DE916309C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hochfrequenzkabeln mit Luftraumisolation - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hochfrequenzkabeln mit LuftraumisolationInfo
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- H01B13/06—Insulating conductors or cables
- H01B13/18—Applying discontinuous insulation, e.g. discs, beads
- H01B13/20—Applying discontinuous insulation, e.g. discs, beads for concentric or coaxial cables
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Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung elektrischer Kabel mit Luftraumisolation.
In der britischen Patentschrift 608 147 wurde ein Verfahren für die Fabrikation eines wendelförmig«!
Abstandhalters zum Gebrauch bei der Herstellung der Luftraumisolatioin elektrischer Fernmeldekabel
beschrieben. Nach diesem Verfahren wird eine Lage dielektrischen Materials auf einen Former oder
Preßdorn aufgebracht und danach wendelförmig geschnitten, um eine Wendel zu ergeben, die nach Ablösung
von dem Former ausgezogen und auf einen Leiter aufgebracht werden kann, um diesen relativ
zu einem äußeren, damit gleichachsigen Leiter mit einem beträchtlichen Luftraum zwischen den beiden
Leitern abzustützen. In einer anderen Anwendung wird die Wendel zuerst genutet und dann auf einen
mittleren Stützdraht aufgebracht, wobei die Nuten dazu dienen, eine Mehrzahl von Leitern aufzunehmen
und in bestimmten Abständen voneinander festzulegen. ' ao
D|ie Erfindung hat zum Gegenstand ein Verfahren und eine Einrichtung zum Aufbringen der
Wendel auf den zentralen Leiter oder Stützdraht. Wenn eine Wendel ausgezogen wird, so verkleinert
sich ihr Innen- und Außendurchmesser, und. wenn man das eine Ende festhält, so will sich das freie
Ende verdrehen. Eine solche Verdrehung ist offensichtlich unzulässig, wenn die Wendel auf einen
Leiter oder Stützdraht dadurch aufgebracht wird, daß eine Wendelzuführungsspule um den vorrücken-
den Leiter oder Stützdraht rotiert. Andererseits kann die völlige Verhinderung der Verdrehung Unstabilität
oder sogar ein Zusammenfallen der Wendel zur Folge haben.
Es hat sich als möglich erwiesen, diese Verdrehung der Wendel dadurch zu· überwinden,, daß
man dem Leiter oder Stützdraht, um den sie gewickelt wird, einen größeren Durchmesser gibt, als
ihn die unausgezogene Wendel innen besitzt. Auf ίο diese Weise entsteht an der ausgezogenen Wendel
ein Biegemoment in der Ebene der Wendel, und dieses Moment läßt die Wendel im Verein mit der
Reibung zwischen der Innenfläche der Wendel und dem Leiter fest an diesem anhaften.
Nach der Erfindung ist das Verfahren zur Herstellung elektrischer Leiter mit Luftraumisolation unter Verwendung eines wendeiförmigen Abstandhalters, bei dem der Innendurchmesser der den Abstandhalter bildenden Wendel mit dem Durchmesser des Leiters, auf den er aufzuziehen ist, einen Festsitz bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleinerung des Durchmessers der inneren Bohrung der Wendel, die sich ergibt, wenn die Wendel beim Aufbringen auf den Leiter auegezogen wird, ein Biegemoment in der Ebene der Wendel hervorruft ujrad die Wendel hierdurch nach ihrem Aufbringen auf den Leiter in ihrer Lage festgehalten wird.
Nach der Erfindung ist das Verfahren zur Herstellung elektrischer Leiter mit Luftraumisolation unter Verwendung eines wendeiförmigen Abstandhalters, bei dem der Innendurchmesser der den Abstandhalter bildenden Wendel mit dem Durchmesser des Leiters, auf den er aufzuziehen ist, einen Festsitz bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleinerung des Durchmessers der inneren Bohrung der Wendel, die sich ergibt, wenn die Wendel beim Aufbringen auf den Leiter auegezogen wird, ein Biegemoment in der Ebene der Wendel hervorruft ujrad die Wendel hierdurch nach ihrem Aufbringen auf den Leiter in ihrer Lage festgehalten wird.
Praktisch genügt schon ein verhältnismäßig geringer Durchmesserunterschied zwischen der Wendelhöhlung
und dem Leiter im fertigen Kabel.
Nach einem anderen Kennzeichen der Erfindung gehört zu einer Maschine für das Aufbringen einer
Wendel auf einen Leiter oder Stützdraht bei der Fabrikation von Hochfrequenzkabeln, der beschriebenen
Art mit LuftraumisoMeruing eine Spule für die
fertiggeschnittene, aber noch unausgezogene Wendel, und diese Spule ist in einem Drehgestell in
normalerweise fester Abhängigkeit von der Vorschubrichtung des zu isolierenden Kabels gelagert,
aber so eingerichtet, daß sie an die Achse des Kabels angepaßt werden kann. Ferner gehört dazu
eine Einrichtung, um den Leiter oder Stützdraht axial durch das Drehgestell hindurchgehen zulassen,
sowie Mittel, um die Wendel gleichmäßig und fest um den erwähnten Leiter oder Stützdraht herumzuwickeln.
Wenn auch eine Verdrehung der Wendel durch
die Mittel der Erfindung im wesentlichen verhindert ist, so können doch kleinere Abweichungen in den
Maßen der Kabelbestandteile ein gewisses Maß an Verdrehung verursachen; darum ist die Maschine
nach der Erfindung mit Mitteln, ausgestattet, um solchen Veränderungen gerecht zu werden. Zu
diesem Zweck können Mittel vorgesehen sein, um die Stellung der Wendelzuführungsspule relativ zum
Drehgestell zu verändern.
Die Erfindung wird durch die Zeichnung erläutert; diese stellt eine schematische Längsansicht
einer Maschine dar, mit der eine Wendel auf den zentralen Leiter eines elektrischen· Kabels aufgebracht
werden kann.
In der Zeichnung bedeutet A eine Abwickeltrommel
für eine Länge eines Leiters C zum Gebrauch in der Kabelfabrikation; W ist eine Wickelmaschine,
um eine Wendel M auf den Leiter aufzubringen. Wenn, dann der mit der Wendel versehene
Leiter die Wickelmaschine W verläßt, so wird er um die Trommel D drei- oder viermal
herumgewickelt, bevor er auf eine dritte Trommel E aufläuft, auif die der Leiter mit der Wendel schließ-Hch
aufgespult wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aufbringen
der Wendel auf den Leiter stellt sich beim Ausziehen der Wendelwimdungen, das eine Verkleinerung
des Innen- und Außendiurchmessers hervorruft, eine Verdrehung ein. Um diese zu eliminieren,
werden die Ausgangsmaße der Wendel und des Leiters so gewählt, daß der Durchmesser der Höhlung
in der Wendel nur relativ wenig kleiner ist als der Durchmesser des Leiters im fertigen Kabel.
Praktisch hat man ermittelt, daß sich, wenn die Wendel ausgezogen und durch Herumwickeln auf
einen Leiter aufgebracht ist, ein Biegemoment in der Ebene der Wendel einstellt, das im Verein mit
der Reibung zwischen der Innenseite der Wendel und dem Leiter die Wendel in einer Gleichgewichtslage
auf dem Leiter haften läßt.
Dias folgende Zahlenbeispiel diene zur Erläuterung: Ein Rohr von 16,5 mm Außendurchmesser
und 4,85 mm Bohrung wurde zu einer Wendel mit zehn Gängen je Zentimeter geschnitten. Als die
Wendel frei ausgezogen wurde, so daß die Länge einer Windung 16 mm betrug, wurde der Außen durchmesser
auf etwa 13,8 mm verringert, und die Spule verengte sich um etwa 15%· Es ergab sich
die Möglichkeit, diese Wendel um einen Draht von 5, ι mm Durchmesser zu wickeln, ohne ihr irgendwelche
Verdrehung zu erteilen.
Bei der Ausführung der Erfindung läuft der blanke Leiter durch Öffnungen in jedem Ende eines
Käfigs 3, der in Rollenlagern in Rahmen 4, 4' drehbar angeordnet ist. Die Rahmen sitzen auf Ständern
5, 5', und der Käfig wird durch ein nicht gezeichnetes Zahnradgetriebe angetrieben, wobei die
Drehzahl des Käfigs durch einen Schaltkasten 7 auf einem der Rahmen 4 geregelt wird.
Der andere Rahmen 4' ist mit einem Stützarm 8 versehen, der eine Führung 9 für den Leiter und
die Wendel trägt. Rollen 10, die zu synchroner
Drehung mit dem Käfig 3 eingebaut sind, befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten des Leiters, um
den Abstand zwischen benachbarten Windungen der Wendel zu regeln und ζω verteilen, wie diese bei
Drehung des Käfigs 3 auf den vorrückenden Leiter C gewickelt wird.
Eine Spule, die die geschnittene, aber noch unausgezogene
Wendel enthält, ist in Lagern 11, die in einem Drehgestell 12 angeordnet sind, frei abgestützt.
Dias Drehgestell 12 ist mit seinen beiden Enden in Lagerblöcken 13, die in Gehäusen 24 an
den Stirnseiten des Käfigs 3 sitzen, drehbar gelagert, so daß es sich um eine Achse drehen kann,
die zur Achse des Leiters · bei dessen Durchgang durch den Käfig 3 parallel ist. Normalerweise bleibt
die Ebene der Spule trotz der Drehung des Käfigs 3 senkrecht; es ist aber dafür gesorgt, daß sie in der
einen oder anderen Richtung aus der Senkrechten herausgedreht werden kann, wie nachstehend beschrieben
wird.
Im Betrieb wird der Leiter C von der Trommel A abgezogen und über die Winde D\ auf die Aufwickeltrommel
E aufgewunden. Beim Durchgang durch den Käfig 3 wird die Wendel, die sich dabei auszieht,
von der Spule abgezogen und auf den Leiter C aufgeschmiegt, indem sie zwischen den Rollen 10
hindurchgeht. Eine freie Drehung des Drehgestells 12, auf dem die Spule sitzt, wird normalerweise
durch ein Umlaufrädergetriebe verhindert; dieses besteht aus den miteinander kämmenden Zahnrädern
15 und 16, von denen das Rad 15 gleichachsig
mit dem Leiter C angeordnet ist, während das Rad 16 am Drehgestell 12 festsitzt.
Es ist aber die Möglichkeit vorgesehen, das Rad 15 in Drehung zu versetzen; zu diesem Zweck trägt
es auf einer Seite einen Kegelradzahnkranz 19, der über ein Zwischenkegelrad 17 mit einem zweiten
Kegelrad 18 im Eingriff steht. Das Zwischenrad 17
sitzt fest auf der Welle 20' eines Hilfselektromotors 20. Der Elektromotor 20 mit seinem Zahnrad 17
sitzt auf einer ringförmigen Schiene an der Seite des Käfigs, so daß er sich um das Rad. 18 drehen
kanal. 21 ist ein Regler für den Motor 20; dadurch kann der Antrieb auf das Planetenrad nach Bedarf
verändert werden, um den Betriebsbedingungen zu entsprechen und die Drehzahl des Drehgestells
relativ. zur Winkelgeschwindigkeit des Käfigs 3 zu erhöhen oder zu erniedrigen. Während der Drehung
des Käfigs wird das Drehgestell 12 durch das Umlaufrädergetriebe
selbst in Drehung versetzt, damit es immer in einer senkrechten Ebene bleibt, mit
Ausnahme einer korrigierenden Hilfsdrehung, die ihm mittels des Motors 21 in der einen oder anderen
Richtung aus dieser Ebene heraus erteilt werden kann, um Veränderungen in den Maßen des Leiters
oder der Wendel zu berücksichtigen.
Obwohl also eine Verdrehung der Wendel, die durch das kleine Untermaß ihres Innendurchmessers
gegenüber dem Leitungsdurchmesser bedingt ist, im wesentlichen verhindert ist, können doch schon
geringfügige Veränderungen in den Maßen der Wendel und des Leiters ein gewisses Maß an Verdrehung
ermöglichen. Diese kann man überwinden, indem man die Stellung der die Wendel tragenden Spule relativ zum Käfig verändert. Man
richtet den Antrieb vom Motor 20 auf das Umlaufrädergetriebe nicht umkehrbar ein, und indem man
ihn entweder von Hand oder automatisch steuert, kann man jede Neigung der Wendel zu einer Verdrehung
korrigieren, indem man einfach die Spule sich in der passenden Richtung drehen läßt.
Selbstverständlich kann man, nachdem die Wendel erfindungsgemäß auf den Leiter aufgebracht ist,
den umkleideten Leiter durch einen Wickelkopf oder eine andere Vorrichtung laufen lassen, wo beispielsweise
dielektrische oder leitende Bänder oder ein gepreßter Bleimantel auf die Wendel aufgebracht
werden kann.
Die Erfindung ist hier mit Bezug auf eine waagerechte
Maschine beschrieben und erläutert worden, sie kann aber ebensogut auch auf eine senkrecht gebaute
Maschine angewandt werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung elektrischer Leiter mit Luftraumisolation unter Verwendung
eines wendeiförmigen Abstandhalters, bei dem der Innendurchmesser der den Abstandhalter
bildenden Wendel mit dem Durchmesser des Leiters, auf den er aufzuiziehen ist, einen Festsitz
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleinerung des Durchmessers der inneren Bohrung
der Wendel, die sich ergibt, wenn die Wendel beim Aufbringen auf den Leiter ausgezogen
wird, ein Biegemoment in der Ebene der Wendel hervorruft und die Wendel hierdurch nach
ihrem Aufbringen auf den Leiter in ihrer Lage festgehalten wird.
2. Maschine zum Aufbringen eines wendeiförmigen Abstandhalters auf einen Leiter zur
Verwendung bei der Fabrikation von Kabeln mit Luftraumisolation, entsprechend dem Verfahren
nach Anspruch 1, wobei ein Käfig drehbar um eine mit der Mittellinie des Leiters zusammenfallende
Achse angeordnet ist und eine Spule mit einem Stück unausgezogener Wendel drehbar
in einem Drehgestell gelagert ist, das in go dem rotierenden Käfig sitzt, dadurch gekennzeichnet,
daß das die Spule tragende Drehgestell (12) in dem Käfig (3) um eine zur Mittellinie
des Leiters (C) parallele Achse drehbar gelagert ist und die unausgezogene Wendel [M) auf den
Leiter mittels Durchgangs durch einen Wickelkopf (10) aufgebracht wird, während der Leiter
durch den Käfig hindurchgezogen wird, und daß Vorkehrungen getroffen sind, um die Drehgeschwindigkeit
des Drehgestells (12) zu regeln.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit Steuergetriebe für die Drehbewegung des Drehgestells,
dadurch gekennzeichnet, daß. in einem dafür vorgesehenen Umlaufrädergetriebe das Planetenrad
(16) mit der Welle des Drehgestells (12) fest verbunden und das Sonnenrad (15) gleichachsig
mit dem Käfig (3) angeordnet ist, so daß die Winkelgeschwindigkeit des Drehgestells vergrößert
oder vermindert werden kann, beispielsweise mittels eines Motorantriebs (20), der das
Sonnenrad (15) im Verhältnis zur Winkelgeschwindigkeit des Käfigs (3) antreibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 9536 7.
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