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Einrichtung zur Behandlung organischer Substanzen od. dgl. mit Kathodenstrahlen.
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Im Bereich der Kanüle können longitudinale oder transversale Magnetfelder z. B. durch Umwickeln einer Selenoidspirale erzeugt werden, die auch bei Bewegung und Verbiegung des Kanals eine Führung der Elektronen möglichst in der Kanülenachse sichern. Das Magnetfeld braucht natürlich den Kanal nicht in seiner ganzen Länge zu erfüllen, es genügt, wenn Magnetfelder an den Biegungstellen vorhanden sind. Zweckmässig wird man beim Eintritt der Elektronen in den Kanal bzw. beim Austritt der Elektronen aus dem Entladungsrohr ein Magnetfeld vorsehen, das den Elektronenstrahl vorzentriert, damit möglichst grosse Flächenintensitäten erzielt werden. Der Kanal kann auch durch ein oder mehrere Isolierrohre gegenüber dem Entladungsrohr isoliert werden.
Während das Kanalrohr selbst im allgemeinen so ausgebildet sein kann, dass an seiner Mantelfläche keine Elektronen austreten können, ist das Kanalende durch ein elektronendurchlässiges Fenster, beispielsweise aus Beryllium oder einem andern anorganischen oder organischen Material mit kleinem Atomgewicht abgeschlossen. Das Kanalfenster ist zweckmässig, insbesondere bei Verwendung von Kanülen oder Sonden, als Spitze ausgebildet bzw. als Teil einer Spitze, wenn man an der Spitze keinen allseitigen, sondern einen gerichteten Elektronenaustritt erzielen will.
Die praktische Verwendung dieser Einrichtung wird dadurch erleichtert, dass man ausser dem Kanalfenster auch ein besonderes Fenster für das Entladungsrohr vorsieht. Dann kann das Kanalrohr ohne weiteres, d. h. ohne dass, das Vakuum-im Entladungsraum beeinflusst wird, von der Entladungröhre abgenommen werden. Zweckmässig wird dann auch der Kanal für sich geschlossen ausgebildet, so dass er unter Umständen auch evakuiert oder mit einem Gas gewünschter Beschaffenheit gefüllt werden kann.
Damit die Elektronen möglichst gradlinig bis zur Spitze vordringen können, ist es von Vorteil, in dem Kanal einen mehr oder weniger starken Unterdruck aufrechtzuerhalten. Bei der Behandlung wird beispielsweise die Spitze wie bei einer Injektion bis in die Nähe des erkrankten Gewebes vorgestossen. Wird nun kurzzeitig oder für längere Zeit die Spannung an das Entladungsrohr gelegt, so treten die im Rohr erzeugten Elektronen durch die Spitze der Kanüle in das zu bestrahlende Objekt aus. Bei der vorliegenden Einrichtung ist der Nutzeffekt der Elektronenbestrahlung ein ganz gewaltiger.
Bei Stossbetrieb, insbesondere mit Kondensatorstössen, kann eine grosse Energie durch das Rohr gegeben werden, die Bestrahlungszeit äusserst kurz gehalten sein (Bruchteile einer Sekunde) ; das ist ein grosser Vorteil, wenn man bedenkt, dass das Einführen der Sonde oder einer Kanüle in den menschlichen Körper mit vielen Unzuträglichkeiten und Schmerzen verbunden ist, die gemäss der Erfindung auf ein Minimum herabgedrückt sind.
Da z. B. bei stossweisem Betrieb überall, auch an den geerdeten'Stellen kleine Spannungsdifferenzen auftreten können, ist eine Isolierung der Einlührungsstelle von Vorteil, die zweckmässig durch eine ein fache Isolierung des Kanals vom. Entladungsrohr herbeigeführt werden kann. Das longitudinale oder transversale Magnetfeld sichert auch bei den notwendigen Deformationen der Kanüle eine genaue Führung und einen möglichst verlustfreien Durchtritt der Elektronen bis zur Behandlungsstelle.
Mit Hilfe dieser Anordnung wird es im allgemeinen möglich sein, beliebige Körperstellen zu erreichen und bösartige Geschwülste sehr wirksam zu bekämpfen, trotzdem die Reichweite der Elektronen im Körpergewebe im Höobstfalle unter Umständen nur etwa 4-6 cm betragen braucht.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert :.
Fig. 1 zeigt eine nach Art einer Injektionskanüle ausgebildete Behandlungseinrichtung. 1 ist das Entladungsrohr, das beispielsweise mit Kondensatorstosserregung arbeitet und dessen Wand nach Art eines Kondensatorschichtkörpers ausgebildet ist. Eine solche Röhre ermöglicht die Verwendung verhältnismässig hoher Spannungen sogar ohne das gewöhnlich erforderliche Hochvakuum. Die in dem Entladungsrohr erzeugten Elektronen gehen durch das Lenardfenster 9 in die Kanüle 3. Die Kanüle 3 ist durch ein Isolierzwisehenstück 4 mit dem Entladungsrohr fest oder abnehmbar verbunden. 5 ist ein biegsamer Tombakschlauch, der gestattet, die Kanüle zu biegen. Die Kanüle ist am freien Ende spitz abgeschnitten und durch eine Berylliumplatte 6 abgeschlossen.
In der Kanüle herrscht beispielsweise Unterdruck. Um das Tombakrohr 5 kann unter Umständen eine Selenoidspirale ? gewiekelt sein, die eine axiale Führung des Elektronenstrahls beim Abbiegen des Rohres sichert.
Fig. 2 zeigt eine in Körperhöhlen einführbare Sonde 8 mit dem konisch geformten Fenster 9, aus dem die Elektronen nach allen Richtungen austreten können. Das Fenster kann natürlich auch so ausgebildet sein, dass das Beryllium nur einen schmalen eingeschweissten Streifen bildet, während die übrigen Teile aus hochatomigem Material bestehen, so dass die Elektronen nur nach einer bestimmten Richtung aus. der Spitze austreten können.
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