arbeitsvorganges in Vorderansicht. 



   Auf einer Welle 1 ist mittels Stellschraube 5 ein Schlaufenhalter 2 befestigt, der aus einem sichelförmigen Flachstück a mit Spitze b und geschärftem Innenrand   c   besteht. Auf dem Flachstück a ist durch Niet 14 ein scherenartiges Glied 7 befestigt, dessen freier Arm mit einer Abbiegung oder einem Ansatz 15 versehen ist. Dieses scherenartige Glied ist durch Zugfeder 8 gegen das   Flachstück   a abgefedert. 



   Die Welle 1 wird mit entsprechend gebildeten Vorsprüngen 16 auf die in vertikaler Ebene stebende Zentralspule 10 aufgesteckt und andern Endes in einem auf die Stichplatte 11 aufgeklemmten oder mit Schraube 17 angeschraubten Halter 9 in waagrechter Lage gehalten. 



   Am Nadelhalter 12 ist ein Arm 13 befestigt, der zum Halten der Hohlnadel 3 dient, in welche der   Wollfaden ss   eingefädelt wird. Der Fuss 4 dient zum Drücken der in Fig. 1 und 2 nicht gezeichneten Stoffbahn. 



   Beim Einstechen der Nadel 3 in die Stoffbahn entsteht zwischen dieser und dem Faden in bekannter Weise eine Schlaufe, die durch die Spitze b des mit der Welle 1 schwingenden Schlaufenhalters gefangen und beim Rückgang der Nadel gespannt wird. 



   Beim Spannen der Schlaufe gelangt der Faden 6 an die Schneide   c,   während gleichzeitig der Ansatz 15 des beweglichen Scherengliedes gegen die   Stichplatte 11 stösst. Durch   die Fortsetzung der gleichmässig schwingenden Bewegung des Schlaufenhalters 2 kommt zwischen dessen Schneide c und dem beweglichen Scherenglied ein   Sdierenschnitt   zustande. 



  Beim   Zurückschwingen   des Halters 2 in die Ruhelage wird das Scherenglied 7 durch die Feder 8 in die in Fig. 1 gezeigte Ausgangslage zurückgeschwenkt. Inzwischen ist auch die Nadel in die aus Fig. 2 ersichtliche Anfangsstellung zurückgekehrt und die Stoffbahn kann von Hand oder durch   Stoftrücker   um einen   Maschenabstand weiterbefordert werden.   Beim Einstechen der Nadel wiederholt sieh der Vorgang,   wie aus dem Schema   Fig. 3 ersichtlich. 

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   Die Einrichtung kann sinngemäss auch auf Nähmaschinen mit umlaufenden Greifern oder Greiferschiffchen Anwendung finden. 



   Durch die beschriebene Vorrichtung können auch auf gewöhnlichen Nähmaschinen beliebige Muster von Teppichen auf geeigneten Stoffbahnen erzeugt werden. Die aufgeschnittenen Fäden können in an sich bekannter Weise von der Rückseite her mit der Stoffbahn verleimt werden. Da die gebildeten Schlaufen alle gleich lang sind, durch den Schlaufenhalter mit gleicher Spannung festgezogen und durch die Scherenglieder geschnitten werden, so ist ein nachträgliches Scheren des erzeugten Teppichs nicht erforderlich. 



   Die mit Scherengliedern versehenen Schlaufenhalter können auch reihenweise auf Teppichstickmaschinen verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von plüschartigen Teppichen mittels einer Nähmaschine, bei welchem durch Einstechen einer Fadennadel in eine Stofflage unterhalb derselben Noppen gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen durch einen   Schlaufenhalter   erst festgehalten, dann gespannt und alsdann durch eine Schere aufgeschnitten werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Herstellung von Teppichen auf Nähmaschinen nach Anspruch 1, bestehend aus, einem auf einer Welle befestigten, mit einer geschärften Kante versehenen Schlaufenhalter, mit dem ein bewegliches Scherenglied verbunden ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Scherenglied gegen den Schlaufenhalter abgefedert ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Arm des scherenartigen Gliedes mit einem Ansatz versehen ist, der bei der Teilbewegung des Schlaufenhalters gegen die Stichplatte stösst und dadurch die Schneidbewegung herbeiführt.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 2, bestehend aus einer an die Zentralspule ansetzbaren Welle mit daran befestigtem Schlaufenhalter, einem an der Stichplatte zu befestigenden Wellenhalter und einem am Nadelhalter zu befestigenden Hilfsnadelhalter. EMI2.1
AT141358D 1933-01-14 1933-01-14 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von plüschartigen Teppichen. AT141358B (de)

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