AT135794B - Verfahren zur Aktivierung von Glühkathoden od. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Aktivierung von Glühkathoden od. dgl.

Info

Publication number
AT135794B
AT135794B AT135794DA AT135794B AT 135794 B AT135794 B AT 135794B AT 135794D A AT135794D A AT 135794DA AT 135794 B AT135794 B AT 135794B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cathode
alkaline earth
oxide
earth metal
metal
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr Espe
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT135794B publication Critical patent/AT135794B/de

Links

Landscapes

  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Aktivierung von Glühkathode od. dgl. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aktivierung   von Glühkathoden   od. dgl. mit Hilfe von Metallen der Erdalkaligruppe, die aus chemischen Verbindungen dieser Metalle in der Röhre gebildet werden. 



   Die Oxydpastekathode, die bekanntlich aus einer auf dem Kerndraht aufgetragenen, aus Erdalkalioxyden bestehenden Paste hergestellt wird, besitzt den Vorzug einer   ausserordentlich   langen Lebensdauer (5000 Stunden und   mehr),   zeigt aber eine relativ geringe Aktivität (40 Milliampere pro Watt). 



  Diese doppelte Eigenschaft beruht darauf, dass während des Formierungsprozesses an der Oberfläche der Kathode durch Elektrolyse eine dünne Schicht reinen Erdalkalimetalles geschaffen wird, die sich im Laufe des Betriebes aus dem   Oxyduntergrund   selbständig ersetzt. Neuerdings ist man dazu übergegangen, das Erdalkalimetall in metallischer Form auf den Kerndraht von einer Elektrode aus überzudestillieren, wodurch man einen vollkommenen Überzug der   Kathodenoberfläche   mit Erdalkalimetall und dadurch eine sehr hohe Aktivität (zirka 120 Milliampere pro Watt) erreicht. Da die aufdestillierten Schichten jedoch sehr dünn sind, ist die Lebensdauer einer solchen Kathode bedeutend kürzer als die der Pastekathode (zirka 800 bis 1000 Stunden). 



   Ferner ist vorgeschlagen worden, reine Erdalkalimetallkathoden dadurch herzustellen, dass die Oxyde von Oxydkathoden während des Pumpvorganges durch vorhandenen   Wasserstoffüberschuss   teilweise oder   vollständig reduziert   werden. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   Glühkathoden od. dgl.,   die sowohl die hohe   Aktivität   von Destillationskathoden, als auch die lange Lebensdauer von Pastekatlioden besitzen. 



   Erfindungsgemäss wird auf eine an sich bekannte Oxydpastekathode eines der Erdalkalimetalle aufgedampft, das aus einer Verbindung gewonnen wird, die sich erst oberhalb der Temperatur zersetzt, die maximal während des Formierungsprozesses der Oxydpastekathode im Rohr auftritt. 



   Es hat sich nämlich gezeigt, dass sich eine unformierte Pastekathode nicht mit einem Erdalkalimetall bedecken lässt, da bei der   nachträglichen   Formierung soviel Gase aus der Kathode austreten, dass das aufdestillierte Erdalkalimetall wieder oxydiert und dadurch seine Wirkung aufgehoben wird. Formiert man aber vorher die Oxydkathode, so ist hiezu eine hohe Erhitzung der Kathode und eine hohe Anodenspannung erforderlich, so dass die andere Elektrode, auf der die Erdalkalimetallquelle sitzt, zu hoher Glut kommt. Bevor aber die Formierung nicht restlos zu Ende geführt ist, darf diese Quelle nicht aufgeschlossen werden. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, beispielsweise Azide der Erdalkalimetalle, die sich schon bei etwa   1800   zersetzen, anzuwenden. 



   Zweckmässig verwendet man ein Gemisch, das aus einer Verbindung eines Metalles der Erdalkaligruppe, z.   B.   Bariumoxyd, und metallischem Aluminium oder einem gleichwertigen Metall, beispielsweise Magnesium, besteht und das erst bei Temperaturen über   1000  zur Reaktion kommt, wobei sich   metallisches Barium bildet. 



   Zur Formierung einer Glühkathode gemäss der Erfindung kann man beispielsweise folgendermassen verfahren : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Nach der Evakuierung wird zunächst die Pastekathode hoch erhitzt, eventuell vorhandene   Knr-   bonate in die Oxyde   übergeführt. Anschliessend   wird mit Anodenspannung formiert, indem an das oder 
 EMI2.1 
 wird das auf der Anode angebrachte oder in einem besonderen Behälter befindliche Gemisch in bekannter Weise durch Hochfrequenz   Lieht-oder Wärmestrahlen,   die durch Spiegel oder Linsen konzentriert sind, durch kurzzeitige Erhitzung auf zirka   1100-12000   C zur Zündung gebracht, worauf die Reaktion selbständig weiter geht, bis alles Erdalkalimetalloxyd zu Erdalkalimetall verwandelt ist.

   Da infolge der Schnelligkeit der Reaktion das aus dem   Gemisch gebildete Erdalkalimetall nur wenig verdampft,   muss es auf die gut formierte Oxydkathode   Über destilliert   werden. Dies geschieht am besten in der Weise, 
 EMI2.2 
 des Erdalkalimetalles auf die kalten Glaswände des Rohres gehen würde. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung bietet den Vorteil, dass die Reaktionstemperatur wesentlich höher als die zur Entgasung der Metallteile und Formierung der Kathoden augewandte Temperatur liegt, so dass die in den Metallteilen der Elektroden enthaltenen und bei der Formierung der   Oxydptc-   kathode entstehenden Gase längst durch die Pumpe entfernt sind, bevor das durch die Reaktion   gebildet. -   Metall auf die gutformierte Kathode überdestilliert wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Aktivierung von Glühkathode od. dgl. mit Hilfe von Metallen der Erdalkali-   gruppe,   die aus ehemischen Verbindungen dieser Metalle in der Röhre erhalten werden,   dadurch gekenn-   zeichnet, dass auf eine an sieh bekannte Oxydpastekathode nach deren Formierung eines der Erdalkalimetalle aufgedampft wird,   u.   zw. aus einer Verbindung heraus, die erst über der während der Formierung der Oxydpastekathode im Rohr auftretenden Temperatur reagiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das der Oxydpastekathode aufzudampfende Metall aus einem Gemisch einer Erdalkalimetallverbindung, z. B. Bariumoxyd, und metallischem Aluminium oder einem gleichwertigen Metall, beispielsweise Magnesium, abgeschieden wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode gegenüber der Elektrode, auf der das Gemisch aufgebracht ist, ein negatives Potential erhält und diese Elektrode durch Hochfrequenz erhitzt wird.
AT135794D 1929-08-19 1930-08-06 Verfahren zur Aktivierung von Glühkathoden od. dgl. AT135794B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE135794X 1929-08-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT135794B true AT135794B (de) 1933-12-11

Family

ID=5666107

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT135794D AT135794B (de) 1929-08-19 1930-08-06 Verfahren zur Aktivierung von Glühkathoden od. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT135794B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT135794B (de) Verfahren zur Aktivierung von Glühkathoden od. dgl.
DE846753C (de) Verfahren zur Herstellung von Mosaikelektroden
DE597580C (de) Elektrische Leucht- oder Ultraviolett-Bestrahlungsroehre
DE1521891A1 (de) Verfahren zum Schwaerzen von Oberflaechen metallischer Koerper
DE868026C (de) Verfahren zur Herstellung einer nicht als Gluehkathode dienenden Elektrode fuer ein elektrisches Entladungsgefaess
AT136934B (de) Verfahren zur Herstellung einer photoelektrischen Zelle.
AT109096B (de) Verfahren zur Einführung von Kalium, Cäsium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsröhre.
DE734887C (de) Elektrische Entladungsroehre mit einer oder mehreren nicht beheizten Elektroden oder sonstigen Innenteilen, welche wenigstens teilweise mit einer Kohlenstoffschicht ueberzogen sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE750592C (de) Verfahren zur Oxydation von aus Metall bestehenden Elektroden in Entladungsgefaessen
DE529544C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kathodenglimmlichtlampen
AT163990B (de) Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre
AT303842B (de) Verfahren zur Behandlung von zur Abscheidung von lumineszenten Stoffen erforderlichem Wasser
DE655754C (de) Verfahren zur Herstellung einer schwarz strahlenden Oberflaeche einer mit Chrom ueberdeckten Elektrode fuer elektrische Entladungsgefaesse
DE898938C (de) Verfahren zur Herstellung einer nicht als Gluehkathode dienenden Elektrode
DE593491C (de) Verfahren zur Herstellung von kalten Kathoden fuer elektrische Gasentladungsroehren
DE737996C (de) Elektrische Entladungsroehre mit einem eine Sekundaeremissionselektrode enthaltenden Elektrodensystem
AT135546B (de) Verfahren zum Einführen eines aktiven Metalls, z. B. eines Erdalkalimetalls, in eine Vakuumröhre.
DE571504C (de) Verfahren zur Herstellung von metallischen UEberzuegen, insbesondere aus Alkali- oder Erdalkalimetallen auf Elektroden
DE423178C (de) Entladungsroehre mit Gluehkathode
AT136262B (de) Photoelektrische Zelle.
AT128604B (de) Verfahren zur Herstellung einer hochemittierenden Glühkathode für Gasentladungsgefäße.
AT123127B (de) Verfahren zur Herstellung von Glühkathoden.
AT138616B (de) Herstellungverfahren für Hochemissions-Kathoden.
AT126278B (de) Glühkathode.
DE971227C (de) Durchsichtiger Leuchtschirm fuer Kathodenstrahlroehren, insbesondere fuer Fernsehbildroehren, und Verfahren zur Herstellung eines solchen Leuchtschirmes