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Einrichtung zum Auspressen nasser Bahnen.
Gegenstand des Stammpatentes Nr. 132595 ist eine Vorrichtung zum Auspressen nasser Bahnen od. dgl. in Walzenpressen, die gekennzeichnet ist durch eine bis an die Pressstelle reichende Abdeckung bzw. Abschirmung der Unterwalze der Presse, die für die an der Pressstelle ausgepresste Flüssigkeit eine schief stehende nach unten offene Ableitungsfläehe bildet, über welche die ausgepresste Flüssigkeit von selbst ohne weitere Hilfsmittel unter Umgehung der Presswalze bzw. Unterwalze abgeführt wird. Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, durch welche eine Einstellung der Abdeckung zur Unterwalze und auch ein Verschwenken der Abdeckung aus dem Bereiche der tnterwalze ermöglicht ist.
Einer Einstellung einer solchen Abdeckung und einer Verschwenkung der Abdeckung aus dem Bereiche der Unterwalze steht bei den Nasspressen der Papiermaschinen der zwischen den Presswalzen durchlaufende Filz entgegen, an welchen eine solche Abdeckung bei einer Verdrehung bzw. einer Einstellung unter einem andern Winkel anstösst. Das erschwert auch die Zugänglichkeit zur Unterwalze. Gemäss der Erfindung ist nun die Abschirmung knickbar ausgebildet, wobei durch Knickung der an die Pressstelle reichende Teil bis ganz an die Pressstelle angestellt werden kann und unter verschiedenem Winkel zur Unterwalze einstellbar ist, ferner stets zur Anlage kommt und auch vollständig aus dem Bereiche der
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Abdeckung bzw.
Abschirmung aus einem drehbar bzw. versehen enkbar gelagerten Halter und einem mit dem Halter knickbar bzw. gelenkig verbundenen, auf der Unterwalze aufliegenden, zweckmässig in mehrere Einzelplatten unterteilten Teil besteht, derart, dass bei Verdrehung bzw. Verschwenkung des
Halters die Abschirmung eingeknickt wird und so einerseits der auf der Walze aufliegende Teil bis ganz nahe an die Pressstelle und auch unter verschiedenen Winkeln zur Walze eingestellt werden kann und anderseits die Abschirmung in geknickter Stellung aus dem Bereiche der Unterwalze bewegt werden kann, ohne dass der Filz hinderlich im Wege steht.
Die Erfindung beruht weiters auf der Feststellung, dass durch eine aus Metall (Blech od. dgl.) bestehende Abschirmung bzw. durch eine Abschirmung, bei welcher wenigstens der auf der Unterwalze aufliegende Teil aus Metall besteht, die Reibung an der Berührungshtelle mit der Unterwalze der Nasspresse, die vielfach aus Gummi besteht bzw. einen Gummi-od. dgl. Überzug hat, wesentlich vermindert werden kann, wodurch auch die Gefahr des Einziehen an der Pressstelle erheblich vermindert ist. Durch eine knickbar ausgebildete Abschirmung, bei welcher das Knickgelenk einstellbar und nachgiebig ausgebildet ist, derart, dass es bei übermässiger Zugbeanspruchung, z. B. hervorgerufen durch eine Klemmwirkung, reisst, kann eine Beschädigung der Walzen der Nasspresse unter allen Umständen verhindert werden.
Dabei hat ein Metallblatt als Abschirmung auch die vorteilhafte Wirkung, dass die Abschirmung sehr dünn ausgeführt und dadurch möglichst nahe zur Pressstelle geführt werden kann.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. o und u sind die Walzen einer Nasspresse einer Papiermaschine, zwischen welchen der Filz f durch- lauft. Die Unterwalze u wirkt mit einer bis an die Pressstelle bzw. möglichst nahe an die Pressstelle wirkenden Abschirmung zusammen, die knickbar ausgebildet ist.
In der Zeichnung besteht die Abschirmung aus einem mit der Welle b drehbar gelagerten Halter und einer mit diesem Halter gelenkig verbundenen, zweckmässig aus mehreren nebeneinanderliegenden Einzelplatten bestehenden Platte a,
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die bis zur Pressstelle reicht, so dass durch Verdrehen des Halters die Platte a (bzw. die Einzelplatten) auch unter verschiedenen Winkeln und bis nahe an die Pressstelle einstellbar ist. Die gelenkige Verbindung ist bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung unter Vermittlung einer Lasche e aus Gummi od. dgl. hergestellt, so dass das Gelenk bei einer Zugbeanspruchung nachgiebig ist und bei übermässigen Zugbeanspruchungen reissen kann, wodurch die Gefahr eines Verklemmen der Abschirmung zwischen den Presswalzen vermieden werden kann.
Ein solches Gelenk hat auch die vorteilhafte Wirkung, dass die Gelenkwirkung durch Verschmutzen nicht aufgehoben werden kann.
Bei einer knickbaren Ausbildung der Abschirmung kann der eine Teil lediglich unter dem Einfluss seines Eigengewichtes dicht auf der Unterwalze aufliegen, so dass also dadurch, insbesondere wenn die Abschirmung aus mehreren Teilen bzw. Einzelplatten besteht, auch der Anpressdruek beliebig klein gehalten und demzufolge auch die Abnutzung von Abschirmung und Walze auf ein Mindestmass herabgesetzt werden kann. Durch diese Anordnung kann die Abdeckung auch dichtend an einer Walze anliegen, die etwa bombiert ist.
Die kniekbare Ausbildung bietet aber auch ein Mittel, um die Abschirmung aus dem Bereiche der Unterwalze durch Verdrehen der Welle b zu verschwenken, ohne dass der Filz f hinderlich im Wege
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diese Stange bei einer weiteren Verschwenkung der Abschirmung eine Führung, die verhindert, dass die Abschirmung auf die Walze fällt.
Das Gelenk ermöglicht auch eine Auswechselbarkeit des der Abnutzung am stärksten ausgesetzten Teiles der Abschirmung.
Zweckmässig ist eine Abschirmung, bei welcher wenigstens der Teil a aus Blech, zweckmässig möglichst dünnem Blech, besteht, gegebenenfalls in mehrere Einzelplatten aus dünnem Blech unterteilt ist, so dass die Reibung zwischen Walze und Abschirmung möglichst gering ist. Hiebei ist die knickbar Ausbildung einer solchen Metallabsehirmung ohne Gefahr für die Walzen möglich gemacht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Auspressen nasser Bahnen in Walzenpressen nach dem Patente Nr. 132595, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung kniekbar ausgebildet ist.