<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die gebräuchlichen Rollfilme bestehen aus einem aus zwei Lagen bestehenden Deckblatt und einem Emulsionsträger aus Zelluloid, Papier oder andern Stoffen, auf welchem die lichtempfindliche Schicht aufgetragen ist. Beide sind auf eine Spule derart aufgewickelt, dass durch das Deckblatt der Emulsionsträger sowohl im unbenutzten Zustand, als auch beim Einlegen in die Kamera vor unerwünschtem Lichtzutritt geschützt ist. Das Deckblatt trägt dabei die Positionsnummern und sonstige Zeichen des Filmes. Es besteht also der Film aus vier Lagen, einer gewöhnlich rotgefärbten, gegen Feuchtigkeit widerstandsfähigen, die Filmbezeichnung tragenden äusseren Schicht, mit der eine gewöhnlich aus schwarzem, weichem Papier bestehende Schicht verbunden ist.
Auf diese Schicht folgt dann lose aufgelegt, der eigentliche Emulsionsträger aus Zelluloid, Papier od. dgl. und auf diesem erst die Emulsion. Infolge dieser Zusammensetzung des Gesamtfilmes ist es, um Rollfilmspulen nicht allzu umfangreich zu gestalten, nur möglich, eine verhältnismässig geringe Länge Aufnahmefilm auf die Spule zu wickeln, da wie eben dargelegt, ein grosser Teil der Spulendieke von dem Deckblatt eingenommen wird. Ein unmittelbares Auftragen der Emulsion, etwa auf das schwarze Deckblatt behufs Ersparung einer Lage des Filmstreifens ist jedoch nicht ausführbar, da Filme entweder durchsichtig sein müssen, um sie im durchfallenden Licht zu kopieren oder sie müssen eine weisse, lichtreflektierende Unterlage haben, um sie im reflektierten Licht (episkopiseh) kopieren zu können.
Vorliegende Erfindung behandelt nicht Filme mit durchsichtigem Schichtträger, sondern solche mit undurchsichtiger Unterlage, u. zw. Papierfilme. Verwendet man als Unterlage für die liehtempfindliche Emulsion nicht beiderseits weisses Papier, sondern ein Papier, welches auf der Seite, welche die Emulsion aufzunehmen hat, rein weiss und auf der andern Seite derart gefärbt ist, dass kein photographisrh wirksames Licht durchgelassen wird. Auf diese Weise ist es möglich einen eigenen Emulsionsträger zu ersparen, da die Emulsion direkt auf die weisse Seite des Deckblattes aufgetragen wird.
Obzwar der Papierfilm ohne besondere'Präparierung schon sehr gut lichthoffrei ist, kann die Lichthoffreiheit noch erhöht werden, wenn man den Emulsionsträger in bekannter Weise mit geeigneten Farbstoffen oder Pigmenten, welche durch die photographischen Bäder vollständig zerstört werden, anfärbt.
Ein nach vorliegender Erfindung aufgebauter Rollfilm besteht also nicht aus vier, sondern nur aus drei Lagen ; er kann daher wesentlich dünner gemacht werden als Filme mit separatem Deckblatt oder auf die gleiche Spule kann ein viel längerer Film aufgebracht werden, als es sonst möglich ist.
Ein weiterer Vorteil dieser Filmart liegt darin, dass ein derartiger Film in den Rollfilmkameras viel weniger Ursache zu Störungen geben kann als ein Film bestehend aus einem Emulsionsträger mit separatem Deckblatt. Die beiden Teile des Filmes, der Emulsionsträger und das Deckblatt legen, wenn sie über die Rollen der Filmkamera laufen, verschieden lange Wege zurück. Der Weg, welchen der Emulsionsträger zurücklegt ist kürzer als jener, welcher vom Deckblatt zurückgelegt wird, da sich der Emulsionsträger näher der Drehachse befindet als wie das Deckblatt. Aus diesem Grunde entstehen im Emulsionsträger oft Falten, welche zu Unschärfe im Bild Anlass geben. Ist Deekblatt und Filmträger ein Stück, kann eine Faltenbildung nicht eintreten.
Da die Filme über ihre ganze Länge mit Emulsion versehen sind, werden zweckmässig an den Enden der Filme in bekannter Weise Papierstreifen aus undurchsichtigem Material, befestigt. Diese Streifen haben den Zweck den emulsionierten Teil des aufgerollten Filmes, gegen Lichteinwirkungen zu schützen.
Photographische Filme mit undurchsichtiger Unterlage sind schon bekannt und Papierfilme befinden sich auch schon im Handel. Neu ist die Verwendung von weissem Papier als Emulsionsträger, welches Papier auf der Rückseite in geeigneter Weise für photographiseh wirksames Licht undureh- lässig gemacht wird.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.