AT135678B - Verfahren zum Schutz von Blei gegen Korrosion. - Google Patents

Verfahren zum Schutz von Blei gegen Korrosion.

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AT135678B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Schutz von Blei gegen Korrosion. 



   Die Erfindung bezieht sieh auf ein Verfahren zum Schutz von Blei in Form von Rohren für den Kanalbau oder von Mänteln für elektrische Kabeln gegen chemische oder infolge Zersetzung durch den elektrischen Strom bewirkte Korrosion in allen jenen Fällen, wo das Blei direkt den Unbilden des Wetters und dem zersetzenden Einfluss der umliegenden Stoffe ausgesetzt ist. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung findet Anwendung bei Bleirohren oder-kabeln, die in Leitungen aus Metall, Zement, Beton.   Sandstein.   Holz oder Pappe verlegt sind. in asphaltierten oder quer durch Mauerwerk, in bedeckten Gängen oder   Abflussrinnen   geführten Leitungen. Es findet auch Anwendung bei Bleikabeln, welche mittels Haken an Luftkabel angehängt werden. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass die   Bleihülle   mit einer Schutzschicht aus einem Bleisalz von grossem chemischem Widerstandsvermögen umgeben wird. Sein wesentliches Kennzeichen besteht darin, dass das Blei mit einer anhaftenden Paste ilberzogen wird, die Schwefel oder   natur-   liche oder künstliche Schwefelverbindungen in solcher Menge enthält, dass die Schichte Bleisulfid, welche sich bildet und welche nach und nach zerstört werden kann, sich durch Umsetzung beständig erneuert. 



   Das Bleisulfid ist ein sehr beständiges Salz. unlöslich im Wasser, ganz oder   ff st   ganz   unangreif-   bar durch Säuren und mineralische und organische Salze. Es bildet sich leicht, wenn Schwefel oder natürliche oder   künstliche   Schwefelverbindungen mit Blei in Berührung kommen. Es ist daher vollkommen geeignet, eine Schutzschicht zu bilden, die chemischen Veränderungen widersteht. 



   Die Anwendung des Verfahrens geschieht folgendermassen : Das fertige Bleirohr oder der Bleimantel wurde bereits vorzugsweise mit einem Häutchen aus Bleisulfid überzogen durch Durchziehen durch eine warme wässerige Lösung   von Natrium-oder Kaliumsuliid   oder durch irgendein anderes geeignetes Verfahren. Man konnte feststellen, dass ein auf diese Weise hergestelltes Häutchen ungenügend ist wegen mangelnder Regelmässigkeit und Kohäsion infolge seiner zu raschen Bildung und der Trennung seiner Bestandteile, die während der Handhabungen auftreten kann. 



   Das Kabel oder das Bleirohr wurde nun in Form von Kränzen oder auf Spulen gewickelt auf den Platz gebracht, wo es verlegt werden soll. 



   Um das Verlegen von Kanalrohren oder von Kabeln zu erleichtern, ist es üblich, die   Bleihüllen   mit Fett zu überziehen. Unter Ausnutzung dieses Umstandes kann man das gebräuchliche Fett durch ein schwefelhältiges, sehr gut haftendes Fett ersetzen. Der Gehalt an reinem Schwefel wird im allge- 
 EMI1.1 
 
Man kann die Haftfähigkeit des Fettes durch Zusatz von Harz oder Harzöl   erhöhen,   welches auch die Verbindung mit Schwefel erleichtert.   Beispielsweise sei folgende Zusammensetzung'des   Fettes angegeben :

   
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Vaselin <SEP> .................................................55%
<tb> Kolophonium <SEP> ............................................40%
<tb> Schwefel <SEP> ............................................... <SEP> 5%
<tb> 
 
 EMI1.3 
 kalien geschützt durch die fortschreitende Bildung einer stetigen, gleichartigen und anhaftenden Schichte von Bleisulfid, die infolge des im Fett vorhandenen Überschusses an schwefelhältigen Stoffen immer erneuert wird. 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Folgen, denn das Bleisulfat ist sehr wenig   löslich   in Wasser und unter den gegebenen   Verhältnissen un-   angreifbar durch die meisten Chemikalien.

   Ausserdem hindert die gleichzeitige Bildung von Schwefelsäure die auf das Bleisulfat ausgeübte auflösende Wirkung gewisser organischer Ammoniaksalze des Bodens (essigsaures Salz, weinsteinsaures Salz usw.). 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung verringert auch in erheblichem Mass die infolge Zersetzung durch den elektrischen Strom bewirkte Korrosion, u.   zw.   ungefähr im Verhältnis 10 : 1 unter denselben äusseren Verhältnissen. Der durch Zersetzung durch den elektrischen Strom freiwerdende Sauerstoff verwandelt das Bleisulfid in Sulfat, welches das Blei ebenfalls schützt, während der Schwefelübersehuss in Schwefelsäure übergeht, welche in Berührung mit dem Blei zur Aufrechterhaltung des sulfurierenden und   sulfatierenden     Sehutzbereiehes   beiträgt.

   
 EMI2.1 
 Stoffe ausgesetzten Rohren für den Kanalbau oder von Mänteln für elektrische Kabeln, gegen chemische oder infolge von Zersetzung durch den elektrischen Strom bewirkte Korrosion, durch Überziehen der Bleihülle mit einer Schutzschicht aus einem Bleisalz von grosser chemischer Widerstandsfähigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass das Blei mit einer anhaftenden Paste überzogen wird, die Schwefel oder naturliche oder künstliche Schwefelverbindungen in solcher Menge enthält, dass die Schichte Bleisulfid, welche sich bildet und welche nach und nach zerstört werden kann, sich durch Umsetzung beständig erneuert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundstoff der Paste eine Mischung aus Fett und Harz oder Harzöl ist.
AT135678D 1933-02-08 1933-02-08 Verfahren zum Schutz von Blei gegen Korrosion. AT135678B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0137535A1 (de) * 1983-08-31 1985-04-17 Röhr + Stolberg GmbH Verwendung von natürlichem oder modifiziertem Kolophonium

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0137535A1 (de) * 1983-08-31 1985-04-17 Röhr + Stolberg GmbH Verwendung von natürlichem oder modifiziertem Kolophonium

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