AT130836B - Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen. - Google Patents

Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen.

Info

Publication number
AT130836B
AT130836B AT130836DA AT130836B AT 130836 B AT130836 B AT 130836B AT 130836D A AT130836D A AT 130836DA AT 130836 B AT130836 B AT 130836B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
countercurrent
cold
expansion machine
regenerators
low
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mathias Fraenkl
Original Assignee
Mathias Fraenkl
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mathias Fraenkl filed Critical Mathias Fraenkl
Application granted granted Critical
Publication of AT130836B publication Critical patent/AT130836B/de

Links

Landscapes

  • Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen. 



   Nach dem Verfahren der Hauptanmeldung soll der unter einem Überdruck von 2-4 Atm. in der Vorzerlegung bei einer Temperatur   von-187'   (bei 2 Atü. für 45% igen Sauerstoff) und von-1780 bei 4 Atü. Kondensationsdruck (für   90-99% igen   Sauerstoff) gasförmig ausgeschiedene Stickstoff unmittelbar der Expansionsmaschine zugeleitet und in dieser auf etwa   0'2   Atü. entspannt werden, wobei er sich   bis -1950 abkühlt. Hierauf   soll derselbe mit der Waschflüssigkeit in   Kältetausch   gebracht werden, um diese   von-175   bis-190   nachzukühlen   und auf diese Weise die Kälteverluste der Anlage zu decken. 



  Hier wird also die Kälteleistung der Expansionsmaschine nachträglich nutzbar gemacht, indem der tiefgekühlte Stickstoff nach dem Austritt aus der Expansionsmaschine das in derselben erzeugte Temperaturgefälle auf die Waschflüssigkeit überträgt. 



   Diese Ausführung des Verfahrens besitzt jedoch den Nachteil, dass sich in der Expansionsmaschine bereits Flüssigkeit bildet und damit zu einer Minderung an Kälteleistung führt, wenn die Eintrittstemperatur   schon -1750 oder noch   tiefer ist, weil sich dabei der Arbeitsprozess in der   Expansionsmaschine   vollständig im Sättigungsgebiet abwickelt. 



   Dieses Verfahren kann wesentlich verbessert werden, wenn dem in der   Expansionsmaschine   verkehrenden Druckstickstoff vor seinem Eintritt in die Maschine soviel Kälte entzogen wird, als dem in der   Expansionsmaschine erreichbaren Temperaturgefälle entspricht.   



   Bei 4 Atü. Kondensationsdruck in der Vorzerlegung (wenn Sauerstoff von mehr als   90%   erzeugt werden soll) hat der mit 4 Atm. Überdruck gasfösmig ausgeschiedene Druckstiekstoff eine Temperatur 
 EMI1.1 
 dann mit einem auf 15 Atü. verdichteten und bis -165  vorgekühlten Gas (Luft oder Stickstoff) vor seinem Eintritt in die Expansionsmaschine in Kältetausch gebracht, um dieses auf 15 Atü. oder höher verdichtete und bis -160  vorgekühlte Gas zu verflüssigen und damit die Kälteverluste der Anlage zu decken. 



   Bis zu   45%     02-Gehalt   im gewonnenen Gemisch kann der Prozess vollständig in der unteren Vor-   zerlegungssäule durchgeführt   werden, darüber hinaus muss eine Nachrektifikation bis zur   gewünschten  
Reinheit in einer oberen Säule stattfinden. Beim 45% igen Sauerstoff wird daher der betreffende Stick- stoffanteil ausschliesslich als Druckstickstoff ausgeschieden und in der Expansionsmaschine entspannt, während bei reinem Sauerstoff ein Teil des in der   Vorzerlegung ausgeschiedenen Druckstickstoffes   ver- flüssigt und auf die obere Säule aufgegossen werden muss, um für die Naehrektifikation als Waschstickstoff zu dienen. 



   Aus je 5 m3 Luft stehen somit für den Betrieb der Expansionsmaschine beim 45% igen Sauerstoff rund 2-5 m3 Druckstickstoff mit 2 Atü. zur Verfügung, beim 95% igen Sauerstoff dagegen nur   1-5 m3,   aber mit 4 Atü. Die erzielbare Kälteleistung ist in beiden Fällen gleich gross. 



   Um dem Betriebsstickstoff der Expansionsmaschine vor seinem Eintritt in die Expansions- maschine die Kälte   bis-145'   (bei der Erzeugung von   95% igem   Sauerstoff bzw.   bis-165  bei  
45% igem Sauerstoff) entziehen zu können, muss, wie bereits angeführt, eine entsprechende Menge
Gas (Luft oder Stickstoff) auf mindestens 25 bzw. 15 Atü. verdichtet werden, damit es mit dem
Kälteinhalt des Stickstoffs verflüssigt werden kann. Diese Verdichtung auf den höheren Druck ist unerlässlich, weil sonst eine Verflüssigung bei der Temperatur des Druckstickstoffs von-145  bzw. 165  nicht möglich wäre. 



   Ehe dieses Gas aber verflüssigt wird, muss es   bis-140  bzw. 160  vorgekühlt   werden. Zu diesem 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 4 auf 25 Atü. verdichtet zu werden, worauf er wieder durch den Gegenströmer hineingeleitet,   bis-140'   vorgekühlt und sodann verflüssigt wird. 



   Bei der Erzeugung von 45% igem Sauerstoff wird der Stickstoff durch den Vorkühler mit 2 Atü. herausgeführt, im Kreislauf auf 15 Atü. verdichtet,   bis -1600 vorgekühlt   und dann verflüssigt. Hier sind zur Verflüssigung eines Kubikmeters Stickstoffes 10 m3   Druekstickstoff   durch den Verflüssiger zu leiten, wovon sodann 9 m3 in die Expansionsmaschine gehen und 1   m3 durch   den Vorkühler herausgeleitet wird. 



   In den beiliegenden Zeichnungen ist das Verfahren durch die zugehörigen Einrichtungen in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt, u. zw. in Fig. 1 für Sauerstoff von 40-45%   02-Gehalt   im Gemisch und in Fig. 2 für Sauerstoff mit mehr als   90%   Reinheit, in beiden Fällen beim Betrieb der Expansionsmaschine mit Stickstoff aus der Drucksäule. 



   Die Anlage besteht im Fall   1   aus zwei Paar Regeneratoren für Druckluftstickstoff A', A". und   Druckluftsauerstoff   B', B", dem Kondensator e, der gleichzeitig als Verdampfer des flüssigen Sauerstoffs wirkt, dem   Mitteldruckverflüssiger   d, dem Mitteldruckgegenströmer f, dem Mitteldruckverdichter g der Expansionsmasehine h, der   Vorzerlegungsdrucksäule 7c   und dem   Flüssigkeitsnaehkühler   r für die Übertragung des im Sauerstoff enthaltenen Kälteüberschusses an den flüssigen Sauerstoff.

   Für die Gewinnung von Sauerstoff mit mehr als   50%   Reinheit ist dann noch eine Nachzerlegungssäule m (Fig. 2) erforderlieh und an Stelle des Nachkühlers für flüssigen Sauerstoff ein solcher für beide Waschflüssigkeiten r. 
 EMI2.1 
 Sauerstoff und nahezu reinem gasförmigem Stickstoff zerlegt und der ausgeschiedene Stickstoff mit   - 1880 durch   Leitung 2 dem   Mitteldruekverflüssiger   d zugeführt, in welchem er sieh auf-165  erwärmt und durch seine Kälteabgabe den in der Rohrschlange   t   des Verflüssigers d befindlichen Stickstoff von 15 Atü. verflüssigt. 



   Von da werden nun neun Zehntel dieser   auf -1650 erwärmten Stickstoffmenge   mit Leitung 3 in die Expansionsmaschine   h   geleitet und in dieser auf   0'2   Atü. entspannt, wobei sich der Stickstoff wieder auf-188  abkühlt, worauf er mit Leitung 4 und Leitung   5',   5"abwechselnd durch einen der beiden Regeneratoren A'und A"aus der Apparatur herausgeführt wird. 



   Ein Zehntel dieser Stickstoffmenge dagegen wird aus dem Verflüssiger mit Leitung 6 durch den Mitteldruckgegenströmer f in den Verdiehter g geleitet, dort auf 15 Atü. verdichtet und mit Leitung 7 wieder dem Gegenströmer f zugeführt, in dessen Rohrspirale s sie bis-160  gekühlt wird, um dann mit Leitung 8 in den Verflüssiger d geleitet und dort verflüssigt zu werden. Die auf diese Weise erzeugte Flüssigkeit wird mit Leitung 9 dem Kondensator c zugeführt und dient zur Deckung der Kälteverluste. 



   Der flüssige   40-45%igue   Sauerstoff wird durch den Nachkühler r für flüssigen Sauerstoff mit Leitung 10 auf die Verdampferseite des Kondensators übergeleitet, dort verdampft und mit Leitung 11 wieder dem   Flüssigkeitsnaehkühler   r zugeführt und in demselben durch Kältetauseh mit dem flüssigen Sauerstoff etwas erwärmt zu werden, ehe er mit Leitung 12 in die Leitung 13' und 13" übertritt, womit er abwechselnd durch den Regenerator B'und   B"herausgeführt   wird. 



   Die Fig. 2 zeigt eine Ausführung des Verfahrens mit   Stickstoffbetrieb   in der Expansionsmaschine ohne Mitteldruekkompressor. 



   In diesem Falle werden 8-10% der Gesamtdruckluftmenge aus der Mitte der Regeneratoren durch Leitung 22 mit einer Temperatur von etwa-100  herausgeleitet und dem Gegenströmer f zugeführt, um in diesem durch den Betriebsstickstoff der Expansionsmaschine   h   auf-1750 abgekühlt zu werden, worauf sie mit Leitung 23 durch die Vorzerlegung in den Kondensator geleitet, dort verflüssigt und auf den Kopf der   Nachzerlegungssäule   ausgegossen wird, um schliesslich als Sauerstoff und Stickstoff wieder durch die Regeneratoren herausgeleitet zu werden, nachdem der Stickstoff und der Sauerstoff vorher noch durch den   Nachkühler   für die beiden Wasehflüssigkeiten r geführt wurden. 



   Hier wird also mit dem Kälteinhalt des Betriebsstickstoffes der Expansionsmaschine ein Teil der auf Kondensatordruck verdichteten Luft   von-100 bis-175  gekühlt,   anstatt wie nach Fig. 1 auf   Mitteldruek   verdichteten und   bis -1400 vorgekühlten Stiekstoff   oder Luft zu verflüssigen. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht zunächst darin, dass der Mitteldruekverdichter g und der Mitteldruckverflüssiger d entbehrlich wird, sodann aber kommt demselben eine besondere Bedeutung noch deshalb zu, weil nur auf diese Weise eine restlose Entfernung der in den Regeneratoren ausgefrorenen Kohlensäure durch Wiederaufnahme derselben seitens der Zerlegungsprodukte durch Sublimation erreicht werden kann. 



   Diese setzt nämlich voraus, dass der Kältetausch in den Regeneratoren mit einer sehr geringen Temperaturdifferenz vor sich geht (die 2-3  nicht überschreiten darf). 



   Das ist aber ohne dieses Verfahren nicht zu erreichen, denn die auf 5 Atm. (absolut) verdichtete Luft besitzt eine höhere spezifische Wärme als die ohne Überdruck durch die Regeneratoren herausgeleiteten Zerlegungsprodukte. Das führt dann am unteren Ende der Regeneratoren zu einer mittleren 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Temperaturdifferenz von   etwa 100, wodurch   eine restlose Wiederaufnahme der abgesetzten Kohlensäure durch die Zerlegungsprodukte verhindert wird. 



   Nach dem angegebenen Verfahren werden den Regeneratoren oberhalb   derjenigen Temperaturzone,   in welcher sich überhaupt Kohlensäure absetzen kann, 10% der Luftmenge entzogen und im Gegenströmer f durch den Kälteinhalt des in der Expansionsmaschine zu entspannenden Druckstickstoffes   bis-175   gekühlt, sodann zusammen mit der Hauptluftmenge zerlegt und durch die Regeneratoren herausgeleitet. 



   Durch die Entnahme von   10%   der Luftmenge aus der Mitte der Regeneratoren verkehrt auf dem Hinweg in der unteren Hälfte nur 90% der Gesamtdruckluftmenge, auf dem Rückweg dagegen aber 100% der Zerlegungsprodukte. 



   Auf diese Weise wird der unteren   Regeneratorenhälfte     10% Zusatzkälte durch   die Zerlegungprodukte zugeführt, und dies ist gerade der Betrag, welcher nötig ist, um die Temperaturdifferenz von .   10    auszugleichen, die von der höheren spezifischen Wärme der Druckluft herrührt. 



   Damit nimmt aber gleichzeitig die Druckluft um 2'5 Kalorien je Kubikmeter Zusehusskälte auf, und eben um diesen Betrag verringert sich ihre Verflüssigungswärme, so dass bei der Verflüssigung der Luft im Kondensator um diesen Betrag weniger Flüssigkeit auf der Verdampferseite des Kondensators verdampft und somit als Flüssigkeitsüberschuss für die Deckung der Kälteverluste verfügbar wird. 



   Anstatt den Gasgemischanteil mit   etwa-100  aus   der oberen Hälfte der Regeneratoren zu entnehmen und im Kältetausch mit dem Druckstickstoff, welcher in der Expansionsmaschine arbeiten soll, nur zu kühlen, soll nun nach einem ändern Vorschlag, gemäss Fig. 3, dieser Gasgemischanteil in der unteren Hälfte der Regeneratoren (etwa ein Drittel vom untersten Ende) mit   etwa -1400 entnommen,   in einem   Gegenströmer fim Kältetausch   mit sich selbst zunächst wieder bis auf atmosphärische Temperatur erwärmt, mit Verdichter y auf 25 Atm. oder höher verdichtet, in einem   Kohlensäurereiniger a ;

   durch  
Chemikalienvon seinem Kohlensäuregehalt befreit, im Gegenströmer f wieder bis-135  gekühlt und sodann im Verflüssiger d durch Kältetausch mit dem Druckstickstoffanteil aus der   Drucksäule/c, welcher für   den Betrieb der Expansionsmaschine bestimmt ist, verflüssigt werden, worauf die erzeugte Flüssigkeit mit Leitung 9 in den Trenner geleitet, dort zerlegt und nach erfolgter Verdampfung gemeinsam mit dem Hauptteil der Zerlegungsprodukte durch die Regeneratoren herausgeleitet wird. 



   Eine weitere Entwicklung dieses Verfahrens ist auf Fig. 4 dargestellt. 



   Hier werden etwa   25%   der Druckluft mit 4 Atm. durch Leitung 24 noch etwas tiefer, u. zw. mit   etwa -1600,   aus den Regeneratoren entnommen und in der Expansionsmaschine entspannt, wobei sie sich bis-190  abkühlt, worauf sie in den oberen Rektifikator   m   eingeblasen wird, um dort in Sauerstoff und Stickstoff zerlegt und durch die Regeneratoren herausgeleitet zu werden, nachdem beide Zerlegungsprodukte vorher noch im   Nachkühler   für die Waschflüssigkeiten einen Teil ihres Kälteinhaltes abgegeben und sich dabei auf etw-180  erwärmt haben. 



   Diese Ausführungsart des Verfahrens besitzt den besonderen Vorteil, dass ausser dem Wasch-   flüssigkeitsnachkühler   kein Röhrenkältetauscher gebraucht wird und wie die Verfahrensart nach Anspruch 3 auch keine weitere Verdichtung von 4 auf 25 Atm. oder mehr erforderlich macht. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung des Verfahrens der Hauptanmeldung dahin- 
 EMI3.1 
 
1. dem in die Expansionsmaschine zu leitenden Druekstickstoff (oder der Niederdruckluft) vor dem Eintritt in die Expansionsmaschine durch Kältetausch mit höher oder gleichhoch verdichteter und wärmerer Luft soviel Kälte entzogen wird, als bei der nachfolgenden Entspannung in der Expansionsmaschine wieder Kälte erzeugt werden kann,
2. soviel Luft oder Stickstoff mit dem Überdruck der Vorzerlegung durch einen Gegenströmer herausgeleitet wird, als zur Vorkühlung der zu verflüssigenden höher verdichteten Gasmenge erforderlich ist,
3. diese, durch den Vorkühler herauszuleitende Luft-oder Stickstoffmenge vor dem Eintritt in den Vorkühler zusammen mit dem in die Expansionsmaschine zu leitenden Druckstickstoff oder getrennt davon zuerst durch den Verflüssiger geleitet wird,
4.

   die durch den Vorkühler herausgeleitete   Luft-oder Stickstoffmenge   im Kreislauf vom Mitteldruckkompressor angesaugt, auf 15 bis 25 Atü. oder höher verdichtet und durch den Vorkübler nebst Verflüssiger im verflüssigten Zustand der   Vor-oder Nachzerlegung   wieder zugeführt wird, oder
5. ein Teil der Luft (etwa   25%)   aus der Mitte der Regeneratoren mit einer Temperatur von etwa   - 1000   entnommen und in einem   Röhrengegenstrom-Kältetauscher   durch den Betriebsstickstoff der Expansionsmaschine bis   etwa-175  gekühlt   wird, oder
6. dieser aus dem unteren Drittel der Regeneratoren mit   etwa-140'   (statt   100 )   und 3-4 Atü.

   entnommene Anteil des Gasgemisches (etwa   5%)   in einem Gegenströmer im Kältetausch mit sich selbst bis zur atmosphärischen Temperatur erwärmt, auf einen Druck von 15-50 Atm.   weiterverdichtet,   im Gegenströmer wieder bis   etwa-135  gekühlt,   im Verflüssiger durch   Kältetausch   mit dem Druckstickstoffanteil aus der Vorzerlegung, welcher für den Betrieb der Expansionsmaschine bestimmt ist, verflüssigt, im Trenner zerlegt und nach erfolgter Verdampfung durch die Regeneratoren gemeinsam mit 
 EMI3.2 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
7. dieser, aus dem unteren Viertel der Regeneratoren mit   etwa-160  und   4 Atü.

   entnommene Anteil des Gasgemisches (etwa   25%)   direkt in die   Expansionsmaschine   geleitet, dabei bis   etwa-190'   abgekühlt, in die obere Rektifikationssäule eingeblasen, dort zerlegt und die Zerlegungsprodukte über den Nachkühler für die Waschflüssigkeiten durch die Regeneratoren herausgeleitet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Zerlegen tiefsiedender Gasgemische unter Verwendung von   Kältespeiehern   im   Umsc. haltweehselbetrieb   und Totalverdichtung des gesamten zu zerlegenden Gasgemisches auf Konden-   sationsdruck,   das nur teilweise unter Druck verflüssigt, zum andern Teil dagegen in einer Expansionsmaschine entspannt wird, nach Patent   Nr.   125409, dadurch gekennzeichnet, dass dem in die Expansionsmaschine zu leitenden Gasanteil vor dem Eintritt in dieselbe soviel Kälte durch Übertragung auf das zu zerlegende Gasgemisch oder an eines der Zerlegungsprodukte entzogen wird, als durch die Arbeitsleistung in der   Expansionsmaschine   bei der Entspannung vom Druck der Vorzerlegung bis auf etwa   0'2   Atü.

     nachträglich   wieder an Kälte erzeugt werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Kälteinhalt des in die Expansionsmaschine mit dem Überdruck der Vorzerlegung zu leitenden Anteils des Leichtsiedenden der Zerlegungsprodukte vor dem Eintritt in die Expansionsmaschine der grössere Teil dazu benutzt wird, um einen kleineren, höher verdichteten Teil des Gasgemisches oder der Zerlegungsprodukte zu verflüssigen und damit die Kälteverluste der Anlage zu decken.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle des auf höheren Druck zu verdichtenden und zu verflüssigenden Gases ein Teil des Gasgemisches aus der oberen Hälfte der EMI4.1
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass von dem in der Vor- zerlegung mit dem Überdruck derselben ausgeschiedenen leichtsiedenden Zerlegungsprodukt ein kleiner Anteil durch einen Gegenströmer herausgeleitet, im Kreislauf durch einen Kompressor auf höheren Druck verdichtet und in diesem Gegenströmer durch den Kälteinhalt des herausgeleiteten Anteils bis zur Ver- flüssigungstemperatur gekühlt wird, um dann nach Anspruch 2 verflüssigt zu werden, worauf diese Flüssigkeit wieder der Vorzerlegung zugeführt wird, aus welcher das Leichtsiedende im gasförmigen Zustand entnommen wurde.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dieser im Kreislauf verkehrende kleine Anteil des Leichtsiedenden auch zuerst durch den Verflüssiger nach Anspruch 2 geleitet wird, ehe er im Gegenströmer seine Kälte an sich selbst wieder abgibt, indem er sich im Gegenströmer erwärmt, im Verdichter auf höheren Druck gebracht und durch den Gegenströmer wieder eingeleitet wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle des Leichtsiedenden ein Anteil des zu zerlegenden Gasgemisches im Kreislauf durch den Gegenströmer und Verdichter in Verkehr gebracht wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der an einer höheren Stelle aus den Regeneratoren mit dem Überdruck der Kondensation und etwa -1400 entnommene Gasgemischanteil zunächst im Kältetausch mit sich selbst in einem Gegenströmer bis auf atmosphärische Temperatur erwärmt, gemäss Anspruch 4 auf 25-50 Atm. weiterverdichtet, im Gegenströmer wieder bis -1350 gekühlt, in einem Verflüssiger sodann im Kältetausch mit dem Druckstickstoffanteil, welcher für den Betrieb der Expansionsmaschine bestimmt ist, verflüssigt, im Trenner zerlegt und nach erfolgter Verdampfung durch die Regeneratoren als leicht-und sehwersiedendes Zerlegungsprodukt gemeinsam mit dem Hauptteil der Zerlegungsprodukte herausgeleitet wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der an einer höheren Stelle aus den Regeneratoren mit dem Überdruck der Kondensation und etwa-160 entnommene Gasgemischanteil, welcher direkt in der Expansionsmaschine entspannt wird, sodann unmittelbar in die obere Rektifikations- säule eingeblasen, dort zerlegt und die Zerlegungsprodukte über den Waschflüssigkeitsnachkühier durch die Regeneratoren wieder herausgeleitet werden.
AT130836D 1929-04-19 1931-11-16 Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen. AT130836B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT125409X 1929-04-19
AT130836T 1931-11-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT130836B true AT130836B (de) 1932-12-10

Family

ID=29402651

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT130836D AT130836B (de) 1929-04-19 1931-11-16 Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT130836B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE555818C (de) Verfahren zum Zerlegen tiefsiedender Gasgemische unter Verwendung von Kaeltespeichern
DE952908C (de) Verfahren zur Zerlegung von Luft
DE69900758T2 (de) Verflüssigung eines mit methan angereicherten stromes
DE2438443A1 (de) Verfahren zum verfluessigen von erdgas
DE1103363B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines ausgeglichenen Kaeltehaushaltes bei der Gewinnung von unter hoeherem Druck stehenden Gasgemischen und/oder Gasgemisch-komponenten durch Rektifikation
DE69305317T2 (de) Lufttrennungsverfahren und Anlage zur Herstellung von wenigstens einem Druckgasprodukt und von wenigstens einer Flüssigkeit
DE1007345B (de) Verfahren zum Zerlegen von verdichteter Luft durch Tiefkuehlen, Verfluessigen und Rektifizieren und Vorrichtung fuer das Verfahren
DE1263037B (de) Verfahren zur Zerlegung von Luft in einer Rektifikationssaeule und damit gekoppelterZerlegung eines Wasserstoff enthaltenden Gasgemisches
DE1289061B (de) Verfahren zur Tieftemperatur-Kaelteerzeugung
DE1234747B (de) Verfahren zur Herstellung von mit Sauerstoff angereicherter Luft
AT130836B (de) Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen.
DE1135935B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Sauerstoff geringer Reinheit durch Tieftemperatur-Luftzerlegung
DE1023061B (de) Verfahren zur Zerlegung von Wasserstoff enthaltenden Gasgemischen, insbesondere Koksofengas, und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE935195C (de) Verfahren zur Herstellung von fluessigem Sauerstoff aus Luft und Vorrichtung zu seiner Durchfuehrung
AT136976B (de) Verfahren zum Zerlegen tiefsiedender Gasgemische.
DE538920C (de) Verfahren zum Zerlegen tiefsiedender Gasgemische unter Verwendung von Kaeltespeichern
DE625424C (de) Verfahren zum Zerlegen tiefsiedender Gasgemische
AT133305B (de) Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen.
AT120547B (de) Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen, insbesondere von Luft.
DE617485C (de) Verbundverfahren zum Zerlegen tiefsiedender Gasgemische
DE495699C (de) Verfahren zur Gewinnung von Sauerstoff
DE602952C (de) Zweistufiges Verfahren zur Zerlegung von Luft
AT251552B (de) Verfahren zur Gewinnung von Edelgasen aus Synthese-Restgasen
CH92808A (de) Verfahren zum Verflüssigen und Trennen von Gasgemischen.
DE524721C (de) Verfahren zum Zerlegen von Luft mit Lufteinblasung