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Einrichtung zur Beeinflussung der Reguliergesehwindigkeit, und damit der Regulierempfindlichkeit, der Gleichlaufvorrichtung einer Maschine, insbesondere einer Papiermaschine.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Beeinflussung der Reguliergeschwindigkeit und damit der Regulierempfindlichkeit der Gleiehlaufvorrichtung einer Maschine, insbesondere einer Papiermaschine, die eine Anzahl einzeln oder gruppenweise angetriebener, miteinander in Regulierabhängigkeit befindlicher Wellen aufweist.
Namentlich bei sogenannten Feinpapiermaschinen, d. h. Maschinen, die zur Herstellung von Qualitätspapier dienen, ist mit stark veränderlichen Geschwindigkeiten zu arbeiten. Dabei ist recht häufig eine Änderung dieser Geschwindigkeiten vorzunehmen. Sind dann solche Maschinen mit einer Gleichlaufvorrichtung versehen, d. h. einer Vorrichtung, welche das Verhältnis der Geschwindigkeit einer Anzahl Wellen zur Geschwindigkeit einer bestimmten Welle gleiehzuhalten hat, so tritt der Übelstand ein, dass die Regulierempfindlichkeit dieser Gleichlaufvorrichtung bei grossen Arbeitsgeschwindigkeiten der Maschine eine wesentlich grössere ist als bei kleinen Geschwindigkeiten.
Zweck der Erfindung ist, eine einfache und daher betriebssichere Einrichtung zu schaffen, welche unter weitestgehender Ausnutzung der auch sonst für den Antrieb und für die Regulierung der Geschwindigkeit der verschiedenen Wellen benötigten Mittel die Reguliergeschwindigkeit und damit die Regulierempfindlichkeit der Gleichlaufvorrichtung der jeweiligen Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine anzupassen erlaubt. Zu diesem Behufe ist, wie an sich bekannt, die Leitgeschwindigkeit für die Gleichlaufvorrichtung unabhängig von der Maschinengeschwindigkeit veränderlich. Erfindungsgemäss sind besondere Einstellmittel für das erforderliche Übersetzungsverhältnis zwischen der Maschinenarbeitsgeschwindigkeit und der jeweils unabhängig davon eingestellten Leitgeschwindigkeit vorgesehen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch und beispielsweise veranschaulicht.
In der Abbildung bezeichnen 1, 2,3, 4,5 Wellen einer Papiermaschine, die mit gegebenen Geschwindigkeiten zu laufen haben. Jede der Wellen 1, 2,. 3 wird von einem eigenen Motor 6 bzw. 7, 8 über ein Geschwindigkeitswechselgetriebe 10 bzw. 11, 12 angetrieben. Die Wellen 4,5 erhalten dagegen ihren Antrieb über ein Geschwindigkeitswechselgetriebe 13 von einem gemeinsamen Motor 9. Die Motoren 6,7, 8, 9 sind synchronisierte Drehstrommotoren, die'an ein gemeinsames Netz 14 angeschlossen sind. Die Sekundärwelle 15 jedes der Geschwindigkeitswechselgetriebe 10, 11, 12, 1. 3 treibt über ein zweistufiges Getriebe 16 und ein einstufiges Getriebe 11 die zugeordnete Welle 1 bzw. 2, 3 und 4,5 der Papiermaschine an.
Die Zwischenwelle 18 jedes der zweistufigen Getriebe 16 betätigt über einen Kettentrieb 19 den treibenden Teil 20 eines von Hand einstellbaren Reguliergetriebes 21 bzw. 22,23, 24. Der getriebene Teil 201 des Reguliergetriebes 22 ist unmittelar mit einer Welle 25 gekuppelt, auf der ein Kegelrad 26 sitzt. Letzteres kämmt mit einem auf einer Regulierwelle 28 einer Gleichlaufvorrichtung sitzenden Kegelrad 27. Der getriebene Teil 201 der übrigen Reguliergetriebe 21, 23, 24 ist dagegen je mit einem Zahnrad 29 eines Differentialgetriebes D starr verbunden.
Die Differentialgetriebe D bilden Regelorgane der Gleichlaufvorrichtung, die je über einen Kettentrieb 30 mit der Einrichtung 32 zur Veränderung des Übersetzungsverhältnisses des zugeordneten Geschwindigkeitswechselgetriebes 10 bzw. 12, 13 in Wirkungsverbindung stehen. Ein weiteres Zahnrad 33 jedes der Differentialgetriebe D ist mit einer Welle 34 starr verbunden. Auf jeder Welle 34 sitzt ein Kegelrad 35, das mit einem auf der Regulierwelle 28 sitzenden Kegelrad 36 kämmt. 37 bezeichnet einen Hilfsmotor, der mit der Einrichtung 32 zur Veränderung des
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aus keine Betätigung erfährt.
Tritt irgendeine Abweichung der Geschwindigkeit einer der Papiermaschinenwellen 1, 3 und 4,5 von der gewollten Geschwindigkeit der Welle 2 auf, so hat das einmal eine sofortige Änderung der Geschwin- digkeit der der betreffenden Maschinenwelle zugeordneten Zwischenwelle 18 zur Folge, was eine Beeinflussung der Differentialgetriebe D und der mit diesen in Wirkungsverbindung stehenden Einrichtungen 32 im Sinne einer Konstanthaltung des Verhältnisses zwischen der Geschwindigkeit der Welle 2 und den Geschwindigkeiten der Wellen 1, 3 und 4, 5 hervorruft.
Sobald das aufrechtzuerhaltende Verhältnis zwischen den Geschwindigkeiten der Wellen 1, 2,3 und 4, 5 wiederhergestellt ist, wirkt dann die Regulierwelle 28 wieder nur noch im Sinne der Aufrechterhaltung der in der beschriebenen Weise selbsttätig eingestellten, neuen Geschwindigkeiten.
Die von Hand einstellbaren Reguliergetriebe 21, 23, 24 gestatten eine gewollte Einstellung der Geschwindigkeit der ihnen zugeordneten Wellen 1 bzw. 3 und 4,5 (Zugeinstellung). In bezug auf die Welle 2 wird bei der dargestellten Ausführung eine Zugeinstellung nicht erforderlich. Dagegen ermöglicht
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der jeweiligen Arbeitsgeschwindigkeit der Papiermasehine anpassen zu können. Dabei ist jeweils durch Einstellen der übrigen Reguliergetriebe 21, 23,24 dafür zu sorgen, dass trotz Erhöhung bzw.
Verminderung der Geschwindigkeit der Regulierwelle 28 zufolge Einstellung des Reguliergetriebes 22 die Geschwindigkeit der Papiermascliinenwellen 1, 3 und 4,5 vom gewollten Betrag keine Abweichung erfährt, d. h. dass das erforderliche Übersetzungsverhältnis zwischen der Maschinenarbeitsgeschwindigkeit und der Geschwindigkeit der Welle 25 bzw. 28 aufrechterhalten bleibt.
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der einzelnen Getriebe 21, 23, 24, da diese Getriebe ausser dem benötigten Bereich für die Zugeinstellung auch noch den erforderlichen Regulierbereieh, der im Zusammenhange mit der Beeinflussung der Geschwindigkeit der Regulierwelle 28 steht, aufweisen müssen. Abgesehen von dieser Bedingung, spielt die Ausbildung der Reguliergetriebe 21, 23,24 für das Wesen der Erfindung keine Rolle.
Anstatt die Regulierwelle 28 in der dargestellten Weise von der Welle 2 antreiben zu lassen, kann sie ihren Antrieb auch von einer besonderen Kraftquelle erhalten, die mit verschiedener Drehzahl laufen kann. In einem solchen Falle ist auch in Verbindung mit der Welle 25 ein Differentialgetriebe D vorzusehen, und das einstellbare Reguliergetriebe 22 hat dann genau so zu wirken wie die Reguliergetriebe 21, 23, 24. Gewünschtenfalls können ferner Mittel vorgesehen werden, welche von einer einzigen Stelle aus selbsttätig und gleichzeitig eine Verstellung der Getriebe 21, 23,24 bzw. 21, 22, 23,24 um die jeweils bei einer Änderung der Geschwindigkeit der Regulierwelle 28 erforderlich werdenden Beträge bewirken ; daneben kann für jedes dieser einstellbaren Getriebe gleichwohl noch eine Handeinstellung vorgesehen werden.
Falls für den Antrieb der Regulierwelle 28 eine mit sich gleichbleibender Drehzahl laufende Kraftquelle zur Verwendung kommt, also z. B. ein Motor, ist zwischen dieser und der Regulierwelle 28 noch ein einstellbares Reguliergetriebe einzubauen. Die einstellbaren Reguliergetriebe 21, 22, 23,24 sind
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genügen.
Anstatt das von Hand einstellbare Reguliergetriebe 22 von der Sekundärwelle des Geschwindig- keitswechselgetriebes 11 antreiben zu lassen, kann es auch von einem besonderen Hilfsmotor angetrieben werden. Ferner kann sowohl in Verbindung mit der Welle 25 als auch jeder der Wellen 34 eine Kupplung vorgesehen werden, um erforderlichenfalls die Wirkungsverbindung zwischen der Regulierwelle 28 und mindestens einer der Wellen 34 unterbrechen bzw. die Welle 25 ausschalten zu können.
Die beschriebene Einrichtung lässt sich nicht nur in Verbindung mit Papiermaschinen anwenden, sondern überall'da, wo die Reguliergesehwindigkeit der Gleichlauf Vorrichtung einer Maschine, die eine
Anzahl einzeln oder gruppenweise angetriebener, miteinander in Regulierabhängigkeit befindlicher Wellen aufweist, zu beeinflussen ist, also z. B. auch bei Merzerisiermasehinen, Rotationsdruckpressen u. dgl.
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