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Durch ein Druckmittel betätigte Reibungskupplung.
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Pressmittel in eine ziehharmonikaartig ausgebildete Membrane gepresst wird, die ihrerseits wieder auf Platten drückt, die dann durch Reibung die beiden Kupplungshälften miteinander verbinden.
In der Zeichnung ist in den Fig. l, 2 und 3 die Kupplung in Verbindung mit einem pfeilverzahnten Getriebezahnrad 1 dargestellt.
Die Kupplung besteht aus 2 Druckplatten 2 und 3, zwischen denen eine Art Membrane 10 aus Stahlblech zur Aufnahme des Druckmittels eingebettet ist. Die Membrane ist mittels eines Schraubverschlusses 5 und einem Rohr 6 dicht mit der Welle 7 verbunden. In dieser vermitteln Bohrungen 8 und 9 die Zufuhr des Pressmittels. Die Druckplatte 2 ist auf der Welle 7 axial verschiebbar, etwa in mehreren Keilnuten 24 vorgesehen ; von der Druckplatte 3 gilt dasselbe. Zwischen den beiden Platten 2 und 3 liegt die Membrane 10, die durch das Rohr 6 und den Verschluss 5 mit den Bohrungen für das
Pressmittel 8 und 9 verbunden ist. Die Membrane ist in Fig. 2 und 3 vergrössert dargestellt. Die Mem- brane, die Druckplatten und das Rohr bilden zusammen den eigentlichen Presskörper.
Dieser Presskörper ist in der in Fig. 1 dargestellten Ausführung innerhalb eines Körpers untergebracht, welcher aus den zwei Wänden 11 und dem Zahnkranz (Getriebezahnrad) 1 besteht, die durch die Pressschrauben 12 zusammengehalten werden. Der Zahnkranz 1 dient gleichzeitig auch als Distanzring. Der ganze Körper mit dem Getriebezahnrad läuft im ausgekuppelten Zustand leer auf der Walze 7, indem zwischen dieser und den Seitenwänden 11 die Rollenlager 13 eingebaut sind. Wird nun durch die Welle 7 bzw. die in ihr enthaltenen Bohrungen 8 und 9 und das Röhrchen 6 das Pressmittel in die Membrane 10 gepumpt, so presst sich diese gegen die beiden Pressplatten 2 und 3, wodurch dieselben mit ihrer ganzen Fläche gegen die Wände 11 gedrückt werden.
Auf der Innenseite dieser Wand sind Ferodoplatten14 (graphierte Asbestgewebe, Reibungskoeffizient 0'4) angenietet. Dadurch werden die Innenwände 11 samt dem Zahnkranz 1 fest mitgenommen. Durch Federn 15 werden bei Aufhören des Druckes in der Membrane 10 die Platten wieder in ihre Ursprungslage gebracht. Die Platte 25 ist in der Druckplatte 2 eingesetzt, um das Rohr 6 montieren zu können.
In Fig. 4 ist die gleiche Kupplung, jedoch in Verwendung als normale Kupplung zweier sich drehender Wellen dargestellt. Diese Wellen 16 und 18 tragen je eine Druckscheibe 20 und M, von denen die Scheibe 20 mittels der Keilnut und dem Keil 17 fest auf der zugehörigen Welle 16 aufgekeilt und mit der Scheibe 21 durch Pressschrauben 26 verbunden ist. In die Scheibe 21 ist eine Büchse 19 eingesetzt, welche bei ausgeschalteter Kupplung auf der Welle 18 gleitet. Auf den Druckscheiben 20 und 21 befinden sich je ein Ferodobelag 22 und 28. An der Welle 18 befinden sich gegen die Naehbarwelle zu keilnutartige Führungsflächen 24. Auf diesen sind wieder die beiden Druckplatten 2 und 3 axial verschiebbar angebracht.
Zwischen ihnen liegt wieder die Membrane 10 aus Stahlblech, die zur Aufnahme des Druckmittels bestimmt ist. Schraubverschluss 5 und Rohr 6 verbinden die Membrane 10 dicht mit der Welle 18. Die Membrane, die Druckplatten und das Rohr bilden zusammen den eigentlichen Presskörper.
Die Wirkungsweise des Presskörpers ist die analoge wie die nach Fig. 1 beschriebene. Es wird durch die Bohrungen 9 und 8 der Welle 18 wieder durch das Röhrchen 6 das Pressmittel in die Membrane 10 gedrückt. Dadurch werden die beiden Druckplatten 2 und 3 gegen die Ferodobeläge 22 und 23 der Kupplungsseheiben 20 und 21 gepresst. Dadurch werden die beiden Wellen 16 und 18 gekuppelt,
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man den Druck auf das Pressmittel wieder aufhören, so werden die Federn 15 wieder die Pressplatte 3 und 2 von den Kupplungsseheiben 20 und 21 abdrücken.
Hydraulisch betätigte Reibungskupplungen, bei denen das Pressmittel in eine Membrane oder einen Druckraum gepresst wird, sind schon vorbekannt, jedoch haben diese Kupplungen den Nachteil, dass entweder die Abdiehtung des Pressmittels an Teilen der Kupplung stattfindet, die gegeneinander in Bewegung sind, oder dass eine Membrane aus einem federnden Material verwendet wird, die aber
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Membrane nach Fig. 5 tritt folgendes ein : Presst man in eine derartige Membrane Luft, Öl oder ein anderes Pressmittel, so wird naturgemäss die Deformierung der Membrane so erfolgen, dass sieh die beiden
Seitenwände nach aussen hin wölben, nicht aber parallel zueinander verschieben.
Dadurch ist jedoch der auf die Mitnehmerplatte zu übertragende Druck auf ein kleines Mass herabgedrückt, denn es kommt ja nur ein schmaler Kreisring der Membrane, theoretisch nur ein Kreis, für die Kraftübertragung in Frage. Bei der Membrane nach Fig. 2 und 3 werden die Seitenwände nicht nach aussen gewölbt, sondern sie bewegen sich parallel zueinander nach aussen und drücken mit ihrer ganzen Fläche auf die Mitnehmerplatte und bewirken dadurch eine der Grösse der Kupplung entsprechende maximale Kraft- übertragung.