AT136914B - - Google Patents

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AT136914B
AT136914B AT136914DA AT136914B AT 136914 B AT136914 B AT 136914B AT 136914D A AT136914D A AT 136914DA AT 136914 B AT136914 B AT 136914B
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 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 äusseren Kontur des Leiters umschriebenen Fläche sinkt. Um diesen Füllfaktor bei verseilten Leitern zu erhöhen, ist es bekannt, besonders bei sektorförmigen Leitern elektrischer Kabel mit zur Längsachse des Leiters parallelen Kanten die Leiter nach dem Verseilen nochmals durch entsprechend kalibrierte Walzen zu führen, wo sie in die auf einen höheren Füllfaktor berechnete Form gequetscht bzw. gewalzt werden. 



   Das Walzen sektorförmiger Leiter mit zur Längsachse des Leiters parallelen Kanten macht jedoch den Sektorleiter starr. Bei der Verseilung der Adern ohne   Rückdrehung,   wie sie bisher   üblich   war, setzen jedoch die gewalzten starren Adern der Verseilung einen erheblichen Widerstand entgegen. Im Gegensatz dazu lässt sich zur Erhöhung des Füllfaktors das Walzen elektrischer Leiter unrunden Querschnitts, die nach dem im Patent Nr. 120198 unter Schutz gestellten Verfahren verdreht sind, ohne jede Bedenken anwenden.

   In dem genannten Patent ist ein Verfahren zur Herstellung elektrischer Mehrleiterkabel mit Adern unrunden Querschnitts beschrieben, welches darin besteht, dass die einzelnen unrunden Leiter vor ihrer Isolierung und Verseilung zum Kabel eine verdrehte Form, u. zw. durch Verseilung der den Leiterquerschnitt bildenden Drähte oder Litzen, erhalten. Da solche Leiter nach ihrer Isolierung mit Rückdrehung verseilt werden können, so macht sich das Walzen derartiger Leiter in keiner Weise nachteilig bemerkbar und stellt eine günstige Weiterentwicklung des in dem Patent Nr. 120198 unter Schutz gestellten Verfahrens dar. 



   Die nach dem Patent Nr. 120198 verdrehten Leiter werden daher erfindungsgemäss zur Erhöhung des Leiterfüllfaktors gewalzt, wobei das die Walzen tragende Gehäuse mit einer Drehzahl und einem Drehsinn um die Längsachse des Leiters umläuft, die durch die Durchzugsgeschwindigkeit des verdrehten Leiters zwischen den Walzen und die Schraubensteigung des verdrehten Leiters gegeben sind. Es empfiehlt sich, den verdrehten Leiter in demselben Arbeitsgang mit der Verseilung der den Leiterquerschnitt bildenden Drähte oder Litzen zu walzen. In diesem Fall stimmen die Drehzahl und der Drehsinn des Walzgehäuses mit den entsprechenden Grössen desjenigen Teils der zur Herstellung des verdrehten Leiters dienenden Verseilmaschine überein, der dem unrunden Leiter die Schraubensteigung erteilt. 



   Die scharfen Kanten, die der Litzenleiter bei sehr starker Pressung bekommt, sind für eine Übertragung hochgespannten Stromes wegen der damit verbundenen höheren Beanspruchung der Isolation nachteilig. Sie lassen sich aber vermeiden, wenn auf einem gepressten Leiterkern zur Abrundung der Leiterkanten noch eine oder mehrere Decklage runder Drähte aufgeseilt und der fertige Leiter keiner scharfen Pressung mehr unterworfen wird, wie es für Sektorleiter mit zur Längsachse des Leiters parallelen Mantellinien bereits bekannt ist. 



   Bei der Ausbildung der Walzen ist folgendes zu beachten : Der Aufbau des Walzapparates muss in der Weise erfolgen, dass ein einwandfreies Arbeiten der Walzen gewährleistet ist. Weiterhin ist es zweckmässig, dass eine   Veränderung   der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen, die im Betrieb häufig 

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 erwünscht ist, leicht erreicht werden kann. Schliesslich ist beim Walzen verdrehter Sektorleiter noch zu beachten, dass durch das Nachwalzen bzw. Auswalzen der Leiter sich die vorher weichen Kupferdrähte des Leiters härten und der ausgewalzte Leiter eine Aufdrehspannung erhält, welche das spätere Verarbeiten dieser Leiter sehr erschwert. Es ist daher erwünscht, diese Aufdrehspannung zum Verschwinden zu bringen. 



   Die angegebenen Forderungen können in nachstehend beschriebener Weise verwirklicht werden :
Die umlaufenden Walzen werden unter Zwischenschaltung einer Schleifkupplung angetrieben. 



  Der Antrieb der Walzen kann von einem Elektromotor aus erfolgen, welcher mit dem Walzengehäuse um die Längsachse des zu walzenden Leiters umläuft und seine Stromzuführung durch Schleifringe und Schleifkontakte erhält. Das drehbare Walzengehäuse muss bei dieser Bauart genau ausbalanciert werden. Die Schleifkupplung dient dazu, ein immer nahezu gleiches Drehmoment auf die Walzen zu übertragen. Die Geschwindigkeitsänderung des Motors kann durch Stromregulierung erfolgen. 



   Durch den einzubauenden Elektromotor erhält der Walzapparat eine verhältnismässig grosse Baulänge, was in manchen Fällen seiner Verwendung, besonders beim Einbau in vorhandene Verseilmaschinen, hinderlich ist. Eine kleinere Baulänge des Walzapparates kann dadurch erreicht werden, dass der Antrieb der Walzen durch ein umlaufendes Planetengetriebe unter Mitwirkung einer Schleifkupplung geschieht. Eine Einstellbarkeit der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen kann durch schnelleren oder langsameren Antrieb der Planetenräder vorgenommen werden. 



   Zur Vernichtung der beim Walzen des verdrehten Leiters auftretenden Aufdrehspannungen werden die gewalzten Leiter nach dem Verlassen der Presswalzen in eine kürzere Steigung verdreht als diejenige, die für die Erreichung des gewünschten Schraubenganges bei nicht   rückfedernde   weichem Material notwendig wäre. Dies kann dadurch erreicht werden, dass hinter den eigentlichen Presswalzen noch ein zweites Walzenpaar angebracht ist.

   Das zweite Walzenpaar wird so eingestellt, dass der gewalzte Leiter in der Abstandsentfernung zwischen den eigentlichen Presswalzen und dem zweiten Walzenpaar zwangsweise in eine andere Steigung verwunden wird, als das Verhältnis der Umdrehung des Walzengehäuses des ersten Walzenpaares zu der Abzugsgeschwindigkeit der Abzugscheibe der Maschine bei einer Umdrehung des genannten Walzengehäuses um die Längsachse des Leiters ergeben würde. Hiebei wird der Leiter etwas über seine Elastizitätsgrenze beansprucht und verliert dadurch seine   Rückfederkraft,   so dass der Leiter nicht mehr das Bestreben hat, die Schraubenwindung aufzudrehen, also völlig spannungfrei ist, wodurch ein leichtes Zusammenschlagen der Leiter zum fertigen Kabel gewährleistet ist. 



   Nach dem zweiten Walzenpaar kann noch ein drittes Walzenpaar angebracht werden, um die Drähte des Leiters, welche beim Durchgang durch das erste Walzenpaar bereits deformiert wurden und sich durch die kürzere Verdrehung des Gesamtleiters zwischen dem ersten und zweiten Walzenpaar etwas verkantet haben, wieder in ihre richtige Lage zu pressen. An Stelle der beiden letzten Walzenpaare können auch einfache, entsprechend ausgedreht Führungsrollenpaare oder Kaliber angeordnet werden. Die beiden letzten Walzenpaare, welche mit derselben Geschwindigkeit wie das erste Walzenpaar um die Längsachse des zu walzenden Leiters umlaufen, können auf getrennten Ständern mit getrenntem Antrieb angebracht werden. Auch können alle drei Walzenpaare oder auch nur einzelne mit einem Antrieb für die Walzen versehen werden.

   Es können aber auch die Walzen sämtlicher Walzenpaare lose drehbar, d. h. nicht zwangläufig angetrieben sein. 



   Im nachstehenden sind die Vorrichtungen, die zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung erforderlich sind, beschrieben. 



   In den Fig. 1-4 ist die Ausbildung einer Walzvorrichtung dargestellt, deren Walzen durch einen in dem Walzengehäuse angeordneten Elektromotor angetrieben werden. Die Fig. 1 zeigt den Aufriss, die Fig. 2 den Grundriss und die Fig. 3 den Kreuzriss einer solchen Vorrichtung. Die Fig. 4 stellt einen Schnitt durch die Vorrichtung längs der Schnittlinie   A-B   in Fig. 1 dar. Die Fig. 5 und 6 zeigen in zwei Ansichten eine Zusammenstellung, aus welcher der Einbau der Vorrichtung in die Verseilmaschine ersichtlich ist. 



   In den Fig. 7-11 ist die Ausbildung einer Walzvorrichtung, deren Walzen durch ein Planetengetriebe angetrieben werden, in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Die Fig. 7,8 und 9 zeigen in Aufriss, Grundriss und Kreuzriss die eine Ausführungsform des Walzapparates und die Fig. 10 und 11 in Aufriss und Grundriss die zweite Ausführungsform. 



   Die Fig. 12-15 stellen zwei Ausführungsbeispiele einer Walzvorrichtung dar, die dazu dient, um die durch das Walzen eines verdrehten Sektorleiters verursachten   Rückfederspannungen   auszugleichen, u. zw. zeigen die Fig. 12 und 13 in Aufriss und Grundriss die erste und die Fig. 14 und 15 in ähnlichen Ansichten die zweite Ausführungsart. 



   Die Vorrichtung nach den Fig. 1-4 und der Einbau derselben in eine fertige Verseilmaschine werden nachfolgend beschrieben : Auf dem Tisch 1 ruht in zwei Lagern 2 a, 2 b, die eigentliche Walzvorrichtung. Diese besteht aus einem in zwei hohle Zapfen auslaufenden drehbar gelagerten   Gehäuse 3   zur Aufnahme der beiden Walzen 4. 



   Die beiden Walzen sind durch Zahnräder 5 untereinander verbunden. Es genügt aber auch, wenn nur eine Walze angetrieben wird. Die Walzen lagern in den Schlitzführungen des Walzengehänses   8,   

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 wodurch ein leichtes Auswechseln der Walzen ermöglicht wird. Die Walzen werden durch auf die Lager 6 der Walzenwellen wirkende Druckschrauben 7 gegeneinander gepresst und in ihrer Lage gehalten. Der
Antrieb dieses Walzengehäuses, welches beim Durchgang des in Schraubenform vorgewundenen Leiters um die Längsachse dieses Leiters umlaufen muss, geschieht durch Ketten-oder Zahnradübersetzung an das Antriebsrad   8,   welches mit dem Walzengehäuse 3 fest verbunden ist. 



   Die Anordnung der   Ketten-oder Zahnradübersetzung   ist so, dass die Geschwindigkeit des Walzen- gehäuses 3 genauestens dem Gang der Schraubenlinie entspricht, wie sie der zu walzende Leiter später im fertigen Kabel erhalten soll bzw. genau der Umlaufzahl desjenigen Teiles 9 (Fig. 5 und 6) der Verseil- maschine entspricht, welcher den Kern des Leiters in Schraubenform verseilt und dadurch dem ver- seilten unrunden Leiter die obenerwähnte Schraubenform erteilt. Der Antrieb des Walzengehäuses 3 vom Teile 9 geschieht durch die Übersetzung 10 und 11 vermittels der Welle 12 (Fig. 5 und 6). Der Teil 13 der Maschine legt auf den in Schraubenform verseilten Kern unter Beibehaltung der Schraubenform die Deckdrähte auf.

   Die Übersetzungen 10 und 11 sind so gewählt, dass die Umdrehungszahl des Walzen- gehäuses 3 genau mit der Umdrehungszahl des Teiles 9 (Fig. 5 und 6) übereinstimmt. Der hohle Zapfen 14 des Gehäuses ist als Halter des mit dem Gehäuse umlaufenden Verseilkalibers 15 ausgebildet, in welchem sowohl die vom Teil 9 der Maschine kommenden Drähte des Kernes in die Schraubenform verseilt, wie auch die von dem Teil 13 der Maschine kommenden   Deckdrähte   auf diesen schraubenförmigen Kern aufgelegt oder aufgeseilt werden. Das Verseilkaliber 15 selbst ist in seinem Halter einstellbar, um eine Anpassung an die Schraubenlinie des Leiters gegenüber den Walzen zu   ermöglichen.   Der Antrieb der Walzen geschieht durch einen Elektromotor 16, welcher auf dem Walzengehäuse angebracht ist und mit demselben umläuft.

   Die Stromzuführung des Motors geschieht mittels Schleifkontakts und Schleifringe 17 (Fig. 1). Diese sind hier beispielsweise auf dem hohlen Zapfen 18 des Gehäuses angeordnet. Die notwendige Umdrehungszahl der Walzen 4 lässt sich nun leicht durch entsprechende Übersetzungen zwischen Motor und der einen oder andern Walzenwelle, z. B. durch Zahnräder, Schnecken und Schneckenräder oder solche Kombinationen, erreichen. 



   In Fig. 1-4 ist beispielsweise diese Übersetzung mit Schnecken und Schneckenrädern vorgesehen. 



  In der Übersetzung zwischen dem Motor und den Walzen ist eine Schleifkupplung 19 eingebaut, um durch entsprechende Einstellung derselben einen Ausgleich zu erreichen, falls die Umlaufsgeschwindigkeit der Walzen grösser ist als die Durchlaufsgeschwindigkeit des zu walzenden Leiters, welche von der Umfangsgeschwindigkeit der Abzugscheibe 20 abhängig ist. Ausserdem kann die Geschwindigkeit des Motors durch Stromregulierung verändert werden. Das drehbare Walzengehäuse wird entsprechend ausbalanciert. 



   Der Arbeitsvorgang ist folgender : Die von der zur Herstellung unrunder und in Schraubenform vorgedrehter Leiter eingerichteten Verseilmaschine 9 und 13 kommenden Drähte werden im Verseilkaliber 15 verseilt und vermittels Walzen 4 nachgewalzt, wobei das Walzengehäuse mit dem Verseilkaliber 15 und den Walzen 4 mit derselben   Umlaufsgeschwindigkeit   um die Längsachse des Leiters umläuft wie der Teil 9 der Verseilmaschine, welcher zusammen mit dem Kaliber   15   dem unrunden Leiter die obenerwähnte exakte Schraubenform erteilt. 



   Die Vorrichtung nach den Fig. 7-11 ist im nachfolgenden beschrieben :
Bei der Ausführung gemäss den Fig. 7-9 sind die Walzen 17 in üblicher Weise in das Gehäuse 18 eingesetzt. Dieses in einen hohlen Zapfen 19'auslaufende Walzengehäuse 18 ist in den Lagern 20 und 21 gelagert und wird durch das Antriebsrad 22 angetrieben. Der Antrieb der eigentlichen Walzen 17 geschieht durch ein umlaufendes Planetengetriebe. Dieses umlaufende Planetengetriebe wird durch das Antriebsrad 23 angetrieben, welches mit dem Zentralrad 24 des Planetengetriebes fest verbunden ist. Das Antriebsrad 23 und das Zentralrad 24 des umlaufenden Planetengetriebes laufen lose auf dem hohlen Zapfen 19'des Walzengehäuses 18.

   Das das Walzengehäuse antreibende Antriebsrad 22 sowie das das Planetengetriebe antreibende Rad 23 können von irgendeiner Welle der Maschine, in welcher der Walzapparat eingebaut wird, durch Ketten und Kettenrad oder Zahnradgetriebe u. dgl. angetrieben werden. 



  In besonderen Fällen kann der Antrieb auch durch separate Motoren erfolgen. 



   In das Zentralrad 24 greifen die Planetenräder 25 ein, deren Lager mit dem umlaufenden Walzengehäuse 18 fest verbunden sind. Die Wellen dieser Planetenräder 25 übertragen ihre Umdrehungen über die konischen Räderpaare 26,27 und die Stirnräderpaare   28,   29 auf die Walzen 17. Das Stirnräderpaar   28,   29 ist zur Regulierung der Umlaufs zahl der Walzen bzw. der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen auswechselbar angeordnet. 



   Der grösseren Klarheit wegen ist in Fig. 7 und 8 nur der Antrieb einer Walze gezeichnet. Aus Fig. 9 geht dagegen hervor, wie der Antrieb beider Walzen vorzunehmen ist. Der Einbau der Walzvorrichtung in eine Verseilmaschine erfolgt sinngemäss wie der Einbau der in den Fig.   1-4   dargestellten Vorrichtung. 



   Soll die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen   möglichst   genau auf die Durchlaufsgeschwindigkeit des Walzgutes eingestellt werden, oder soll die Umlaufszahl der Walzen in ein genaues, aber veränderliches Verhältnis zu der Umlaufszahl des Walzengehäuses 18 gebracht werden, wird vorteilhafterweise die   Ausführung   gemäss Fis. 10 und 11 verwendet. Der Antrieb des Antriebsrades 30 bzw. des Walzen- 

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 EMI4.1 
 welches die Umdrehungen des Walzengehäuses auf das Kettenrad 33 und damit auch auf die kurze Welle 34 überträgt. Die Räder 35,36, 37, 38 sind   Wechselräder,   durch welche die Umlaufzahl der kurzen Welle 39 auf das genaueste geregelt werden kann.

   Auf der Welle 39 sitzt ausser dem Rad 38 lose das Kettenrad 40, welches durch eine mit der Welle 39 verbundene Schleifkupplung 41 angetrieben wird. Der Antrieb des Planetengetriebes geschieht vom Kettenrad 40 auf das Antriebsrad 42 und somit auf das Zentralrad   43   des Planetengetriebes. Durch die Planetenräder 44, die konischen Räderpaare 45,46 und die Stirnräderpaare 47 und 48 erfolgt nun der Antrieb der Walzen 49 genau so wie bei der Ausführung gemäss Fig. 7-9. 



   Es ist selbstverständlich, dass jede Art Geschwindigkeitsregler zur Regulierung der Geschwindigkeit der Walzen verwendet werden kann, also nicht nur Wechselräder, und dass an Stelle von Ketten irgendwelche andere Übertragungselemente verwendet werden können. 



   Eine Walzvorrichtung, die zum Entfernen der durch das Walzen in den Leiter hineingebrachten Rückfederspannungen dient, ist im nachfolgenden beschrieben :
Bei der Ausführung nach Fig. 12 und 13 sind drei Walzenpaare   50,   51 und 52 angeordnet, deren Gehäuse 53,54, 55 mit ihren hohlen Wellen in Ständern 56, 57, 58 gelagert sind. Der Antrieb der Walzengehäuse erfolgt über die Zahnräder 59, 60, 61, welche mit der hohlen Welle des zugehörigen Walzengehäuses fest verbunden sind. Sämtliche drei Walzenpaare laufen mit einer und derselben Geschwindigkeit um die Längsachse des Leiters um und werden von irgendeiner Welle der Maschine, in welche die Einrichtung eingebaut wird, angetrieben. Die drei Walzeinrichtungen sind auf einem Tisch 62 befestigt. 



  Die Walzenpaare 50,   51,   52 sind im zugehörigen Walzengehäuse 53,54, 55 drehbar um die Längsachse des zu walzenden Leiters (in derselben Weise wie die Walzenpaare 67 und 68 bei der weiter beschriebenen Ausführungsform nach Fig. 14 und 15) und feststellbar angeordnet, damit die Ausdrehungen 63,64, 65 der Walzenpaare leicht an den Schraubengang des zu walzenden Leiters eingestellt werden können. 



   Die Walzenpaare 50 und 51 werden so eingestellt, dass zwischen diesen Walzenpaaren ein Schraubengang erzeugt wird, welcher kleiner ist als der Schraubengang, welcher sich aus den Umdrehungen des Walzenpaares 50 und der Abzugsgeschwindigkeit der Abzugscheibe der Maschine ergeben würde. Hiebei wird der Leiter etwas über seine Elastizitätsgrenze beansprucht und verliert dadurch seine   Rückfeder-   kraft. Das Walzenpaar 52 dient nur dazu, um die einzelnen Drähte des Leiters, welche beim Durchgang durch das erste Walzpaar bereits deformiert wurden und welche sich auf der kürzeren Steigung zwischen den Walzenpaaren 50 und 51 etwas verkantet haben, wieder zu glätten. Durch die Möglichkeit, auch dieses Walzenpaar 52 um die Längsachse des Leiters zu verstellen, ist es leicht, auch dieses Walzenpaar dem Schraubengang des Leiters anzupassen.

   Die drei Walzeinrichtungen 50, 51, und 52 können in ihrer Mittelentfernung voneinander verstellt werden durch Verstellung der Ständer 56,57, 58 auf dem Tisch 62. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 14 und 15 sind die Walzenpaare mit 66,67 und 68 bezeichnet. 



  Das Walzengehäuse 69 des ersten Walzenpaares 66 ist im Lagerständer 70 gelagert. Der Antrieb erfolgt über das Zahnrad   71,   welches auf der hohlen Welle   des'Walzengehäuses   69 befestigt ist. Mit dieser hohlen Welle ist auch die Scheibe 72 fest verbunden, welche zwei Führungsstangen 73 trägt. Diese Stangen tragen zwei verschiebbare und feststellbare Gleitstücke 74, in welchen drehbar und feststellbar die Halter 75 der Walzenpaare 67 und 68 eingesetzt sind. Auf diese Weise ist es möglich, die Walzenpaare 66, 67 und 68 sowohl in ihrer Entfernung zueinander einzustellen, als auch die Walzenpaare   67 und 68   um die Längsachse des zu walzenden Leiters zu drehen, um die einzelnen Walzenpaare dem Schraubengang des einzelnen Leiters leicht anzupassen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung elektrischer Leiter unrunden Querschnitts für Mehrleiterkabel, die nach dem Verfahren gemäss dem Patent Nr. 120198 durch Verseilung der den Leiterquerschnitt bildenden Drähte oder Litzen in Schraubenform verdreht sind, dadurch gekennzeichnet, dass die ver- drehten Leiter zur Erhöhung des Leiterfüllfaktors gewalzt werden, wobei das die Walzen tragende   Gehäuse   mit einer Drehzahl und einem Drehsinn um die Längsachse des Leiters umläuft, die durch die
Durchzugsgeschwindigkeit des verdrehten Leiters zwischen den Walzen und die Schraubensteigung des verdrehten Leiters gegeben sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die verdrehten Leiter in demselben Arbeitsgang mit der Verseilung der den Leiterquerschnitt bildenden Drähte oder Litzen gewalzt werden, wobei dann die Drehzahl und der Drehsinn des Walzengehäuses mit den entsprechenden Grössen des- jenigen Teils der zur Herstellung des verdrehten Leiters dienenden Verseilmaschine übereinstimmen. der dem unrunden Leiter die Schraubensteigung erteilt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen unter Zwischenschaltung einer Schleifkupplung angetrieben werden. <Desc/Clms Page number 5>
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen von einem Elektromotor angetrieben werden, welcher mit dem Walzengehäuse um die Längsachse des zu walzenden Leiters umläuft und welcher seine Stromzuführung durch Schleifringe und Schleifkontakte erhält.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen durch ein umlaufendes Planetengetriebe angetrieben werden.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewalzten Leiter nach dem Verlassen der Presswalzen in eine kürzere Steigung verdreht werden als diejenige, die für die Erreichung des gewünschten Schraubenganges bei nicht rückfederndem weichem Material notwendig wäre.
    7. Vorrichtung zur Ausführung der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein die Walzen tragendes, drehbar angeordnetes Gehäuse.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das die Walzen tragende Gehäuse zugleich das Verseilkaliber trägt.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Walzengehäuse das Verseilkaliber, die Walzen, eine Schleifkupplung, ein Elektromotor und Schleifringe angeordnet sind, wobei der Elektromotor zum Antrieb der Walzen über die Schleifkupplung und die Schleifringe zur Stromzuführung des Elektromotors dienen.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Walzengehäuse zwischen den Walzen und dem Elektromotor zur Regelung der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen Wechselräder angeordnet sind.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb der Walzen ein umlaufendes Planetengetriebe vorgesehen ist und der Antrieb des Planetengetriebes unter Zwischenschaltung einer Schleifkupplung sowie der Antrieb des Walzengehäuses von irgendeiner beliebigen Welle der Maschine, in welcher der Walzapparat eingebaut ist, erfolgt.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Planetengetriebes von dem umlaufenden Walzengehäuse abgeleitet ist.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Walzengehäuses und des Planetengetriebes durch Motore unabhängig vom Antrieb der Maschine, in welcher der Walzapparat eingebaut ist, geschieht.
    14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 11, 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Walzen und dem Planetengetriebe Wechselräder zur Regelung der Umlaufsgeschwindigkeit der Walzen angeordnet sind.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselräder ausserhalb des Walzengehäuses in ein Vorgelege eingebaut sind und zwischen den Wechselrädern und dem Planetengetriebe eine Sehleifkupplung angeordnet ist.
    16. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vernichtung der beim Walzen des verdrehten Leiters auftretenden Aufdrehspannung des Leiters in dem drehbaren Walzengehäuse mehrere, in der Längsachse des Leiters hintereinanderliegende Walzenpaare vorgesehen sind, die den gewalzten Leiter in eine kürzere Steigung verdrehen als diejenige, die für die Erreichung des gewünschten Schraubenganges bei nicht federndem weichem Material notwendig wäre.
    17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Walzenpaare sowohl in der Längsachse als auch um die Längsachse des zu walzenden Leiters gegeneinander verstellbar angeordnet sind.
    18. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vernichtung der beim Walzen des verdrehten Leiters auftretenden Aufdrehspannungen des Leiters ein einziges Walzenpaar und mehrere Führungsrollen oder Kaliber vorgesehen sind, die sowohl in der Längsachse als auch um die Längsachse des zu walzenden Leiters gegeneinander verstellbar angeordnet sind.
    19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16,17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen sämtlicher oder eines der Walzenpaare zwangläufig angetrieben sind.
    20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16,17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen sämtlicher Walzenpaare lose drehbar, d. h. nicht zwangläufig angetrieben sind.
    21. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Walzenpaar in einen besonderen Ständer und mit besonderem Antrieb angeordnet ist, der zur zwangläufigen Drehung der Walzen um die Längsachse des Leiters dient.
    22. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (69) eines Walzenpaares mit Trägern (13) versehen ist, auf welchen die übrigen Walzenpaare verstellbar angeordnet sind, und dass ein für alle Walzenpaare gemeinsamer Antrieb vorgesehen ist, der die Umlaufsbewegung aller Walzenpaare um die Längsachse des zu walzenden Leiters bewirkt.
    23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (13) aus Führungen bestehen, auf welche Gleitstücke ver-und feststellbar aufgesetzt sind, in welchen die Halter (75) der Walzenpaare fW, 68) drehbar um die Längsachse des zu walzenden Leiters eingesetzt sind.
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