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Achsbiichse mit selbsttätiger Schmierung.
Die Erfindung bezieht sich auf Achsbüchsen mit selbsttätiger Schmierung, bei denen nächst dem Büchsendeckel auf der Achse eine Abschlussscheibe sitzt, die auf der einen Seite mit einem oder mehreren
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deckels hineinragt.
Erfindungsgemäss ist das aus einem oder mehreren Flügeln bestehende Sehöpforgan auskragend am Scheibenrand angeordnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt der Achsbüchse und der Achse nach einer durch die Achsenmitte gehenden Ebene. Fig. 2 einen halben Schnitt durch die Achse des Achssehenkels nach der Linie 17-11 der Fig. 1 und Fig. 3 eine halbe Ansicht der einen Verschluss bildenden Ölförderscheibe.
Wie die Fig. 1 zeigt, bildet der Achsbüehsenkörper 1 in seinem Unterteil 2 einen Behälter. 3 ist der Achsschenkel und 4 die Lagerschale.
Der Ölbehälter 2 ist durch Wände unterteilt, um die Bewegungen des Öles, die besonders beim Wechseln der Fahrtrichtung und beim Fahren über Unebenheiten des Weges entstehen, zu beschränken. In der Fig. 1 ist eine den Behälter unterteilende Wand 6 dargestellt. Das Öl wird durch eine Förderseheibe 10 einer Aussparung 7 des Oberteiles der Lagerschale 4 zugeführt, ergiesst sich durch Nuten 8 nach Bohrungen 9, welche durch die Wand der Lagerschale durchdringen, und gelangt so zwischen die Lagerflächen.
Diese Scheibe ist ringförmig ausgebildet und auf der Achse 3 durch geeignete Mittel befestigt.
Ihr besonderer Querschnitt ist aus Fig. 1 und 2 ersichtlich. An der dem Büchseninnern zugekehrten
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Punkten ihrer Vorragung sind Flügel 11 befestigt, welche die eigentlichen Förderorgane bilden. Bei der
Drehung der Achse tauchen diese Flügel in das Öl des Behälters 2, wenn sie durch den Unterteil der Büchse hindurchgehen, und nehmen durch Adhäsion eine gewisse Menge 01 auf, das sie nach dem Oberteil fördern.
Bei geringen Geschwindigkeiten fällt das Öl durch seine Schwere direkt in die Aussparung 7 des
Lagers 4, wobei es von dem Flügelrande 12 abtropft, der eine Tropfkante bildet und oberhalb eines Endes des Lagers umläuft.
Bei grösseren Geschwindigkeiten wird das von dem Flügel 11 mitgerissene Öl durch die Zentrifugal- kraft gegen die innere Wandfläche 5 der Büchse 1 geschleudert. Diese Wand 5 ist derart ausgebildet, dass sie das Öl nach der Aussparung 7 der Lagerschale führt, welche es nun aufnimmt. Zu diesem Zweck ist die Wand mit geeignet fächerförmigen zur Aussparung 7 führenden Rillen 13 versehen.
Bei mittleren Geschwindigkeiten wird die Schmierung gleichzeitig durch 01, das längs der Tropf- kante 12 fliesst, und solches, das durch die Zentrifugalkraft geschleudert wird, in vollkommener Weise gesichert.
Beim Anhalten des Fahrzeuges kann es z. B. vorkommen, dass die Öltröpfchen auf die Fläche der
Scheibe 10 fliessen, welche nach der Seite des Rades 14 hin gewendet ist, und dass diese Ölteile das Be- streben haben, längs der Achse nach aussen zu entweichen. Um diesen Ölverlust zu verhindern, bildet die Scheibe selbst in Verbindung mit der Büchse einen Zentrifugalverschluss und wirkt dem Austritt des Öles entgegen. Zu diesem Zweck ist die Scheibe in Form eines ringförmigen Tellers 15 ausgebildet, der nach der Seite des Rades 14 hin gewendet ist. Sein Rand 16 ragt einerseits in einen Tropfenfangraum 17 hinein, der in der Innenwand des Büchsendeckels ausgespart und anderseits von einem ringförmigen
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Vorsprung 18 dieser Wand umgeben ist, die selbst einen die Scheibe umgebenden Teller bildet.
Ferner ist die Umfangsfläche des Randes 16 des Tellers 15 mit im Querschnitt sägezahnförmigen Rippen 19 und Ringnuten versehen, welche das Abfliessen des Öles nach aussen verhindern.
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, wird durch die Gesamtheit der Einzelheiten der Einrichtung dem Austritt des Öles vorgebeugt.
Während des Stillstandes kann das Öl nur nach dem Unterteil der Scheibe 10 fliessen, wobei es den ringförmigen Furchen folgt, die zwischen den Rippen 19 liegen, oder längs der Kante 16 in die Tropfensammelrinne 17 fällt. In jedem Fall wird das 01 nach dem Behälter 2 durch die Tropfenrinde 17 und durch die Tropflippe 18 zurückgeführt.
Während der Fahrt wird das Öl, das sich auf der Ölfangscheibe 10 befindet, durch die Zentrifugalkraft auf die innere Oberfläche des Tropfansatzes 18 geschleudert, welcher es nach dem Behälter 2 zurückführt.
Das Ganze ist durch einen Staubfänger 20 von geeigneter Gestalt vervollständigt.
Auf der andern oder vorderen Seite der Achse 3 ist eine Scheibe 10 a befestigt, die nur als Ölfang wirkt, also keinen Tauchflügel hat, aber sonst genau so wie die Scheibe 10 mit ihrer Kante 16a wirkt.
Sie steht wie diese Scheibe 10 mit Achsbüchsenteilen von besonderer Form, insbesondere mit einem Tropfrinnenraum 17 im Eingriff, der von einem ringförmigen Tropfansatz 18a und einem Staubfänger 20a begrenzt ist.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Achse vorausgesetzt, welche beiderseits aus der Achsbüchse herausragt und in diesem Fall auf einer Seite eine als Ölfang und Ölförderorgan wirkende Scheibe 10 und auf der ändern Seite eine einfache nur als Ölfang wirkende Scheibe 10a trägt. Aber die Erfindung kann auch bei einer gewöhnlichen Achsbüchse angewendet werden, bei der nur eine hinten angeordnete als Ölfang und Ölförderorgan wirkende Scheibe angeordnet ist. Unter diesen Verhältnissen passt sie z. B. gut zu den Achsen, die einen sogenannten guillotineförmigen Bügel tragen.
Im Rahmen der Erfindung können Änderungen vorgenommen werden. So kann man die Anzahl, die Form und die Lage der Flügel 11 ändern und den Querschnitt der Ölfangscheibe 10 und die Form der Rückseite der Büchse in ihrem Zusammenhang ändern, vorausgesetzt, dass das Ganze das unter dem Einfluss der Schwerkraft und der Zentrifugalkraft nach der Aussenseite der Büchse strebende Öl immer nach dem Behälter 2 leitet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Achsbüchse mit selbsttätiger Schmierung durch eine mit mindestens einem Schöpforgan ausgestattete, nächst dem Büchsendeckel auf der Achse sitzenden Abschlussscheibe, die auf der einen Seite tellerartig ausgebildet ist und mit dem Rand des Tellers in eine Ringnut des Büchsendeckels hineinragt und auf der andern Seite das Schöpforgan trägt, dadurch gekennzeichnet, dass das aus einem oder mehreren Flügeln bestehende Schöpforgan auskragend am Scheibenrand angeordnet ist.