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Reihenklemme für Messleitungen in elektrischen Verteilungsanlagell.
In elektrischen Verteilungsanlagen, z. B. an Schaltgerüsten, pflegt man die Messleitungen, welche Messgeräte, Anzeigevorrichtungen. Relais usw. mit ihrer Stromquelle und gegebenenfalls mit ihren Betätigungskontakten verbinden, an Klemmen zu führen, die isoliert an geeigneten Gerüstteilen in einer oder mehreren Reihen befestigt sind. Das Anschliessen der Messleitungen an diese Klemmen ist eine mühevolle Arbeit, die leicht zu Fehlern führt. Daher muss sie nicht nur sorgfältig ausgeführt, sondern auch genau kontrolliert werden, da Fehlanschlüsse die bedenklichsten Folgen haben können.
Auch die Kontrolle der Messleitungen und besonders das Herausfinden eines bereits festgestellten Fehlers erfordert viel Zeit und Mühe, da dabei die Anschlüsse znm Teil gelöst und dann wieder hergestellt werden müssen.
Um beim Prüfen nicht die Leitungsanschlüsse lösen zu müssen, ist bei vielen derartigen bekannten Reihenklemmen die Einzelklemme in zwei Teile unterteilt, die normalerweise durch ein besonderes Metallstück elektrisch miteinander verbunden sind : die Trennung der Klemmenhälften erfolgt durch Ab-bzw. Anschrauben dieses Verbindungsstückes. Wollte man nun bisher Kontrollmessungen vornehmen, so musste man die Messdrähte für das Kontrollinstrument oder die Kontrollstromquelle an die gleichen Schrauben anklemmen, an die die festverlegten Messleitungen angeschlossen waren. Das war eine zeitraubende und unangenehme Arbeit, da die Reihenklemmen bisher nicht mit geeigneten Anschlussstellen für solche provisorische Leitungen versehen waren.
Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird erfindungsgemäss zwecks Vornahme von Kontrollmessungen jedes der beiden elektrisch voneinander trennbaren Anschlussstücke der Reihenklemme mit wenigstens einer Steckhülse (oder einem Steckstift) ausgerüstet, wodurch sich der Zeitaufwand für die Vorbereitung von Kontrollmessungen auf einen Bruchteil des bisher erforderlichen ermässigt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung dargestellt. Die einzelnen Klemmen der Reihe sind auf der Eisenschiene a eines Schaltgerüstes in gleichen Abständen nebeneinander gereiht.
Fig. 1 zeigt die Klemme in der Draufsicht, Fig. 2 in der Seitenansicht, die obere Hälfte davon im Schnitt, und Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Klemmenreihe nach Fig. 1.
Zur betriebsmässigen elektrischen Verbindung der beiden Anschlussstücke 1n und n der Klemme, die mit Klemmschrauben e zum Anschluss der festverlegten Messleitungen versehen sind, kann man Verbindungslaschen verwenden, oder man kann diese beiden Kontaktstücke einander übergreifen lassen und eine lösbare Verbindungsschraube oder einen Verbindungsstöpsel od. dgl. anwenden. In der Zeichnung ist eine Ausführung mit Verbindungsschraube)'d algestellt. Diese Bauart zeigt gleichzeitig, dass man die Erfindung allen gebräuchlichen Systemen von Messleitungsklemmen anpassen kann.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine Reihe von Carl Maier-Klemmen veranschaulicht, bei denen gleichartige Isolierkörper i aus keramischer Pressmasse nebeneinander auf der Gerüstschiene a unter Zwischenlage eines
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ihrer eigenartigen Form und Anordnung zwischen sich einen im Querschnitt rechteckigen Raum für den Durchtritt des Steges des metallenen Klemmstückes frei, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Die beiden Anschlussstücke M und it sind voneinander durch Luft oder einen Presskörper o isoliert, von denen der Körper m, mit dem Steg p zum Durchtritt durch die rechteckige Isolatorenöffnung und mit einer Zunge q versehen ist.
Diese greift in einen entsprechend geformten Ausschnitt des Isolierkörpers o ein. der seiner-
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seits in einen Schlitz des Klenunstückes K von der Seite her eingeschoben ist. Die elektrische Verbindung zwischen den beiden Klemmenstücken m und H wird normalerweise durch die Schraube r hergestellt, vor oder nach deren Lösen durch Einstecken gewöhnlicher Stecker in die Steckhülsen/irgendein Kontrollapparat angeschlossen oder durch Kurzschlussstecker eine Querverbindung zwischen benachbarten Klemmen geschaffen werden kann. Auch bei Herstellung von Querverbindungen ist im allgemeinen zuerst die Verbindungssehraube r zu lösen.
Will man die Steckhülsen t auch zum Anschluss von Drähten und Litzen einrichten, so kann man sie mit etwas dickerer Wandstärke versehen und mit einer Klemmschraube ausrüsten, so dass man das Drahtende in der Öffnung der Steckhülse festklemmen kann. Statt Steckhülsen f kann man auch Steckstifte an den Klemmstücken m. n befestigen ; dann müssen die beweglichen Anschlussdrähte mit Steekhülsen versehen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Reihenklemme für Messleitungen in elektrischen Verteilungsanlagen, die aus zwei auf entgegengesetzten Enden eines schmalen Isolierkörpers (i) montierten Anschlussstücken (m. i) für die nach
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elektrische Verbindung der beiden Anschlussstücke ohne Lösung der Leitungsanschlüsse willkürlich unterbrochen und wieder hergestellt werden kann. dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Vornahme von Kontrollmessungen jedes der beiden elektrisch voneinander trennbaren Anschlussstüeke mit wenigstens einer Steekhülse (f) (oder einem Steekstift) ausgerüstet ist.