AT132480B - Schaltanordnung bei durch Wechselstrom direkt beheizten Glühkathodenentladungsgefäßen. - Google Patents

Schaltanordnung bei durch Wechselstrom direkt beheizten Glühkathodenentladungsgefäßen.

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AT132480B
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Aeg
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  Schaltanordnung bei durch Wechselstrom direkt beheizten   Gliihkathodenentladungsgefässen.   



   Bei direkt geheizten   Glühkathodenröhren   erfolgt der Anschluss der Gleichspannungsleistung meist an einer Mittelanzapfung der   Sekundärwicklung   des   Heiztransformators,   um den zu entnehmenden
Gleichstrom auf die   Gliihkathodenhälften   und die beiden Einschmelzungen gleichmässig zu verteilen (s. Fig.   1).   Der Effektivwert des aus dem Heizstrom und dem zugehörigen Anodenstrom oder bei mehreren Anoden gegenüber der zugehörigen Kathode aus dem Heizstrom und der Summe der zugehörigen Anodenströme resultierenden   Summenstromes   in der Kathode und dem Heiztransformator hängt von der Phasenlage des Heizstromes und des Anodenstromes bzw. der   Anodenströme   ab.

   Gemäss der Erfindung werden der Heizstrom und die resultierenden Anodenströme derartig zusammengesetzt, dass der Effektivwert dieses Summenstroms ein Minimum ist oder angenähert gleich diesem Minimum ist. Der Effektivwert dieses Summenstromes ist ein Minimum, wenn der Anodenstrom bzw. die Anodenströme symmetrisch zum Nulldurchgang des Heizstromes liegen, wie es für den Anodenstrom und den Heizstrom eines Ventils in einer Phase einer idealen dreiphasigen Gleichrichterschaltung in Fig. 2 gezeigt ist. 



   Bei dieser Phasenlage des Anodenstromes und des Heizstromes bzw. der Heizspannung entstehen ausserdem noch günstige   Spannungsverhältnisse   für den Lichtbogen, da die Glühkathode zur Zeit grossen Anodenstromes den geringsten Spannungsabfall aufweist und sich damit dem Idealfall einer Äquipotentialkathode weitgehend nähert. 



   Diese günstigste Phasenlage des Heizstromes und des Anodenstromes bzw. der Anodenströme wird nun durch   Anschluss   des oder der Heiztransformatoren an eine Wechselspannung geeigneter Phasenlage oder durch die Wahl der Schaltgruppe des   mehrphasigen Heiztral1sformators   oder durch die Einfügung phasensehiebender Elemente, wie Drosseln oder Kondensatoren, in den Stromkreis des Heiztransformators erreicht. 



   Die Erfindung sei an Hand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Ist, wie in Fig. 4, der Anodentransformator 20 eines dreiphasigen Gleichrichters Stern-Stern geschaltet, so ist die primäre Wicklung 12 des einphasigen Heiztransformators 7 für die Röhre 8 der Phase 6 an die verkettete Netzspannung 2 anzuschliessen, die gegen die Anodenspannung 6 um 900 phasenverschoben ist. 



   Ein Vergleich mit den Vektordiagrammen der Fig. 5 zeigt die eben beschriebene Phasenlage deutlich. Der Spannungsvektor 2 des Primärnetzes und die Spannungsvektoren 12'und 12 des Heiztransformators liegen parallel zueinander und stehen senkrecht auf dem Spannungsvektor der Phase 6 bzw. 6'. 



   Bei Dreieck-Stern-Schaltung des Anodentransformators gemäss Fig. 6 lässt sich bei Verwendung einphasiger Heiztransformatoren die günstigste Phasenlage nicht erreichen (vgl. z. B. Vektoren 6 und 12 der Fig. 7). Für diesen Fall müssen   phasenschiebende   Elemente 21 (Drosseln, Kondensatoren   usw.)     vorgesehen werden. Unter Umständen   wird es zweckmässiger oder wirtschaftlicher sein, auf die günstigste Phasenlage zu verzichten und sich mit den günstigsten Verhältnissen zu begnügen, die man ohne besondere phasenschiebende Elemente allein durch die Schaltung erreichen kann. Beispielsweise wird man die primäre Wicklung des Heiztransformators 7 der Röhre 8 nicht an die ihrer Anodenspannung 6 phasengleich Netzspannung 3 anschliessen, sondern an 1 oder 2.

   Die Anodenspannung 6 gehört dann zur Heizspule 11 oder 12 (vgl. Vektordiagramm Fig. 7). 

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   Bei Verwendung mehrphasiger Heiztransformatoren lässt sich diese Schwierigkeit umgehen. Es lässt sich z. B. mit einem dreiphasigen Heiztransformator auch bei   Dreieck-Stern-Sehaltung'des   Haupttransformators (Fig. 8) die günstigste Phasenlage erreichen, wenn der Heiztransformator primär in Stern geschaltet und sekundär je Phase mit einer Heizwieldung für je eine Kathode versehen wird. Die Phasenlage der Spannungen gibt die Fig. 9 wieder. Man würde beispielsweise der Kathodenspannung 14 eine Anodenspannung 6 zuordnen. 



   Aueh bei mehranodigen Ventilen kann der Summenstrom aus dem Heizstrom und den Anodenströmen entsprechend beeinflusst werden. So zeigen z. B. Fig. 3,10 und 11 die Verhältnisse bei einem aus drei zweianodigen Gefässen gebildeten Sechsphasengleichrichter. Hiebei sind die Spannungen   6"und 6"'   der Heizspannung 12 zugeordnet (vgl. Fig.   11),  
Da die Gleichriehterschaltungen stets   Seheinwiderstände   verschiedener Art (ohmscher, induktive 
 EMI2.1 
 von den gezeichneten etwas ab, jedoch bleiben die prinzipiellen Verhältnisse   ungeändert.   



   Für Kathodenanordnungen mit geringer   Wärmeträgheit   sind   zweckmässigere eise noeh ärme-   speichernd Vorrichtungen in der Nähe oder an den glühenden Kathodenteilen selbst vorzusehen, damit ein maximaler Emissionsstrom zur Zeit geringer   Heizstromwerte ermöglicht wird.   



   Der hier beschriebene Erfindungsgedanke kann vorteilhaft in allen   Ventilumformungsanlagel1   (Wechselstrom-Gleichstrom-Umformung, Gleichstrom-Wechselstrom-Umformung, Frequenzumformung) mit Glühkathodenentladungsgefässen benutzt werden. Die   Massnahmen   gemäss der Erfindung werden ferner zweckmässig in solchen Anlagen benutzt, in denen infolge   Gittersteuerung   veränderliche Anodenströme entnommen werden und die zusätzliche Aufheizung der Kathoden durch die Anodenströme Schwankungen unterworfen ist. Man kann in diesem Falle die Heizung der Kathode für den maximalen Anodenstrom einstellen, ohne Gefahr zu laufen, die Kathodenheizdrähte beim Auftreten des maximalen Anodenstromes zu überlasten. Auch in Anlagen mit stossweisen Überlastungen im Anodenkreis bietet diese Schaltung Schutz gegen eine Überheizung. 



   Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist die gleichzeitig auftretende Entlastung der vakuum- 
 EMI2.2 
 vor iibernormalen und normalen zusätzlichen Erwärmungen bewahrt werden, wie die Glühkathode, 
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltanordnung bei durch Wechselstrom direkt beheizten Glühkathodenentladungsgefässen, insbesondere solchen mit Dampf-oder Gasfüllung, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenlage des Heizstromes gegenüber dem zugehörigen Anodenstrom bzw. den resultierenden   Anodel1strömen   derart gewählt ist, dass der Effektivwert des Summenstromes aus Heizstrom und zugehörigem Anodenstrom bzw. Anodenströmen ein Minimum ist oder angenähert diesem Minimum ist.

Claims (1)

  1. 2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenlage des Heizstromes oder des Anodenstromes bzw. der Anodenströme mittels phasenschiebender Elemente (Drosseln, Kondensatoren usw.) eingestellt wird. EMI2.3
AT132480D 1931-02-07 1932-02-02 Schaltanordnung bei durch Wechselstrom direkt beheizten Glühkathodenentladungsgefäßen. AT132480B (de)

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