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Es sind Zerstäubungsdampferzeuger für Flüssigkeitsbrenner mit einem die Flamme umgebenden, korbartigen Siederöhrensystem bekannt. Ferner ist es bekannt, zwecks Vergasung von Rohöl die die Flamme umgebenden Vergasungsrohre j ederseits durch Sammelkammern zu verbinden (D. R. P. Nr. 369228).
Diese bekannten Vorrichtungen leiden durchwegs an dem Mangel zu geringer Empfindlichkeit und der Unmöglichkeit einer selbsttätigen Regelung, wenn die Dampfbildung zu stark erhöht und unregelmässig wird, wodurch die Flamme schwankend wird und die Höhe ihrer Temperatur wechselt, was wieder die Verdampfung ungünstig beeinflusst. Die Ursache dieser Mängel liegt bei diesen Vorrichtungen in der unzureichenden Ausgestaltung und Anordnung der Siederohre, deren benetzte Heizflächen sich auch bei Veränderung des Wasserstandes durch einen Schwimmer-od. dgl. Regler nicht gleichmässig, besonders nicht gleichmässig in allen Rohren ändert.
Diese Übelstände werden gemäss vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, dass jedes Rohr des Dampferzeugers sowohl mit dem Wasser-als auch mit dem Dampfraum der Sammelkammer verbunden und derart geformt und angeordnet ist, dass in allen Rohren ungefähr das gleiche Wasserniveau vorhanden ist und dass in Verbindung mit dem durch einen vorgeschalteten, aus Schwimm-und Druckregler bestehenden Speiseregler gesteuerten Wasserstand jede geringste Niveauschwankung sich in allen Rohren gleichmässig auswirkt.
Da der Speiseregler in unmittelbarer Verbindung mit dem Dampferzeuger steht und Zwischenschaltungen vermieden sind, herrschen überall die gleichen Betriebsbedingungen, so dass jede durch eine zu grosse Heizfläche oder eine zu grosse Verdampfungsziffer infolge des Ansteigens der Temperatur der Rohre hervorgerufene Erhöhung des Dampfdruckes ein sofortiges Abschliessen der Wasserzufuhr durch den Druckregler bewirkt. Das Wasserniveau sinkt augenblicklich, und infolge der Empfindlichkeit des Kessels nimmt auch die Heizfläche in allen Rohren gleichmässig und fühlbar ab.
Die pro Zeiteinheit erzeugte Dampfmenge sinkt, bis der Druckausgleich zwischen Wasserzuführungsdruck und Dampfdruck wiederhergestellt ist. Der Druckregler stellt also unbekümmert um die Wirkungsweise des Schwimmreglers automatisch einen Wasserstand im Kessel her, der den Betriebsverhältnissen angepasst ist. Dieser Wasserstand liegt logischerweise niedriger als der Wasserstand, der durch den Schwimmregler hergestellt werden kann. Dies hat den Zweck, bei schwächerer Flamme und die dadurch bedingte geringere Erwärmung des Generators ein Sinken des Dampfdruckes unter ein bestimmtes Mass zu verhindern, da bei Abkühlung der Rohre und durch die geringere Verdampfungsziffer eine Vergrösserung der Heizfläche erforderlich ist, die ihr Maximum beim Wasserstand des Schwimmreglers findet.
Das System passt sich demnach automatisch Betriebs-oder Konsumveränderungen an, wodurch niemals Schwankungen eintreten können.
In der Zeichnung ist ein Zerstäubungsdampferzeuger gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 einen lotrechten Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 1 und Fig. 3 eine Ansicht auf den Röhrenkopf des Brenners von der Hinterseite.
Der Dampferzeuger besteht aus einer Anzahl U-förmig gebogener Rohre b, die mit ihren Enden an einen ringförmigen Sammler d angeschlossen sind, wobei die Rohre korbartig die aus dem Brenner austretende Flamme umgeben.
Ein Ende des letzten zweckmässig an höchster Stelle liegenden und den Überhitzer bildenden Rohres c mündet nicht mehr in den Sammler d, sondern geht durch diesen hindurch und steht in Verbindung mit dem Brenner a, der durch ein Stellrad regulierbar ist und noch einen besonderen Brennstoff-
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zuleitungsstutzen besitzt. Der Sammler d steht durch ein an seiner tiefsten Stelle einmündendes Rohr e und ein weiteres, ungefähr an höchster Stelle einmündendes Rohr f mit einem Speiseventil g in Verbindung, das als vereinigtes Schwimmer- und Kugelventil i, k ausgebildet ist.
Das Speisewasser gelangt aus einem unter gleichmässigem Druck gehaltenen Behälter durch die Zuflussleitung h bei offenen Ventilen & , i über das Schwimmergehäuse g und die Leitung e in die untere Partie des Sammlers d und der Rohre b bis zu einer durch die Einstellung des Schwimmerventils i regulierbaren Höhe und verdampft dort. Der Dampf strömt in die obere Partie der Rohre sowie in den Sammler d und entweicht im Ausmasse der Abnahme durch das zum Düsenkopf a führende Rohr e. Der Wasserstand wird durch das Schwimmerventil in der Weise geregelt, dass der Wasserzufluss bei einer Maximalhöhe gedrosselt wird.
Diese Drosselung findet aber auch dann, u. zw. ohne Rücksicht auf den Wasserstand, durch ein selbsttätiges Ventil k statt, wenn der Dampfdruck im Erzeuger über ein beabsichtigtes Mittelmass steigt. Da Dampferzeugung und Entnahme fortbesteht, sinkt der Wasserstand und verkleinert sich die Heizfläche im Dampferzeuger, und demgemäss vermindert sich auch die Dampfbildung und der Dampf druck, bis der Ausgleich eingetreten ist.. Da für diesen Fall der Druck des Speisewassers denjenigen des Dampfes überwiegt, wird von dem Wasser das automatische Ventil k geöffnet und die von dem Schwimmerventil i kontrollierte Speisung des Dampferzeugers setzt ein, bis dessen höchster Wasserstand erreicht ist, worauf der Schwimmer den weiteren Zufluss absperrt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zerstäubungsdampferzeuger. für Flüssigkeitsbrenner, bestehend aus einem die Flamme umgebenden korbartigen Siederöhrensystem mit ringförmiger Sammelkammer, dadurch gekennzeichnet, dass an der stehend angeordneten Sammelkammer (d) U-förmige Siederohre (b) angeschlossen sind, die mit einem Ende in den Dampfraum und mit dem andern Ende in den Wasserraum der Sammelkammer (d) münden, wobei die Dampf-und Wasserraumanschlüsse der Siederohre in Bezug auf die normale Wasserstandslinie im wesentlichen symmetrisch angeordnet sind, so dass der Wasserstand in allen Siederohren gleich ist.
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